Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 15.08.2025

    Ars Technica

    Über den rechtsradikalen Komponisten David Woodard gab es Wikipedia-Artikel in 335 Sprachen – nichts und niemand hatte je mehr Einträge. Dann kam ein Wikipedianer der vermutlich größten und aufwendigsten „self-promotion operation“, die es auf der Plattform je gab, auf die Spur.

  • Politico

    Von 286 befragten Journalist*innen in Belgien und den Niederlanden nutzen 14 Prozent täglich generative KI. Derweil glauben 83 Prozent, dass die Systeme das Vertrauen in den Journalismus zerstören.

  • Der Standard

    Inzwischen gibt es zahlreiche „digitale Nationen“, die ohne Staatsgebiet auskommen und nur aus einer Gruppe williger Bürger*innen sowie einer "Verfassung" bestehen. Der Standard hat sich ein paar der Möchtegernstaaten näher angeschaut.

  • 404 Media

    Die US-Abschiebebehörde ICE hat offenbar versehentlich eine unbeteiligte Person in einen Gruppenchat per MMS hinzugefügt, in dem ein Einsatz besprochen wurde. Die Person hielt es zunächst für Spam, wandte sich dann aber an Journalist*innen.

  • WBS Legal

    Ein BGH-Urteil ordnet die Rechtslage zu bildbasierter Gewalt. Der Upskirting-Paragraf (§ 184k) schützt demnach nur, wenn ein Täter eine textile Barriere überwindet. Weitergereichte Nacktfotos aus der Wohnung fallen dagegen unter den Schutz des höchstpersönlichen Lebensbereichs (§ 201a).

  • Ticker vom 14.08.2025

    The Guardian

    Guardian-Kolumnistin Emma Brockes knöpft sich Verschiebungen in den Charity-Aktivitäten von Meta-Boss Mark Zuckerberg vor. Dieser hat offenbar seine Unterstützung für Wohnungslose eingestellt und schließt auch eine von ihm finanzierte Schule für Kinder aus armen Familien.

  • Reuters

    Ein internes Dokument mit problematischen Standards für Metas Chatbots konnte offenbar Reuters einsehen. Angepasst wurde laut Meta inzwischen nur eine Regel, die es Bots erlaubt hat, mit Kindern "romantische oder sinnliche" Gespräche zu führen.

  • NPR

    Erneut hat der Verschwörungsschwurbler Alex Jones eine Schlappe vor Gericht erlitten. Womöglich schon bald könnte das beträchtliche Vermögen aus seinem Medienimperium an von ihm verunglimpfte Opferfamilien zu fließen beginnen.

  • The Guardian

    Seit Großbritannien im vergangenen Monat Alterskontrollen für Porno-Websites eingeführt hat, sind deren Besucherzahlen drastisch eingebrochen. Zugleich nimmt die Verbreitung von VPNs zu.

  • Advocate

    Meta ist weiter auf MAGA-Kurs. Nun hat der Konzern einen Anti-Diversity-Aktivisten zum "Berater gegen ideologische Voreingenommenheit" von Metas Chatbots gemacht. Robby Starbuck ist auch für Verschwörungserzählungen über die LGBTQI-Community bekannt.

  • The Guardian

    Leistbare und komfortable Streamingdienste haben in den vergangenen Jahren illegale Downloads zurückgedrängt. Zuletzt hat sich der Trend jedoch gewandelt und Piraterie wird wieder attraktiver.

  • OpenAI

    In einem offenen Brief an den Gouverneur von Kalifornien bittet OpenAI-Chef um global anschlussfähige KI-Regulierung im US-Bundesstaat. Konkret nennt er Gesetze aus den USA und der EU. Der Fall zeigt, wie EU-Gesetze internationale Signalwirkung haben.

  • Der Spiegel

    Russland schränkt Anrufe auf den Messengerdiensten Telegram und WhatsApp teilweise ein. Laut Medienaufsicht Roskomnadsor geht es angeblich darum, Kriminalität zu bekämpfen.

  • kqed

    US-Polizeien lassen Berichte zunehmend von generativer KI schreiben. Ein kalifornischer Gesetzesvorschlag, die Praxis künftig offenzulegen, nimmt nun Gestalt an.

  • heise online

    Berliner Steuerfahnder überprüfen gerade zahlreiche Influencer:innen. Es besteht die Befürchtung, dass diese Werbeeinnahmen nicht ordentlich versteuern.

  • t3n

    Konzerne wie Google, Cisco oder McKinsey setzen statt auf Videocalls zunehmend wieder auf persönliche Vorstellungsgespräche. Damit wollen sie verhindern, dass sich Bewerber*innen mittels KI kompetenter geben, als sie sind.

  • Golem.de

    Die Bordelektronik von Starlink-Satelliten emittiert Radiofrequenzen im eigentlich geschützten Bereich zwischen 50 und 350 Megahertz. Das stört die Arbeit von Wissenschaftler*innen, die mit Radioteleskopen den Weltraum erforschen.

  • Reuters

    US-Behörden verstecken Tracker in Lieferungen von Servern mit Chips von Nvidia und AMD. Das soll sicherstellen, dass sie nicht illegal nach China exportiert werden.

  • 404 Media

    Mit Wyoming und South Dakota führen zwei weitere US-Bundesstaaten Alterskontrollen im Netz ein. Betroffen sind in diesem Fall nicht nur Pornoseiten, sondern Websites mit potenziell "schädlichen" Inhalten für Minderjährige.

  • Ticker vom 13.08.2025

    beck-aktuell

    Für Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sind Pläne zu einer Digitalabgabe noch nicht vom Tisch. "Damit könnten wir Milliarden erzielen." Trotz Kritik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wolle er im Herbst Vorschläge präsentieren.

  • The Washington Post

    Die umstrittene DOGE-Behörde darf auf weitere sensible Daten von Bürger:innen zugreifen, die bei US-Bundesbehörden lagern. Das hat ein Berufungsgericht mit Verweis auf eine frühere Entscheidung des Supreme Court entschieden.

  • Privacy International

    Heimliche biometrische Abfragen haben in Großbritannien zuletzt stark zugenommen. Über 150 Millionen Mal haben etwa Polizeien in den vergangenen sechs Jahren Pass- und Zuwanderungsdatenbanken abgefragt.

  • Der Spiegel

    Reichlich verspätet und gekürzt hat das US-Außenministerium seinen jährlichen Menschenrechtsbericht veröffentlicht. Darin wird Deutschland Zensur vorgeworfen sowie kritisiert, dass Nazis etwa wegen Holocaust-Leugnung strafrechtlich belangt werden.

  • gov.uk

    Die britische Umweltbehörde warnt vor Wasserknappheit und gibt dem Land, das sich laut Premier Starmer „KI in die Venen“ spritzen soll, Tipps: So sollen Menschen alte Mails und Bilder löschen, weil Rechenzentren so viel Wasser zur Kühlung brauchen.