Ticker vom 10.03.2026

Techcrunch
Italienische Behörden bestätigen, dass die Smartphones eines Journalisten und von zwei Aktivisten, die sich für einen humanen Umgang mit Geflüchteten einsetzen, mit Sypware des Herstellers Paragon infiziert wurden.
euronews
Angeblich für erhöhte Produktivität: Bei Palantir gibt es Gratis-Nikotin für Mitarbeiter*innen im praktischen Lutsch-Beutel.
CNN
Das FBI untersucht nach "Salt Typhoon" einen möglichen weiteren Einbruch in US-Überwachungssysteme. Zuletzt hatten die Infrastruktur mutmaßlich chinesische Angreifer gehackt.
Reuters
Der US-amerikanische KI-Anbieter Anthropic wehrt sich vor Gericht gegen die Einstufung als nationales Sicherheitsrisiko. Die Trump-Regierung hatte den Anbieter aus ihren Systemen verbannt, weil er bestimmte Vorgaben nicht umsetzen wollte.
Bundesdigitalministerium
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung läutet die Einführung von agentischer KI in der deutschen Verwaltung ein. Im Rahmen des "Agentic AI Hub" starten 18 Pilotprojekte mit dem Ziel, mittels agentischer KI Verwaltungsvorgänge zu beschleunigen.

Ticker vom 09.03.2026

Golem
Elon Musks „KI“-Live-Experiment Grok verunglimpft und beleidigt wieder: Diesmal hat es Fußballfans getroffen. Die Beiträge des Chatbots wurden nach Interventionen der Fußballklubs Manchester United und FC Liverpool später von X entfernt.
Der Standard
Viel Geld, gute Verbindungen in die Politik und das Ansinnen, jegliche Regulierung abzuschaffen: Libertäre Tech-Bros gibt es auch in Europa.
The New York Times
DOGE hat mit ChatGPT staatliche Förderung abgeklopft und dabei alles zusammengestrichen, was auch nur entfernt „Diversität“ signalisiert – etwa eine Doku über jüdische Zwangsarbeiterinnen im Holocaust, wie ein Gerichtsverfahren enthüllt.
Ars Technica
Ein kalifornisches Gesetz zwingt KI-Firmen dazu, ihr Trainingsmaterial offenzulegen. Dagegen hat Elon Musks xAI geklagt und – vorerst – verloren.
The Dial
Der südliche Libanon ist nicht erst seit vergangener Woche Kriegsgebiet. Dort hat Israel ein engmaschiges „digitales Besetzungslabor“ errichtet, wo Drohnen möglichst viele Informationen aufsaugen und diese in KI-Überwachungssysteme einspeisen.
Der Standard
Ein verschlüsseltes, unabhängiges Funknetz können sich auch Menschen ohne technischen Sachverstand für wenig Geld basteln. Der Standard erklärt, wie es geht.
MIT Technology Review
Daten aus frei zugänglichen Quellen, wie zum Beispiel Standortinformationen, die per Werbe-ID gesammelt werden, Bilder von Überwachungskameras oder Social-Media-Posts, dürfen in den USA ohne jede Einschränkung zur Massenüberwachung genutzt werden.
tarnkappe.info
US-amerikanische Verlage verklagen Anna’s Archive. Das habe urheberrechtlich geschützte Werke frei verbreitet und gegen Zahlung in Kryptowährungen auch zum KI-Training nutzen lassen.
MS NOW
Wer online etwas postet, ist auch dafür verantwortlich. Diese einfache gesetzliche Regel schützt vor Zensur und ermöglicht das Internet, wie wir es kennen. Doch rechte Kulturkämpfer und Tech-Milliardäre greifen "Section 230" an. US-Senator Ron Wyden gratuliert dem Gesetz, das er mitgeschrieben hat.

Ticker vom 06.03.2026

mdr
Die Datenanalyse nach Palantir-Art, die Sachsen-Anhalt sich gestern erlaubt hat, ist möglicherweise verfassungswidrig. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte prüft eine Klage dagegen.
Golem.de
Der Stadtrat von Nashville möchte Elon Musks Tunnel-Reise-System nicht in der Stadt. Gebaut wird es wohl trotzdem.
Rest of World
Mit zunehmender technologischer Entwicklung werden hocheffektive Waffensysteme immer leichter zugänglich. Gleichzeitig wird die Kontrolle, die Menschen über das automatisierte Gerät haben, immer schwächer ausgeprägt.
Belltower.News
Lokaljournalismus sollte ein wichtiges Frühwarnsystem für rechtsradikale Tendenzen sein. Gleichzeitig wird er mit Erstarken der Rechten immer schwieriger, berichtet der stellvertretende Leiter eines Lokalmediums.
heise online
Eine Berlinerin hat ihren Job an einer Hochschule verloren, weil der Verfassungsschutz sie für eine Rechtsextreme hielt. Der Geheimdienst verwechselte sie allerdings mit der Betreiberin einer Nazi-Dating-Plattform, die sich im Netz so nannte wie die Frau.
Der Standard
Viele australische Jugendliche umgehen die neu eingeführten Alterskontrollen im Netz. Andere fühlen sich nun von ihrem alten Leben aus- und in ihrem Stadtviertel eingesperrt.
BR24
Wie viele Minuten kommt der Zug wohl diesmal zu spät am Zielbahnhof an? Auf bahn.bet kann man darauf wetten.
404 Media
Der Mail-Anbieter Proton hat für das FBI eine Person identifiziert, die mit Umweltaktivist*innen in Verbindung steht. Den Gruppen wird Brandstiftung und Sachbeschädigung vorgeworfen.
Der Standard
Für den Standard hat eine australische Lehrerin Schüler*innen zum Social-Media-Verbot befragt. Dem Stimmungsbild zufolge umgehen viele die Hürden und machen sich "einfach älter". Ein Problem sei die erschwerte Kommunikation mit Freund*innen.
AlgorithmWatch
"Vielleicht gibt es gar keine KI-Blase", spekuliert ein Autor für AlgorithmWatch und zieht einen historischen Vergleich zur Auto-Industrie: Trotz breiter Kritik wurden Autos etwa durch den großflächigen Ausbau von Auto-Infrastruktur letztlich unverzichtbar.