Wissen
Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
-
: Open Source and Open Standards: A New Frontier for Economic Development?
: Open Source and Open Standards: A New Frontier for Economic Development? Interessant ist der UNU-MERIT Policy Brief, No.1 2006, von Rishab Aiyer Ghosh und Jan Philipp Schmidt mit dem Schwerpunkt „Open Source and Open Standards: A New Frontier for Economic Development?“, welcher als PDF verfügbar ist.
-
: Schweiz: Bundesrat schlägt Revision des Urheberrechts vor
: Schweiz: Bundesrat schlägt Revision des Urheberrechts vor Der Bundesrat hat die Botschaft zur Revision des Urheberrechts in der Schweiz veröffentlicht. Es geht dabei vorwiegend um die Ratifikation der beiden WIPO Abkommen, also um den rechtlichen Schutz technischer Sperren. So soll es verboten sein technische Schutzmassnahmen zu umgehen, Software dafür zu vertreiben oder herzustellen und Dienstleistungen für die Umgehung anzubieten. Da solche technische Schutzmassnahmen auch missbraucht werden könnten, soll eine Fachstelle eingerichtet werden, welche zwischen den verschiedenen Interessengruppen vermittelt. Ob die Fachgruppe dann wirklich etwas tun kann und wird, ist unklar. Fürs erste könnte sie vorallem Berichte erstellen.
Die Botschaft sowie der vorgeschlagene Gesetzestext sind online.
Als eine der ersten zivilgesellschaftlichen Gruppierungen in der Schweiz hat Comunica-ch.net reagiert. Sie fordern einen besseren Interessenabgleich.
-
: Sangonet „ICTs for Civil Society“-Konferenz
: Sangonet „ICTs for Civil Society“-Konferenz In Johannesburg (Südafrika ) fand diese Woche die Sangonet „ICTs for Civil Society“-Konferenz statt. Der Schwerpunkt lag auf Freie Software und ihren Nutzung in zivilgesellschaftlichen Organisationen und Projekte. Tectonic hat zwei Artikel dazu veröffentlicht. In „Changing the world, one word at a time“ geht es um die Potentiale einer Lokalisierung von Freier Software. Und „Microsoft and FLOSS advocates face off at Sangonet“ thematisiert mal das Auftreten von Microsoft auf der Konferenz.
-
: Kampagne für öffentliche Geo-Daten
: Kampagne für öffentliche Geo-Daten INSPIRE heisst eine neue, von der Europäischen Kommission vorgeschlagene, Richtlinie für räumliche Dateninfrastrukturen (Original: „Spatial Data Infrastucture“). Dagegen wendet sich die Kampagne „Public Geo Data – State-collected Geographic Data is public property“. Die freie Nutzung von Geo-Daten wird gefordert und die Privatisierung dieser öffentlichen Daten wird zu Recht kritisiert. Also mitmachen, sonst bekommen wir wieder sowas wie die Datenbankrichtlinie, wo jeder sagt, die sei ökonomischer Unsinn, aber man bekommt sie nicht mehr weg!
We the undersigned, ask Members of the European Parliament to reject the current draft of the INSPIRE Directive on European Spatial Data Infrastructure because:
* INSPIRE does not guarantee that European citizens and businesses can download and freely re-use Geographic Information collected by government.
* Instead it entrenches a policy of charging citizens for information they have already paid to collect, enforced by state copyright over geographic information.Given that:
* Public Geographic Information is the bedrock of how civil society is managed in the information age.
* Free map data could enable a new generation of location-based technologies with enormous economic and social potential.
* Open access to geodata is the best way to ensure co-operation between Europe’s government agencies on environmental and census data, and in other important fields.The INSPIRE Directive risks holding back the economic and social potential in maps and location-based technology in Europe by many years.
-
: Urheberrecht: Chaos in Frankreich?
: Urheberrecht: Chaos in Frankreich? Mangels Originalquellen werde ich gerade aus einem Netzeitungsartikel zur Urheberrechtsabstimmung nicht schlau: Keine legalen Tauschbörsen in Frankreich. Darin steht, dass das französische Parlament gestern Abend nach 20h Sitzungsmarathon die „Licence Globale“ abgelehnt hat. Allerdings steht da nicht, dass es jetzt ein neues Urheberrechtsgesetz gibt. Alle Parteien ausser den Konservativen beteiligten sich aus Protest nicht an der Abstimmung. Also alles beim alten und die Diskussion geht weiter oder was wurde abgestimmt?
Le Liberation berichtet auf französisch, dessen ich nicht so mächtig bin: Gros bug parlementaire sur le téléchargement. Kann das vielleicht mal jemand bestätigen?
Update: Danke an Oliver für die Teil-Übersetzung des Liberation-Artikels in den Kommentaren. Scheint tatsächlich Chaos zu sein.
Update: Jetzt gibts auch einen Heise-Artikel dazu: Französische Regierungsfraktion stoppt Tauschbörsen-Legalisierung.
Das Votum könnte sich so als Pyrrhus-Sieg für die Regierungsbank erweisen, da die Meinungen über das gesamte Reformpaket immer weiter auseinander gehen. Die weiteren für die kommende Woche angesetzten Debatten über die Urheberrechtsnovelle mit dem großen Streitpunkt der Behandlung der Privatkopie gegenüber Systemen zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) und einem möglichen Bann DRM-freier Applikationen in Form etwa von freier Software dürften überaus kontrovers verlaufen, falls sich die Opposition nicht sogar mit einer einstweiligen Blockade des Verfahrens durchsetzt.
-
: Frankreich: Geschäftsordnungstricks statt Urheberrechtsdebatte
: Frankreich: Geschäftsordnungstricks statt Urheberrechtsdebatte Mal raus und mal wieder rein: Die „licence globale“ wurde gestern Abend von der französischen Regierung wohl wieder in den Gesetzentwurf eingesetzt. Dies berichtet das Frog Blog und bezieht sich auf Le Figaro und andere französische Medien. Vorgestern wurde sie noch rausgenommen, wobei es daraufhin massive Proteste von Abgeordneten und Verbraucherschützern gegeben hatte. Mal schauen, wie es weitergeht.
-
: Rootkit: EFF erinnert an Kompensation
: Rootkit: EFF erinnert an Kompensation Die Electronic Frontier Foundation erinnert Verbraucher in den USA an ihre Abfindung, wenn sie CDs gekauft haben, welche mit dem Sony Rootkit infiziert wurden. Allerdings empfinde ich die Details der ausgehandelte Kompensation für nicht befriedigend. Die Konsumenten können sich zwischen Variante 1 (7,50$ und einem Album zum freien Download) und Variante 2 (Drei Alben zum freien Download) entscheiden. Klingt ja erstmal ganz nett.
Aber die Alben werden über das Online Musikportal Sony Connect bereitgestellt. Dieses haben wir schonmal versucht zu testen und am schwierigsten war es, überhaupt auf die Seite zu kommen. Bis heute braucht man einen Internet Explorer, andererseits wird der Zugang verwehrt. Die verwendeten proprietären Dateiformate sind ein weiteres famoses Beispiel, welch ein tolles Erlebnis das Kaufen von Musik Online sein kann. Bei unserem Test gab es nur das Format ATRAC3, welches zudem nur mit dem Windows Media Player oder Sonys eigenen Audio-Playern abgespielt wird. DRM at its best…
Wer eine CD gekauft hat, wo das Rootkit drauf ist, sollte bei der Aktion mitmachen, um damit gegen die Rootkit-Aktion zu protestieren. Toll ist die ausgehandelte Abfindung aber nicht, wenn sie an Sony Connect gekoppelt ist. Und das ist schon fast zu nett ausgedrückt. Ich würde mich ziemlich ärgern, wenn ich Betroffener wäre.
-
: Urheberrechts-Abstimmung in Frankreich erneut verschoben
: Urheberrechts-Abstimmung in Frankreich erneut verschoben Der Standard berichtet unter Berufung auf Le Monde, dass eine für heute angesetzte Abstimmung im Parlament rund um das neue Urheberrecht in Frankreich von der Regierung verschoben wurde. Die „Global Lizenz“ soll mittlerweile auf Anraten der Regeirung wieder aus dem Abstimmungstext rausgeflogen sein, dafür gibt es ein paar kleine Zugeständnisse an die Verbraucher, womit sich Verbraucherschutzorganisationen allerdings nicht zufrieden geben:
Die neue Version des Urheberrechts sieht Ausnahmen für bestimmte technische Handlungen vor, die der provisorischen Vervielfältigung dienen, um den PC-Speicher des Privatnutzers nicht zu belasten. Einen erweiterten Zugang zu geschützten Werken sollen dauerhaft behinderte Personen erhalten. Ausnahmen bezüglich des Urheberrechts betreffen auch Bibliotheken, Archive und die Presse. Ein symbolisches Zugeständnis Richtung Verbraucher bedeutet die neue Strafbemessung. Während P2P-Nutzer bis jetzt mit einer – meist nur theoretischen – Strafe in der Höhe von 300.000 Euro und drei Jahren Gefängnis rechnen mussten, wird der Download eines Werkes mit einer Geldstrafe von 38 Euro verfolgt. Wer ein urheberrechtlich geschütztes Werk zum Download zur Verfügung stellt, den kostet das 150 Euro.
-
: OpenDocument-Format im öffentlichen Sektor
: OpenDocument-Format im öffentlichen Sektor Vor allem Behörden und andere Regierungsstellen sollten sich mehr auf den offenen Dokumente-Standard verlassen – diese Ansicht ist nicht neu, doch jetzt hat sich erneut ein Verbund an 35 Firmen, Organisationen, NGOs und Bildungseinrichtungen, als „ODF Alliance“ zusammengetan: Ihre ins Leben gerufene Allianz zum Wohle des Open Document-Formates entstand unter dem Dach der amerikanischen Software & Industry Information Asscoation (SIIA), dem Haupthandelsverband für die ansässige digitale Branche.
Allein das OpenDocument Format (ODF) habe sich als einzigstes bewährt und sei hervorragend für den „Austausch von Dokumenten verschiedener Programme zwischen Agenturen oder Geschäftspartner unabhängig vom Betriebssystem“ geeignet, so die ODF Alliance in ihrer Mitteilung. Unter den 35 Mitbegründern sind unter anderem IBM, Novell, Sun Microsystems oder der Massachusetts High Tech Council.
Der Standard OpenDocument ist ein XML-basiertes Format und wurde von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS), einem gemeinnützigen, global operierendem Konsortium ausgearbeitet. OpenDocument findet nicht nur allgemeingültige Verwendung und hat bereits an früherer Stelle seine Fürsprecher gefunden: Letztes Jahr erklärte das Open Document Fellowship, Aufklärungsarbeit darüber zu leisten, welche Programme den Standard nutzen können und wie man am besten die Weiterentwicklung fördern kann.
Um OpenDocument noch mehr den staatlichen Stellen schmackhaft zu machen, hatte OASIS den Standard jüngst der International Organization for Standardisation (ISO) zur Beurteilung vorgelegt. Eine Anerkennung von dieser Seite könnte es für Behörden noch attraktiver machen. Doch staatliche Befürworter hat es bereits: Neben der EU-Kommission setzt sich auch die Regierung des amerikanischen Bundesstaat Massachusetts für den Standard ein. Im letzten September hatte sie in ihrer Neuregelung, dem Enterprise Technical Reference Model (ETRM) Version 3.5 erklärt, ab 2007 ihre Arbeit komplett auf den OpenDocument-Standard umzustellen.
-
: Ubuntu Love Day auf dem LinuxTag
: Ubuntu Love Day auf dem LinuxTag Das Linux-Projekt Ubuntu wird Sponsor des LinuxTag, der vom 3. bis 6.Mai 2006 in Wiesbaden stattfindet. Neben der obligatorischen Ubuntu-Vertretung auf der Messe wird das Freie Vortragsprogramm mit einem besonderen Event durch die Ubuntu-Gemeinde angereichert: Der „Ubuntu Love Day“ ist eine Unter-Konferenz am Samstag, den 6. Mai 2006 im Rahmen des Practical Linux Forum. Hierfür wird Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth persönlich die Eröffnungsrede halten.
Vom 3. bis 10. Mai, beinah zeitgleich zum LinuxTag 2006 in den Rhein-Main-Hallen, findet darüber hinaus ebenfalls in Wiesbaden eine Ubuntu-Entwickler-Konferenz statt. Es versteht sich von selbst, dass dabei hochkarätige Entwickler zugegen sind, die auch die Konferenzen des LinuxTag bereichern werden.
Die Linux-basierte Plattform Ubuntu ist nach einem altafrikanischen Wort benannt und bedeutet übersetzt „Menschlichkeit gegenüber anderen“. Das Motto nimmt die Ubuntu Gemeinschaft ernst – schließlich ist ihre Software nicht nur gratis erhältlich. Sie soll in Zukunft in vielen regionalen Sprachen ohne Einschränkungen verfügbar sein und selbstverständlich beliebig erweiterbar.
Ubuntu gilt aber auch als Betriebssystem für Trendsetter, denen die technische Weiterentwicklung so wichtig ist wie ein reibungsloser Support. Beides könnte Ubuntu leisten: Dem System gelingt der Spagat zwischen den versierteren Debian-Benutzern und den großen kommerziellen Anwendern, die auf professionellen Support angewiesen sind – denn hier greift Ubuntu auf seine zuverlässige Hilfestellung aus der Community zurück: „Die Idee ist, ein Ökosystem aus Menschen zu schaffen, die über die Freie Software miteinander zusammen arbeiten“, erklärt Mark Shuttleworth bei slashdot.org.
Seit zwei Jahren treibt der Südafrikaner Mark Shuttleworth mit seiner Firma Canonical die Entwicklung von Ubuntu Linux für eine nutzerfreundliche Version des Betriebssystems samt einfacher Installation voran. Seit letztem Jahr fördert die eigens gegründete Ubuntu Foundation die Weiterentwicklung mit insgesamt 10 Millionen Dollar. Aktuell ist Ubuntu in der Version 5.10 erhältlich, die beiden Varianten Kubuntu mit der KDE-Oberfläche als Standard und Edubuntu für den Einsatz in Schulen vervollständigen den Linux-Kanon.
Der LinuxTag ist als das bedeutendste Ereignis rund um Freie und Open-Source-Software zurecht die europäische Messe mit der größten Gewichtung. Auch dieses Jahr wieder, wo er vom 3. bis 6. Mai in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden abgehalten wird. Dank einer Kooperation der German Unix User Group mit der Fachbuchhandlung Lehmanns können ab sofort verbilligte Eintrittskarten online und in den Filialen vorbestellt werden. Jedes Tagesticket kostet über Lehmanns 5 Euro, dazu kommt für jede Bestellung eine einmalige Vorverkaufsgebühr von noch einmal 5 Euro. An der Tageskasse beträgt der Eintritt 15/25/35/45 Euro für 1/2/3/4 Tage.
Weiterhin gibt es für LinuxTag-Besucher die Möglichkeit, das Plan&Spar-Angebot der Deutschen Bahn zu nutzen: Bei Fahrten aus Hamburg, Berlin, Leipzig oder München können Fahrkarten inklusive Reservierung bereits für nur etwa 30 Prozent des eigentlichen Preises gekauft werden.
-
: Podcasting: Ellen Reitmayr von OpenUsability
: Podcasting: Ellen Reitmayr von OpenUsability Das aktuelle Podcasting-Interview habe ich mit Ellen Reitmayr gemacht. Ellen ist Usability-Expertin und engagiert sich sowohl beim KDE-Projekt als auch bei OpenUsability. In dem Interview geht es um Usability im Allgemeinen und wie man die Benutzerfreundlichkeit von Software und die Wikipedia darauf testen kann. Aber auch die OpenUsability-Plattform und das Projekt werden ausführlich vorgestellt.

Das Interview gibt es sowohl im freundlichen und nachhaltigen Ogg Vorbis Format (15MB) als auch in einer MP3-Version (13MB).
Und hier sind die Folien eines Vortrages von Ellen zum Thema „OpenUsability – Puts a Smile on Your Interface“.
-
: Kampagne: Schreibt dem Phonoverband bei Kopierschutzproblemen
: Kampagne: Schreibt dem Phonoverband bei Kopierschutzproblemen War mir beim schnellen Hören irgendwie entgangen: In dem Deutschlandradio Kultur – Interview mit Hartmut Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) zur Bagatellklausel, welches ich am Freitag verlinkte, erklärte dieser:
(2:33) Ich habe persönlich gesagt, jeder, der nen CD-Spieler hat, bei dem ‘ne kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ne ‘mail schicken. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren acht Mails bekommen, die einigermassen plausibel waren.
Aber das Tapetennagel-Blog hat genauer hingehört und diese Passage herausgefischt. Dann wollen wir den Herren doch mal beim Wort nehmen und auf das Angebot eingehen. Falls Ihr schonmal Probleme hattet, auf nem CD-Spieler (Dazu gehören auch CD-ROM-Laufwerke) eine kopiergeschützte CD abzuspielen, schreibt Herrn Spiesecke doch einfach eine Mail: spiesecke@phono.de.
Update: Uns wurden die ersten Banner zugespielt:
Und hier ist die interessanteste Stelle des echt hörenswerten Interviews nochmal zusammen geschnitten als MP3 und OGG.
In den Kommentaren kam die Frage auf, ob das für auch DRM-geschützte Dateien gilt. Ich würde mal sagen, dass man ihm ruhig auch von Problemen mit diesen berichten kann. Man muss ja mit der Zeit gehen.
Basquiat hat eine weitere aufschlussreiche Stelle entdeckt und findet, dass „der für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Tonträgerherstellerverbandes verantwortliche Spiesecke nicht nur mit argumentativen Perlen wie der folgenden“ glänzt:
Deutschlandradio: „Was soll der Verbraucher denken? Er kauft sich etwas, er lädt es sich legal […] aus dem Internet ‚runter, und dann muss er […] im Gesetzbuch lesen, um herauszufinden, was er mit der gekauften Ware nun tun darf.“
Spiesecke: „Das ist ja nicht wahr. Wer im Laden eine CD kauft, der darf sie zum persönlichen, privaten Gebrauch kopieren. Darüber hinaus darf er nichts machen.“
Deutschlandradio: „Aber wenn da ein Kopierschutz ‚drauf ist, dann kann er das ja schon nicht mehr…“
Spiesecke: „Wenn da ein Kopierschutz drauf ist, dann kann er das nicht, aber ehrlich gesagt ist das bei jeder DVD auch so, und das hat Kunden in Deutschland nicht davon abgehalten, ein paar hundertmillionen DVDs im letzten Jahr zu kaufen.“
Die CT hat Hartmut Spiesecke 2003 schonmal im Zusammenhang mit UN-CDs befragt: „Die Spezifikation der Audio-CD ist mir egal“.
c’t: Der Chef von Macrovision sagte jüngst in einem Interview, dass die US-amerikanischen Konsumenten ihre Rechte lautstärker artikulieren würden als europäische Kunden. Ist das der Grund, weshalb Deutschland noch vor den USA in den Genuss der Un-CDs gekommen ist?
Spiesecke: In Deutschland haben wir das Problem von Millionen und Abermillionen von Musikkopien ein bis zwei Jahre früher gehabt als im internationalen Markt. Deswegen ergab sich hier auch früher die Notwendigkeit zu handeln. Vor zwei Jahren haben die Amerikaner noch gesagt „wo sind eure Marktprobleme?“ – Heute wissen sie es und reagieren mit den gleichen Schutzmaßnahmen.
Und dann kam das Rootkit… ;)
Update: Lesenswert ist auch der offene Brief beim Bildschirmarbeitsplatz.
-
: WordPress Security Issue of the week
: WordPress Security Issue of the week Laut Ryan Boren wird es in Kürze eine neue Version von WordPress geben. Grund ist, tadaa, noch ein Sicherheitsproblem, das erst danach erläutert werden soll:
We need to release 2.0.2 to address a security bug. No, not the
security bug that caused all of the commotion recently, another one.We’ll get a package out shortly. In the meantimes, pull the latest from
the 2.0 branch.In Trac, dem Bug Tracking-Wiki-Projekt-Dingsbums von WordPress lässt sich der Stand nachvollziehen.
Nachtrag:
Mit WordPress 1.5.2 wird man auch nicht glücklich.
-
: Kopierschutz – nein danke
: Kopierschutz – nein danke Das PC Magazin hat eine Kampagne gegen DRM und Kopierschutz gestartet: „Kopierschutz – Nein Danke!“. Das ist etwas ungewöhnlich, weil dahinter der WEKA Computerzeitschriften-Verlag GmbH steht. Auf der Seite gibt es einen News-Bereich, eine Vorstellung von legalen Kopiermöglichkeiten und eine Unterschriftenliste.
Das Ziel der Kampagne wird von Chefredakteur Göhler folgendermassen beschrieben: „Werden Sie aktiv und fordern Sie von der Industrie, kein DRM und keinen Kopierschutz mehr einzusetzen. Ein Kopierschutz behindert massiv alle ehrlichen Käufer“.
Die Linkliste könnte etwas ausführlicher sein, privatkopie.net fehlt beispielsweise.
-
: Internet Freedoms Come of Age
: Internet Freedoms Come of Age Sehr lesenswert: Internet Freedoms Come of Age
As these cases show, the fight between internet freedom and intellectual property law – the „copyfight“ – is a never-ending one. Many characterise its protagonists as techno-utopians, or geeks worried that someone might take their toys away. But as the narrative of control over internet freedom joins the mainstream, it is worth remembering how long, and against what adversaries, the fight has been fought up until now.
The movement to keep the internet free will be the defining fight in the information age, just as the environmental movement is the defining fight of the industrial age. As our physical make-up is reduced to a string of ones and zeros, and knowledge replaces property and labour as the means of production, democratic access to information becomes a basic civil right.
-
: DRadio-Interviews zur Bagatellklausel
: DRadio-Interviews zur Bagatellklausel Beim Deutschlandradio Kultur gab es in den letzten drei Tagen zwei Interviews zur Bagatellklausel:
Günter Krings, CDU: Klausel schafft rechtsfreien Raum“/Bagatellklausel der Urheberrechtsnovelle
Text zum Beitrag: „Die Bagatellklausel ist nicht klar geregelt“Hartmut Spiesecke, IFPI: Urheberrecht: Wie viel privates Kopieren will die Plattenindustrie erlauben?
Schon am 24.2. wurde Jerzy Montag von den Grünen befragt: Urheberrecht für digitale Medien.
Text zum Beitrag: Grüne: Privates CD-Kopieren muss straffrei bleiben -
: Knoppix 5.0 erscheint zur Cebit
: Knoppix 5.0 erscheint zur Cebit Wie in den letzten Jahren, wird Klaus Knopper zur diesjährigen Cebit wieder eine neue Version von Knoppix präsentieren, diesmal in der Version 5.0. Mehr Infos gibts bei Heise: Knoppix 5.0 zur CeBIT.
-
: Nächste Netlabel-Party am Samstag in Berlin
: Nächste Netlabel-Party am Samstag in Berlin Die nächste Net-Lag-Party mit freier elektronischer Netlabel-Musik findet wieder am kommenden Samstag, den 4. März 2006 ab 22:00 Uhr im RAW-Tempel in Berlin statt.
-
: Diskussion: Das offene Netz. Weblogs und Wikis: partizipative Medienwelten im Internet.
: Diskussion: Das offene Netz. Weblogs und Wikis: partizipative Medienwelten im Internet. Nächste Woche Dienstag wird Erik Möller anlässlich der zweiten Auflage seines Buches “Die heimliche Medienrevolution” einen Vortrag zum Thema „Das offene Netz. Weblogs und Wikis: partizipative Medienwelten im Internet.“ in der Buchhandlung Lehmanns in Berlin halten.
Anschliessend wird es eine Diskussion geben, wo Erik, Johnny Haeusler, Volker Grassmuck und ich miteinander über die Chancen und Risiken des offenen Netzes diskutieren werden. Ich bin mal auf die Diskussion gespannt. Mit allen Teilnehmern habe ich schon oft und lange einzeln über das Thema diskutiert, aber noch nie mit allen zusammen.
Dienstag 7. März um 20.00 Uhr, Eintritt kostenlos
Buchhandlung Lehmanns, Hardenbergstr. 5, 10623 Berlin
Medien bedeuten Macht. Kann das Internet Bertelsmann, Time Warner und Rupert Murdoch gefährlich werden? Großunternehmen versuchen auch die neuen Medien zu kapitalisieren, doch im globalen, dezentralen Kommunikationsnetz gelten andere Spielregeln. Auf der Basis freier Software, die von jedem kostenlos verändert und kopiert werden kann, entstehen völlig neue Medienformen. Millionen von Weblogs sogenannten Online-Postillen ergänzen die klassische Medienlandschaft um unabhängige Stimmen. Erste Experimente mit cleveren Finanzierungsmodellen zeigen, dass auf dieser Basis auch echter Journalismus möglich ist. Gleichzeitig arbeiten Tausende von Freiwilligen an offenen Wissensdatenbanken wie der gigantischen Enzyklopädie Wikipedia. Eine Konvergenz von Wikis und Weblogs zeichnet sich ab. Massive Online-Zusammenarbeit in den Bereichen Nachrichten, Wissen, Kunst und Kultur scheint unausweichlich oder findet bereits statt. Das revolutionäre Potenzial des Internet, das erst übertrieben, dann belächelt wurde, nimmt Konturen an.
