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Berlin will keine eigene Top Level Domain

Die Berliner Zeitung berichtet: Senat lehnt neue Internet-Domain für Berlin ab. Der Senat habe den Vorschlag bereits vor zwei Jahren ausführlich geprüft, sagte Donnermeyer, die für eine Icann-Genehmigung benötigte Unterstützung der Stadt werde es aber nicht geben. Der Hauptgrund sei, dass eine Genehmigung der Hauptstadt, den Namen „.berlin“ zu nutzen, auch eine Mitverantwortung für Inhalte…

  • Markus Beckedahl

Die Berliner Zeitung berichtet: Senat lehnt neue Internet-Domain für Berlin ab.

Der Senat habe den Vorschlag bereits vor zwei Jahren ausführlich geprüft, sagte Donnermeyer, die für eine Icann-Genehmigung benötigte Unterstützung der Stadt werde es aber nicht geben. Der Hauptgrund sei, dass eine Genehmigung der Hauptstadt, den Namen „.berlin“ zu nutzen, auch eine Mitverantwortung für Inhalte bedeute. „Wir wollen aber nicht mitentscheiden müssen, was unter der Domain vermarktet wird.“ Der Staat müsse neutral sein. Er verwies auch auf das offizielle Stadtportal „www.berlin.de“, das mit 27 Millionen monatlichen Aufrufen sehr erfolgreich sei. „Wir möchten unserer eigenen Marke ja keine Konkurrenz machen.“ Auch sei zweifelhaft, ob sich regionale Domains wie „.berlin“ dauerhaft durchsetzten.

Ich kenne mich jetzt da nicht so genau aus, aber nach der Argumentation hätte die Bundesregierung auch eine Mitverantwortung für Inhalte der .de- Top-Level-Domain.

Ansonsten wünsche ich mir mal eine schönere berlin.de-Seite. Die 27 Millionen monatlichen Anfragen kommen sicherlich auch nur dadurch zustande, dass man sich dumm und dämlich klicken muss, um die gewünschet Information zu finden. Auch eine Strategie, um viele Klicks als Erfolg verkünden zu können.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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Ein Kommentar zu „Berlin will keine eigene Top Level Domain“


  1. Domains wie .berlin sind doch sowiso Schwachsin. Dann gibts es nur jedes Mal einen Rechtsstreit, weil es ja mehr als ein Berlin auf der Welt gibt.

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