Kultur

Blogger bei Greenpeace

Am vergangenen Freitag ging es nach Hamburg, zum „Schlauchboot fahren bei Greenpeace„. Wie jede grössere Organisation hat Greenpeace auch eine digitale Spaltung im Haus. Es gibt viele, die neue soziale Medien in die eigene Arbeit einbinden und die Potentiale des Netzes nutzen wollen. Aber es gibt auch viele, die eher Ängste vor dem Neuen und Unbekanntem haben. So gab es eine Einladung an ein paar Blogger zu einer Diskussionsrunde in Hamburg, wo der Hauptsitz ist, inkl. Fahrtkostenerstattung. Und um das Treffen attraktiver zu machen, fand es direkt im Aktionsmittellager von Greenpeace statt, was etwas weiter entfernt liegt. Dort werden Aktionen vorbereitet, es gibt Werkstätten und ein riesiges Materiallager. Da kommt man am Besten mit einem der grossen Symbole von Greenpeace hin – dem Schlauchboot. Damit wollte ich schon als Kind mal fahren, seitdem ich im einstelligen Alter ein „Greenpeace für Kinder“ – Buch geschenkt bekam. Und wann kommt man schonmal dazu, eine halbe Stunde lang mit 180 PS durch den Hamburger Hafen zu rasen? (Und dasselbe nochmal auf dem Rückweg) Das war teilweise so schnell, dass ich mir bei dem Wind leichte Sorgen um meine Brille machte. Beim nächsten Mal hätte ich gerne noch eine Fahrt mit dem Heissluftballon oder dem fliegenden Schlauchboot „Flying Phiggs“ (Oder wie man das schreibt)


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Im Aktionsmittellager gab es eine Einführung in die Geschichte von Greenpeace, die Vorstellung von Aktionsformen und laufenden Kampagnen und dann eine ausführliche Diskussion mit der Geschäftsleitung und Campaignern über soziale Medien und wie Greenpeace das Netz besser in die eigene Arbeit einbinden kann. Demnächst wird es da auch mehr zu sehen geben (Wir bauen u.a. derzeit ein Social Network für die Ehrenamtlichen).

Und so sah das dann aus:

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Ganz schön nass:

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Aus der Mitfahrersicht:

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Ankunft beim Aktionsmittellager, das mit modernster Wind- und Solarenergie ausgestattet ist:

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In diesem Raum werden Transparente angefertigt. An die hintere Wand kann man grosse Transparente aufspannen und einen Beamer darauf leuchten lassen:

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Eines der Schlauchboote, die beim G8-Gipfel geschrottet wurden, wartet noch auf die Heilung:

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Im Materiallager findet man viele interessante Dinge. Das hier stammt wohl von der „Green my Apple“-Kampagne und der Wetterfrosch hätte es am liebsten sofort mit nach Hause genommen:

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Einzige ungeklärte Frage des Tages war: Wozu braucht man die Dieter Bohlen Masken, die wir in einem Karton im Materiallager gefunden haben? Auf ein Foto verzichte ich jetzt mal.

Jan Michael Ihl hat bei Flickr ein paar Fotos hochgeladen (Die beiden obersten Bilder kommen aus dem Set): “Rainbow Warriors 2.0”.

Thomas Knüer hat auch darüber gebloggt: Schlauchbootfahren mit Greenpeace.

Wir haben ca. eine Stunde lang Film aufgenommen, vor allem von der Schlauchboot-Tour. Den fertigen Schnitt gibt es bald noch.

Disclaimer: Mein Unternehmen arbeitet als Dienstleister für Greenpeace. Aber das Treffen hab ich aus reiner Eigenmotivation ehrenamtlich mitorganisiert, um endlich mal Schlauchboot fahren zu können.

7 Kommentare
  1. Schöne Fotos – allerdings war das Boot auf dem Foto in Heiligendamm gar nicht dabei. Das muss nur mal wieder aufgeblasen werden. Und das Flugboot heisst meines Wissen Flying pig oder Flying Dinghi.

  2. Die Bohlen-Masken – ich erinner mich wieder ;-)
    Dieter Bohlen hat mal für Müller-Milch geworben. Mit dem Herrn Müller hatten wir ganz arg Ärger wegen Gentechnik im Tierfutter. Und ich glaube in dem Zusammenhang sind die Masken entstanden.

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