Berlin
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: Funkzellenabfrage in Berlin: Und noch ein Fall
: Funkzellenabfrage in Berlin: Und noch ein Fall Netzpolitik.org hat erneut Akten erhalten, die auf eine weitere Funkzellenabfrage in Berlin-Friedrichshain hinweisen. Laut den auch auf Indymedia linksunten veröffentlichten Papieren wollte die Berliner Polizei bereits einen Monat vor dem bisher bekannten Fall massenhaft Verkehrsdaten von den vier Mobilfunkbetreibern haben. Sachschaden diesmal: 4.000 Euro. Dafür sollten die liebevoll „Turmdaten“ genannten Datenberge sogar einen Zeitraum von acht Stunden umfassen: von 17 Uhr am 17. Juni 2009 bis 1 Uhr am darauf folgenden Tag. Wir haben das ungefähre Gebiet erneut visualisiert, mit den bereits beschriebenen Einschränkungen. Der aktuelle Fall ist rot, der bisherige Fall blau:
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Funkzellenabfrage in Berlin: „Natürlich erheben wir Daten unbescholtener Bürger“
Funkzellenabfrage in Berlin: „Natürlich erheben wir Daten unbescholtener Bürger“ Die Nachlese zur Funkzellenabfrage geht weiter. Nachdem es auch bei bild.de und Spiegel Online gelandet ist, hat mir die Berliner Polizei endlich geantwortet. Die Fragen hatte ich hier veröffentlicht.
Antworten der Polizei
Die ersten vier Fragen zu Umfang der Daten und Betroffenen des konkreten Falls kann die Berliner Polizei jetzt immer noch nicht beantworten:
Aufgrund des hohen Rechercheaufwands ist eine Beantwortung dieser Frage nicht vor Montag, dem 23. Januar 2012 möglich. Die Polizei wird sich – soweit möglich – im Ausschuss für Inneres, Sicherheit und Ordnung des Abgeordnetenhauses umfassend äußern.
Informiert wurden ist keine einzige betroffene Person:
Nein, weil eine Namhaftmachung und Ermittlung der Beteiligten eine Vertiefung des Grundrechtseingriffs bedeutet hätte.
Ich glaube ja, wenn man alle Betroffenen aller Funkzellenabfragen darüber mal informieren würde, wäre die Mehrheit der Bevölkerung sofort gegen eine Vorratsdatenspeicherung.
Weiterhin hat die Polizei bestätigt, dass das Verfahren eingestellt wurde und die Ermittlungen nicht erfolgreich waren.
Aber kein Problem: Die Daten sind über ein Jahr später auchmal gelöscht worden:
Ja, am 20. April 2011. Die Löschung ist dokumentiert worden.
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: Brennende Autos in Berlin: Millionen Handys überwacht (Update)
: Brennende Autos in Berlin: Millionen Handys überwacht (Update) Als wir mit unseren Recherchen bezüglich der Funkzellenabfragen in Berlin begonnen haben, hatten wir einen dokumentierten Fall in Form einer eingescannten Akte und eine Vermutung: Das ist kein Einzelfall, das ist einstudierte Praxis. Die Polizei, Staatsanwaltschaft und andere angefragte Behörden wollen seit über zwei Wochen keine Fragen in diese Richtung beantworten. Die Berliner Zeitung hat jetzt von einem nicht genannten Mobilfunkunternehmen erfahren: Es wurden Millionen Handys überwacht und zwar nicht nur in dem von uns dokumentierten Fall, unser Verdacht scheint sich zu bestätigen.
Nach Angaben eines Mobilfunknetz-Betreibers wertete die Polizei von Herbst 2009 bis Ende 2011 die Daten von mehreren Millionen Handys aus. […] Allein in dieser Zeit waren hunderttausende Handybesitzer im Visier der Polizei, heißt es bei einer Telefongesellschaft. Ein Mitarbeiter beschrieb die Vorgehensweise: „Man hat alle Telefone, die in der Nähe sind, wenn ein Auto brennt. Dann gleicht man alle Nummern ab, die bei der zweiten Brandstiftung in der Nähe sind. Sind zwei Nummern identisch, ist das verdächtig.“ Besonders intensiv wurden im vergangenen Jahr, als die Brände rasant anstiegen, Positionsdaten von Handys angefordert.
Genau das hatten wir als Möglichkeit hier beschrieben.
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: Nachlese zur Funkzellenabfrage: Noch viele Fragen offen
: Nachlese zur Funkzellenabfrage: Noch viele Fragen offen Das breite Echo zur massenhaften Funkzellenabfrage in Berlin hat dann doch etwas überrascht. Dass die Polizei und andere „Bedarfsträger“ diese Art der Datenerhebung bundesweit regelmäßig einsetzen, sollte allen bekannt sein, die sich ernsthaft mit der Vorratsdatenspeicherung auseinandersetzen. Auch die Berliner Staatsanwaltschaft gibt zu: Diese Maßnahme ist nicht ungewöhnlich und das Ermittlungsinstrument wird in erheblichem Maße genutzt.
Das neue an der Geschichte ist, dass wir das nun mal wieder schwarz auf weiß nachweisen konnten. Der bisher bekannteste Fall war Dresden, wobei das dort nicht das erste Mal war und auch für dieses Jahr wieder angekündigt wird. Einige Aufmerksamkeit erhielt auch der Holzklotz-Werfer von Oldenburg, weniger die Überwachung der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik sowie vom Berliner Mehringhof durch den Verfassungsschutz, um im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm 2007 „Kreuztrefferdaten“ zu finden. Aber auch das sind noch längst nicht alle.
Das Problem ist: niemand weiss genau, wie viele solcher Fälle es gibt. In den Statistiken zur Verkehrsdatenüberwachung wird nicht zwischen individualisierten und nicht-individualisierten Abfragen unterschieden. Das Gutachten des CCC zur Vorratsdatenspeicherung sagt unter Hinweis auf einen Forschungsbericht des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht, dass 17,5 % der Verkehrsdatenabfragen nicht-individualisiert sind. Das ergäbe hochgerechnet 133 solcher massenhaften Abfragen in Berlin und 1.655 bundesweit allein im Jahr 2009.
Reaktionen der Politik
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: Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami: Tagung zu neuen digitalen Schnüffelwerkzeugen in Berlin
: Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami: Tagung zu neuen digitalen Schnüffelwerkzeugen in Berlin Am 4. Februar findet in Berlin eine Tagung zu neuen digitalen Schnüffelwerkzeugen statt. Aus der Ankündigung:
Vor fünf Jahren organisierten sich europäische Innenminister unter Rädelsführerschaft der deutschen EU-Präsidentschaft in einer sogenannten „Future Group“, um auf die Weichenstellungen für die Polizeiarbeit der Zukunft Einfluss zu nehmen. Schon damals wurde von „gewaltigen Informationsmengen, die für öffentliche Sicherheitsorganisationen nützlich sein können“ orakelt: Der erwartete „digitale Tsunami“ würde demnach verheißen, Milliarden elektronischer Geräte in Echtzeit zu verfolgen und Verhaltensmuster ihrer NutzerInnen analysieren zu können. Inzwischen wird diese digitale Aufrüstung zunehmend spürbar und erreicht auch Soziale Bewegungen. Denn die neuen kriminaltechnischen Werkzeuge finden in den behördlichen Beschaffungsabteilungen begeisterte Abnehmer. Die Aufstände in nordafrikanischen und arabischen Ländern zeigen, dass die Produkte der neuen Generation skrupellos auch an autoritäre Regierungen verkauft werden.
Auf diesen drei Podien sprechen unter anderem Erich Moechel, Ralf Bendrath, Rena Tangens und Thilo Weichert:
- Das Handy als polizeiliches Werkzeug zur Strafverfolgung und „Crowd Control“
- Mathematik gegen Dissens – Computergestützte Repression
- Was tun: Digitaler Selbstschutz, Rechtsschutz, Online-Petition? Gegenstrategien in den Wogen des „digitalen Tsunami“
Das Ganze geht von 11 bis 19 Uhr und findet statt im Südblock am Kottbusser Tor. Der Eintritt ist frei.
Update: Für die Zuhause-Gebliebenen soll es auch einen Audio-Stream geben.
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Was Vorratsdatenspeicherung wirklich bedeutet: Massenhafte Funkzellenabfrage jetzt auch in Berlin
Massenhafte Funkzellenabfragen in Berlin. Was Vorratsdatenspeicherung wirklich bedeutet: Massenhafte Funkzellenabfrage jetzt auch in Berlin Der Skandal um die massenhafte Auswertung von Mobilfunk-Daten in Dresden hat unsere Warnungen und Befürchtungen bestätigt: Ist die Vorratsdatenspeicherung einmal da, werden die Daten auch freizügig verwendet.
Dass die Dresdner Aktion nur die Spitze des Eisbergs ist, verdeutlicht ein neuer Fall aus Berlin. Wir haben Akten (PDF) erhalten, die eine weitere massenhafte Abfrage von Mobilfunk-Daten belegen. Ende 2009 haben Polizei und Staatsanwaltschaft die „Erfassung und Übermittlung sämtlicher Verkehrsdaten und Verbindungsdaten“ eines Stadtgebiets angefordert und bekommen. Eine grobe (interaktive) Karte des betroffenen Gebiets:
Funkzellenabfrage und Dresden
Zur Erinnerung: In Dresden finden im Februar seit Jahren der ehemals größte Naziaufmarsch der Bundesrepublik sowie Gegenproteste statt. Letztes Jahr haben Ermittlungsbehörden die Verbindungsdaten jeglicher Mobilfunk-Kommunikation in der Dresdner Innenstadt erfasst. Auf deutsch: Wer hat wann mit wem telefoniert, eine SMS gesendet? Und wo waren beide zu diesem Zeitpunkt? Und das von ausnahmslos allen Mobiltelefonen in der Dresdner Innenstadt. Die Zahlen sind gigantisch: 896.072 Verkehrsdatensätze, 257.858 Rufnummern und 40.732 Bestandsdaten.
Auch wenn es bereits weitere Aktionen dieser Größenordnung gab, wird es teilweise auf ein bestimmtes Bundesland geschoben. Die Berliner Polizei erklärte, dass sie „bei Demonstrationen noch keine Funkzellenauswertungen durchgeführt“ hat und die Methode ohnehin nur bei „schweren Straftaten“ und „als ultima ratio [nutzt], wenn andere Ermittlungswege nicht zum Ziel führen.“
Diese schweren Straftaten sind keineswegs nur der Terrorismus, mit dem uns die Vorratsdatenspeicherung immer wieder erklärt wurde. Richard Gutjahr hat schön visualisiert, dass die Telekommunikationsüberwachung in erster Linie wegen Drogendelikten angewendet wird.
Nun auch in Berlin
Auch der vorliegende Fall weckt Zweifel, ob er unter die schwersten Straftaten gegen Leib, Leben oder die sexuelle Selbstbestimmung fällt, mit denen die Vorratsdatenspeicherung immer wieder begründet wird. Es geht um versuchte Auto-Brandstiftung. Keine Bagatelle also, aber auch nicht das, was man unter Terrorismus versteht. Zumal die Verbindungsdaten gar nichts gebracht haben: Das Verfahren wurde eingestellt.
Aber von vorn: Im Oktober 2009 findet die Berliner Polizei in Friedrichshain „angebrannte Gegenstände“ unter einem Auto, dadurch „entstand ein geringer Sachschaden am Pkw“. In Berlin brennen hunderte Autos pro Jahr, die Polizei ist blamiert. Im Jahr 2007 hatte sie 14 Verdächtige gefasst, von denen neun ein Handy dabei hatten. Deswegen geht die Polizei davon aus, dass auch diesmal die Täterin ein Handy einstecken hatte. Also möchten die Ermittler „sämtliche Verkehrsdaten“ der 13 am Tatort zu empfangenden Funkzellen. Ein Gericht bewilligt den Antrag und die vier Betreiber der deutschen Mobilfunknetze geben die Daten heraus.
Das geht aus Akten hervor, die wir an dieser Stelle exklusiv veröffentlichen: PDF, TXT.
Hier wurde also erneut eine „nicht-individualisierte“ Funkzellenabfrage vorgenommen. Bei einer individualisierten
FunkzellenVerkehrsdatenabfrage fragt die Polizei: Wann und wo wurde von diesem bestimmten Handy mit anderen kommuniziert? Hier ist die Frage stattdessen: Im Zeitraum X und örtlichen Gebiet Y, welche Handys haben da kommuniziert?Funkzellen und Visualisierung
In der Akte sind 13 Funkzellen genannt. Zur besseren Vorstellung des betreffenden Gebiets dient die obige Karte, die jedoch keinesfalls exakt ist.
Zunächst ist nicht öffentlich bekannt, an welchem Ort eine bestimmte Funkzelle (also ein Funkmast) steht. Zwar gibt es offene und kommerzielle Datenbanken, aus denen sich ein ungefährer Ort ablesen lässt. Den genauen Standort kennen jedoch nur die Mobilfunkbetreiber, also T‑Mobile, Vodafone, E‑Plus und O2. Von denen hat uns nur einer die Daten überlassen, die drei anderen haben ein komisches Verständnis von Datenschutz.
Unbekannt sind auch die genaue Abstrahlrichtung und die Sendestärke, die sich in Reichweite niederschlägt. Daher ist um die plausibelsten auffindbaren Ortsdaten ein willkürlich gewählter Radius von 500 Metern markiert, um ein ungefähres Bild zu erhalten.
Halb Friedrichshain betroffen
Deutlich wird, dass ein recht großer Teil von Berlin-Friedrichshain betroffen ist. Alle Handys, die sich darin aufhielten, könnten also in den übermittelnden Daten auftauchen.
Derzeit ist unklar, wie viele Datensätze übermittelt worden sind. Wir haben vor über zwei Wochen alle beteiligten und/oder verantwortlichen Stellen angefragt, aber bisher leider keine Antwort erhalten. Konkret stellen sich folgende Fragen:
- Wie viele Verkehrsdaten/Verbindungsdaten wurden übermittelt? (Anzahl der betroffenen Anrufe, SMS, Internet-Verbindungen)
- Wie viele Mobilfunkanschlüsse/Rufnummern sind davon betroffen?
- Von wie vielen Mobilfunkanschlüssen wurden die Stammdaten eingeholt? (Anzahl der Rufnummern, denen Namen und Adressen zugeordnet wurden)
Nach den immensen Zahlen aus Dresden wird klar, dass hier schnell einige tausend Betroffene zusammen kommen könnten. In Friedrichshain wohnen mehr als hunderttausend Menschen. Wenn ihr in der Gegend wohnt: Fragt doch mal bei der Berliner Polizei, ob eure Daten auch dabei sind. Immerhin gibt es ja ein Auskunftsrecht im Bundesdatenschutzgesetz. Wer zu faul ist einen Brief zu schreiben kann auch ein Online-Formular ausfüllen.
Ist das verhältnismäßig?
Die Vorratsdatenspeicherung wird immer wieder mit dem Terrorismus begründet. Oder zumindest mit schweren Straftaten. Was schwere Straftaten sind, steht in der Strafprozeßordnung. Und da werden neben Mord und Totschlag noch ganz andere Sachen genannt. Ein unvollständiger Auszug:
- Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (Antifa-Button)
- Landesverrat (Bradley Manning)
- Störpropaganda gegen die Bundeswehr (Pro-Krieg Demo)
- Computerbetrug (BTX-Hack)
- Gefährliche Eingriffe in den Bahn‑, Schiffs- und Luftverkehr und Straßenverkehr (Castor-Blockade)
Oder eben versuchte Brandstiftung. Der Terrorismus, mit dem die Vorratsdatenspeicherung immer begründet wird, ist das nicht.
In Hamburg haben Gerichte manche Funkzellenabfragen wegen brennenden Autos sogar als unverhältnismäßig abgewiesen, da zu viele unbeteiligte Personen davon betroffen sind:
Diese Einschränkung sei dadurch gerechtfertigt, dass bei einer Funkzellenauswertung regelmäßig die Daten einer Vielzahl von Bürgern erfasst werden, die in keiner Weise einer Straftat verdächtig seien. Müller-Horn: „Mit der Datenerhebung wird in das Fernmeldegeheimnis, also in die Rechte dieser Menschen eingegriffen. Ein solcher Eingriff ist nur dann verhältnismäßig, wenn er nicht ins Blaue hinein erfolgt, sondern wenn eine konkrete Vermutung dafür spricht, dass die Datenerhebung auch tatsächlich zur Ermittlung des Täters führt.“
Was, wie gesagt, auch hier nicht der Fall war. Das Verfahren verlief im Sand, die Ermittlungen wurden eingestellt.
Verknüpfung und Rasterfahndung
Was macht die Polizei eigentlich mit dem Datenberg, wenn sie ihn einmal hat? Wie will sie in tausenden Verbindungsdaten von tausenden Personen ein paar Verdächtige oder gar Tatbeteiligte finden?
Diese Fragen haben wir natürlich Berliner Polizei und Landeskriminalamt, Staatsanwaltschaft und Gericht sowie Innen- und Justizsenat gestellt. Auch vor zwei Wochen, bisher leider ohne Antwort.
Die Hamburger Polizei beschrieb ihr Vorgehen:
„Auch wenn es sich um zahlreiche verschiedene Brandstifter handelt, so gibt es doch beim Täterprofil eine Schnittmenge von etwa 80 Prozent, die auf alle zutrifft“, so ein Beamter. Quantitativ ist das ein Problem. „Es sind immer noch Hunderte.“ Deshalb ist die Polizei an einer Verknüpfung möglichst vieler Daten interessiert. „Es gibt da viele Möglichkeiten. Wir klären noch, was datenschutzrechtlich geht und was nicht“, so ein Polizist.
Eine Rasterfahndung also. Wobei immer noch offen ist, mit welchen Daten das verknüpft werden soll. Etwa, wer schon einmal mit schwarzem Kapuzen-Pullover auf einer Demonstration war?
Normalität statt Einzelfall
Laut brennende-autos.de haben im Jahr 2009 in Berlin 216 Autos gebrannt. Bei wie vielen dieser Fälle hat danach eine Funkzellenabfrage stattgefunden? Auch diese Frage ist bisher leider unbeantwortet. Mal angenommen das passiert immer, dann könnten die abgefragten Gebiete in etwa so aussehen (klicken für große und interaktive Karte):

Einen Anhaltspunkt liefert die Statistik zur Telekommunikationsüberwachung des Bundesamts für Justiz. Danach wurde die Verkehrsdatenüberwachung allein im Jahr 2009 bundesweit 9.459 mal angewendet, davon 762 mal in Berlin. Im Jahr 2010, in dem die Vorratsdatenspeicherung gekippt wurde, waren es bundesweit 6.828 Einsätze und 533 in der Hauptstadt.
Im Gegensatz zur Telekommunikationsüberwachung enthalten diese Statistiken keine Aufschlüsselung nach Art der Straftat. Offen bleibt auch, wie viele Anfragen individualisiert (Kommunikation einer bestimmten Zielperson) und wie viele wie im vorliegenden Fall nicht-individualisiert stattfanden.
Politische Diskussion
Nach dem Skandal in Dresden haben die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern eine Einschränkung der nicht-individualisierten Funkzellenabfrage gefordert. Auch die Grünen fordern eine rechtsstaatliche und bürgerrechtskonforme Ausgestaltung, während allein die Linke die nicht-individualisierte Funkzellenabfrage abschaffen möchte.
Beide Gesetzentwürfe werden am 8. Februar 2012 in einer Anhörung des Rechtsausschusses im Bundestag behandelt. Wie immer bei Anträgen der Opposition jedoch ohne irgendwelche Folgen.
Leider haben wir auf unsere Anfragen bei den verantwortlichen Stellen keine Antworten auf unsere Fragen erhalten. Wie viele dieser nicht-individualisierten Funkzellenabfragen gibt es? Wie viele Datensätze werden herausgegeben? Bei welchen Straftaten? Wie viele Menschen sind davon betroffen? Wie viele wurden davon informiert? Wie hoch ist die Aufklärungsquote? Vielleicht möchte ja die ein oder andere Fraktion des ein oder anderen deutschen Parlaments mal ihre Regierung befragen.
Gegen die Vorratsdatenspeicherung
Der vorliegende Fall illustriert, was die manchmal abstrakte Vorratsdatenspeicherung wirklich bedeutet.
Die rechtliche Grundlage der nicht-individualisierten Funkzellenabfrage wurde bereits 2001 kurz nach dem 11. September von der rot-grünen Bundesregierung geschaffen und war ursprünglich befristet, wurde aber immer wieder verlängert. Mit dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung wurde die Befristung im Jahr 2007 komplett abgeschafft.
Auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im März 2010 änderte daran nichts. Das Gericht untersagte darin nur die Verpflichtung zur Speicherung, die Anbieter speichern aber auch ohne Verpflichtung freiwillig weiter. Und die Behörden nutzen diese Daten fleissig.
De facto gibt es also auch im Bereich Mobilfunk immer noch eine Speicherung von Daten auf Vorrat, ergo Vorratsdatenspeicherung. Und diese Daten werden viel umfassender genutzt als uns in der Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung immer verkauft werden soll. Jeder kann betroffen sein.
Nachfolgeartikel
- 20.01. Nachlese zur Funkzellenabfrage: Noch viele Fragen offen.
- 20.01. Brennende Autos in Berlin: Millionen Handys überwacht.
- 21.01. Funkzellenabfrage in Berlin: “Natürlich erheben wir Daten unbescholtener Bürger”
- 22.01. Funkzellenabfrage in Berlin: Und noch ein Fall
- 23.01. Funkzellenabfrage im Berliner Innenausschuss: Vier Millionen abgefragte Daten, kein Ermittlungserfolg
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: NPP115: Alexander Morlang – Piraten im Abgeordnetenhaus
: NPP115: Alexander Morlang – Piraten im Abgeordnetenhaus
Alexander Morlang ist einer der 15 Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus und Vorsitzender des Ausschusses für digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit (Im Volksmund auch „Piraten-Ausschuß“ genannt, „Netzpolitik-Ausschuß wäre aber wohl passender). Im Netzpolitik-Podcast erzählt Alexander Morlang ausführlich über seine Erfahrungen als Pirat, die ersten Tage im Berliner Abgeordnetenhaus und die Anforderungen der selbstverschriebenen Basisdemokratie. Er twittert als @alx42 und will zukünftig hier mehr bloggen.
Das Interview dauert 1:50h und ist als mp3 (100MB) und ogg (66 MB) erhältlich.
Zur Orientierung:
Anfang: Background Jugend im CCC, Hamburger „Wahlstift“
Ab Minute 5:30 Persönliche Vorgeschichte
Ab 8:30 Exkursion zum Thema FREIFUNK
Ab 16:00 Wie funktioniert Liquid Feedback
- Wie geht man mit dem Versprechen der Basisdemokratie um
- Papier des wissenschaftl. Dienstes über Online-Parteitage (25:48)
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: Dienstag in Berlin: 2. Netzpolitischer Abend der Digiges
: Dienstag in Berlin: 2. Netzpolitischer Abend der Digiges Am kommenden Dienstag, den 17.01.2012 lädt der Digitale Gesellschaft e.V. zum zweiten netzpolitischen Abend in die c‑base. Hier ist die Ankündigung:
Wer Lust hat, mit uns einen kleinen Rundgang durch die aktuellen politischen Themen und die bisherigen Ereignisse rund um den Digitale Gesellschaft e.V. zu unternehmen, ist zum Diskutieren und Sozialisieren am 17.01.2012 ab 20:00 Uhr in die Raumstation c‑base in der Rungestraße 20 in Berlin (S-/U‑Bahnhof Jannowitzbrücke) eingeladen.
In kurzen Vorträgen werden aktuelle netzpolitische Entwicklungen thematisiert, unsere aktuellen Initiativen und weitere Pläne vorgestellt und miteinander diskutiert. Zu den geplanten Themen gehören u.a. Netzneutralität, ACTA, Open Data und die aktuellen EU-Pläne zur Reform des Datenschutzes.
Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und gute Gespräche. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht notwendig. Wir planen einen Live-Audiostream und Video-Aufzeichnungen der Vorträge. Infos zum Audiostream gibt es dann auf Twitter und Facebook.
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: Visualisierung: Wie lange braucht man von A nach B?
: Visualisierung: Wie lange braucht man von A nach B?
In dieser kleinen Tech-Demo von Stefan Wehrmeyer wird die Fahrtdauer der Berliner U- und S‑Bahn übersichtlich angezeigt. Die Ausgangsstation wandert nach Anklicken ins Zentrum der Grafik, alle anderen Stationen verteilen sich je nach Fahrtdauer auf der Karte. Dabei gilt: Ein Ring entspricht fünf Minuten Fahrtzeit.Inspiriert ist das Tool von Projekten wie Mapnificent und Timemaps.nl, die mit hoher Genauigkeit anzeigen, welche Gegenden einer Stadt man mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in einer gegebenen Zeit erreichen kann.
Für deutsche Städte sind solche Projekte zur Zeit noch schwierig umzusetzen, da die ÖPNV-Datenbanken größtenteils nicht öffentlich zugänglich sind. Organisationen wie z.B. das Open Data Network setzen sich dafür ein, das zu ändern.
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: Termine zu Open Data und Open Knowledge
: Termine zu Open Data und Open Knowledge Der folgende Beitrag ist ein Crosspost vom Blog der Open Knowledge Foundation Deutschland: Mit dem Start ins neue Jahr möchten wir unseren ersten guten Vorsatz gleich umsetzen: endlich ein regelmäßiges Treffen für Interessierte an Open Knowledge und Open Data in Berlin!
Unser Vorschlag ist es, sich regelmässig, immer am zweiten Dienstag eines Monats, zu treffen.
Den start machen wir also am Dienstag den 10. Januar, ab 18 Uhr in der Co-Working Etage des St. Oberholz (2 Stock, Eingang um die Ecke). Ihr seid herzlich eingeladen!Das Format besteht aus einem kurzen Vortrag / einer kurzen Präsentation zu spanenden Projekten, gefolgt von einer offenen Diskussion. Das ganze ist auf zwei Stunden angesetzt. Anschliessend kann, wer will natürlich noch gemütlich weiterplauschen. @okfde #openberlin
Weitere Interessante Veranstaltungen…
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: Küchenradio über 100 Tage Piraten
: Küchenradio über 100 Tage Piraten Zum Thema 100 Tage Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus waren Alexander Morlang und Andreas Baum zu Gast im Küchenradio.
Seit fast 100 Tagen sitzen die 15 Piraten jetzt im Berliner Abgeordnetenhaus. Was haben sie bisher zuwege gebracht? Was steckt hinter dem Streit um die Zimmerverteilung und warum nehmen sich die Abgeordneten zwei Mediatoren? DocPhil und ein aufgekratzter OnkelAndi unterhalten sich mit dem Fraktionschef Andreas Baum und dem Abgeordneten Alexander Morlang über kuriose Phänomene des Parlamentsalltags (Fraktionszwang aus der Nähe betrachtet), die Erfahrungen mit Liquid Feedback im Landtag und die Aussichten der Piraten in den Bundestag einzuziehen. Natürlich sprechen wir auch über die jüngsten Personal-Diskussionen rund um den zwielichtigen PiratLB und die Geschäftsführerin mit Hang zur Esoterik, Daniela Scherler (#esogate).
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: Call for Papers für re:publica ’12
: Call for Papers für re:publica ’12
Für unsere re:publica’12, die vom 2.–4. Mai in Berlin stattfindet, wurde jetzt offiziell der Call for Papers gestartet. Dieser läuft bis Ende Januar, viele mögliche Fragen beantwortet eine FAQ.„Du forschst, publizierst, entwickelst, lehrst, vernetzt? Du hast Ideen für eine bessere digitale Gesellschaft und bist aktiv dabei, diese umzusetzen? Dann bist du genau richtig bei uns, denn die re:publica 2012 ist vor allem eins: ACTION!
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: Mittwoch in Berlin: Aktionstag gegen die Vorratsdatenspeicherung
: Mittwoch in Berlin: Aktionstag gegen die Vorratsdatenspeicherung Am 14. Dezember 2005 stimmte das EU-Parlament für die Einführung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung, mit deren Hilfe jetzt in einem zweiten Versuch eine Vorratsdatenspeicherung in Deutschland erzwungen werden soll. Zum 6‑jährigen Jahrestag am Mittwoch, den 14. Dezember 2011, wird im Rahmen eines Aktionstages in mehr als 20 Städten an das denkwürdige Ereignis erinnert.
Die zentrale Aktion in Berlin findet von 10:00 – 12:00 Uhr auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor statt. Der Digitale Gesellschaft e.V. wird zusammen mit der Ortsgruppe Berlin des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ein großes Spinnennetz aufbauen. Wir werden die Vorratsdatenspeicherung als Spinne visualisieren, in deren Netz unsere Kontakte, Bewegungen, Vorlieben und Interessen hängen bleiben.
Je mehr vorbei kommen, umso größer wird das Spinnenetz. Wir freuen uns daher über alle, die zum Pariser Platz kommen wollen, um die Aktion zu unterstützen.
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: Aktionstag gegen die Vorratsdatenspeicherung
: Aktionstag gegen die Vorratsdatenspeicherung
Am kommenden Mittwoch, den 14. Dezember jährt sich zum sechsten Mal die Abstmmung des EU-Parlaments für die Einführung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung. Aus diesem Grund und weil die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung momentan wieder vehement von zahlreichen Politikern der SPD und Union massenmedial gefordert wird, ruft der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zu dezentralen Aktionen in ganz Deutschland auf.Eine Idee ist folgende:
Dazu werden wir in verschiedenen Städten vor Büros unkritischer Abgeordneter große „Spinnennetze“ aufstellen/aufhängen. Wir werden die Vorratsdatenspeicherung als Spinne visualisieren, in deren Netz unsere Kontakte, Bewegungen, Vorlieben und Interessen hängen bleiben. Zu den Aktionen wird die Presse eingeladen, und es werden Fotos gemacht.
Mit den Aktionen wollen wir von den Abgeordneten fordern
in Deutschland keinerlei verdachtslose Vorratsspeicherung von Informationen über jedes Telefonat, jede SMS, jede E‑Mail oder jede Internetverbindung wieder anzuordnen,
die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung aufzuheben und jede verdachtslose Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten europaweit zu verbieten.Wir haben vom Digitale Gesellschaft e.V. bei der Polizei eine Aktion auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor angemeldet. Geplant ist, dass wir dort von 10–12 Uhr ein Spinnennetz aufstellen und über die Vorratsdatenspeicherung und den Aktionstag informieren.
Aber Abgeordnetenbüros gibt es in ganz Deutschland und nicht jedes wird von einer Bannmeile geschützt. Wer mitmachen möchte, kann sich im Wiki des AK-Vorrat auf der Aktionsseite eintragen. Und wer sich bis Morgen Vormittag noch beim AK-Vorrat meldet, erhält per Post noch rechtzeitig ein Set mit allem benötigten Material (Spinnennetz, Spinne, Symbole, Schilder, Poster, Flyer).
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: Mittwoch in Berlin: Diskussion zum Schultrojaner
: Mittwoch in Berlin: Diskussion zum Schultrojaner Kommenden Mittwoch Abend gibt es in der Heinrich Böll Stiftung in Berlin eine Veranstaltung zum Schultrojaner:
SCHULBUCHTROJANER:
Urheberschutz oder Gefahr für die Freiheit von Lehre und Forschung?Datum: Mittwoch, 07.12.2011, 19.00 – 21.30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Eintritt freiMit:
Guido Brombach, Pädagoge, Edu-Hacker und Blogger (DGB-Bildungswerk)
Prof. Dr. Claudia Dalbert, Bildungspolitikerin, Fraktionsvorsitzende B90/Grüne im Landtag von Sachsen-Anhalt, Psychologin
André J. Spang, Lehrer für Musik und Religion
Ministerialdirektor Udo Michallik, Generalsekretär der KultusministerkonferenzModeration:
Christian Füller, Redakteur die tageszeitung -
: Heute in Berlin: Netzpolitischer Abend der SPD
: Heute in Berlin: Netzpolitischer Abend der SPD Heute Abend gibt es in Berlin einen „Netzpolitischen Abend der SPD“ im Rahmen des SPD-Bundesparteitag. Besonders der Tagesordnungspunkt 4 mit den Singübungen klingt spannend:
Peter Altmaier twittert, die Piratenpartei ist im Berliner Abgeordnetenhaus und selbst die Bundesregierung hat nun einen eigenen Youtube Kanal. Mit all diesen globalen netzpolitischen Umwälzungen dachten wir (Forum Netzpolitik der Berliner SPD), dass es höchste Zeit wird euch alle am Vorabend des Bundesparteitages recht herzlich zum nächsten netzpolitischen Basistreffen der SPD am 3. Dezember von 18–20 Uhr einzuladen.
Geplant sind drei kurze und hoffentlich prägnante Vorträge:
1. Urheberrecht im digitalen Zeitalter | Dr. Leonhard Dobusch, FU Berlin
2. Internationale Internetregulierung | Dr. Jeanette Hofman, Institut für Internet und Gesellschaft
3. Open Government | Friedrich Lindenberg, Open Knowledge Foundation
4. Get-together und Singübungen für den BundesparteitagEin solch spezieller Abend bedarf natürlich auch eines besonderen Ortes: das Stattbad Wedding (Gerichtsstraße 65, 13347 Berlin). Für alle die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wären die Linien S1, S2 bis Humboldthain oder die U6, S41, S42 bis Wedding sehr empfehlenswert. Um eine kurze Anmeldung unter yannick.haan@googlemail.com wird herzlich netzpolitisch gebeten.
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: Offene Geodaten Berlin: Wir fangen dann schon mal an…
: Offene Geodaten Berlin: Wir fangen dann schon mal an… Der folgende Beitrag ist von Daniel Dietrich und zuerst erschienen auf dem Blog der Open Knowledge Foundation Deutschland.
Wir begrüßen die Initiative des neuen Berliner Senats:
Die Koalition wird die Open-Data-Initiative des Landes fortsetzen und ausbauen. Dazu setzt sie sich für eine Prüfung der weitgehenden Offenlegung von öffentlichen Daten (z. B. Geoinformationsdaten) unter Wahrung des persönlichen Datenschutzes ein.
(Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU in Berlin).
Geoinformationsdaten? Hey, die finden wir auch spannend! Wir möchten allerdings nicht warten, bis die Koalition bestätigt und die neue Regierung gewählt ist, sondern wollen gleich loslegen und spannende Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung von Geodaten zeigen und erforschen.
Deshalb laden wir ganz herzlich ein zum Open Data Hackday am 03. und 04. Dezember 2011 in Berlin. Wir wollen jeweils den ganzen Tag von 10 Uhr – bis 19 Uhr hacken und uns dabei vor allem die Daten des FIS-Brokers anschauen. Diese können natürlich nach belieben mit anderen Datensätzen z.B. aus dem Berliner Datenportal daten.berlin.de oder dem Katalog für offene Daten www.offenedaten.de oder anderen Fundstellen kombiniert werden. Bitte hier anmelden:
Die genaue Location wird noch bekannt gegeben. Der Open Data Hackday in Berlin ist Teil des internationalen Open Data Day. Dieser findet rund um die Welt in verschiedenen Ländern und Städten. Frankfurt am Main ist auch schon dabei :) Deine Stadt auch?
In der nächsten Zeit werden weitere Hackdays in (hoffentlich vielen) Städten in Deutschland stattfinden. Damit wollen wir den Bedarf nach mehr offenen Daten unterstreichen und gleichzeitig die im Rahmen des Open Data Wettbewerbs „Apps für Deutschland“ stattfindende Datenfreigabe von Behörden anregen und unterstützen. Aktuelle Termine findet ihr unter opendata.hackday.net.
Offene Daten brauchen Apps und Apps brauchen offene Daten!
Wenn jemand einen lokalen Hackday organisieren möchte, schreibe er oder sie bitte eine Mail an team[at]okfn[punkt]de, wir helfen gerne weiter und rühren ordentlich die Werbetrommel für euch. Man kann dem Hackday auch bei Twitter folgen, um nix zu verpassen.
Der Hashtag für den Hackday am 3. & 4. ist, dem internationalen Open Data Day folgend, #odhd + #you < = (dein Airport Code) und für den Wettbewerb ist #apps4de. Wer bei dem Apps4DE-Wettbewerb mitmachen möchte kann sich hier mit Informationen versorgen.
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: Rot-Schwarzer Koalitionsvertrag für Berlin
: Rot-Schwarzer Koalitionsvertrag für Berlin Der Koalitionsvertrag von Rot-Schwarz ist jetzt öffentlich verfügbar. Das Ergbnis klingt ein wenig wie ein Tauschgeschäft. Die CDU konnte sich mit mehr Überwachung durchsetzen, dafür hat die SPD einige gute Punkte im Teil „Fortschrittliche Netzpolitik“ untergebracht, die sehr erfreulich klingen. aber erstmal zu den schlechten Dingen
Die Videoüberwachung im Öffentlich Nahverkehr soll ausgebaut werden, dazu soll nicht nur 24 sondern gleich 48 Stunden gespeichert werden. Zusätzlich weist man explizit auf einen Passus aus den Beförderungebedingungen hin, dass „das bestehende Alkoholverbot in Beförderungsmitteln der BVG“ durchzusetzen sei. Bin mal gespannt, wie man das in der Realität auch durchsetzen will, vor allem an Abenden des Wochenendes, wo jeder zweite Fahrgast eine Flasche Bier in der Hand hält. Dafür wurde eine Forderung der Piratenpartei zumindest im Ansatz übernommen: Staatliche Uniformträger dürfen kostenfrei Bus und Bahn fahren, der Rest muss aber weiterhin zahlen.
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: DLF über Piraten: Alle Mann ans Ruder
: DLF über Piraten: Alle Mann ans Ruder Philip Banse hat für die Deutschlandfunk-Sendung „Hintergrund“ einen Bericht über den Einzug der Piratenpartein in das Berliner ABgeordnetenhaus gemacht. Das Transcript findet sich hier und hier gibt es die MP3.
Die Piraten haben die digitale Revolution im deutschen Parlamentarismus installiert. Alle Parteien sind infiziert von ihren inhaltlichen und methodischen Visionen. Doch jetzt müssen die Piraten aus Vision Politik machen und dafür vor allem personell aufrüsten. Viel Zeit haben sie dafür nicht: In zwei Jahren ist Bundestagswahl und spätestens ab morgen tickt die Uhr.
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: Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft
: Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft Heute wird das Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft eröffnet. Der Deutschlandfunk hat dazu Jeanette Hofmann interviewt, die eine der vier Gründungsdirektoren ist: Institut für Internet und Gesellschaft keine „Google“-Einrichtung.
Heute wird das Institut für Internet und Gesellschaft an der Humboldt-Universität Berlin eröffnet. Es soll, so Jeanette Hofmann, Grundlagenforschung betreiben und Dienstleister für die Öffentlichkeit sein. Kritiker bemängeln die Finanzierung des Instituts durch Google.
Hier ist die MP3.
Und hier ist die MP3 mit einem Kommentar von Philip Banse zur Gründung.