Generell

Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.

  • : MSN Spaces zensiert chinesischen Cyber-Dissidenten
    MSN Spaces zensiert chinesischen Cyber-Dissidenten

    Wie Rebecca MacKinnon in ihrem Blog RConversation berichtet, hat der Microsoft Blogging-Service MSN Spaces das Blog des chinesischen Cyber-Dissidenten Zhao Jing, aka Michael Anti einfach gelöscht, bzw. zensiert. Wer der chinesischen Sprache mächtig ist, findet im Google-Cache noch Beiträge bis zum 22. Dezember.

    Update:

    Die Story zieht mittlerweile weite Kreise. Peter Schink schreibt in der Netzeitung darüber: Microsoft zensiert chinesischen Dissidenten. Und spätestens seitdem BoingBoing berichtet hat (Outspoken Chinese blogger censored by Microsoft ), übernehmen immer mehr Weblogs die Story.

    3. Januar 2006 6
  • : James Boyle über die EU-Datenbankrichtlinie
    James Boyle über die EU-Datenbankrichtlinie

    James Boyle kommentiert in seiner Financial Times – Kolumne die Evaluation der EU-Datenbankrichtlinie: Two database cheers for the EU.

    Imagine applying these arguments to a drug trial. The patients in the control group have done better than those given the drug, and there is evidence that the drug might be harmful. But the drug companies like their profits, and want to keep the drug on the market. Though “somewhat at odds” with the evidence, this is a “political reality.” Getting rid of the drug would reopen the debate on the search for a cure. Change is costly – true. But what is the purpose of a review, if the status quo is always to be preferred?

    The European Commission has taken one important and laudable step towards rational policy-making on database protection. Now it needs to finish its journey.

    3. Januar 2006
  • : Gibt es ein EMI-Rootkit in Deutschland?
    Gibt es ein EMI-Rootkit in Deutschland?

    Das Weblog „Alltag in Berlin“ berichtet über die merkwürdige Entdeckung, dass die CD „Roxette – The Ballad Hits“ von EMI verschiedene Dateien bei Windows nach dem Einlegen mit einem DRM-Kopierschutz zu überschreiben scheint.

    Kann das leider nicht verifizieren, hat jemand dazu mehr Infos?

    [via Sixtus]

    3. Januar 2006 2
  • : Tux zum selbst nähen
    Tux zum selbst nähen

    Wer sich schon immer mal einen Tux selber nähen wollte, findet bei Free-Penguin die passenden Schnittmuster:

    Und ja: Schnittmuster-tauschende Hausfrauen gibt es tatsächlich und die US-Schnittmuster-Industrie hat sie auch schon als Feinde ausgemacht.

    [via Spreeblick]

    3. Januar 2006 3
  • : Zwei Jahresrückblicke auf 2005
    Zwei Jahresrückblicke auf 2005

    Hier sind noch zwei interessante Jahresrückblicke auf das Jahr 2005:

    The Register: 2005: The year the US government undermined the internet

    2005 will be forever seen as the year in which the US government managed to keep unilateral control of the internet, despite widespread opposition by the rest of the world. However, while this very public spat went on, everyone failed to notice a related change that will have far greater implications for everyday internet users and for the internet itself. That change will see greater state-controlled censorship on the internet, reduce people’s ability to use the internet to communicate freely, and leave expansion of the internet in the hands of the people least capable of doing the job.

    BBC: The year of the digital citizen

    2005 was arguably the year citizens really started to do it for themselves. Raising mobiles aloft, they did not just talk and text, they snapped, shared and reported the world around them.

    3. Januar 2006
  • : Karlsruher Generalstaatsanwältin fordert höhere Bagatellklausel
    Karlsruher Generalstaatsanwältin fordert höhere Bagatellklausel

    Die Massenabmahnungen von Tauschbörsennutzern scheinen Erfolg zu haben: Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat endgültig keine Lust mehr darauf, ihre Zeit mit dem Anklagen von Jugendliche wegen des Tauschens von Musik in kleineren Ausmassen zu vergeuden und setzt sich für die sogenannte Bagatellklausel im Urheberrecht ein. Dies berichtet Heise: Massenstrafanzeigen gegen P2P-Nutzer: Bagatellregelung durch die Hintertür.

    Dem Schreiben zufolge sollen die Staatsanwälte zwar in jedem Fall den Anschlussinhaber ermitteln lassen, der zur in der Anzeige angebenen IP-Adresse gehört. Wenn in der Anzeige aber nicht glaubhaft gemacht wird, dass der mutmaßliche Filesharing-Nutzer zum angegebenen Zeitpunkt mehr als 100 verschiedene urheberrechtlich geschützte Werke zum Tausch angeboten hat, sollen die Staatsanwaltschaften das Verfahren eingestellen.Bei 101 bis 500 Dateien sei „eine Beschuldigtenvernehmung angemessen“. Erst bei mehr als 500 verschiedenen Dateien „können Ermittlungen durchgeführt werden, unter anderem erscheint eine Durchsuchung verhältnismäßig“.

    Dies findet wahrscheinlich der hiesige Cheflobbyist der Musik- und Filmindustrie, der CDU-Abgeordnete Günter Krings, nicht schön, der sich seit mehr als einem Jahr vehement mit einer Pressemitteilung nach der anderen gegen eine Bagatellklausel ausspricht. Heute hat er noch nicht reagiert, dafür fordert er heute mal wieder das Auskunftsrecht, wie de.internet.com berichtet:

    Günter Krings, Urheberrechtsexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, forderte heute zudem allen „Opfern illegalen Kopierens einen Auskunftsanspruch gegen den Rechtsverletzer zu geben“. Dies sei ein „längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung“, so der Unionspolitiker.

    Die bayrische Justizministerin Beate Merk, welche 2006 turnusgemäß den Vorsitz in der Konferenz der Länderjustizminister (JUMIKO) übernimmt, hat heute angekündigt, dass sie ihre Aufgabe nutzen will, um dem Urheberrecht einen bayerischen Anstrich zu geben. Dazu erklärte sie den stärkeren Schutz des geistigen Eigentums in Deutschland zu ihrem Schwerpunkt.

    Ich finde die Bagatellklausel auch nicht so schön, aber bei der derzeitigen politischen Lage ist mehr wahrscheinlich nicht drin. Deswegen finde ich sie als Kompromissvorschlag passend, wenngleich die gesellschaftliche Realität anders aussieht und die Zahl der angebotenen Dateien noch weiter hoch gesetzt werden müsste. Auch spreche ich der Generalstaatsanwältin aus Karlsruhe mehr Realitätsnähe zu als unserer Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, welche die Bagatellklausel für diejenigen haben möchte, „die mal eben den neuesten Robbie Williams Song herunterladen“.

    3. Januar 2006 1
  • : Schweden: Erste Piratenpartei gegründet
    Schweden: Erste Piratenpartei gegründet

    In Schweden wurde von Tauschbörsennutzern eine Partei mit dem Namen „Piratpartiet“ gegründet. Hauptforderung ist die Abschaffung des Urheberrechts und die Wahrung der Privatsphäre. Mehr dazu gibt es bei der Netzeitung: Datei-Piraten wollen ins schwedische Parlament.

    3. Januar 2006 4
  • : Open Source Campaigning für den US-Senat
    Open Source Campaigning für den US-Senat

    LinuxInsider berichtet über eine Kampagne von Peter Ashdown, der sich als Senator für den US-Bundesstaat Utah dieses Jahr wählen lassen will: Newcomer Bets ‚Wiki’ Open-Source Movement Can Help Win Senate Election. Das interessante an seiner Kampagne ist, dass er ein Wiki nutzt, um sein Programm mitschreiben zu lassen. Und auch sonst ist die Kampagne sehr auf Kollaboration angelegt.

    3. Januar 2006
  • : ACLU präsentiert NSAWatch.org
    ACLU präsentiert NSAWatch.org

    Die American Civil Liberties Union (ACLU), die grösste Bürgerrechtsorganisation der USA, hat ihre vormalige EchelonWatch-Webseite in NSAWatch.org umbenannt und berichtet dort über die aktuellen Entwicklungen rund um die Überwachung von US-Bürgern.

    3. Januar 2006
  • : Biometrisches Einreisesystem der USA fertiggestellt
    Biometrisches Einreisesystem der USA fertiggestellt

    Pünktlich zum Ende des Jahres 2005 wurde die biometrischen Einreise-Infrastrukturen des US-VISIT-Programms an allen 104 Land-Grenzübergängen in Betrieb genommen. Laut Aussage des zuständigen Heimatschutzministeriums „… sorgt US-VISIT dafür, dass Amerika sicherer wird“. Dazu wird die Identität jedes Besuchers überprüft und seine biometrischen Merkmale mit denen von Terroristen und illegalen Einwanderern abgeglichen. Seit Januar 2004 waren das über 44 Millionen von denen immerhin 970 der illegalen Einreise überführt werden konnten.

    2. Januar 2006 3
  • : Chaosradio-Interview mit Joi Ito
    Chaosradio-Interview mit Joi Ito

    Beim Chaosradio-Express gibt es ein Interview mit Joi Ito, welches Tim Pritlove auf dem 22c3 mit ihm gemacht hat. Die MP3-Datei ist 57MB gross.

    Chaosradio Express episode 11 is an interview with 22C3’s keynote speaker Joi Ito. The interview touches various topics including Chicago’s club scene and Joi’s affiliation with it, the early Internet days via X.25, Creative Commons licensing issues, the Open Source Initiative, political activism in general and what can and should be done, optimism vs. pessimism in the current situation of global political fighting, ICANN, living a super-public life and combining all kinds of modern communication tools, the influence of the Internet on political activism and democracy and of course the 22C3 and his personal experiences at the event.

    2. Januar 2006
  • : Virgin Rec. kopiert SonyBMG
    Virgin Rec. kopiert SonyBMG

    Während SonyBMG sich bemüht, das Rootkit-Debakel hinter sich zu bringen, setzt Virgin Rec. an, den Thron zu besteigen. Bei der neuen Coldplay-CD gibt es interessante Guidelines zum eingesetzten Kopierschutz als Verbraucherhinweis:

    „In order for you to enjoy high quality music, we have added this special technology.“

    Was sagt uns das? CDs von Virgin Rec. sollte man auch nicht kaufen.

    [via Gulli]

    2. Januar 2006 9
  • : Das Open-Source-Jahr 2005
    Das Open-Source-Jahr 2005

    Bei Pro-Linux gibt es einen schönen Überblick über das Open-Source-Jahr 2005.

    2. Januar 2006 1
  • : Sony Rootkit: Erster Schlichtungsvorschlag
    Sony Rootkit: Erster Schlichtungsvorschlag

    Heise berichtet über den ersten Schlichtungsvorschlag für eine Sammelklage gegen Sony BMG. SonyBMG einigt sich darin mit den Klägern (PDF):

    In den Hauptpunkten zielt der Schlichtungsvorschlag darauf ab, dass die Käufer der betroffenen CDs entschädigt werden und dass Sony BMG keine CDs mit diesen Kopiersperren mehr herstellt. Als Entschädigung erhalten die Kläger entweder 7,50 US-Dollar und einen Gutschein zum Download eines Albums oder einen Gutschein zum Download von vier (kopiergeschützten) Musik-Alben von einem Musik-Download-Portal.

    Auch die Businessweek berichtet darüber: Sony BMG Ends a Legal Nightmare.

    Sony BMG won’t put a price tag on the deal, but estimates put it in the single-digit millions of dollars, not counting attorneys’ fees. In pure financial terms, maybe the label got off easy. But in many ways, given the public flogging it endured over the holiday shopping season, the record company already has done its penance.

    Einen Kommentar gibt es auch von der Electronic Frontier Foundation: EFF and Sony BMG Reach Settlement over Flawed DRM.

    “The proposed settlement will provide significant benefits for consumers who bought the flawed CDs,” said EFF Legal Director Cindy Cohn. „Under the terms, those consumers will get what they thought they were buying–music that will play on their computers without restriction or security risk. EFF is continuing discussions with Sony BMG, however, and believes that there is more they can do to protect music lovers in the future.”

    „Sony agreed to stop production of these flawed and ineffective DRM technologies,” noted EFF Staff Attorney Kurt Opsahl. “We hope that other record labels will learn from Sony’s hard experience and focus more on the carrot of quality music and less on the stick of copy protection.”

    Zu unserem Vortrag auf dem 22c3 zum Sony Rootkit gibt es auch zwei Presseberichte:

    Heise: 22C3: Hacker beklagen „digitalen Hausfriedensbruch“ durch Sony BMG
    Golem: 22C3: Sonys XCP – Chronik eines Debakels

    2. Januar 2006
  • : 22c3 – Tagungsband
    22c3 – Tagungsband

    Der Tagungsband des 22. Chaos Communication Congress ist jetzt in einer 17 MB grossen PDF-Version online verfügbar. Von mir ist ein Bericht zum WSIS-Gipfel dabei, den ich hier schonmal gepostet hatte.

    2. Januar 2006
  • : Menschenrechte und der Krieg gegen den Terrorismus
    Menschenrechte und der Krieg gegen den Terrorismus

    Amnesty International hat eine Karte veröffentlicht, der die Situation von Menschenrechten im „Krieg gegen den Terrorismus“ verdeutlicht:

    Die Karte gibt es als kleines und grosses PDF.

    Die Weltkarte zeigt einige Menschenrechtsverletzungen, die seit dem 11. September 2001 im Zusammenhang mit dem „Krieg gegen den Terrorismus“ begangen bzw. im Rahmen neuer Sicherheitsgesetze zugelassen wurden. Die Angaben beziehen sich v.a. auf Inhaftierungen, Folter und Einschränkungen der Rechte auf Meinungsund Vereinigungsfreiheit. Weltweit weisen Menschenrechtsorganisationen auch auf zahlreiche weitere menschenrechtsrelevante Aspekte hin, z.B. das Vorgehen gegen Ausländer und muslimische Gemeinschaften, unfaire Prozesse gegen Terrorverdächtige und die erweiterte Anwendung der Todesstrafe. Die vorliegenden Informationen stammen nicht ausschließlich aus amnesty-Quellen.

    [via raben.horst]

    2. Januar 2006
  • : Web 2.0 – De-Bug-Special
    Web 2.0 – De-Bug-Special

    Die letzte De-Bug-Ausgabe Nummer 98 steht jetzt in einem 25 MB grossen PDF zum Download bereit. Hautpthema dieser Ausgabe ist „Web 2.0“ mit einigen interessanten Artikeln zum Thema.

    2. Januar 2006 1
  • : Rootkit – Sonys digitaler Hausfriedensbruch
    Rootkit – Sonys digitaler Hausfriedensbruch

    Für unseren Vortrag auf dem 22. Chaos Communication Congress zum Thema „Sonys digitaler Hausfriedensbruch“ haben wir uns mal die Entwicklungen rund um das Sony Rootkit in den letzten zwei Monaten angeschaut und eine Zeitleiste erstellt.

    Hier findet Ihr mehr:

    28. Dezember 2005 32
  • : Offene Standards und seine Opfer
    Offene Standards und seine Opfer

    Traurig, aber wahr. Peter Quinn, der CIO von Massachusetts hat seinen Rücktritt erklärt. Peter Quinn war in die Schusslinie geraten, als er gefordert hatte, im E‑Government für alle nutzbare Standards zu verwenden. Über die negativen Auswirkungen des Rücktritts bin ich mir noch nicht im Klaren. Ich befürchte jedoch zumindest einen psychologischen Schaden. Welche Person, in einer mit Peter Quinn vergleichbaren Position, wird sich in Zukunft noch trauen, Forderungen gegen die Lobby durchzusetzen?

    Wer mehr zu dem Rücktritt lesen möchte:

    28. Dezember 2005 4
  • : 22. Chaos Communication Congress gestartet
    22. Chaos Communication Congress gestartet

    Der 22. Chaos Communication Congress ist heute gestartet. Zum bloggen habe ich noch keine Zeit gefunden, das kommt in den nächsten Tagen aber wieder. Im Moment basteln wir noch an einem Videoblog, was morgen hoffentlich fertig ist. Dazu machen wir einige Interviews, die darin dann zu finden sein werden. Mal schauen, ob es wie geplant klappt.

    Gleich werde ich zur unbarmherzigen Zeit von 23:00 Uhr mit Oliver Passek einen Vortrag zu „Digitale Bürgerrechte unter europäischen Beschuss“ halten. Darin geben wir einen Überblicküber verschiedene EU-Richtlinien, die entweder noch in der Mache sind oder auf eine nationale Umsetzung warten. Morgen gehts dann um 17:00 Uhr weiter mit einer Stunde „Sony BMGs digitaler Hausfriedensbruch“. Hier schauen wir uns die Markteinführungskampagne des SonyBMG-Rootkit genauer an. Der letzte Vortrag ist dann am Freitag um 12:00 Uhr zusammen mit Robert Guerra und Ralf Bendrath zum Thema „WSIS – The Review“.

    Erstmalig gibt es auch die Möglichkeit, den Vorträge online zu lauschen. Diese Seite gibt einen Überblick über verschiedene Streaming-Möglichkeiten.

    27. Dezember 2005 3