Was ich noch gar nicht geschrieben habe: Am Freitag war ich sehr kurzfristig zum Talentschuppen 2007 der Konrad Adenauer Stiftung eingeladen worden. Das ist die Jahrestagung der KAS – Stipendiatinnen und Stipendiaten und ich hab an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Demokratie im 21. Jahrhundert“ teilgenommen, die sich mit Visionen für 2020 beschäftigte. Das war spannender als erwartet. Ich sass u.a. mit Dorothea Bär (CSU-MDB) auf dem Podium und das Publikum bestand zu grossen Teilen aus Funktionären der Jungen Union. Die interessierten sich zwar nicht für Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung, dafür gabs grossen Applaus, als ich dafür plädierte, bei Wahlen weiterhin auf Stift und Papier zurück zu greifen. Erwartungsgemäss gab es auch Statements aus dem Publikum, die etwas schräg waren. Einer meinte mich so verstanden zu haben, dass ich für mehr Elemente der direkten Demokratie plädierte. Das hatte ich tatsächlich getan, als ich mich für mehr mehr Transparenz und Partizipation auf allen Ebenen aussprach. Allerdings war der Herr im Anzug aus dem Publkum der Meinung, dass Deutschland mit mehr direkter Demokratie schlechte Erfahrung gesammelt hätte. Auf meine verwirrte Rückfrage, was er denn meinen würde, kam als Beispiel der Untergang der Weimarer Republik und das Entstehen des Nazi-Regimes. Da ist man erstmal etwas Baff auf dem Podium.
War aber trotzdem nette Diskussion. Ich war verwundert, dass man mit vielen unserer Themen bei einem eher konservativen, aber jungem Publikum durchaus punkten kann.