Demokratie

Totengräber-Brigade im Auftrag McCains

Sueddeutsche.de berichtet mit Verweis auf die LA Times, dass die John McCain-Kampagne wohl in der Lage ist, negative Nachrichten auf digg.com im Datennirvana verschwinden zu lassen: McCains Bestattungsgehilfen.

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Blogger, die diesem Treiben zuschauen, sprechen bereits von einer „Totengräber-Brigade“ im Auftrag McCains. Ob es sich bei diesen Bestattungsgehilfen tatsächlich um Helfer aus der republikanischen Parteizentrale handelt, lässt sich jedoch nicht herausfinden, die Bewertungen sind anonym. Zudem wiederspricht es den Nutzungsbedingungen von digg.com nicht, dass sich die User untereinander absprechen, nur das „künstliche Ändern“ ist verboten.

Es gibt bei Digg.com die Funktion „bury“. Damit kann man dafür stimmen, einen Artikel zu beerdigen. Das klappt wohl ganz gut, zumindest, wenn man mit einer grossen Anzahl von Anhängern die Plattform bespielt. Kritische Links, wie zu dem beliebten Video von Paris Hilton als Antwort auf McCain, kommen auf der Plattform kaum Beachtung.

Aktuell ist auch das Action Center von McCain. Dort werden Anhänger aufgefordert, positive vorgefertigte Kommentare in Blogs zu platzieren. Thomas Pleil spricht zu Recht von Astroturfing: McCain: Der Netzverschmutzer.

Auf der Webseite wird auch im kleingedruckten darauf hingewiesen, wie man agieren soll:

“The content of these sites is not controlled by the McCain campaign and may contain offensive material. Please use your discretion in visiting these sites.”

Ich kann mich Thomas Pleil im Fazit auch nur anschliessen:

In der Tat ist die McCain-Initiative eine der unappetitlichsten Kampagnenideen, die mir in letzter Zeit begegnet sind.

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3 Kommentare
  1. Einerseits freut es mich zu sehen, dass das Internet, speziell seine „social components“ wie Blogs und Digg, immer wichtiger für die Politik werden, andererseits ist es natürlich ziemlich sche*ße wenn sich jemand so verhält wie McCain (bzw. seine Kampagnen-Verantwortlichen).

  2. Naja.. vergessen wir mal nicht die Anhänger.. Fanatismus und Verblendungen gibt es ja überall.
    Computerbase hatte vor einiger Zeit ein ähnliches System was eben genau aus diesem Grund wieder abgeschafft wurde. Meiner Meinung nach sehr schade, jedoch zeigt es auch in wie weit sich das lesende Publikum vom Autor sowohl geistig als auch sozial entfernt hat.

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