USA
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: Mautstellen auf der Datenautobahn
: Mautstellen auf der Datenautobahn Die New York Times über Net Neutrality: Tollbooths on the Internet Highway.
Some I.S.P.’s are phone and cable companies that make large campaign contributions, and are used to getting their way in Washington. But Americans feel strongly about an open and free Internet. Net neutrality is an issue where the public interest can and should trump the special interests.
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: Anonymizertools im Boston Globe
: Anonymizertools im Boston Globe Interessant ist der Artikel „Beating censorship on the Internet“ aus dem Boston Globe zum Thema Anonymizertools.
While Congress battles with US Internet companies that help China restrict its citizens’ Internet access, independent computer specialists are developing technologies that could reroute Internet information and put it beyond the reach of government censors.
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: Daily Show erklärt Social Networking
: Daily Show erklärt Social Networking Am 15. Februar war in der Daily Show ein sehr amüsantes Feature zum Thema „Social Networking“. Bei Google Videos kann man es sich anschauen und herunterladen.
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: Lessig plädiert für Read/Write Internet
: Lessig plädiert für Read/Write Internet Auf Internetnews.com gibt es einen Artikel über eine Rede von Lawrence Lessig auf der Open Source Business Conference in San Francisco: Lessig Makes Plea For Read/Write Internet.
There are laws governing so-called „fair use“ of content for satirical and other uses such as news reporting. „Fair use is important but it’s not enough,“ said Lessig. In the next five years we have the opportunity to make it continue, but right now fair use is the right to hire a lawyer. In 10 years [if current trends hold] … unless you’re a hacker, you won’t have the opportunity to fair-use access.
[…]
„All the innovation is being done by kids and non-Americans,“ he said to laughs and applause from the audience. „Innovation is at the edge of the network.“ -
: USA: Kongress-Anhörung zu chinesischser Zensur
: USA: Kongress-Anhörung zu chinesischser Zensur Gestern fand unter der Überschrift „The Internet in China: A Tool for Freedom or Suppression?“ eine Anhörung des Ausschusses für Afrika, Menschenrechte und internationale Angelegenheiten des amerikanischen Parlaments statt. Geladen waren Vertreter von Yahoo, Google, Mircosoft und Cisco, denen aus Geschäftsinteressen die Unterstützung der chinesischen Regierung vorgeworfen wird.
news.com fasst in seiner Berichterstattung kurz zusammen, was zuvor passierte:
Over the last few months, public scrutiny of China’s state-mandated censorship has grown thanks to developments such as Microsoft deleting a journalist’s blog, Yahoo turning over information about a Chinese journalist, and Google offering a censored Chinese search service.
Der Tenor des mit einigen Videoschnipsel von der Anhörung geschmückten Artikel lautet, dass die Abgeordneten den Unternehmen eine Zusammenarbeit mit dem „Regime der Repression“ vorwerfen. Microsoft Cheflobbyist Jack Krumholtz sah sein Unternehmen im Recht, Dienste einzustellen, wenn sie „komplett die Werten der Konsumenten in der Region gefährden.“ Allerdings glaubt Microsoft, so Krumholtz, „dass wir auf Basis der Menschenrechte und des Rechtes auf freier Meinungsäußerung weiterhin unsere Dienste in China anbieten sollten.“ Na schönen Dank.
Etwas aufgeschlossener zeigte sich Yahoo am Montag zuvor in einer Stellungnahme, in der sie die Regierungen der USA und anderer Länder in die Verantwortung zogen: „Die Privatwirtschaft allein kann ausländische Regierungen in der Frage der freien Meinungs- und Informationsfreiheit nicht effektiv beeinflussen.“ Dies weiss Die Welt zu berichten.
Die Electronic Frontier Foundation forderte am Morgen der Anhörung den Ausschuss in einem offenen Brief dazu auf, gemeinsam mit der Industrie einfache Richtlinien zum Umgang mit solchen Regimen zu erarbeiteten, nach denen der durch Kooperation mit solchen Ländern mögliche Schaden limitiert werden kann. Regierung und Industrie haben die Möglichkeit und die Pflicht, Menschenrechte zu schützen.
Eine rare Stellungnahme seitens der chinesischen Regierung wurde vom Regierungsmitarbeiter Liu Zhengrong abgegeben. Auf den Seiten der Computerwoche ist nachzulesen, dass er die Auffassung vertritt, dass sich die Maßnahmen der chinesischen Regierung nicht sonderlich von denen westlicher Länder unterscheide: „Die hauptsächlichen Ziele und Methoden zur Umsetzung unsere Gesetze sind im Prinzip die gleichen.“
Diese Argumentation wusste auch Bill Gates auf den Punkt zu bringen: „Deutschland verbietet Nazi-Propaganda, die in den USA durch die Verfassung geschützt wird. Sollte ich nun noch Geschäfte in Deutschland machen?“ (de.internet.com) Natürlich rechtfertigt das alleine nicht die defacto-Auslieferung von kritischen Bloggern, wie es Yahoo tat. Einen weiteren Verstoss gegen Godwins Law hätte eigentlich den Vorsitzenden des Ausschusses, den Republikaner Christopher Smith, disqualifizieren müssen: Er verglich die Kooperation mit Chinas Kommunistischer Partei mit der Hilfe Hitlers und der NSDAP während des zweiten Weltkrieges.
Zusammengefasst, rügen die US Politiker die Unternehmen für ihre Zusammenarbeit mit China, die Unternehmen wünschen sich von der Politik mehr Rechtssicherheit bei internationalen Angelegenheiten und spielen damit den Ball zurück.
Das US-Außenministerium hat nun die Gründung einer Taskforce für Internet-Freiheit angekündigt, wie heise berichtet: „Diese Task Force soll sich mit dem Einsatz von Technologie zur Einschränkung der Meinungsfreiheit befassen und Maßnahmen dagegen kordinieren.“
Prekär für Yahoo war die Frage des Abgeordneten Brad Sherman (Demokraten), nach einer eventuellen Zusammenarbeit mit der NSA, welche die Geschichte mit der Unterstützung der Überwachung der US-Bürger wieder aufrollt: Dem eigentlich nur fürs Ausland zuständige Geheimdienst soll von Yahoo widerrechtlich Informationen über US-Bürger erhalten haben. Darüber, ob dies auch ohne notwendige richterliche Anordnung geschah, schwieg sich Yahoo-Mitarbeiter Michael Callahan aus. Das an dieser Stelle zunehmend sichtbarer werdende Maß an Überwachung innerhalb der westlichen Welt stellt in Frage, in wie weit eine „Taskforce für Internetfreiheit“ sinnvoll ist, wenn sich künftig die Menschen weniger trauen, ihre Meinung in der „entwickelten“ Welt zu sagen, ohne dabei überwacht zu werden.
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: Noch mehr geheime Überwachung in den USA?
: Noch mehr geheime Überwachung in den USA? In den USA wird ja weiterhin der NSA-Abhörskandal diskutiert. Bei einer Anhörung am Anfang der Woche verplapperte sich ein ehemaliger NSA-Angesteller, dürfte aber nichts konkretes sagen:
A former NSA employee said Tuesday there is another ongoing top-secret surveillance program that might have violated millions of Americans’ Constitutional rights. Russell D. Tice told the House Government Reform Subcommittee on National Security, Emerging Threats and International Relations he has concerns about a „special access“ electronic surveillance program that he characterized as far more wide-ranging than the warrentless wiretapping recently exposed by the New York Times but he is forbidden from discussing the program with Congress.
Also gut möglich, dass da noch was grösseres in der nächsten Zeit an die Öffentlichkeit kommt.
[via]
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: Kritik an Google Video DRM
: Kritik an Google Video DRM Sehr lesenswert ist Cory Doctorow’s Kritik am Google Video DRM: Why is Hollywood more important than users?
With the introduction of its new copy-restriction video service, Google has diverged from its corporate ethos. For the first time in the company’s history, it has released a product that is designed to fill the needs of someone other than Google’s users.
[…]
There’s no way Google can win the DRM wars. The end-game for the entertainment companies is to use the sweet lure of content to turn Google from an unmanageable giant into a biddable servant, dependent on long-term good relations with its licensors to preserve its customers’ investment in its video.The only way Google can win this game is not to play at all. The only way Google can win is to return to its customer-comes-first ethic and refuse any business-arrangement that subverts its customers’ interests to serve some other industry’s wishes.
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: Net Neutrality – Netzneutralität
: Net Neutrality – Netzneutralität „Net Neutrality“ ist in den USA gerade ein grosses Thema. Bei der Diskussion geht es um die Frage, ob die grossen Carrier weiterhin die Neutralität des Netzes respektieren müssen, welche die Durchleitung jeder Art von Kommunikation gewährleistet, die das Internet so gross und innovativ gemacht hat. Die Telekommunikationsunternehmen würden nämlich gerne mehr vom Kuchen abbekommen, und stellen sich im Optimalfall eine Durchleitungsgebühr vor. Ich hab mir eigentlich seit einer Woche vorgenommen, einen längeren Artikel dazu zu schreiben, komme aber gerade nicht wirklich dazu. Deswegen gibt es hier nur ein paar Links zu sehr interessanten Beiträgen, grösstenteils in englischer Sprache. Wer noch weitere gute Artikel hat, bitte in den Kommentaren posten.
Public Knowledge: “Good Fences Make Bad Broadband: Preserving an Open Internet through Net Neutrality,”
The Nation: The End of the Internet?
Stellungnahme von Lawrence Lessig
BBC: Why the net should stay neutral
David Bollier: Save the Internet!
ZDF.heute: Wer bezahlt, hat Vorfahrt
Kampagne auf Common Cause: Think the Internet Will Always be Open?
Netzeitung: Google fürchtet Macht der US-Telefonfirmen
Ed Felten in Freedom to Tinker
Wundere mich gerade, dass es bei der englischen Wikipedia keinen Eintrag zu „Net Neutrality“ gibt.Danke für den Kommentar, es gibt eine Wikipedia-Seite zu Net Neutrality, allerdings ist diese tatsächlich noch eine Baustelle. und Wikipedia sollte mal ein wenig die MediaWiki-Technik dahingehend abändern, dass meine Suche von eben mit beiden Anfangsbuchstaben gross auch zu dieser Seite führt.Update: Freut mich, dass die Wikipedia-Seite zum Thema seit gestern ziemlich gewachsen ist.
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: Gefüllte iPods bei eBay?
: Gefüllte iPods bei eBay? In den USA ist jetzt die Frage aufgekommen, ob es rechtlich legal ist, wenn man einen gebrauchten iPod samt käuflich erworbener Musik darauf, die nicht weiterkopiert wurde, rechtens ist oder nicht. eBay sagt ja, die RIAA sagt nein, und zwar hat sich der RIAA-Chef Cary Sherman persönlich zu Wort gemeldet:
Für ihn stellen beide Szenarien einen Rechtsverstoß dar, es handelt sich lediglich um unterschiedliche Deliktformen. Für Sherman steht fest, dass nur die Verwalter der Urheberrechte dazu legitimiert sind, Musikstücke zu distribuieren. Der Verkauf bei eBay sowie der Verkauf der „geladenen“ Abspielgeräte sind aber seiner Meinung nach als illegale Distribution zu bewerten, gegen die sein Verband vorgehen wird.
Viel Spass mit digitaler Musik. Im Gegensatz zu einer CD erwirbt man in den tollen neuen Online-Shops keine Musik, die man wie bei der CD weiterverkaufen kann. Man erwirbt nur ein Nutzungsrecht und begibt sich in die Abhängigkeit von den Rechteinhabern, die selbstverständlich zu jedem Zeitpunkt das Nutzungsrecht entziehen können. Ein Weiterverkauf von „gebrauchter“ Musik, wie bei alten CDs ist nicht vorgesehen. Dafür erscheint mir der Preis von einem Euro immer noch viel zu hoch, abgesehen von dem DRM-Schrott, welcher meist mitgeliefert wird. Mal schauen, wie lange man noch die Tonträger „CD“ auf eBay verkaufen darf. Nach derselben Argumentation müsste dies für die RIAA eigentlich auch illegal sein.
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: Informationskrieg spielen mit Blogs
: Informationskrieg spielen mit Blogs The Association Press berichtet über eine grosse Informationskrieg-Testaktion des US-Homeland Security Department, welche gestern durchgeführt wurde. In dem Test-Szenario konnte ein theoretischer Angriff von „Anti-Globalisierungs-Aktivisten“, „Underground-Hackern“ und „Bloggern“ zurückgeschlagen werden.…:
U.S. Concludes ‚Cyber Storm’ Mock Attacks.The government concluded its „Cyber Storm“ wargame Friday, its biggest-ever exercise to test how it would respond to devastating attacks over the Internet from anti-globalization activists, underground hackers and bloggers. Participants confirmed parts of the worldwide simulation challenged government officials and industry executives to respond to deliberate misinformation campaigns and activist calls by Internet bloggers, online diarists whose „Web logs“ include political rantings and musings about current events.
Die Futurezone berichtet jetzt auch darüber: USA rüsten sich gegen Cyber-Terror.
Zum Angriffsszenario zählten unter anderem die Streuung falscher Informationen über Weblogs, Hackerattacken auf Elektrizitätswerke in zehn Bundesstaaten, Störungen im Online-Bankensystem, das Auftreten schwerer Sicherheitslücken im Internet-Backbone sowie die versehentliche Distribution infizierter Software.
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: Google Desktop Search: Backups wider Willen?
: Google Desktop Search: Backups wider Willen? Gestern veröffentlichte Google eine Beta der Version 3 seiner Desktop Search. Das neue Feature: Dokumente und aufgerufene Websites lassen sich über mehrere Rechner hinweg durchsuchen. Um dies zu realisieren, speichert Google die indizierten Dateien auf ihren eigenen Servern.
Die Electronic Frontier Foundation warnt vor einem Verlust der Privatsphäre, golem.de fasst dies zusammen:
Die EFF sieht als großes Risiko, dass etwa Ermittlungsbehörden oder die Regierung so leicht Zugriff auf private Dokumente zahlreicher Nutzer von Google Desktop Search 3 erhalten könnten. In den USA gelten für auf einem Server abgelegte Dateien geringere Datenschutzrichtlinien als wenn sich die gleichen Daten auf einem PC befinden. In einem laufenden Rechtsstreit könnte etwa ein Prozessgegner Einblick in prozessrelevante Informationen erhalten, an die er sonst nicht gelangen würde, skizziert die EFF ein mögliches Szenario.
Die datenschutzrechtliche Ungleichbehandlung von auf Servern im Vergleich zu lokal gespeicherten Daten mit Personenbezug basiert auf dem 1986 beschlossenen „Electronic Communications Privacy Act“. Dieser gilt etwa auch bei E‑Mails, die von Mailservern abgerufen aber nicht auf ihnen gelöscht werden.
Die neue Desktop Search wirft also Rechtsfragen auf, die mehr an Bedeutung gewinnen, wenn neue Informationstechnologien künftig als Dienstleistung und nicht Softwarepaket, welches man sich selbst installieren kann, angeboten werden.
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: Welche Firmen halfen der NSA bei der Überwachung?
: Welche Firmen halfen der NSA bei der Überwachung? Bei CNet gehen Declan McCullagh und Anne Broache der Frage nach, welche US-Firmen der NSA bei der Überwachung von US-Bürgern geholfen haben. Das interessante Detail an der Sache ist, dass die Mithilfe bei der Überwachung nach einem US-Bundesgesetz strafbar ist.
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: Offline online filesharen?
: Offline online filesharen? Ist das jetzt bewusste Strategie oder einfach nur dumm gelaufen: Die RIAA hat in den USA (mal wieder) eine Frau wegen Filesharings verklagt, die noch nie in ihrem Leben einen Computer benutzt haben will. Mehr gibts im „Recording Industry vs People“-Blog.
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: Yahoo, Microsoft, Google: China? Alles okay!
: Yahoo, Microsoft, Google: China? Alles okay! Die drei Unternehmen stehen seit geraumer Zeit in der Kritik die politische Verfolgung der chinesischen Regierung zu unterstützen: Yahoo verpetzte einen Journalisten, der Vorhaben der kommunistischen Partei ins Ausland mailte, Microsoft zensierte das MSN-Blog eines Cyber-Dissidenten und seit Kurzem filtert Google seine Ergebnisse nach Wunsch des Regimes.
Nun bittet der Ausschuss ‚Human Rights Caucus on policies’ des US-Kongresses die Unternehmen um Stellungnahme. Zu der gestrigen Anhörung erschien kein Vertreter der Unternehmen, zu denen auch Cisco zählte.
In einem offenen Brief verteidigen Microsoft und Yahoo ihre Position, indem sie zumindest guten Willen zeigen:
While we will actively work to encourage governments around the world to embrace policies on Internet content that foster the freer exchange of ideas and promote maximum access to information, we also recognize that, acting alone, our leverage and ability to influence government policies in various countries is severely limited.
Google führt in seiner Argumentation wieder an, dass die schlechte Verfügbarkeit von google.com in China den Start von google.cn notwendig machte. Das chinesische Angebot müsse die Balance wahren zwischen Informationsfreiheit und „respond to local conditions“. Weiterhin sei das amerikanische Angebot unter .com weiterhin erreichbar – so löchrig wie vorher.
Als „next steps“ sieht Google die Definition von „common principles to guide technology firms’ practices in countries that restrict access to information“ durch die „Internet industry“ sowie, wie auch Microsoft, den „Government-to-Government Dialogue“, um den Ball an die US-Regierung zurückzuspielen.
Der republikanische Abgeordnete Chris Smith ist erstaunt, „dass Google, dessen Firmenphilosophie ’sei nicht böse’ lautet, mit der chinesischen Zensur gemeinsame Sache macht, nur um Geld zu verdienen“. Er lädt die Internet industry zu einer Anhörung seines Ausschusses zu Menschenrechten am 16. Februar ein.
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: Zensur-Anhörung im US-Kongress
: Zensur-Anhörung im US-Kongress Gestern fand in Washington das „Congressional Human Rights Caucus Members’ Briefing“ zur Frage der Internetzensur in China und die Unterstützung durch US-Firmen statt.
Viele Medien wie Spiegel, Netzeitung, Heise, BBC, NY Times, CNet und San Francisco Chronicle berichten darüber.
Viel interessanter sind die Statements der Firmen (Yahoo & Microsoft, sowie Google), sowie die beiden Redebeiträge von John G. Palfrey und Nart Villeneuve von der OpenNet Initiative, die als Sachverständige geladen waren.
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: Lessig: Warum Google Book Search legal ist
: Lessig: Warum Google Book Search legal ist Lawrence Lessig, Jurist und Initiator der Creative Commons-Lizenzen, erklärt in einem Mitte Januar in seinem Blog erschienen Video-Podcast, warum Googles Book Search Pläne (früher „Google Print“) legal seien. In der halbstündigen Präsentationen zieht er Analogien zum Fall um mp3.com und stützt seine These auf die Entscheidung in Sachen Google Images, nach der es sich nicht um eine Urheberrechtsverletzung, wenn die indexierten Inhalte qualitativ reduziert werden, handele. Natürlich steht der Vortrag unter einer CC-Lizenz.
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: Offene Fragen bei den neuen Microsoft Zensurregeln
: Offene Fragen bei den neuen Microsoft Zensurregeln Da ich gerade dem Berliner Radio-Sender 100,6 MhZ ein Kurzinterview zur Microsoft-Ankündigung betreffend der Blog-Zensur gegeben habe, poste ich die paar Punkte auch nochmal hier. Als kleines Zeichen ist es sicherlich positiv zu sehen, dass es Änderungen in der Geschäftspraxis geben soll. Aus Sicht von Microsoft dürfte es nicht angenehm sein, ständig durch neue Fälle ein PR-Desaster nach dem anderen zu produzieren. Allerdings muss immer noch bedacht werden, dass sich westliche Firmen weiterhin einer Mithilfe bei der Einschränkung von fundamentalen Menschenrechten, wie dem Recht auf freie Meinungsäusserung und der Rezipientenfreiheit mitschuldig machen.
Auch bleiben bei der vagen Ankündigung von Microsoft viele offene Fragen:
- Werden chinesische Surfer darüber informiert, dass ein Blog zensiert wurde? (Beispielsweise durch einen Text, der darauf hinweist, was aus Gründen der Transparenz geboten sein müsste.)
- Bekommen Blogger vor der Zensur von Microsoft die Chance, Inhalte ändern zu können, damit der Zensurgrund wegfällt?
- Wie ist die genaue Prozedur für die Zensur? Muss ein Gerichtsbeschluss vorliegen oder reicht es, wenn eine Regierungsstelle bei Microsoft anruft und die Zensur verlangt?
Als problematisch sehe ich die Ankündigung Microsofts an, technisch dafür zu sorgen, dass Inhalte in einzelnen Ländern auszufiltern. Übertragen auf das Netz käme das einer globalen Filterinfrastruktur und einer Segmentierung des Netzes gleich. Die Vorfälle der letzten Zeit zeigen eindeutig, dass die Internetfirmen lieber weniger Kundendaten sammeln und vorrätig haben sollten, damit sie ihre Kunden nicht an repressive Regime ausliefern müssen.
Welche offenen Fragen habe ich vergessen?
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: Microsoft zensiert nur regional
: Microsoft zensiert nur regional Nachdem ein chinesischer Blogger auf einem bei Microsoft gehosteten Blog für seine Regierung problematische Worte geäussert hat, zensierte das Unternehmen Ende letzten Jahres wiedereinmal ein Blog. Nachdem sich Robert Scoble, Mitarbeiter von Microsoft, in seinem Blog darüber beschwerte, hat der Softwareriese eine neue Policy für den Umgang Zensurwünschen von Regierungen verabschiedet. Nach ihr werden die umstrittenen Inhalt nur für BlogleserInnen aus dem betroffenen Land gesperrt – nicht für den Rest der Welt. (via slashdot)
Gibt es mittlerweile gute chinesisch-sprachige Anleitungen für das Einrichten von Anonymisierungs- und Verschlüsselungsdiensten, wie JAP und TOR?
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: EFF verklagt AT&T
: EFF verklagt AT&T Die Electronic Frontier Foundation hat Klage gegen AT&T eingereicht. Der Grund sind Schnittstellen, die AT&T der NSA zur Verfügung gestellt hat, worüber diese US-Bürger im Land abhören konnten. Diese Zusammenarbeit verstosse fundamental gegen den Grundsatz der freien Rede und dem Schutz der Privatsphäre. Mehr gibt es bei CNet: AT&T sued over NSA spy program.
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: Kauft Politikern iPods?
: Kauft Politikern iPods? Wissen Politiker eigentlich, worüber sie reden,wenn sie Gesetze machen, welche die digitale Zukunft bestimmen? Die US-Organisation iPac möchte jedem US-Abgeordneten einen iPod schenken, damit diese ein Gefühl für den digitalen Lifestyle bekommen. Auslöser der Aktion ist der 82-jährige Senator Stevens aus Alaska, welcher bei einem Broadcast-Hearing erzählte, dass seine Tochter ihm einen iPod gekauft hätte. Seitdem er einen besitzt, hat er ein grösseres Verständnis dafür, wie in vielen Wegen innovative Technologie zu mehr Wahlfreiheit bei der Verbrauchern führen kann – und das dies nichts schlechtes ist.
iPac will jetzt alle Senatoren und Kongress-Abgeordneten mit einem iPod ausstatten. Diese sollen mit freien Inhalten gefüllt werden, damit die Politiker mal einen Einblick bekommen, was da draussen im Netz passiert und was ihre Bürger mit digitaler Technik alles machen können. Einziges Problem: Die iPods kosten Geld, das innovative Apple-Image will bezahlt werden. Dafür sucht die Organisation noch Unterstützer mit einer kleinen Fundraising-Kampagne.
Obs in Deutschland klappt? Hier hat die Musikindustrie unserem neuen Kulturminister einen iPod geschenkt. Dieser hat sich sofort mit der Übernahme ihrer Positionen bei ihrem Neujahrsempfang bedankt. Daran hätten freie Inhalte vermutlich auch nichts geändert.