War mir beim schnellen Hören irgendwie entgangen: In dem Deutschlandradio Kultur – Interview mit Hartmut Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) zur Bagatellklausel, welches ich am Freitag verlinkte, erklärte dieser:
(2:33) Ich habe persönlich gesagt, jeder, der nen CD-Spieler hat, bei dem ‘ne kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ne ‘mail schicken. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren acht Mails bekommen, die einigermassen plausibel waren.
Aber das Tapetennagel-Blog hat genauer hingehört und diese Passage herausgefischt. Dann wollen wir den Herren doch mal beim Wort nehmen und auf das Angebot eingehen. Falls Ihr schonmal Probleme hattet, auf nem CD-Spieler (Dazu gehören auch CD-ROM-Laufwerke) eine kopiergeschützte CD abzuspielen, schreibt Herrn Spiesecke doch einfach eine Mail: spiesecke@phono.de.
Update: Uns wurden die ersten Banner zugespielt:
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Und hier ist die interessanteste Stelle des echt hörenswerten Interviews nochmal zusammen geschnitten als MP3 und OGG.
In den Kommentaren kam die Frage auf, ob das für auch DRM-geschützte Dateien gilt. Ich würde mal sagen, dass man ihm ruhig auch von Problemen mit diesen berichten kann. Man muss ja mit der Zeit gehen.
Basquiat hat eine weitere aufschlussreiche Stelle entdeckt und findet, dass „der für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Tonträgerherstellerverbandes verantwortliche Spiesecke nicht nur mit argumentativen Perlen wie der folgenden“ glänzt:
Deutschlandradio: „Was soll der Verbraucher denken? Er kauft sich etwas, er lädt es sich legal […] aus dem Internet ‚runter, und dann muss er […] im Gesetzbuch lesen, um herauszufinden, was er mit der gekauften Ware nun tun darf.“
Spiesecke: „Das ist ja nicht wahr. Wer im Laden eine CD kauft, der darf sie zum persönlichen, privaten Gebrauch kopieren. Darüber hinaus darf er nichts machen.“
Deutschlandradio: „Aber wenn da ein Kopierschutz ‚drauf ist, dann kann er das ja schon nicht mehr…“
Spiesecke: „Wenn da ein Kopierschutz drauf ist, dann kann er das nicht, aber ehrlich gesagt ist das bei jeder DVD auch so, und das hat Kunden in Deutschland nicht davon abgehalten, ein paar hundertmillionen DVDs im letzten Jahr zu kaufen.“
Die CT hat Hartmut Spiesecke 2003 schonmal im Zusammenhang mit UN-CDs befragt: „Die Spezifikation der Audio-CD ist mir egal“.
c’t: Der Chef von Macrovision sagte jüngst in einem Interview, dass die US-amerikanischen Konsumenten ihre Rechte lautstärker artikulieren würden als europäische Kunden. Ist das der Grund, weshalb Deutschland noch vor den USA in den Genuss der Un-CDs gekommen ist?
Spiesecke: In Deutschland haben wir das Problem von Millionen und Abermillionen von Musikkopien ein bis zwei Jahre früher gehabt als im internationalen Markt. Deswegen ergab sich hier auch früher die Notwendigkeit zu handeln. Vor zwei Jahren haben die Amerikaner noch gesagt „wo sind eure Marktprobleme?“ – Heute wissen sie es und reagieren mit den gleichen Schutzmaßnahmen.
Und dann kam das Rootkit… ;)
Update: Lesenswert ist auch der offene Brief beim Bildschirmarbeitsplatz.
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34 Kommentare zu „Kampagne: Schreibt dem Phonoverband bei Kopierschutzproblemen“
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Ping
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Ehrlich
Nicht alle CDs lassen sich auf dafür gebauten Geräten abspielen. Das ist doof. Hartmut Spiesecke vom deutschen Phonoverband weiß das und möchte, dass man Ihm seine Probleme mitteilt. Echt jetzt. Hier lesen.
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netzpolitik.org: Schreibt dem Phonoverband bei Kopierschutzproblemen
Markus möchte drüben Ping Pong spielen und das find ich auch ganz prima. Herr Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) möchte nämlich von jedem eine Mail erhalten, der schon Mal ein Problem mit einer kopiergeschützten CD ha…
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Gilt das Angebot auch für DRM-geschütze Dateien?
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Beschwerdepolitik: Schreibt dem Phonoverband bei Kopierschutzproblemen
Hartmut Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) möchte, dass man ihm eine E‑Mail schreibt, sollte man eines Abspielgerätes habhaft sein, das in Kombination mit kopiergeschützen „CD„s das Klangerlebnis verweigert. In einem Gespräch mit dem Deutsch…
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Ich denke mal, dass er sich auch über Probleme mit DRM-geschützten Daten freut.
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Probleme mit dem Kopierschutz einer CD?
Dann schreibt doch dem Phonoverband. Denn Herr Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) hat selbst dazu aufgefordert. Wer Probleme mit dem Abspielen einer Audio-CD hat, solle dies doch bitte ihm per Mail melden. Nun gut, das werden wir, die Kunden, …
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Herr Spieseke bittet um Email
Der IFPI-Sprecher Harmut Spiesecke deutet im Deutschlandradio-Gespräch (MP3) an, nur ein Bruchteil der von Kopierschutz-Un-CDs Betroffenen beschwere sich auch über die Mängel. Daher bittet er nun ausdrücklich um ‘persönliche Benachrichtigung pe…
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Der Phonoverband will Mails bei Kopierschutzproblemen
Ich kaufe schon länger keine CDs mehr, vor allem weil sie unpraktisch sind und ich eh nie die richtige finde, aber dennoch sollte man dem Phonoverband ein wenig helfen, denn scheinbar fehlt dort ein wenig die Resonanz des gemeinen CD-Käufers an sich:Ic…
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CD-Kopierschutz
Habt ihr Probleme mit dem Kopierschutz einer CD? Lässt sich eine CD nicht abspielen? Jetzt gibt es endlich jemanden, an den ihr euch mit dem Problem wenden könnt (Siehe netzpolitik.org).
Hartmut Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) erklärte in …
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manueller trackback: Die Jungs von Netzpolitik.org haben gerade eine kleine Kampagne gestartet. Vorgeschichte ist ein Radio-Interview mit dem Justiziar und Oberlobbyisten der Musikindustrie, aber lest selbst …
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Deine Musikindustrie hilft dir!
Markus schreibt auf Netzpolitik.org, dass Hartmut Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) sich per E‑Mail Rückmeldungen von Verbrauchern zu „kopiergeschützten“ CDs wünscht. Diesen Wunsch kann ich dem Herrn gerne erfüllen:
Sehr geehrter Herr …
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Probleme mit Audio-CDs dem Phonoverband melden
Das hat man davon, wenn man seine Kunden vereinnahmen will. Hartmut Spiesecke, Sprecher des deutschen Phonoverbandes (IFPI) sagte letzte Woche in einem Interview im Deutschlandradio Kultur:
Ich habe persönlich gesagt, jeder, der nen CD-Spieler hat, be
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Kampagne: Schreibt dem Phonoverband bei Kopierschutzproblemen
Kampagne: Schreibt dem Phonoverband bei Kopierschutzproblemen
(2:33) Ich habe persönlich gesagt, jeder, der nen CD-Spieler hat, bei dem ‘ne kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ne ‘mail schicken. Ich glaube, ich habe in den letzten Ja
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Offizielle Anlaufstelle für Probleme mit UN-Cds
Eine super Sache für alle die jemals mit sogenannten Un-Cds Probleme hatten. Denn Herr Spiesecke, der Sprecher der IFPI, hat persönlichen Support via E‑Mail angeboten, wie man bei Spreeblick, Netzpolitik und Consorten zu berichten weiß.…
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Der Spiesecke hat scheinbar Langeweile und sucht Freunde zwecks Mailverkehr.
Ich hatte, da ich ja hauptsächlich Schallplatten kaufe, erst einmal Probleme* mit kopiergeschützten CDs. Damals hatte ich noch einen MD-Player den ich analog super bespielen konnte. Dann hat sich meine Schwester eine Kompaktanlage gekauft, m…
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Ich bin skeptisch, was diese Aktion angeht. Läuft doch letztlich darauf hinaus, den Kopierschutzunsinn zu unterstützen, da man ihn technisch verbessern hilft.
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Inwiefern unterstützt ein solcher Verbraucherprotest den Kopierschutzunsinn?
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Probleme mit Kopiergeschützen CDs?
Herr Hartmut Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) freut sich über eine Mail, wenn man probleme mit kopiergeschützen CDs hat! Ich schreibe ihm heute noch ein halbes dutzend. Für jede Un-CD eine…
via netzpolitik.org & Spreeblick.
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heute raus an Hr. Spiesecke
Sehr geehrter Herr Spiesecke,
sie wundern sich, warum sich nicht mehr Kunden bei Ihnen über Probleme
mit kopiergeschützten CDs beschweren?
In meinem Fall ist das ganz einfach. Ich besitze zwar mehr als 1.000 CDs, aber ich würde niemals eine kopierg…
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Probleme mit einem „Kopierschutz“ auf einer Audio-CD?
Na dann schreib doch Herrn Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI). Er wird Dir zwar nicht helfen können, möchte aber unbedingt von Deinen Problemen hören. Eine CD, die nicht im CD-Player im Auto läuft? Mail an Herrn Spiesec…
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Er hat es ja so gewollt
“Ich habe persönlich gesagt, jeder, der nen CD-Spieler hat, bei dem ‘ne kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ne Mail schicken. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren acht Mails bekommen, die einigermassen plausibel waren”
Das ist ei…
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Hartmut hilft!
Dass der Teufel die mp3s erfunden hat, ist inzwischen wohl jedem Plattenboss klar. Aber das die Musikindustrie noch immer in einer rosaroten Fruchtgummiwelt lebt konnte der geneigte Hörer vor kurzem wieder feststellen. Dazu müsste er aber das Intervi…
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Wie die Musikindustrie Kopierschutz-Probleme wahrnimmt
(2:33) Ich habe persönlich gesagt, jeder, der n’ CD-Spieler hat, bei dem ‘ne kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ne ‘mail schicken. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren acht Mails bekommen, die einigermaßen plausibel ware…
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Speisecke kämpft für Sie!
das nenne ich engagement. der sprecher des deutschen phonoverbands herr speisecke outet sich als kmpfer fr die rechte des konsumenten auf ungestrten musikgenu und ruft auf, ihn persnlich ber nicht abspielbare cds zu informieren. – toll!
ich mu diesen …
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[…] Gerade via Medienrauschen bzw. Netzpolitik bzw. Tapetenageln folgendes aufgeschnappt: (2:33) Ich habe persönlich gesagt, jeder, der nen CD-Spieler hat, bei dem ‘ne kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ne ‘mail schicken. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren acht Mails bekommen, die einigermassen plausibel waren. […]
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IFPI @phono … was ist da los?
Wir erinner uns. Vor über einer Woche ging das “Schreibt Herrn Spiesecke bei CD-Problemen”-Syndrom durch die Blogosphäre. Hier. Hier. Hier. Hier. Hier. Und alle Infos worum es eigentlich geht hier!
Damals (vor einer Woche) habe ich auch e…
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[…] Hartmut Spiesecke vom deutschen Phonoverband (IFPI) – “Ich habe persönlich gesagt, jeder, der nen CD-Spieler hat, bei dem ‘ne kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ne ‘mail schicken. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren acht Mails bekommen, die einigermassen plausibel waren.” – zum Artikel […]
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[…] Also dem Phonoverband. Bei Kopierschutzproblemen. Via Acidmoon […]
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[…] Netzpolitik.org stellt “aus gegebenem Anlass” sofort die “Mailt dem Phonoverband“-Kampagne ein. […]
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[…] Aufgrund dieser Tatsache wird der Aufruf ihm eine Mail zu schreiben seitens Netzpolitik eingestellt. Den Grund für diese Aktion findet Ihr hier. […]
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[…] June 26th, 2006 Es gab mal schöne Zeiten für Liebhaber von Musik. Wenn einem ein Song oder ein Künstler gefiel, dann ging man in einen Plattenladen, kaufte sich dort die Schallplatte, Kassette oder CD und trug sie nach Hause. Wenn man die Musik bezahlt hatte, gehörte sie einem auch. Man konnte sie anhören wo, wie und so oft man wollte, man konnte sich Sicherungskopien anfertigen oder für Freunde Mixtapes aufnehmen. Falls wenn man die Musik nicht mehr mochte, dann konnte man sie weiterverkaufen. All das ist jetzt vorbei. Anstatt weiterhin frei verfügbar zu sein, trägt Musik nun einen riesigen Sack so genannter „Rechte“ huckepack, Rechte, die verhindern, dass diese Musik auf bestimmten Geräten abgespielt werden kann, die Sicherungs- wie Privatkopien verhindern und die gefährliche Software auf Computern installieren – ganz zu Schweigen von der Möglichkeit des Weiterverkaufs. […]
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[…] Wie verschiedene Blogs berichten (u. A. Netzpolitik.org, Spreeblick.com und auch mein eigenes kleines Blog), forderten Sie in einem Interview im Deutschlandradio Kultur Verbraucher dazu auf, Ihnen per Mail mitzuteilen, sollten diese Probleme mit dem Abspielen von CDs haben, auch auf CD-ROM-Laufwerken. […]
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[…] Daraufhin haben wir die Aktion “Schreibt dem Phonoverband bei Kopierschutzproblemen” gestartet. […]
Dieser Artikel ist älter als 20 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.