Das für die Hamburg Wahl am 24.02.2008 geplante Verfahren des Digitale Wahlstift Systems (DWS) wurde vom CCC Hamburg analysiert und die Basistechnologie angegriffen. Durch einen trojanischen Wahlstift können somit Schadroutinen auf die ca. 1300 unter Windows XP laufenden Wahllokalcomputer eingeschleust werden. Die eigentliche politische und endgültige Absegnung des DWS bei einem interfraktionellen Treffen heute wurde somit von einer Expertenanhörung am 09.11. abhängig gemacht. Die bisher für die Sicherheit angeführten Zertifizierungen von BSI und PTB sowie ULD stehen noch aus.
Die bei Unregelmäßigkeiten auftretenden Unterschiede zwischen digitalem und Papierwahlzettel – von letzteren werden zu Kontrollzwecken nur noch 1,3% ausgezählt – sollen bald durch eine Änderung des Bürgerschaftswahlgesetzes geklärt werden: Das digitale Ergebnis soll Vorrang genießen. Damit wird der Papierwahlzettel obsolet und die Täuschung des Wählers perfekt, denn faktisch unterscheidet sich das Digitale Wahlstift System nicht mehr von NEDAP Wahlcomputern. Schlimmer noch: Durch den Einsatz von nicht für Wahlen entwickelten Stiften und Windows XP Laptops zur Stimmauszählung scheinen die Angriffsszenarien endlos.