Kultur

Nachrichtenüberblick vom 4.1.2008

Freitag: Das Internet als Ausrede


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Die Sorge deutscher Verlage vor Konkurrenz durch Fernsehen und Internet bemäntelt Ideenlosigkeit und Demographie

Taz: Terror im Liebesnest

Wie werden Muslime zu Terrorverdächtigen? Ganz einfach. Sie müssen sich nur ein abgelegenes Ferienhaus mieten, gleich in bar zahlen und die Vorhänge zuziehen.

Heise: CSU fordert Online-Razzien „ohne jede weitere Verzögerung“.

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag drängt die SPD in einem Strategiepapier zur inneren Sicherheit, die vom Bundesinnenministerium geforderten Befugnisse für eine Ausforschung „informationstechnischer Systeme“ durch das Bundeskriminalamt (BKA) rasch gutzuheißen. […]Die Sozialdemokraten müssten daher spätestens nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Online-Razzien in Nordrhein-Westfalen „umgehend und ohne jede weitere Verzögerung der Schaffung der Rechtsgrundlage für die Online-Durchsuchung im Bundeskriminalamtgesetz zustimmen“.

Wie man ja in den letzten Tagen von Struck & Co vernommen hat, kommt die SPD diesem Anliegen zum gewünschten Zeitpunkt gerne nach.

BusinessWeek: Sony BMG Plans to Drop DRM.

The last major label will throw in the towel on digital rights management and prepare to fight Apple for valuable download revenues

Berkman-Blog über: „Blogs, SMS, and the Kenyan Election

Gulli: Sorry, deine Filme sind weg.

Mit Raubkopien wäre das nicht passiert: Weil ein HDTV-Fan sich einen hochauflösenden Monitor gekauft hatte, wurde er vor die Wahl gestellt: Entweder die bei Netflix gekauften Filme ansehen und dafür alle per Amazon Unbox gekauften Filme verlieren, oder weiter Amazon-Filme sehen und kein Netflix-Video. Ironie des Schicksals: beide „Schutzmaßnahmen“ sind von Microsoft. Eine Lösung ist vorerst nicht in Sicht.

Spiegel: Bürger kritisieren politische Einflussnahme von Unternehmen.

Energiekonzerne, Pharmaindustrie, Autolobby – nicht nur in Deutschland nehmen hoch bezahlte Vertreter großer Unternehmen diskret Einfluss auf Gesetze und Regierungsinitiativen. Die Skepsis gegenüber der Macht der Unternehmen ist entsprechend groß – weltweit.

Japanplant doch tatsächlich sowas wie eine Rundfunkkontrolle für Blogs und Podcasting: … while Japanese face web censorship

Concerned over libellous flaming and the ease with which children can access pornography online, Japan’s communications ministry is suggesting the government starts regulating the internet by 2010. A new bill seeks to govern „influential widely read news-related sites as newspapers and broadcasting are now regulated“. Popular blogs and other sites such as YouTube would come under more vague „minimum regulations“ to guard against illegal and harmful content

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Heise: Datenleck bei Betreibern von US-Pornosites.

EFF: Key Open Government Reform Legislation Becomes Law.

In one of his last official acts of 2007, President Bush signed into law the first major overhaul of the Freedom of Information Act (FOIA) in more than a decade. The Open Government Act of 2007 makes much-needed changes to the FOIA process that will give Americans better access to information about their government at work, such as:

Heise: Sprunghafter Anstieg der Zahl von Datenklau-Opfern in den USA.

Die Zahl der Fälle, bei denen sensible Daten von US-Bürgern wie Kreditkarteninformationen, Sozialversicherungsnummern oder auch Gesundheitsinformationen abhanden gekommen sind, ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Wie das Identity Theft Resource Center (ITRC) am heutigen Mittwoch mitteilte, kam es im Jahr 2007 allein in den Vereinigten Staaten zu insgesamt 446 Vorfällen (plus 40 Prozent gegenüber 2006) mit mehr als 127 Millionen Betroffenen – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um mehr als das Sechsfache.

Heise: Leicht zugängliche „Kronjuwelen für Identitätsdiebe“.

In den USA gibt es weder eine Melde-noch eine Personalausweispflicht. Das „Kronjuwel für Identitätsdiebe“ ist dort die „social security number“, die Sozialversicherungsnummer. […] Wie aktuelle Recherchen der Washington Post ergaben, haben die verstärkten Sicherheitsgesetze seit 2001 zu keiner größeren Sicherheit geführt. Im Gegenteil sei es ziemlich einfach, an Sozialversicherungsnummern zu kommen, und das besonders über Webseiten, für die Regierungsbehörden verantwortlich sind.

Ein Kommentar
  1. http://www.thelocal.se/9560/20080104/

    Secret Swedish military files left in library

    Published: 4 Jan 08 11:08 CET
    Online: http://www.thelocal.se/9560/

    A USB-memory stick loaded with secret documents from the Swedish Armed Forces was found in a Stockholm library, reports Aftonbladet.

    The secret documents included material related to Nato’s ISAF peace keeping force in Afghanistan, as well as an intelligence report from a private American security company analyzing the murder of the Sri Lankan foreign minister and the attempted assassination of Lebanon’s defence minister.

    “We take this kind of carelessness very seriously. Its primarily a matter of security for our soldiers,“ said Colonel Bengt Sandström, from the Military Intelligence and Security Service (MUST).

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