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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
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: History of Geistiges Eigentum
: History of Geistiges Eigentum Clara Jeffery schrieb für die März/April-Ausgabe des nordamerikanischen Magazins „Mother Jones“ über die Geschichte von „Intellectual Property“ und all die schönen Fakten und Tatsachen, die das Beharren auf „Geistigem Eigentum“ so absurd machen: Intellectual Property Run Amok.
Ein paar schöne Stellen seien an dieser Stelle zusammengemixt:
MICROSOFT UK held a contest for the best film on “intellectual property theft”; finalists had to sign away “all intellectual property rights” on “terms acceptable to Microsoft.”
[…]
NEARLY 20% of the 23,688 known human genes are patented in the United States. Private companies hold 63% of those patents.
[…]
A FRENCH DIRECTOR had to pay $1,300 after a character in his film whistled the communist anthem, “The Internationale,” without permission.
[…]
MARTIN LUTHER KING JR.’s estate charges academic authors $50 for each sentence of the “I Have a Dream” speech that they reprint.
Wobei mich das vorletzte zitierte Faktum an die Rechteinhaber des berühmten Ché Guevara-Fotos erinnert, die sich für die Nutzung seines Abbildes weiterhin gerne vergüten lassen wollen.
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: GNU General Public Licence vor US-Gericht bestätigt
: GNU General Public Licence vor US-Gericht bestätigt Kann man die GPL, die GNU General Public Licence mal eben verbieten lassen, weil sie gegen das Kartellrecht verstoßen soll? So einfach ist es nicht: Ein amerikanisches Gericht im Bundesstaat Indiana hat die Klage von Daniel Wallace gegen die Free Software Foundation (FSF) abgewiesen. Der Programmierer berief sich dabei auf den vierten Verfassungszusatz und beklagte, dass sich die FSF mit internationalen Unternehmen wie Red Hat Inc. und Novell Inc. verschworen hätte, um „die Lizenzen für ihr urheberrechtlich geschütztes, geistiges Eigentum zu verbinden und miteinander zu kreuzen, um so auf räuberische Weise die Preise zu binden“, wie er im Groklaw-Blog zitiert wird. Zu deutsch, er wirft der FSF vor, mit kommerziellen Anbietern von Distributionen Festpreise mittels der GPL ausgehandelt zu haben. Damit würde sie einem Kartell gleich den freien Wettbewerb verhindern, vor allem nämlich den von Mitbewerber Wallace und seinem eigenen Betriebssystem.
Die Klage wurde vom United District Court abgewiesen und Richter John Daniel Tinder bestätigte damit gleichzeitig auch die GPL als eigenständige Lizenz. Er verdonnerte Wallace nicht nur, die Prozesskosten aller Beteiligten zu bezahlen, er gab ihm auch eine Erklärung mit auf den Weg: „Vielmehr als dass sie vereitelt, unterstützt [die] GPL den freien Wettbewerb und die Distribution von Betriebssystemen, deren Nutzen direkt an die Benutzer weiter gegeben werden. Diese Vorteile beinhalten niedrigere Preise, einen besseren Zugang und mehr Innovation.“
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: Fernsehen war gestern
: Fernsehen war gestern Zwei interessante Reden im Web-Stream gibt es von einem „UNC Symposium on Intellectual Property, Creativity and the Innovation Process“. Cory Doctorow sprach zum Thema „When the Now is Too Long: How DRM & Old-World Copyright Fight the Future“ und James Boyle über „Four Ways to Ruin a Technological Revolution“.
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: The Economist schreibt über Open Source Strategien
: The Economist schreibt über Open Source Strategien The Economist hat einen lesenswerten Artikel zum Thema Open Source Strategien geschrieben: Open, but not as usual. Danach sollte man einen Groklaw-Artikel dazu lesen.
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: TACD-Konferenz: Politics and Ideology of Intellectual Property
: TACD-Konferenz: Politics and Ideology of Intellectual Property In Brüssel findet gerade die „Politics and Ideology of Intellectual Property“-Konferenz des „Transatlantic Consumer Dialogue“ statt. Das TACD ist ein Zusammenschluss verschiedener Verbraucherschutzorganisationen aus Nordamerika und Europa. Ich kann dieser sehr interessanten Konferenz leider aus Zeitgründen nicht beiwohnen, bin aber froh, dass Karsten Gerloff live aus Brüssel bloggt.
Stefan Krempl scheint für Heise auch vor Ort zu sein: Politik, Wissensallmende und „Ideologie des geistigen Eigentums“
Heute verhalte es sich mit virtuellen Gemeinschaften im Internet und insbesondere mit der Welt der freien Software nicht anders, führte Drahos aus. Entwickler würden sich dabei bewusst einverstanden erklären mit rechtlichen Arrangements wie der GNU General Public License (GPL), über die eine gemeinsame Eigentümerschaft an Code gewährleistet werde. Die Gegenseite müsse daher verstärkt auf „rhetorische Schachzüge“ zurückgreifen und bei Informationen sowie Wissen überhaupt von Eigentum reden, ihre „Privilegien“ zur Sicherung von Rechten betonen oder eine allgemeine Innovationsförderung reklamieren. Damit würden aber „tiefe Mängel“ in der freien Marktwirtschaft verkleidet. Die Forschwelt sei sich einig, dass eines lineare Beziehung zwischen dem Ausbau gewerblicher Schutzrechte und der Innovation nicht nachweisbar sei.
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: Heise war auch mal schneller
: Heise war auch mal schneller Mich wunderte gerade, dass die Nachricht von der Creative Commons Gerichtsentscheidung in den Niederlanden fast eine Woche brauchte, um auf Heise veröffentlicht zu werden: Kläger beruft sich vor Gericht erfolgreich auf Creative-Commons-Lizenz.
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: Open University kündigt Veröffentlichung von Lernmaterialien unter Creative-Commons Lizenzen an
: Open University kündigt Veröffentlichung von Lernmaterialien unter Creative-Commons Lizenzen an Die Open University (OU), Englands größte Fernuniversität mit ca. 180.000 Studierenden, hat angekündigt ihre Lehrmaterialien unter einer Creative Commons Lizenz zu veröffentlichen. Bereits in der Zusammenarbeit mit der BBC hatte sich die UO in diesem Bereich engagiert.
The Open Content Initiative (OCI) will make educational resources freely available on the Internet, with state of the art learning support and collaboration tools to connect students and educators.
Das Projekt befindet sich zur Zeit in der Aufbauphase und soll 2008 fertiggestellt werden. Der Etat von etwa 5,65 Millionen Pfund und dieser gründliche Zeitplan lassen auf eine gute Umsetzung hoffen. So sollen neben reinen Lehrinhalten auch Möglichkeiten zur Kollaboration geschaffen werden.
technorati tags: openaccess, creativecommons
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: Politischer exe-Bildschirmschoner der CDU
: Politischer exe-Bildschirmschoner der CDU Auf der Suche nach parteipolitischen Informationen im Internet stieß ich auf den interaktiven CDU-Bildschirmschoner. Damit könnte ich mir über das Web mit „den aktuelle CDU-Schlagzeilen“ ziehen.
Leider gibt es ein Problem: ich verwende Linux und kann keine .exe-Dateien ausführen. Ich kann dazu auch keine Prüfung der Datei vornehmen, bevor ich sie installiere, weil sie nicht im Quellcode vorliegt. Dazu passt natürlich, dass mir bisher noch kaum positive, bejahende oder förderliche Äußerungen der CDU, die freie und plattformübergreifend verwendbare Software betrifft, untergekommen sind (tendenziell eher im Gegenteil, man möge meine Angaben ergänzen). Insgesamt ist der Zuschnitt auch eher niedrigschwellig:
Da der Schoner geladene News-Schlagzeilen lokal zwischenspeichert, benötigt er keine permanente Verbindung zum Internet und funktioniert auch offline. Das stellt sicher, dass der Bildschirmschoner keine ungewollten Online-Kosten verursacht!
Das stellte natürlich auch sicher, dass wenn ich offline bin, ich keine aktuellen Informationen oder neue Inhalte erhalte. Aber immerhin gibts auch das Angebot, die Nachrichten per RSS zu erhalten. Aber die Zielgruppe der Parteiwebseite interessiert das vermutlich nicht, denn das wird dort nirgendwo erwähnt. Es ginge auch anders, wie die Sozen zeigen: RSS wird erwähnt. Aber auch dort nur eine unschöne .exe.
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: LinuxTag: Freitickets für die Community
: LinuxTag: Freitickets für die Community Für den kommenden LinuxTag 2006, welcher vom 3.–6. Mai in Wiesbaden stattfindet, gibt es jetzt wieder das bewährte eTicket-System für Community-Freikarten. Insgesamt 5000 Tickets werden in den nächsten Wochen bis zum 22. April verlost. Heute Nacht geht es los und die ersten 50 Mails, welche nach 0h an tickets@linuxtag.org verschickt werden, bekommen vier Freikarten zum Weiterverteilen oder selbst behalten. Die Empfänger der weiterverteilten eTickets können wiederum eTickets weitergeben.
Oliver Zendel, 1. Vorsitzender des LinuxTag e. V., erklärte das Ziel der eTicket-Aktion: „Unser Ziel ist die Förderung von Freier Software in der öffentlichen Wahrnehmung. Dieses Ziel ist nur durch die langjährige und vertrauenvolle Unterstützung der Community möglich, für die wir uns bedanken wollen“.
Das genaue Procedure wird nochmal auf der LinuxTag-Webseite erklärt.
Ich habe schon sechs eTickets zugewiesen bekommen und kann diese weitergeben. Wer von den Lesern und Leserinnen ein eTicket bekommen möchte, schicke mir bitte eine Mail an mb [at] newthinking [punkt] de oder per Jabber. Die ersten gewinnen und werden morgen freigeschaltet.Update: Alle weg.
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: Zitat des Tages (Teil 2)
: Zitat des Tages (Teil 2) Netzwelt hat die Musicload – Marketing-Chefin Susanne Peter zu der Plattform befragt. Das Interview ist relativ lustig und beinhaltet einige Stilblüten.
Wie z.B. der grosse Vorteil der neuen Musicload-Musicflatrate gegenüber Internetradios:
„Musicload nonstop“ bietet eine sehr hohe Klangqualität von 128 Kilobit pro Sekunde.
Das nächste Zitat ist eigentlich das Beste an dem ganzen Interview:
Musicload setzt bereits auf ein offenes Format. Durch den Einsatz von Microsoft DRM laufen Musicload-Titel auf jeglicher Hardware, die „Microsoft-enabled“ ist.
Und dann verwechselt die Frau noch ständig, dass der Upload in Tauschbörsen nach dem Urheberrechtsgesetz verboten ist, nicht aber der Download:
netzwelt: Und wie wollen sie die überzeugen, nicht mehr illegal herunterzuladen?
Peter: Filesharer haben viel Zeit und wenig Geld. Und weil der illegale Musikdownload weit verbreitet ist, wissen die meisten nicht über die Konsequenzen Bescheid. Die Musikindustrie verfolgt illegale Downloader bereits massiv wegen Verletzung des Urheberrechts. Auch der Phonoverband redet in diesem Zusammenhang nicht mehr von Piraterie, sondern von Diebstahl und verurteilt den illegalen Download. Wir versuchen, diese Menschen zu überzeugen. Mit attraktiven Preise und dem Abo-Modell lässt sich die Zielgruppe durchaus dazu zu bewegen, für garantiert abspielfähige und virenfreie Musik Geld auszugeben.
Wenn ich abspielfähige Musik kaufen möchte, gehe ich eMusic oder Finetunes, aber sicherlich nicht zu Musicload mit ihrem Krüppel-DRM, was garantiert nicht überall abspielbar ist. Boykottiert den Dienst am Besten, bis sie es mal verstanden haben.
[via]
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: EU-Kommission zu Gast bei der „Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen“
: EU-Kommission zu Gast bei der „Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen“ Der Sprecher der EU-Kommission im Bereich Informationsgesellschaft, Martin Selmayr, war heute zu Gast bei einer Diskussionsrunde der „Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen“ in Berlin. Dort stellte er die geplante EU-Framework „Content Online“ vor, die bis zur Mitte des Jahres Handlungsvorschläge und Empfehlungen der EU-Kommission für nationale Gesetzgeber in den Bereichen Musik, Film und digitale Bibliothek vorlegen will.
Die EU-Initiative „Film 20“ möchte schärfer gegen Filesharing vorgehen und mit Kampagnen den Wert des Urheberrechts herausstellen. Im November hatte sich BEUC darüber beschwert, dass sie zu den Leitungsgesprächen dieser Initiative ausgeladen wurden, weil Verbraucherinteressen in der Urheberrechtsdebatte auf EU-Ebene anscheinend nicht gewünscht seien. BEUC-Direktor Jim Murray schrieb damals in einem offenen Brief: “Die Angelegenheiten, die in dieser Gruppe behandelt werden, sind von größter Bedeutung für den Verbraucherschutz in der digitalen Umwelt, auf Grund ihrer Auswirkungen sowohl auf das wirtschaftliche Interesse als auch auf die Privatsphäre“. Es könne nicht angehen, dass die als “Sherpa”-Einheit bezeichnete Führungsmannschaft bei “Film Online” sich nur aus Vertretern der europäischen Musik- und der amerikanischen Filmindustrie sowie großer Provider rekrutiere. Repräsentanten öffentlicher Interessen würden damit komplett außen vor gehalten.
Heise berichtet über gewünschte Massnahmen der Unterhaltungsindustrie, welche Filesharing betreffen: EU-Kommission entwirft „Content Online“-Strategie.
Nach Ansicht der Unterhaltungsindustrie soll im Rahmen von Film Online etwa der EU-weite Aufbau eines abgestuften Reaktionssystems angeregt werden, in dem Netzanbieter zunächst bei auffälligem Download-Verhalten Warnhinweise an Kunden verschicken. Endstufe ist die Kündigung des Anschlusses und das Kappen der Internetverbindung, wenn sich Nutzer trotzdem weiter in Tauschbörsen tummeln und dort an sich kopiergeschützte Materialen herunterladen.
Ich wäre ja nicht überrascht, wenn diese Wünsche tatsächlich in dem geplanten Papier drin stehen. Desweiteren ist die EU-Kommission von Digital Restriction Management überzeugt und wünscht sich wohl, mittel- bis langfristig Vergütungspauschalen abschaffen zu können. Weiter wird es Empfehlungen zu EU-weiten Lizenzen der Verwertungsgesellschaften geben. Das dritte Standbein sollen die noch wenig konkreten Planungen für den Aufbau einer digitalen Bibliothek bieten, bei dem die Kommission laut Selmayr (bei Heise) einem „zentralistischen Ansatz“ gemäß einem öffentlich-rechtlichen Modell eher skeptisch gegenübersteht und lieber auf „kommerzielle Geschäftsmodelle“ setzen will. Klingt wie eine super Idee, kommerzielle Geschäftsmodelle sichern garantiert das kulturelle Erbe der Menschheit besser als wenn wir öffentliche Bibliotheken oder Online-Archive nach dem öffentlich-rechtlichen Modell finanzieren.
Das wirklich spannende an dem Artikel war für mich aber die „Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen“. Der Inhalt von deren Webseite ist sehr interessant, um Lobbystrukturen zu analysieren. Die Gesellschaft gibt es seit 1959 und beschreibt in ihren Aufgaben, dass sie sich dem Anliegen verschrieben hat, „die Politik bei strukturellen Frage- und Problemstellungen zu beraten. Leitbild der Arbeit der Gesellschaft ist der Ordnungsrahmen der Sozialen Marktwirtschaft. Ihre Mitglieder und Förderer stehen für eine Wirtschaftsordnung, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Gerechtigkeit bei einem hohen Maß an individueller Freiheit gewährleistet. “ Neben einem 10-köpfigen Vorstand gibt es noch 12 Beiräte für alle möglichen Themen. Vorstandsvorsitzender ist Dr. Ludolf v. Wartenberg, Hauptgeschäftsführer und Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Im Vorstand sitzen weiter u.a. Sigmar Mosdorf, Parlament. Staatssekr. a. D., SPD , Friedrich Merz, MdB, CDU, der Staatsminister der Finanzen im Freistaat Bayern, Prof. Dr. Kurt Faltlhauser, CSU, und noch einige bekannte Namen.
Die Mitglieder gliedern sich auf der Webseite in Verbände, Unternehmen, Kreditinstitute, Politik, Wissenschaft und Einzelmitglieder. Die Listen sind übrigens lesenswert. Bei den Politikern scheint die Mehrheit in der Gesellschaft der FDP und der CDU/CSU anzugehören. Ansonsten sind die meisten Verbände und Firmen dabei, die intensiv in Berlin Lobbying machen.
Für die Netzpolitik scheint der Beirat für „Medien, Internet und Telekommunikation“ interessant zu sein. Vorsitzender ist Hans-Joachim Otto, medienpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion und glühender Verfechter von DRM und einem noch stärkeren Urheberrecht. Im Heise-Artikel wird er dazu auch zitiert:
Es sei aber Konsens zumindest der großen Fraktionen im Bundestag, dass die Individualabrechnung künftig Priorität genießen sollte. Otto zufolge würden die Urheber „interessensgerechter“ handeln, wenn sie gegen die vom Bundesjustizministerium geplante Bagatellklausel vorgehen würden.
Stellvertretende Vorsitzende ist übrigens Georgia Tornow, Generalsekretärin von film 20, dem Lobbyverband der Filmproduzenten. Weitere Mitglieder werden nicht genannt. Es ist nur ein Protokoll aus dem Jahre 2004 zu finden, wo beim ersten Start in den zweiten Korb schonmal über Urheberrecht in diesem Beirat diskutiert wurde. In der sehr ausgewogenen Runde diskutierten übrigens damals MinDir Dr. Elmar Hucko, der (ehemalige) Leiter der Abt. „Handels- und Wirtschaftsrecht“ im Bundesministerium der Justiz, Dr. Christophe Geiger vom Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, Dr. Andrea Huber, Government Affairs Director von Microsoft Deutschland GmbH (Jetzt bei der RFID-Lobby) und Hans-Joachim Otto, MdB. Die Zusammensetzung der unterschiedlichen Akteure lässt den Schluss zu, dass in diesem Kreis eine starke Lobby für den Schutz Geistigen Eigentums und stärkeren Urheberrechten sitzt und die Ankündigungen des EU-Sprechers freudig aufgenommen wurden.
Bei Wikipedia gibt es noch keine Informationen über die „Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen“. Vielleicht hat ja jemand etwas Zeit, die Informationen in einen Artikel zu packen? Sicherlich gibt es noch mehr Informationen über die Gesellschaft im Netz zu finden. Ein kurzes oberflächliches Suchen bei Google brachte aber wenig zustande. Wer Lust hat, kann ja mal rumrecherchieren und Links in den Kommentaren posten. Wenn ich mir die illustre Gruppe so anschaue, dürfte es im Interesse einer transparenten Politik sein, wenn man in solche informellen Strukturen etwas mehr Licht bringt. Mitgliedsformulare sind auch nicht zu finden. Würde mich schon interessieren, wer da nach welchem Modell Mitglied werden kann und wird.
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: Online Musikläden in Frankreich verklagt
: Online Musikläden in Frankreich verklagt Die französische Verwertungsgesellschaft „Société de perception et de distribution des droits des artistes interprètes“ (Spedidam) hat Klage gegen die französischen Musikdownloadportale iTunes, Virgin Mega, Fnac Music, OD2, e‑Compil und Sony Connect eingereicht. Das berichtete das Branchenmagazin »Billboard« am Freitag. Die Verwertungsgesellschaft wirft den Onlinehändlern vor, ohne Einvernehmen der französischen Musiker die Werke verkauft zu haben. Darum fordert sie die Nachzahlung von Tantiemen in Höhe von 3,5 Millionen Euro. (via Institut für Urheber- und Medienrecht)
Das erinnert ein Wenig an den Stunt von Gerhard Schröder, als er auf der CeBIT vor zwei Jahren den Onlinestore „Phonoline“ eröffnen sollte, das aber von einer Messehostess übernommen wurde, nachdem tags zuvor der Vorstandsvorsitzende der GEMA darauf hinwies, dass Phonoline sich noch nicht mit der Gema über die Vergütung der Urheber einigte. Was is daraus eigentlich geworden, außer der Phonoline dicht gemacht hat?
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: Freie Software in Russland
: Freie Software in Russland Das Free Software Magazine hat ein längeres und sehr interessantes Interview mit verschiedenen Vertretern der Freien Software Bewegung aus der ehemaligen Sowjetunion: Free software history and evolution in the former Soviet Union: Russian Federation, Belarus, Ukraine – A short analysis of the free software world in three countries of the former Soviet Union.
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: OpenOffice 2.0.2–1
: OpenOffice 2.0.2–1 Die überarbeitete Version von OpenOffice 2.0.2–1 ist ab sofort als kostenfreier Download und im Paket der PrOOo-Box als CD erhältlich. Dieses handliche Office-Paket ist ideal für alle Arten von Textverarbeitung und als Freie Software frei erhältlich. Die praktische und einfach zu bedienende Alternative zu Microsoft-Programmen ist für die Linux- und Windows-Plattformen verfügbar. Auf die Version 2.0.1 können auch Mac OS X‑Anwender zurückgreifen. Weitere Programme auf der CD sind unter anderem der beliebte Webbrowser Firefox und das Email-Programm Thunderbird 1.5. Darüber hinaus wurden die Programme 7zip auf Version 4.32, XrayTool auf 5.1 und der Software Development Kit auf die Version 2.0.0rc2 aktualisiert. Als Erweiterungen sind auf der CD, beziehungsweise dem Image zum Download, die „OOo WIkipedia“, extendedPDF und einige weitere Makros erhältlich.
Im Installationspacket sind sowohl viele Open-Source-Programme enthalten, als auch zum allgemeinen Gebrauch frei gegebene Vorlagen, die nicht extra im Nachhinein installiert werden müssen: Wörterbücher für die neue Rechtschreibprüfung mitsamt Silbentrennung und Thesaurus, Dokument-Vorlagen, Schriften, Clip-Arts und natürlich die Software Java.
Als Installations-CD ist die so genannte PrOOo-Box online erhältlich, die als sogenanntes ISO-Paket gratis herunter geladen werden kann. Anleitungen für das Brennen der ISO-Images mittels der Software Nero oder WinOnCD finden sich ebenfalls bei OpenOffice. Wer es außerdem auf eine ansprechende Verpackung Wert legt, kann sich auf der OpenOffice-Seite das passende CD-Cover, das Cover der Hülle samt dem PrOOo-Box-Logo ausdrucken.
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: Herzlichen Glückwunsch: Fünf Jahre FSFE
: Herzlichen Glückwunsch: Fünf Jahre FSFE Herzlichen Glückwunsch: Vergangenes Wochenende feierte die Free Software Foundation Europe ihren fünften Geburtstag! Genau am 10. März 2001 wurde der europäische Ableger der amerikanischen Organisation ins Leben gerufen, um für Freie Software auch hierzulande zu kämpfen. Gegründet wurde die Free Software Foundation bereits 1985 von Richard Stallman, der bis heute das Amt des Präsidenten innehat. Stallman trieb damals das GNU-Projekt mit dem Ziel voran, ein freies Betriebssystem zu entwickeln. Die FSF Europe begeht ihr Jubiläum unter der Zielvorgabe „Heute noch mehr den Bedarf an starken, koordinierten Aktionen für die Freiheit eines jeden zu erkennen!“
Als bisherige Errungenschaften in den letzten fünf Jahren zählt die FSFE unter anderem die Audio-Linux-Distribution AGNULA auf, eines der ersten freien Software – Projekte, das von der Europäischen Kommission Unterstützung erhielt. Außerdem kämpft die FSFE nach wie vor an vorderster Front bei der Monopol-Klage gegen Microsoft. Letztes Jahr konnten im Verbund mit weiteren Organisationen dank der FSFE die Einführung der Software-Patente in Europa vorerst verhindert werden. Ebenfalls 2005 rief die FSFE das „Fellowship-Programm“ (5) ins Leben, eine „Gemeinschaft für digitale Freiheit“.
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: Filesharer zu Fröschen
: Filesharer zu Fröschen Der Cebit-Dienstag ist gewöhnlich der CCCebit-Tag. Heute gibt es dazu die Aktionsseite „GFuck – Gesellschaft Für Unsinnige Copyright-Klagen“. Die Bildmotive dieser Fake-Kampagnenseite sind nicht gerade mein Stil und ich finde sie, freundlich ausgedrückt, auch nicht besonders gelungen. Richtig prima finde ich hingegen dieses Motiv vom Chaos Computer Club Mainz:

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: MP3: Cory Doctorow – Europe’s Coming Broadcast Flag
: MP3: Cory Doctorow – Europe’s Coming Broadcast Flag Bei IT-Conversations gibt es jetzt die spannende Keynote von Cory Doctorow auf der vergangenen Eurooscon zum Thema „Europe’s Coming Broadcast Flag“ (MP3).
European mandates such as the Digital Video Broadcasting organization’s Content Protection & Copy Management are similar to the American broadcast flag but possibly more draconian in scope. Doctorow argues that digital rights management (DRM) is based on the notion that you can design a safe „so strong you can leave it in the robber’s living room“ and that DRM technologies treat users as attackers. According to Doctorow, DRM does little to protect copyright and is not a contract, as some might argue. At stake, he believes, is the open source community’s ability to write software, understand and improve technology, and disrupt markets with new and better way to create or distribute creative works.
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: Identität 2.0 mit Higgins
: Identität 2.0 mit Higgins Technology Review berichtet über Higgins, ein neues Open Source Framework zur Identitätsverwaltung, welches federführend von der Eclipse Foundation in Zusammenarbeit u.a. mit IBM und Novell entwickelt wird. Es soll das erste Identity-Management-Projekt sein, das auf offene Quellcodes setzt: Identität 2.0.
Bei Higgins geht es außerdem nicht nur um eine sichere Software für das ID-Management. „Wir nutzen den Open-Source-Ansatz nicht nur aus technischen Gründen, sondern weil es uns darum geht, dass die Endnutzer ihre digitale Identität aktiv selbst verwalten können sollen. Da kommt dieser soziale Aspekt hinzu.“ Harvard-Mann Clippinger erwartet, dass Higgins eines Tages noch mehr tun kann, als nur die einzelnen Online-Identitäten zu managen. Er stellt sich Nutzergemeinschaften vor, die aus „Circles of Trust“ bestehen – so ähnlich wie es eBay seinen Nutzern erlaubt, Märkte und Gemeinschaften nach gemeinsamen Interessenslagen zu bilden. Ein eBay-Community-Mitglied könnte dann ausgewählte Informationen mit Leuten in einer Yahoo-Gruppe teilen, sagt er.
Pro-Linux hatte schon Ende Februar über die Kooperation berichtet: Unternehmen unterstützen freies »Projekt Higgins«.
Passend dazu ist auch ein Interview mit David Weinberger im Handelblatt, wo dieser zur Identitätsfrage Stellung nimmt: „Wir sagen einander die Wahrheit“
Eine aktuelle Diskussion dreht sich um die Frage, ob wir Systeme brauchen, mit denen Internet-Nutzer ihre Identität nachweisen können. Wäre solch eine Online-Entsprechung des Personalausweises nicht ausgesprochen hilfreich?
Die Situationen, in denen man sich online mit seiner echten Identität ausweisen muss, sind äußerst selten. Die meisten Transaktionen können wir vornehmen, ohne uns eindeutig zu identifizieren; online, wie offline. Es gibt momentan einen enormen Druck, ein perfektes Regime aus kompletten, verfolgbaren Identitäten zu errichten. Dieser Druck geht definitiv nicht von den Nutzern aus. Für den größten Teil aller Transaktionen sind Pseudonyme hervorragend geeignet. Ich kenne die Identität eines Ebay-Verkäufers oder eines Wikipedia-Autors nicht, aber ich sehe, dass der Mensch hinter diesem Pseudonym 99,8 Prozent positive Bewertungen auf E‑Bay besitzt oder bereits 500 gute Artikel in der Wikipedia verfasst hat. Eindeutige Identitäten sind für eine Hand voll Fälle nützlich. Aber solche Systeme werden derart in die Hard- und Software verankert, dass sie allgegenwärtig sein werden. Es wird Nebenwirkungen geben, die jetzt noch schwer vorhersehbar sind. Sagen wir, man übergibt solch ein System an die Chinesen, die ein Interesse daran haben, jede abweichende Stimme zu verfolgen. Das wäre eine Katastrophe für die Menschenrechte. Es würde bedeuten, dass in Ländern ohne Rechte das Internet nicht mehr die Hoffnung der Dissidenten wäre. Ich denke nicht, dass wir dieses Werkzeug bereitstellen sollten.
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: Grüne-Position zu Daten- und Verbraucherschutz
: Grüne-Position zu Daten- und Verbraucherschutz Die Grünen haben am Wochenende auf ihrem Länderrat (Nennt man bei anderen Parteien wohl „kleiner Parteitag“) einen Beschluss zum Thema „Die digitale Herausforderung meistern: Bürgerrechte schützen Verbraucherrechte sichern“ verabschiedet. Das längere Papier ist sehr lesenswert und ich würde mich persönlich freuen, wenn mehr Parteien in Deutschland ähnliche Positionen entwickeln würden.
Alles, was an Daten und Informationen digital gespeichert wird, ist heute prinzipiell miteinander kombinierbar. Rein technologisch entsteht damit ein potentiell perfektes Überwachungsinstrumentarium. Der gläserne Mensch wird technisch möglich. Wollen wir unsere offene, freiheitliche und demokratische Grundordnung erhalten, müssen wir die Informationsgesellschaft entsprechend gestalten. Das ist angesichts der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung und den sicherheitspolitischen Herausforderungen eine schwierige Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich seit langem mit den Chancen und Risiken der digitalen Gesellschaft auseinander. Wir stellen uns der Herausforderung und setzen uns für den Schutz der Bürger- und Verbraucherrechte im digitalen Zeitalter ein.
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: Niederländisches Gericht bestätigt Creative Commons Lizenz
: Niederländisches Gericht bestätigt Creative Commons Lizenz Ein Niederländisches Gericht hat jetzt in einem Urteil die Creative Commons NC-BY-SA Lizenz bestätigt (Hier ist die Begründung in Holländisch). In dem Fall Curry vs. Weekend ging es darum, dass das Magazin „Weekend“ für eine Story über Adam Curry Fotos von dessen Flickr-Account verwendet hatte, welche unter der genannten Lizenz standen. Die Lizenz sieht vor, dass die Bilder zu nicht kommerziellen Zwecken verwendet werden dürfen, wenn alle Änderungen wiederum unter derselben Lizenz veröffentlicht werden. Da das Magazin eine kommerzielle Verwertung der Bilder gemacht hatte, ohne den Urheber Curry zu fragen, beging es eine Urheberrechtsverletzung.
Sehr erfreulich: Das Gericht hat damit zum ersten Mal weltweit eine Creative Commons Lizenz bestätigt.
Das Magazin muss Curry nun rund 1000 Euro Kompensation zahlen. Dies ist nicht der übliche Rahmen, normalerweise werden bei Urheberrechtsdelikten wie diesem anscheinend weitaus höhere Kompensationen zugesprochen. Trotzdem ist es schön, dass die Creative Commons Lizenzen zum ersten Mal von einem Gericht bestätigt worden sind.Update: Meine Holländisch-Kenntnisse sind dann doch nicht gut genug. Das mit den 1000 Euro Kompensation stimmte so wohl nicht. Anscheinend muss das Weekend-Magazin bei einer Wiederholung 1000 Euro Strafe zahlen, wie Adam Curry in seinem Blog schreibt. Dies relativiert das Gerichtsergebnis wieder. Mit anderen Worten: Das Gericht bestätigte zwar die Creative Commons Lizenzen indirekt, aber das Ergebnis ist nicht ganz so erfreulich, wie ich zunächst vermutet habe.