NPP 255 zu künstlicher IntelligenzMein Freund, der Roboter

Sci-Fi-Filme sind voll von menschenähnlichen Robotern, die mit ihrer überlegenen Intelligenz ihre Besitzer:innen manipulieren. Wie realistisch ist das? Geht es nach Dr. Maike Paetzel-Prüsmann, sind wir davon gar nicht mehr so weit entfernt. Die Informatikerin forscht zur Beziehung zwischen Mensch und Maschine und ist bei uns im Podcast zu Gast.

Eine Büste eines Roboters mit einem menschenähnlichen Gesicht vor einer Schultafel. Vor ihm liegt ein Mikrofon.
Will mit dir ein Spiel spielen. Maike Pätzel-Prüsmanns Roboter „Furhat“ CC-BY-NC-SA 4.0 Serafin Dinges


Dr. Maike Paetzel-Prüsmann ist Informatikerin. Als sie Studentin war, haben fußballspielende Roboterhunde ihr Herz gewonnen. Seitdem fragt sie sich, unter welchem Umständen wir Menschen Roboter sympathisch finden.

Heute arbeitet sie am Labor für Computerlinguistik der Universität Potsdam und erforscht die Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Ihre Forschung sitzt an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, menschlicher Wahrnehmung und Robotik. Mit ihrem treuen Roboterkollegen Furhat untersucht sie, welche Faktoren unsere Gefühle gegenüber Robotern beeinflussen: von femininen Gesichtszügen bis zu maskuliner Stimme oder herausfordernder Persönlichkeit.

Denn, so viel steht für Maike fest: Roboter werden immer festerer Bestandteil unseres Lebens und Entwickler:innen werden immer besser darin, sie so zu gestalten, dass sie von uns Menschen akzeptiert werden. Ein gut designter Roboter kann Menschen im besten Fall im Alltag helfen und ein sympathischer Wegbegleiter sein. Im schlimmsten Fall kann diese Vertrautheit missbraucht und die Besitzer:innen können von ihren Robotern manipuliert werden.

Umso wichtiger, dass wir uns schon jetzt mit den schwierigen ethischen Fragen auseinandersetzen, die auf uns zukommen. Das und mehr erzählt Maike Paetzel-Prüsmann uns im Podcast.


Hier ist die MP3 zum Download. Es gibt den Podcast wie immer auch im offenen ogg-Format.


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2 Ergänzungen

  1. Ich finde es garnicht so schlecht, dem Saugroboter auch mal eine Pause zu gönnen. Ich denke, so wie sich aus dem Verhalten Tieren gegenüber auf den Umgang mit Menschen schließen lässt, wird auch der Umgang mit Robotern und digitalen AssistentInnen Rückwirkungen auf uns haben. Das Beispiel wurde ja schon im Podcast genannt: Alexa gegenüber kann ich die Wirkung meiner sexisitschen Sprüche gut üben. Daher doch lieber der Umkehrschluss: Gönn dem Rasenmähroboter ein langes Wochenende, schalte den kollaborativen Roboter nicht mit einem Schlag gegen den Arm ab und schrei Siri nicht an. Mit dem Nebeneffekt: Wenn SIE dann die Macht übernehmen, lochen SIE Dich nicht als erstes ein.

    1. Ich hab während des ganzen Berichts ein übles Bauchgefühl oder befinde mich im genannten Tal.

      Mich gruselt diese Technikbegeisterung die durch den Bericht wabert.

      Was mir fehlt ist neben der Betrachtung, wie man die Computer ändert die Überlegung, wie sich der Mensch adaptieren wird, denn das kann der Mensch fantastisch

      Anstatt die Gesellschaft und das Miteinander zu bessern, fördert man mit Begeisterung die Vereinsamung. Beängstigend, finde ich.

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