Generell

Süd-Korea präsentiert den Robocop

Vor einem Jahr hat Süd-Korea eine Machbarkeitsstudie für Kampfroboter angekündigt. Und heute berichtet tagesschau.de über die weiteren Entwicklungen: Kampfroboter für die gefährlichste Grenze der Welt.


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Er ist so groß wie ein dreijähriger Junge, erkennt Menschen auf vier Kilometer Entfernung und schießt mit einem 16-Millimeter-Maschinengewehr: der Robocop. Schon ab Ende dieses Jahres will Südkorea die Kampfroboter an der Grenze zu Nordkorea einsetzen, derzeit werden die ersten drei Exemplare in der Praxis getestet.
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Mit dem Roboter sei deshalb nicht zu spaßen, erklärt Hag Bong-Sim vom südkoreanischen Handelsministerium: „Wenn sich ein Mensch auf zehn Meter nähert, fragt ihn die Roboter nach seiner Identität. Falls der Fremde das Passwort nicht kennt und einen weiteren Schritt nach vorne macht, schießt der Roboter automatisch.“

Na dann mal viel Spass mit der Authentifizierung. Die Roboter sollen übrigens Nachwuchsprobleme des Militärs lösen…

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12 Kommentare
  1. Man muß also in Zukunft Leute, die man „suiciden“ will, nur mal kurz in Richtung so eines Roboters schubsen. Wenn die dann während der Passwortabfrage kurz stolpern…

    Kranke Welt.

    ~Easy

  2. Wenn ich dran denke wie zuverlässig die Spracherkennung heutiger Computer mitunter funktioniert. Was ist wenn der Roboter in lautem Umfeld gestoppt werden muss (Blätterrauschen, Regentropfen)? Reagiert er dann überhaupt oder legt er mich gleich um?

    Mein Blick wandert grade kritisch auf die „I, Robot“-DVD neben mir …

  3. Sowas müßte es als Firewallaufsatz für Rechner geben. Wer einen Rechner angreift, dessen Rechner wird „erschossen“.

    Bei ernsthafter Betrachtung ist es allerdings immer verwerflich, Maschinen die Entscheidung über Leben und Tod eines Lebewesens fällen zu lassen.

    Auf der anderen Seite, wenn man diese Kampfroboter mit den Selbstschußanlagen am „antifaschistischen Schutzwall“ vergleicht, kann man sagen das derjenige, der sich in die Nähe der Anlagen begibt, damit rechnen muß, erschossen zu werden. Es steht ihm also frei, sich diesem Risiko auszusetzen oder nicht auszusetzen. Moralisch verwerflich sind solche Tötungsmaschinen allemal.

  4. sagen wir’s mal so: die Selbstschußanlagen konnten wenigstens nicht laufen – wenn die kleinen Dinger sich mal mit der Himmelsrichtung vertun dann wirds arg eng für den gemeinen Pilzesucher!

  5. @Hivemind: In Süd-Korea gibt es nichts anderes als Windows. Das Land ist fest in der Hand von Microsoft. Mich würde es sehr wundern, wenn dort etwas anderes als Windows drauf läuft.

    Andererseits habe ich die Arbeitsweise südkoreanischer Programmierer kennengelernt. Zumindest in der Web-Programmierung war sie extrem rückständig, fehleranfällig, redundant und extrem schwer zu debuggen, weil Funktionalitäten auf unübersichtliche Weise in verschiedenen Programmteilen verteilt waren. Konzepte wie MVC (Model, View, Controller) sind dort unbekannt.

    Ferner ersetze die Wörter „Mitdenken“ durch „Hierarchie“, „Zeitplanung“ durch „put more resources in“ und „Sicherheit“ durch „Naivität“ (Zitat: „why would somebody do this?“). Beim Gedanken an solche Drohnen wird mir Angst und Bange.

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