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OpenDocument-Format im öffentlichen Sektor

Vor allem Behörden und andere Regierungsstellen sollten sich mehr auf den offenen Dokumente-Standard verlassen – diese Ansicht ist nicht neu, doch jetzt hat sich erneut ein Verbund an 35 Firmen, Organisationen, NGOs und Bildungseinrichtungen, als „ODF Alliance“ zusammengetan: Ihre ins Leben gerufene Allianz zum Wohle des Open Document-Formates entstand unter dem Dach der amerikanischen Software…

  • Markus Beckedahl

Vor allem Behörden und andere Regierungsstellen sollten sich mehr auf den offenen Dokumente-Standard verlassen – diese Ansicht ist nicht neu, doch jetzt hat sich erneut ein Verbund an 35 Firmen, Organisationen, NGOs und Bildungseinrichtungen, als „ODF Alliance“ zusammengetan: Ihre ins Leben gerufene Allianz zum Wohle des Open Document-Formates entstand unter dem Dach der amerikanischen Software & Industry Information Asscoation (SIIA), dem Haupthandelsverband für die ansässige digitale Branche.

Allein das OpenDocument Format (ODF) habe sich als einzigstes bewährt und sei hervorragend für den „Austausch von Dokumenten verschiedener Programme zwischen Agenturen oder Geschäftspartner unabhängig vom Betriebssystem“ geeignet, so die ODF Alliance in ihrer Mitteilung. Unter den 35 Mitbegründern sind unter anderem IBM, Novell, Sun Microsystems oder der Massachusetts High Tech Council.

Der Standard OpenDocument ist ein XML-basiertes Format und wurde von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS), einem gemeinnützigen, global operierendem Konsortium ausgearbeitet. OpenDocument findet nicht nur allgemeingültige Verwendung und hat bereits an früherer Stelle seine Fürsprecher gefunden: Letztes Jahr erklärte das Open Document Fellowship, Aufklärungsarbeit darüber zu leisten, welche Programme den Standard nutzen können und wie man am besten die Weiterentwicklung fördern kann.

Um OpenDocument noch mehr den staatlichen Stellen schmackhaft zu machen, hatte OASIS den Standard jüngst der International Organization for Standardisation (ISO) zur Beurteilung vorgelegt. Eine Anerkennung von dieser Seite könnte es für Behörden noch attraktiver machen. Doch staatliche Befürworter hat es bereits: Neben der EU-Kommission setzt sich auch die Regierung des amerikanischen Bundesstaat Massachusetts für den Standard ein. Im letzten September hatte sie in ihrer Neuregelung, dem Enterprise Technical Reference Model (ETRM) Version 3.5 erklärt, ab 2007 ihre Arbeit komplett auf den OpenDocument-Standard umzustellen.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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Ein Kommentar zu „OpenDocument-Format im öffentlichen Sektor“


  1. […] Die ODF-Alliance zur Förderung des OpenDocument-Format im öffentlichen Sektor hat sich gegründet. […]

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