EU
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: Bundesregierung: „Cyberangriffe sind geeignetes Mittel hybrider Konfliktaustragung“
Cyberangriff (Symbolbild) <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-ND-NC 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/flowtastic/15189817972/in/photolist-p9gMFj-nKMXxN-cwiuhf-rzXTzb-kXT13r-kXSXDi-gjcFJV-fwyavs-zEpdJH-daEM5K-4KZr2Z-xDzBDT-yy9ruu-bz6BrP-rWnSZ-yzvi37-9unyMD-yiWUoa-5fu9a5-yy9rwy-yzvhGY-yiS92w-yy9rro-brw2D5-Bx8fw-yiWTQX-qy6vh2-ab8YY7-eNZABc-9M2QU4-s7Cjh1-bj5ZpD-8THg1g-bj5ZCK-d3esUd-7RBJx3-d3et9S-eqxQSg-d3eqEQ-6tCvre-rFrL1H-gidmDz-9jwjPh-d3erc1-d3eqyj-d3etgC-d3eosJ-9NvFDv-8MtWiC-yEtqs9">flowtastic</a> : Bundesregierung: „Cyberangriffe sind geeignetes Mittel hybrider Konfliktaustragung“ Auch wenn es noch keine einheitliche Definition sogenannter hybrider Bedrohungen gibt, werden bereits Gegenmaßnahmen geplant. Als Teil dieser hybriden Bedrohungen werden Cyberangriffe, Propaganda und Desinformation gezählt. Bei der Abwehr soll die Bundeswehr helfen, aber auch auf NATO- und EU-Ebene gibt es Pläne.
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: Fast 500.000 Stimmen für Netzneutralität bei EU-Konsultation
Ausschnitt aus einem Video von savetheinternet.eu. : Fast 500.000 Stimmen für Netzneutralität bei EU-Konsultation Mit einem überraschenden Erfolg der Befürworter von Netzneutralität geht die öffentliche Konsultation der EU-Regulierungsbehörde BEREC zu Ende. Die Zivilgesellschaft interessiert sich doch für das sperrige Thema und überschüttet die Regulierer mit hundertausenden Eingaben.
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: Privacy Shield: Neue Grundlage für transatlantischen Datenverkehr gilt jetzt – noch
Wird der Schild bald schon wieder fallen gelassen? Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/30991136@N04/2902691597/"> housegirl_photos</a> : Privacy Shield: Neue Grundlage für transatlantischen Datenverkehr gilt jetzt – noch Der Safe-Harbor-Nachfolger Privacy Shield ist da. Es soll die Erfüllung europäischer Datenschutznormen bei Datenübermittlungen in die USA, wie sie bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen täglich anfallen, sicherstellen. Kernforderungen von Datenschützern, EU-Parlamentariern und Zivilgesellschaft bleiben unerfüllt.
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: Feedback erwünscht: EU-Programm zur Auditierung Freier Software
: Feedback erwünscht: EU-Programm zur Auditierung Freier Software Die Free Software Foundation Europe ruft dazu auf, Feedback zu den bisherigen Ergebnissen des 2014 gestarteten Projekts Free and Open Source Security Audit (FOSSA) zu geben. Das eine Million schwere Programm der Europäischen Union soll helfen, Freie Software sicherer zu machen. Dafür braucht es Feedback der Open-Source-Community, damit am Ende nicht nur ein Haufen Papier steht. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, wie FSFE-Präsident Matthias Kirschner schreibt:
Die ganze Analyse Freier Software, die auf Joinup veröffentlicht wurde, beruht nur auf einer kleinen Testmenge. Sie haben 14+2 Communities einbezogen, von denen sie nur fünf interviewt haben […] Mehrere Leute aus Security-Teams von Freie-Software-Initiativen wurden nicht gefragt, obwohl wir sie empfohlen und vorgestellt haben.
Kirschner fand auch mehrere Fehler in den Zwischenberichten. Daher gilt es jetzt, mitzuarbeiten:
Da ihr die wahren Experten seid, brauchen wir jetzt euer Feedback. Was denkt ihr über die Ergebnisse und unsere Kommentare? Ich bin besonders daran interessiert, ob ihr von unseren Empfehlungen profitiert.
Schickt euer Feedback an die FSFE-Diskussionsliste, an mich persönlich oder schreibt darüber und schickt mir einen Link.
Anschließend werde ich aktualisiertes Feedback an die EU-Kommission und die EU-Parlamentarier Julia Reda und Max Andersson schicken, die das Projekt initiiert haben.
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: Pläne der EU-Kommission: Europa droht ein Leistungsschutzrecht XXL
Günther Oettinger (Archivbild). Foto: CC-BY-NC-ND 2.0 <a href="https://www.flickr.com/photos/european_parliament/15393893585/sizes/l">European Parliament</a> : Pläne der EU-Kommission: Europa droht ein Leistungsschutzrecht XXL Eine im Juni beendete Konsultation lässt tief blicken, wie Günther Oettiner sich ein europaweites Leistungsschutzrecht vorstellt. Die Pläne hätten Einschränkungen für kulturelle Freiheit und Vielfalt zur Folge – und Kosten für Verbraucher.
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: NGOs und die TTIP-Verhandlungen
: NGOs und die TTIP-Verhandlungen Wie haben sich die Einstellungen gegenüber TTIP in der Politik verändert, seit der Mangel an Transparenz in den Verhandlungen zum Thema wurde und die Protestbewegungen immer mehr Zulauf bekommen haben? Und wie groß ist eigentlich das Interesse der Öffentlichkeit? Gabriel Siles-Brügge und Ferdi De Ville werfen einen Blick auf die Proteste anlässlich der Verhandlungen um das Handelsabkommen.
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: Innenministerien aus Deutschland und Frankreich wollen EU-Forschungsprojekt für polizeiliche Vorhersagesoftware
: Innenministerien aus Deutschland und Frankreich wollen EU-Forschungsprojekt für polizeiliche Vorhersagesoftware Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs drängen auf die europaweite Verbreitung von Software zur Vorhersage von Einbruchsdiebstahl. Dies geht aus einem Ratsdokument hervor, das die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch online gestellt hat. Der Vorschlag ist an sämtliche Mitgliedstaaten der Europäischen Union adressiert, Absender sind die deutschen und französischen Delegierten.
The new technology of predictive policing delivers promising new results and contributes to a better use of resources. Some Member States have already gained experience with this new instrument. We will share this experience and further improve the existing systems.
Im Fokus stehen sogenannte Wanderkriminelle („Mobile Organised Crime Groups“), deren Herkunft vor allem in Süd- und Osteuropa vermutet wird. Das Dokument enthält eine Reihe von Maßnahmen, die unter anderem im Rahmen des EU-Programms „Internal Security“ (ISEC) finanziell gefördert werden sollen.
Außer mit Strafverfolgungsbehörden in Westbalkan-Ländern sollen die Mitgliedstaaten auch enger mit Georgien, Moldawien und der Ukraine zusammenarbeiten. Hierzu gehört der Informationsaustausch unter Einbeziehung der Polizeiagentur Europol. Zur Bekämpfung der „Wanderkriminalität“ hat Europol ein Projekt „Mobile (itinerant) OC Groups“ (MOCG) gestartet.
Die Pläne für mehr polizeiliche Vorhersagesoftware hatte der deutsche Innenminister Thomas de Maizière (CDU) vor einem Jahr im Anschluss an ein informelles Ministertreffen einiger EU-Staaten mitgeteilt. Laut dem Bundesinnenminister soll die EU-Kommission ein entsprechendes Forschungsprojekt auflegen.
Welche Polizeibehörden an dem Projekt teilnehmen, ist unklar. Mit Blick auf Frankreich erklärte de Maizière, andere Länder verfügten im Bereich der „Predictive Analytics“ über „mehr Erfahrung als wir“. Unter anderem hat die französische Gendarmerie Anwendungen zur Darstellung von Netzwerken und Prognose von Straftaten eingeführt. Auch viele deutsche Landeskriminalämter führen Tests mit Vorhersagesoftware durch, das Bundeskriminalamt hat 2011 mit „Marktsichtungen“ begonnen.
Vor wenigen Monaten kündigte das Bundesinnenministerium die Ausweitung der Bemühungen an:
Im Rahmen seiner Zentralstellenfunktion beobachtet das BKA das Thema „Kriminalitätsvorhersage“ mit dem Ziel, einen Überblick über die Planungen und Aktivitäten – insbesondere bei den Polizeien der Länder in Deutschland, aber auch im Ausland – zu erhalten und das Potential dieser in der Entwicklung befindlichen Technologien für die Kriminalitätsbekämpfung bewerten zu können. Dies beinhaltet auch die Frage, welche offenen Quellen als Grundlage für derartige Vorhersagen dienen können
Die französischen Behörden hätten außerdem vorgeschlagen, den Nutzen von Vorhersagesoftware in einem „Expertenkreis im G6-Format“ zu untersuchen. In der „Gruppe der Sechs“ (G6) schließen sich die Innenminister der sechs einwohnerstärksten EU-Mitgliedstaaten zusammen (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Polen).
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: EU-Parlament: Vorabstimmung über Netzsperren ist am Mittwoch (Update)
Löschen und Blockieren, aber ohne zu wissen, was, wo und wieso. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/xcbiker/398884448/">Sergio Russo</a> : EU-Parlament: Vorabstimmung über Netzsperren ist am Mittwoch (Update) Am Mittwoch stimmt der Innenausschuss im EU-Parlament über eine gemeinsame Position zur Anti-Terror-Richtlinie statt. Die Berichterstatterin Monika Hohlmeier setzt sich weiterhin für die Einführung von Netzsperren ein.
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: Wegen #Brexit: Vorabstimmung zur Einführung von Netzsperren in EU-Anti-Terror Richtlinie erneut verschoben
: Wegen #Brexit: Vorabstimmung zur Einführung von Netzsperren in EU-Anti-Terror Richtlinie erneut verschoben
Am kommenden Montag sollte im Innenausschuss des EU-Parlaments über die umstrittenen Kompromissvorschläge der CSU-Europaabgeordneten Monika Hohlmeier für die Anti-Terror-Richtlinie abgestimmt werden. Die Abstimmung war von letztem Dienstag um einige Tage verschoben worden, nachdem wir darüber berichtet hatten, dass Hohlmeier Netzsperren in den intransparenten Gesetzesprozess rein schmuggeln wollte.Am kommenden Dienstag wird das EU-Parlament zu einer Sondersitzung zusammen kommen, um über den #Brexit zu debattieren. Zur Vorbereitung einer gemeinsamen Resolution wurden heute alle Ausschuss-Sitzungen am Montag abgesagt. Die erneute Verschiebung gibt weiter Hoffnung, dass der geplante Versuch, Netzsperren über die Anti-Terror-Richtlinie zu Leben zu erwecken von einer Mehrheit im Innenausschuss verhindert werden könnte.
Update:
Die Abstimmung findet am Montag, den 4.7. statt. Grund für die Verschiebung war nach unseren Informationen ein Streit um eine Geschäftsordnungs-Regel, die Hohlmeier anwenden wollte und nach der über die allermeisten Amendments gar nicht abgestimmt worden wäre. -
: Verschlüsseln Terroristen ihre E‑Mails? Keiner weiß es, doch Staatstrojaner gibt es bald länderübergreifend.
Um den Einsatz von Verschlüsselung tobt ein erbitterter Kampf. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/kk/23390123/">kris krüg</a> : Verschlüsseln Terroristen ihre E‑Mails? Keiner weiß es, doch Staatstrojaner gibt es bald länderübergreifend. Ab 2017 können über die Europäische Ermittlungsanordnung andere Mitgliedstaaten auch Staatstrojaner in Deutschland einsetzen und vice versa. Das ist ein weiteres Untergraben vertraulicher Kommunikation. Wofür das notwendig ist und wie oft Strafverfolger mit verschlüsselter Kommunikation umgehen müssen – dazu fehlen die Statistiken.
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: EU-Umfrage: Welches Freie-Software-Programm soll einem Sicherheitsaudit unterzogen werden?
<a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CC0</a> via pixabay / <a href="https://pixabay.com/en/programming-computer-language-942487/">geralt</a> : EU-Umfrage: Welches Freie-Software-Programm soll einem Sicherheitsaudit unterzogen werden? Aus Sicherheitsgründen hat die Europäische Union in 2015 das Projekt EU-FOSSA ins Leben gerufen. Damit soll die im eigenen Hause verwendete Freie Software eigenen Sicherheitsaudits unterzogen werden können. Jetzt startet die EU dazu eine öffentliche Konsultation, in der darüber abgestimmt werden darf, welches der vielen möglichen Freien-Software-Programme eigentlich zuerst auditiert werden soll.
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: CSU-Abgeordnete Hohlmeier bringt im Europaparlament Netzsperren auf den Weg (Update)
<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Monika_Hohlmeier?uselang=de#/media/File:2012-10-19-2656-Hohlmeier.jpg">Foto: Michael Lucan</a> Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC-BY-SA 3.0</a> : CSU-Abgeordnete Hohlmeier bringt im Europaparlament Netzsperren auf den Weg (Update) Die EU-Abgeordnete Monika Hohlmeier von der CSU ist aktuell die treibende Kraft für die Einführung von Netzsperren innerhalb der Europäischen Union. Und sie könnte sich damit erfolgreich durchsetzen.
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: Ask me anything: Netzneutralität mit SaveTheInternet.eu
: Ask me anything: Netzneutralität mit SaveTheInternet.eu Bei Reddit läuft gerade ein AskMeAnything mit der Kampagne SaveTheInternet.eu.
After huge victories in India and the US, now it’s Europe’s turn to fight for net neutrality! We are a group of digital rights experts leading the fight. We can explain how net neutrality works in Europe, why this fight matters, and how you can help.
Our current law is full of loopholes. This summer, it’s up to the European telecoms regulators, BEREC, to interpret that law. Their decision could make or break net neutrality.
We need a huge response from netizens supporting net neutrality, or else we’ll be drowned out by lobbyists. Your support is invaluable, and only takes a minute or two: message our regulators at www.savetheinternet.eu.We are:
Thomas Lohninger, AKVorrat
Joe McNamee, European Digital Rights
Estelle Massé, AccesNow
Rejo Zenger, Bits of Freedom
Agnès de Cornulier, La Quadrature du Net -
: Offener Brief an EU-Kommissarin Malmström: Datenschutz nicht durch Freihandelsabkommen untergraben
EU-Kommissarin Cecilia Malmström ist für die Verhandlung von Freihandelsabkommen mit den USA zuständig CC by sda https://www.flickr.com/photos/49865954@N04/4603612298 : Offener Brief an EU-Kommissarin Malmström: Datenschutz nicht durch Freihandelsabkommen untergraben Europäische Daten- und Verbraucherschützer haben EU-Kommissarin Cecilia Malmström aufgefordert, nicht auf Vorschläge der USA einzugehen, im Rahmen von TTIP und TiSA auch transatlantische Datenflüsse zu regeln. In einem offenen Brief (PDF) äußern die Nichtregierungsorganisation European Digital Rights (EDRi) und der Europäische Verbraucherverband (BEUC), zu dessen Mitgliedern auch die Stiftung Warentest und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) gehören, die Einschätzung, dass eine solche Regulierung angesichts der unterschiedlichen Datenschutzregime in den USA und Europa nicht adäquat möglich ist und zum Nachteil von Bürgern und Verbrauchern ausfallen würde.
Konkret geht es um einen Vorstoß der USA, das Thema Datenlokalisierung – also den Zwang, Daten innerhalb bestimmter lokaler bzw. nationalstaatlicher Grenzen zu speichern und verarbeiten – ebenfalls im Rahmen von Freihandelskommen zu klären. Aus grundrechtlicher Perspektive ist ein solcher Zwang mindestens ambivalent, weil er nicht vor geheimdienstlicher Überwachung schützt und von nationalen Regierungen instrumentalisiert werden kann, um Zugriff auf Daten von Regimekritikern zu erhalten. Die NGOs vermuten hinter der Initiative einen Versuch, europäische Datenschutzstandards zu unterlaufen. Sie werben dafür, das Grundrechtsthema Datenschutz grundsätzlich nicht im Freihandelskontext zu thematisieren. Maryant Fernández Pérez von EDRi kommentiert gegenüber netzpolitik.org:
Durch Handelsabkommen versuchen US-Regierung und Lobbyisten bestimmter Industriezweige in zunehmendem Maße, den Datenschutz in der EU zu unterlaufen. Die EU sollte jedoch jedem Angriff auf die persönlichen Daten und auf die Privatsphäre europäischer Bürger entschlossen entgegentreten. Standards für Datenschutz und Privatsphäre mit Drittstaaten sollte die EU außerhalb von Handelsabkommen vereinbaren. Denn Privatsphäre und Datenschutz sind keine Handelshemmnisse, sondern Grundrechte.
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: Europarat warnt vor zunehmender Internetzensur
CC-by <a href="https://www.flickr.com/photos/opensourceway">opensourceway</a> : Europarat warnt vor zunehmender Internetzensur Der Europarat warnt vor Overblocking und ‑filterung als Gefahren für Meinungs- und Informationsfreiheit. Eine Studie der internationalen Organisation mit dem Titel „Filtering, blocking and take-down of illegal content on the Internet“ benennt vor allem das Fehlen klar definitierter Regeln und Prozesse bei gleichzeitiger Auslagerung der Entscheidungen an Behörden oder kommerzielle Selbstregulierung als Knackpunkte.
Beide Aspekte wurden jüngst von NGOs an einer neuen Verabredung der EU-Kommission mit großen Internetunternehmen ebenfalls kritisiert. Im Auftrag des Europarats hatte seit 2014 das Schweizerische Institut für Rechtsvergleichung die Gesetzgebung und Rechtsprechung in allen 47 Mitgliedsstaaten des Europarats untersucht. Auch wenn die Autoren insgesamt vorsichtig mit Bewertungen sind und die Studie vor allem eine gute Recherchegrundlage darstellt, äußert Thorbjørn Jagland, Generalsekretär des Europarats, ernste Bedenken:
Governments have an obligation to combat the promotion of terrorism, child abuse material, hate speech and other illegal content online. However, I am concerned that some states are not clearly defining what constitutes illegal content. Decisions are often delegated to authorities who are given a wide margin for interpreting content, potentially to the detriment of freedom of expression.
Jagland forderte die europäischen Regierungen auf, für eindeutige und transparente Rechtsrahmen zu sorgen, in denen geklärt ist, unter welchen Bedingungen Inhalte illegal sind und wie der Schutz von Meinungs- und Informationsfreiheit garantiert wird.
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: Lobby-Drehtür: Google stellt in zehn Jahren 65 Regierungsvertreter aus EU-Staaten ein
Von der Regierung durch die Drehtür direkt zu Google. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">CC-BY-NC-SA 2.0 </a> <a href="https://www.flickr.com/photos/zrendavir/3074941476/sizes/l">Zrendavir_ </a> : Lobby-Drehtür: Google stellt in zehn Jahren 65 Regierungsvertreter aus EU-Staaten ein Das Google Transparency Project hat herausgefunden, dass in den letzten zehn Jahren 80 Personen sowohl bei EU-Regierungen wie auch bei Google angestellt waren. Google stellte im untersuchten Zeitraum 65 Regierungsvertreter ein, während 15 Google-Mitarbeiter in Regierungsdienste wechselten. Fünf Personen wechselten gar von der Regierung zu Google und dann zurück in Regierungsdienste.
Google’s government hiring blitz is part of a renewed drive to boost its influence in European policy circles after a tentative deal to settle the European Commission’s antitrust investigation fell apart in 2014. Dame Margaret Hodge, who has served as a member of parliament for the Labour Party since 1994, said Google’s quest to gain influence in the public sphere by making strategic hires is an integral part of its business model. “I have absolutely no doubt it’s part of their strategy,” she said in an interview. “Google deliberately nurtures that culture and I have absolutely no doubt that they see it as strategically important to be as close as they can to government.”
Den größten Sprung machte Googles Beschäftigungsoffensive im Jahr 2011, just nachdem die EU kartellrechtliche Untersuchungen gegen Google einleitete. Die meisten Wechsel von der Regierung zu Google hat Großbritannien mit 26 Fällen zu verzeichnen.
Diese so genannten Drehtür-Beschäftigungen sind problematisch, weil sie Unternehmen direkten Zugang zu Personal und Informationen von Regierungen verschaffen.