Sich für Pornografie und Glückspiel registrieren lassen

… müssen sich Israelis in ungefähr einem Jahr, falls ein Gesetzesvorschlag die Knesset passiert. Israelische Internetprovider sollen Angebote sperren, die nur für Erwachsene vorbehalten sind und nur, wer sich staatlich registrieren lässt, und so sein Alter nachweist, erhält Zugang zum Erwachsenen-Internet. Die ISPs dürfen keinen Preisaufschlag für jene, die etwas mehr Internet möchten, bereithalten. Strittig ist natürlich, wie man zwischen Soft- und Hardcore unterscheiden soll. Es soll ein Gremium mit Personen aus Bildungs-, Justiz- und Kommunikationsministerium gebildet werden, die die Jugendschutzlinie ziehen soll. Die Aufgabe, das Netz zu durchsurfen und Inhalte zu bewerten, könnte allerdings auch bei den ISPs hängen bleiben. Für sie sind Geldstrafen geplant, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Mehr dazu hier.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten.

Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

 

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten.

Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

Dann unterstütze uns hier mit einer Spende.

3 Ergänzungen
  1. Coole Sache, dann kann man also ganz einfach dem SPAM entgehen? Man braucht also keinen Adblocker oder SPAM-Filter mehr, da Pornografie und Glücksspiel direkt beim ISP rausgefiltert werden.
    Zählen die Viagra-Pillen auch zu Pornografie? Wahrscheinlich nicht, also leider zu früh gefreut. Ideal wäre es, wenn man selbst die Grenzen definieren könnte, damit entsprechende Werbebanner nicht mehr eingeblendet werden und auch die Links zu entsprechenden Linkfarmen direkt entschärft werden.
    Die Zensur sollte halt bloß vom Nutzer oder dessen Administrator bestimmt werden.

  2. Robocop 2 auf eine ganze Gesellschaft anwenden, das ist wohl das Ziel. Oder sehe ich das falsch?
     

    …und Ihr seid Euch sicher,d ass dass nicht auch hier in Deutschland so eingeführt werden soll? – Ich bin erstaunt.

  3. …und Ihr seid Euch sicher,d ass dass nicht auch hier in Deutschland so eingeführt werden soll? – Ich bin erstaunt.

    Harhar- dem stimme ich voll zu! Da muss doch mit etwas gutem, deutschem Beamtenwillen noch etwas mehr gehen…

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.