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Chaosradio: Dem Filesharing auf der Spur

Morgen Abend bin ich mit Frank Rosengart beim Chaosradio auf Radio-Fritz, um über „Dem Filesharing auf der Spur – Welche Mittel haben die Behörden, File Sharing auf die Spur zu kommen?“ zu sprechen.


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Filesharing ist wie Schwarzfahren – meist geht es gut, manchmal erwischt es einen doch. Die Musikindustrie beauftragt Firmen, die den Tauschbörsennutzern auf die Finger schauen und irgendwann flattert einem ein Brief einer Anwaltskanzlei ins Haus, der zur Zahlung einer hohen Summe auffordert. Aus Angst davor machen viele Internetnutzer mittlerweile einen Bogen ums Filesharing. Ihr auch? Oder vertraut ihr darauf, dass es euch schon nicht treffen wird? Wie arbeiten diese „Sheriffs des Internet“, wie groß ist das Risiko erwischt zu werden und wie kann man den Kopf möglicherweise noch aus der Schlinge ziehen.

Die Ankündigung ist vielleicht etwas zu defensiv geraten. Ich glaube eigentlich nicht der Propaganda, dass viele Menschen aus Angst mittlerweil einen Bogen um Filesharing machen. Ausser den von der Musik- und Filmindustrie gesponserten Studien gibt es dafür wenig Anhaltspunkte. Wahrscheinlich hat sich das tauschen von Musik und Filmen auch nur ein wenig verlagert: Hin zu 1-Click-Hostern und dem Kopieren von ganzen Festplatten.

Auf jeden Fall läuft die Sendung morgen Abend zwischn 22-0 Uhr auf Fritz-Radio, und in der Regel gibt es auch funktionierende Streams.

7 Kommentare
  1. Naja es gibt da auch so einige Seite wo man aktuelle Kinofilme in hoher Qualität als Stream anschaun kann.
    Seit Webhosting und Traffic immer billiger ist es kein Problem mehr ganze illegale Streamingseiten durch Werbung zu finanzieren.
    Es gibt ja schließlich ISPs die pro GB traffic nur noch 3 cent verlangen.

    Damit ist es dann auch locker möglich die Kosten für das Sreamen von kompletten Filmen durch ein par Werbebanner und affiliate Links zu finanzieren.

  2. Gibt’s das dann auch hinterher als mp3 o.ä. zum runterladen und anhören? Weil nicht jeder Fritz-Radio empfangen kann, bzw um die Uhrzeit on ist/sein kann.

  3. Der Trend ist schon vor Jahren in Richtung 1-Click-Hoster gegangen. Das kopieren von Daten via externe Festplatte, beziehungsweise über das Netzwerk bei Lan-Partys ist schon seit Jahren gängig. Es wird eben so bleiben wie es schon immer war, die breite Masse wird P2P-Netzwerke benutzen und ein immer größer werdender Teil den „alternativen“ Datenaustausch via Brennen, Lan, Filehoster, Usenet, Irc etc. nutzen.
    Das war schon vor 10 Jahren so, nur in einem kleineren Kreis und mit weniger Bandbreite und kleineren Datenträgern.

  4. Was Musik betrifft hat sich mein Verhalten durch die ganze Filesharing-Hysterie tatsächlich verändert, obwohl ich nie besonders im illegalen Filesharing involviert war:

    Ich habe aufgehört, kommerzielle Musik zu hören.

    Inzwischen bin ich fast vollständig auf CC, zumindest aber kostenlos angebotene Musik umgestiegen und bin sehr glücklich mit diesem Schritt. Nicht nur habe ich unglaublich gute neue Artists entdeckt, sondern auch ein ganz neues Verhältnis zwischen Artist und Hörer kennen gelernt: Weg von Produzent -> Konsument und hin zu Mensch Mensch. Weg von „nimm und konsumiere“ hin zu „nimm, interagiere, mach was damit, zeige mir was du damit gemacht hast“.

    In diesem Sinne: Vielen Dank Musikindustrie! Ich stehe in eurer Schuld und werde auf eurer Beerdigung erscheinen. Ob ich dabei eine Träne vergiesse werde ich bei der Gelegenheit kurzfristig entscheiden. Rechnet aber nicht damit.

    MfG
    Ein Musiker und Musikfreund

  5. Jap, ich hol mir meine Daten, musik etc ausschliesslich
    über meine bekannten, z.B. über LANs, oder einfach mal
    nach der Schule.
    Solang kein Kopierschutz dafür geknackt wurde, ist es meines
    wissens auch noch komplett legal.

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