Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 19.08.2025

    BBC

    Die britische Kinderbeauftragte fordert Alterskontrollen für VPNs. Die Downloadzahlen für entsprechende Apps sind zuletzt deutlich angestiegen, nachdem unter anderem PornHub und Reddit damit begonnen hatten, das Alter von Nutzer:innen zu überprüfen.

  • The New York Times

    Die britische Regierung verzichtet offenbar auf ihre Forderung, dass Apple eine Hintertür zu verschlüsselten iCloud-Daten seiner Nutzer:innen einbauen soll. Die Trump-Regierung hatte dies als massiven Eingriff in die Grundrechte von US-Bürger:innen kritisiert.

  • rbb24

    Die Berliner Bildungsverwaltung ist gegen ein pauschales Handyverbot und setzt stattdessen auf Eigenverantwortung. Die Schulkonferenzen entscheiden demnach selbst, ob und wie sie Handys in ihren Schul- und Hausordnungen erlauben.

  • Der Spiegel

    Ein Tochterunternehmen der Allianz, das in den USA Lebensversicherungen anbietet, wurde Ende Juli Ziel eines Hackerangriffs. Dabei wurden offenbar Daten von etwa 1,1 Millionen Kund:innen und Mitarbeitenden gestohlen.

  • Ars Technica

    T-Mobile soll 92 Millionen US-Dollar Strafe zahlen, das hat ein US-Berufungsgericht bestätigt. Der Konzern und seine Tochter Sprint haben demnach ohne Einwilligung Standortdaten von Kund:innen verkauft. Auch AT&T und Verizon wehren sich vor Gericht gegen ähnliche Strafen.

  • Gizmodo

    Der Transkriptionsdienst Otter.ai soll einer Sammelklage aus Kalifornien zufolge Online-Meetings ohne Zustimmung der Teilnehmenden aufzeichnen. Die Mitschnitte würden zum KI-Training genutzt. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

  • 404 Media

    Ein TikTok-Shop bewirbt GPS-Tracker für den Einsatz aus Eifersucht. In Videos wird erklärt, wie man die Geräte heimlich im Auto des geliebten Menschen installiert. Dabei behauptet TikTok, dass die Plattform keine Aufforderung zu heimlicher Überwachung dulde.

  • Correctiv

    Bundeswehroffiziere ziehen durch Deutschland und erklären Landkreisen und Gemeinden, wie sie sich auf Krieg vorbereiten. So sollen sie kritische Infrastruktur identifizieren sowie Konzepte zu deren Schutz und einem möglichen Wiederaufbau erstellen.

  • Rest of World

    Google, Meta und Microsoft finanzieren KI-Projekte, die der Bevölkerung von Afrika zugutekommen sollen. Kritiker*innen befürchten, dass die Tech-Konzerne den Kontinent vor allem als Datenressource und Experimentierfeld nutzen.

  • 404 Media

    Elon Musks Chatbot Grok kann verschiedene Personas annehmen. 404 Media stellt die Prompts dahinter vor. So gibt es beispielsweise eine Variante, deren Vorgabe ist: „Du hast wilde Verschwörungstheorien zu allem.“

  • TechCrunch

    Der texanische Generalstaatsanwalt ermittelt gegen Metas KI-Abteilung und Character.AI. Sie würden ihre Produkte irreführenderweise als Hilfsmittel für psychische Gesundheit vermarkten, so der Vorwurf, während die Daten der Hilfesuchenden für Werbung und KI-Entwicklung genutzt würden.

  • The New York Times

    Scott Jacqmein hat sein Aussehen für 750 US-Dollar an TikTok lizenziert. Jetzt schreiben ihm regelmäßig Bekannte. Sie sind irritiert, dass sein Ebenbild in Anzeigen für beispielsweise Versicherungen oder Horoskope auftritt. Jacqmein bereut die Lizenz.

  • Der Standard

    Der KI-Hype ist eine Blase und „jemand wird gewaltig viel Geld verlieren“. Das sagt kein KI-Kritiker, sondern Sam Altman, Geschäftsführer von OpenAI, dem Anbieter von ChatGPT.

  • Ticker vom 18.08.2025

    ACCC

    Google zahlt in Australien außergerichtlich umgerechnet knapp 31 Millionen Euro Strafe. Zuvor hatte die Wettbewerbsbehörde ACCC geklagt, weil zwei Netzbetreiber dessen Suchmaschine gegen Umsatzbeteiligung exklusiv auf Android-Smartphones vorinstalliert haben sollen.

  • Der Spiegel

    OpenAI-Chef Sam Altman erhält in diesem Jahr den "Axel Springer Award". In den Vorjahren ehrte der Springer-Konzern unter anderem schon Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Elon Musk und Satya Nadella.

  • ZenDis

    Das Interesse an "digital souveränen" Lösungen ist derzeit groß. Doch Anbieter aus dem Nicht-EU-Ausland versprechen mitunter mehr als sie halten können – und betreiben "Souveränitäts-Washing", wie das ZenDis in einem Whitepaper schreibt.

  • heise online

    Anti-Phishing-Training hat für Unternehmen laut einer Studie nur sehr geringen Nutzen. Die Anbieter stünden vor einem Glaubwürdigkeitsproblem und müssten ihre Angebote umfassend überarbeiten, so die Autor:innen der Studie.

  • t3n

    Sprachmodelle bevorzugen Inhalte, die von Sprachmodellen erstellt wurden, das belegt eine aktuelle Studie. Die Forscher*innen befürchten, dass dies in KI-gestützten Auswahl- oder Bewerbungsprozessen den Druck erhöht, KI-Systeme zu nutzen, weil deren Inhalte systematisch bevorzugt werden.

  • Wall Street Journal

    Ehemalige Palantir-Angestellte sind angeblich Gründer:innen oder Eigner:innen von 350 Start-ups. Wie die selbsternannte „Palantir-Mafia“ operiert, hat das Wall Street Journal aufgeschrieben.

  • The Guardian

    Zivilgesellschaftliche Gruppen fordern von der Londoner Polizei, keine Live-Gesichtserkennung beim Volksfest Notting Hill Carnival einzusetzen. Die sei diskriminierend, weil die Technologie Frauen und People of Color weniger genau erkenne.

  • Volksverpetzer

    Nachdem sie die Verfassungsgerichtskandidatur von Frauke Brosius-Gersdorf verhindert haben, gehen AfD und rechte Medien jetzt gegen die nächste Kandidatin vor. Ann-Katrin Kaufhold sei Demokratiefeindin, heißt es in einer Hetzkampagne. Wo Kaufhold wirklich steht, hat Volksverpetzer aufgeschrieben.

  • Ticker vom 15.08.2025

    Fortune

    Das Stromnetz in den USA ist offenbar zu schwach, um den Ausbau der KI-Infrastruktur zu tragen. Das könnte das Wachstum der Branche ausbremsen, warnt Goldman Sachs. In China ist derweil das Netz so stark, dass die KI gelegen kommt, um Überkapazitäten zu verbrauchen.

  • Auto Express

    Nicht nur Netflix und Amazon Prime erheben Abogebühren, sondern auch Volkswagen. Wer etwa alle Pferdestärken des Modells ID.3 nutzen möchte, muss in Großbritannien monatlich 16,50 Pfund draufzahlen.

  • Futurezone

    Schon jetzt verursachen Systeme zur Gebäudekühlung bis zu vier Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Eine neue Art der Klimaanlagen soll effektiver sein, indem sie Feuchtigkeit aus der Luft filtert. 60 Prozent des Energieverbrauchs ließen sich so möglicherweise einsparen.