Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Bundesregierung plant zentrale Gesichtsbilddatei für Asylbewerber
: Bundesregierung plant zentrale Gesichtsbilddatei für Asylbewerber Wie das Handelsblatt berichtet verlangt die Bundesregierung künftig von jedem Ausländer ein digitales Foto, um dieses im Ausländerzentralregister zu speichern. In der Datenbank, die laut Innenministerium in Zukunft bis zu 30 Millionen Bilder beinhalten soll, können Ausländerbehörden dann mittels biometrischer Merkmale des Gesichts die Identität eines Antragstellers überprüfen.
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: Süddeutsche Zeitung heute mit Schwerpunkt Überwachung
: Süddeutsche Zeitung heute mit Schwerpunkt Überwachung Das Thema Überwachung scheint langsam doch interessanter zu werden für die Massenmedien. Die Süddeutsche Zeitung hat heute ganze zwei Seiten ihres Feuilletons dafür reserviert. Längere Abhandlungen zur Kontrolle von Räumen und anderen Aspekten stehen hier neben einem Interview mit Rena Tangens vom Big Brother Award Deutschland. Online gibt es leider nur einen Artikel, zur zunehmenden elektronischen Überwachung, der die kürzlich von der EU beschlossene „Datenvorratsspeicherung“ als Aufhänger nimmt. Für den Rest lohnt sich der Gang zum Kiosk.
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: Die PAGE über Social Software
: Die PAGE über Social Software Das Design- und Publishing-Magazin PAGE hat in ihrer aktuellen Ausgabe 2/2006 einen längeren Artikel über Weblogs, Social Software und Podcasting, der mich ein paarmal zitiert:
Blogging 2.0
Vlogs, Moblogs, Podcasts – diese Schlagwörter sind in aller Mund. Verena Dauerer zeigt das Potenzial der neuen Formen webbasierter Interaktion für Marketing und Kommunikation aufAuch interessant ist ein Interview mit Johnny Haeussler und Tanja Kreitschmann vom Spreeblick-Verlag über genau diesen.
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: Neuer Kabinettsentwurf zum Urheberrecht ist fertig
: Neuer Kabinettsentwurf zum Urheberrecht ist fertig Heise berichtet, dass das Justizministerium einen Entwurf der Kabinettsvorlage für den „2. Korb der Urheberrechtsnovellierung“ verschickt hat: Bundesjustizministerium macht neuen Anlauf zur Urheberrechtsreform.
Nach wie vor besonders umstritten sind die Regelungen zum Umgang mit Tauschbörsen-Nutzern, die Ausgestaltung von Vergütungspauschalen fürs private Kopieren sowie die Möglichkeiten von Bibliotheken zur Versorgung der Fachwelt und der Bevölkerung mit Wissen. Zur Eindämmung der Selbstbedienung der Surfer in Peer-2-Peer-Netzen sieht der Kabinettsentwurf aus dem Justizministerium vor, Downloads „rechtswidrig hergestellter und öffentlich zugänglich gemachter Vorlagen“ aus dem Internet zu kriminalisieren. Im nicht-gewerblichen Umfeld drohen demnach Haftstrafen bis zu drei Jahren. Eine Anfertigung von Privatkopien unter Umgehung von Kopierschutztechniken soll zudem verboten bleiben. Um eine „Kriminalisierung der Schulhöfe zu verhindern“, hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries jedoch vorgeschlagen, dass „in geringer Zahl“ für den privaten Gebrauch erstellte Kopien straffrei bleiben sollen. Diese „Bagatellklausel“ erweiterte ihr Haus vor einem Jahr um die Versorgung des „persönlich verbundenen“ Bekanntenkreises sowie „Bearbeitungen oder Umgestaltungen von Werken“.
Am 26. Januar soll es in Berlin eine Anhörung dazu geben, die ich mir anschauen werde, wenn nichts dazwischen kommt.
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: Pläne der österreichischen EU-Präsidentschaft
: Pläne der österreichischen EU-Präsidentschaft Österreich hat die EU-Präsidentschaft fürs nächste halbe Jahr übernommen und kündigt als Schwerpunkt eine Evaluierung verschiedener Richtlinien rund um elektronische Kommunikation an: Neue EU-Ratspräsidentschaft: Überprüfung des TK-Rechtsrahmens und Spam.
Das wichtigste gesetzgeberische Projekt für die kommenden Monate ist allerdings die Überprüfung des Rechtsrahmens für elektronische Kommunikation. Dieser umfasst neben der Rahmenrichtlinie (2002/21/EC, PDF-Datei) die Genehmigungsrichtlinie für TK-Netze (PDF-Datei) , die Zugangsrichtlinie (2002/19/EC, PDF-Datei), die Universaldienstrichtlinie (2002/22/EC, PDF_Datei) und die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation (2002/58/EC, PDF-Datei). Gleich mit überprüft werden sollen dabei die Leitlinien der Kommission (PDF-Datei) zu Marktanalyse und Marktmacht und der auf Kabelnetze bezogene Artikel 8 der Richtlinie zum Wettbewerb auf den Kommunikationsmärkten (2002/77/EC, PDF-Datei). Mit Blick auf die Kabelnetze bittet die Kommission um Stellungnahmen zur Frage, ob der Betrieb von Kabelnetzen weiterhin von dem anderer öffentlicher Kommunikationsnetze zu trennen ist oder ob Wettbewerb und Konvergenz diese Auflagen als überholt erscheinen lassen.
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: Chirac äussert sich zum Urheberrecht
: Chirac äussert sich zum Urheberrecht Die Futurezone berichtet über eine Neujahrsansprache von Jacques Chirac, wo dieser zur Urheberrechtsreform Stellung bezogen hat: „Privatkopie in Frankreich Bürgerrecht“. Allerdings sehe ich nicht in dem Artikel, dass Chirac von der Privatkopie als Bürgerrecht gesprochen hat und finde leider auch keine Originalquellen. Stattdessen spricht er davon, dass das „das Recht der Bürger auf eine Kopie zu privaten Zwecken“ gewährleistet werden müsse. Da werden die Rechteinhaber sicherlich sofort auf ihre DRM-Stores verweisen, die ja bis zu drei verkrüppelte Kopien zulassen. Beim nächsten Punkt weiss ich nicht so genau, was ich davon halten soll. Chirac kritisiert zwar unterschwellig die Kriminalisierung von Filesharing-Nutzern, fordert aber gleichzeitig die Kriminialisierung von Filesharing- und Kopiersoftware:
„Man muss sich aus der Logik der systematischen strafrechtliche Verfolgung der Internet-Surfer befreien, indem man viel mehr die Computerprogramme bekämpft, welche die Raubkopien fördern“, sagte Chirac.
Update:
Hier scheint die Originalquelle zu sein. [Danke an Daniel]
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: Daily Rootkit: Weitere Entschuldigung und weitere Klagen
: Daily Rootkit: Weitere Entschuldigung und weitere Klagen Der Sony-Chef Howard Stringer, hat sich laut Heise für den aggressiven Kopierschutz des Musiklabels Sony BMG entschuldigt: „Sony BMG hatte nicht die Absicht, den Konsumenten zu bestrafen“.
Währenddessen berichten BoingBoing und Michael Geist über weitere Verbraucherschutz-Klagen, diesmal in Kanada:
The Merchant Law Firm, based in Calgary, launched class action suits in both the Ontario and B.C. courts yesterday (Ontario brief, B.C. brief). This follows a less-publicized class action launched in Quebec against Sony last November. All of these cases arise from the rootkit issue. The briefs make for interesting reading as the Canadian cases raise a long list of legal issues including the violation of Canadian privacy law, breach of contract, violation of the Competition Act, and a host of tort claims.
Mehr zum Thema „SonyBMG Rootkit“ gibts in unserem Überblick über die Rootkit-Markteinführungskampagne.
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: Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert Urheberrechts-Reform
: Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert Urheberrechts-Reform Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gestern eine lange und sehr kritische Pressemitteilung zum Urheberrecht veröffentlicht, welche ich sehr sympathisch finde: „Schulen und Wissenschaft werden von digitalem Wissen abgeschnitten“. Hier gibt es ein paar Auszüge:
Der vzbv kritisiert, dass die geplante Urheberrechtsnovelle das Recht, digitale Kopien zu privaten Zwecken anzufertigen, nahezu vollständig aushöhlt. „Der Käufer einer Musik-CD wird keinen Anspruch haben, die Stücke auch auf seinen MP3 Player zu übertragen, um sie unterwegs zu hören, oder eine Sicherungskopie anzufertigen, um die Musik noch zu hören, wenn die gekaufte CD einen Kratzer hat,“ so von Braunmühl.
Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken sollen in Zukunft verboten sein, wenn eine „offensichtlich rechtswidrig öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wurde“. Gemeint ist vor allem der Download von Werken aus dem Internet. Die Formulierung kann zu gefährlichen Konsequenzen für den Nutzer führen. Vor dem Download einer Datei müsste der Nutzer in Zukunft prüfen, ob die Datei im Internet legal angeboten wird. Ist dies „offensichtlich“ nicht der Fall, ist der Download strafbar oder zumindest rechtswidrig. Wie der Nutzer beurteilen soll, welche Angebote „offensichtlich rechtswidrig“ sind, bleibt schleierhaft. „Es findet hier eine Verlagerung der Verantwortlichkeit für die Beachtung von Urheberrechten vom Anbieter zum Nutzer statt, die völlig inakzeptabel ist“, sagte von Braunmühl. Bleibt der Gesetzentwurf unverändert, müsste dem Nutzer in Zukunft empfohlen werden, deutlich vorsichtiger mit dem Medium Internet umzugehen. „Ob dies mit den Zielen der Bundesregierung vereinbar ist, die Informations- und Wissensgesellschaft zu fördern und Deutschland zu einem Vorreiter bei der Nutzung des Internet zu machen, darf bezweifelt werden“, so von Braunmühl.
Zu DRM:
Der vzbv befürchtet durch die DRM-Systeme eine Einschränkung des Zugangs breiter Bevölkerungsschichten zu Informationen und Kultur. Wenn für jeden Informationsabruf, das Hören eines Musikstückes oder das Sehen eines Dokumentarfilms Geld verlangt werden kann, ohne dass eine Aufzeichnung gestattet wird, besteht die Gefahr einer Verknappung und Verteuerung von Informationen, Kulturwerken und Beiträgen der Wissenschaft. Dies kann nicht im Interesse des Allgemeinwohls liegen. DRM-Systeme können auch genutzt werden, um das Verhalten der Nutzer am PC oder anderen Endgeräten aufzuzeichnen und zu kontrollieren. Dies ermöglicht die Bildung von Nutzerprofilen und bedeutet einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre.
Filesharing und Musikindustrie:
Die Musikindustrie hat es über viele Jahre nicht geschafft, ein attraktives legales Angebot zum Musikdownload im Internet bereitzustellen. Damit hat sie ihre Kunden selbst in die Arme illegaler Tauschbörsen im Internet getrieben. Anschließend ist sie dazu übergegangen, Kunden und solche die es werden könnten, zu verklagen. „Anstatt Kunden weiter zu vergraulen sollte die Musikindustrie endlich dazu übergehen, die legalen Angebote attraktiver zu gestalten“, so von Braunmühl. Es gibt Beispiele von Musikdownload-Diensten, die Nutzerrechte durch DRM sogar noch nach Kauf eines Musikstücks zum Nachteil der Kunden eingeschränkt haben.
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: De-Bug: Netlabel des Jahres 2005
: De-Bug: Netlabel des Jahres 2005 Die De-Bug hat die Ergebnisse der Leserwahl zum Netlabel des Jahres 2005 veröffentlicht:
1. Thinner
2. Textone
3. Interdisco
4. Unfoundsound
5. Ideology
6. Intoxik
7. 1Bit Wonder
8. Tokyo Dawn
9. Autoplate
10. Clever Music -
: Berliner Zeitung: Interview mit Peter Schaar
: Berliner Zeitung: Interview mit Peter Schaar Die Berliner Zeitung hat heute ein Interview mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar: „Überwachung im Alltag ist jetzt möglich“.
Das Bundesdatenschutzgesetz muss dieser Entwicklung unbedingt angepasst werden. Künftig wird man in diesem Gesetz unterscheiden müssen zwischen zielgerichteter Datensammlung – etwa bei der Ausstellung eines Kfz-Scheins – und der ungezielten Datenerhebung, etwa durch die Funkchips oder das Mobiltelefon. Gerade mit den ungezielt erhobenen Daten muss sehr viel sorgfältiger umgegangen werden als bisher.
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: Microsoft bestätigt Blogger-Zensur in China
: Microsoft bestätigt Blogger-Zensur in China Über die Anschuldigungen, dass Microsoft den chinesischen Blogger Zhao Jing, aka Michael Anti zensiert haben soll, hatte ich schon am Dienstag berichtet. Jetzt bestätigte Microsoft den Fall, wie aus einem Artikel der „Information Week“ hervorgeht:
Microsoft said in a statement that the decision to unplug Zhao was inline with its practice of „ensuring that products and services comply with global and local laws, norms, and industry practices.“
„Most countries have laws and practices that require companies providing online services to make the Internet safe for local users,“ the company said. „Occasionally, as in China, local laws and practices require consideration of unique elements.”
Während sich in den USA immer mehr Massenmedien des Themas annehmen (z.B. Forbes), passiert in Deutschland leider nicht viel. Lediglich bei der Netzeitung habe ich bisher etwas darüber gelesen. Schade eigentlich. Das war vor einiger Zeit beim ersten Yahoo-Fall noch ganz anders.
Update:
Am heutigen Freitag berichten nun auch andere Medien in Deutschland darüber:
Spiegel: MSN zensierte chinesischen Blogger
Heise: MSN nimmt chinesisches Weblog vom Netz -
: DRM-Pizza
: DRM-Pizza Bei Growlaw gibt es eine nette Parodie zum Thema „DRM-Lizenzen“, wie beispielsweise die zur aktuellen Coldplay-CD, worüber ich hier schonmal berichtet habe. Übertragen auf eine Pizza würde die Lizenz folgendes bedeuten:
This FOOD PRODUCT has been manufactured for usage only in specific FOOD PRODUCT cooking devices and storage containers and might not be usable with the following devices:
* Some FOOD PRODUCT reheaters that have the capability of reheating competing products
* Some microwave heating devices with pre-defined „Pizza“ or „Sandwich“ buttons
* Any FOOD PRODUCT cookers which operate utilizing Celsius temperature scale
* Some FOOD PRODUCT cookers or reheaters with convection capability
* Some FOOD PRODUCT (FP‑R/RW) reheaters designed for use in dormitory settings
* Some portable FOOD PRODUCT carrying containers
* Some serving and/or warming trays
* Some FOOD PRODUCT cleaning devices, such as generic napkins, paper towels or wet wipes-style products
* Some denture products, including partial bridges and unapproved full ceramic teeth replacementsEin weiterer Artikel bei Grolaw zum Thema von Montag ist auch interessant: More DRM Follies – The Coldplay Edition.
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: Trackback-Spam
: Trackback-Spam Hier trudeln je nach Tageszeit bis zu 60 Trackback-Spams pro Stunde ein. Seitdem ich „Spam Karma 2“ als Plugin einsetze, hab ich den Spam weitestgehend unter Kontrolle. Dafür werden aber gerne auch „richtige“ Kommentare in den Spam-Harvest gepackt, darunter irgendwie immer auch meine eigenen. Auch landen die Daten einiger Spam-Kommentare (ungefragt) in der Whitelist. Also nicht wundern, wenn Ihr kommentiert und eine komische Fehlermeldung erscheint. Die Kommentare sind dann nicht weg, ich muss sie nur manuell freischalten.
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: UK sammelt fleissig DNA-Proben
: UK sammelt fleissig DNA-Proben In Grossbritanien werden fleissig DNA-Proben gesammelt: DNA database continues to swell.
The number of samples held on the DNA database will rise to 4.25 million within two years, the Home Office says. There are three million samples held at the moment, with some of the expansion due to law changes in 2001 and 2004.
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: Die Zeit über den 22c3
: Die Zeit über den 22c3 Eine weitere Review auf den 22. Chaos Communication Congress bietet jetzt die Zeit: Hacken im Polizeistaat.
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: Welcome to the Scene, Teil 16
: Welcome to the Scene, Teil 16 Teil 16 der Online-Serien „Welcome to the Scene“ ist gestern erschienen. Wie immer gibt es verschiedene Download-Möglichkeiten.
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: Die Schnelligkeit von Online-Medien
: Die Schnelligkeit von Online-Medien Manchmal wundere ich mich etwas über die Schnelligkeit von Online-Medien. Über das Creative Archive der BBC hatte ich am 15. Dezember schonmal geschrieben: BBC: Zeitgeschichte remixen. Gestern gab es nochmal eine Erinnerungs-Story auf BBC-Online, die es dann über Slashdot heute auch in deutsche Medien geschafft hat. Nun gibts die News auch bei Golem und Heise. Wer auf das Archiv zugreifen möchte, findet die Anleitung in meinem Original-Posting. Es lohnt sich.
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: Creative Commons Fundraising: 250 000 $ geschafft!
: Creative Commons Fundraising: 250 000 $ geschafft! In einer beispielhaften Aktion hatte Mitbegründer Lawrence Lessig mit seinem Projekt Creative Commons (CC) zum „Last Call for 2005“ aufgerufen: Da das Creative Commons Projekt mit knappen Mitteln zu kämpfen hat und neue Projekte auf dem Spiel stehen, wandte er sich im Oktober mit einer groß angelegten, jährlichen Spendenkampagne an die Internetnutzer weltweit. Bis zum 31. Dezember 2005 sollten 225 000 $ gesammelt werden. Erfreulicherweise ist das Creative Commons auch gelungen: Über 250.000 $ kamen für die Weiterentwicklung des Creative Commons Projektes durch Unterstützer auf der ganzen Welt zusammen! Viele Firmen, wie die freie Foto-Sammlung flickr oder RedHat beteiligten sich mit einer eigenen Spende. Die letzte Hürde wurde am letzten Tag des vergangenen Jahres durch eine Spende von Microsoft geschafft.
Creative Commons hat sich zu einer wahren Bewegung gemausert: In den letzten zweieinhalb Jahren wurden über 50 Millionen Werke unter den Lizenzen der Creative Commons geschützt. Unersetzlich für die Remix Kultur, dürfen unter einem bestimmten CC-Modell lizenzierte Musikstücke oder Filme frei geremixt, neu zusammengesetzt, erweitert oder anderweitig kreativ verarbeitet werden.
CreativeCommons.org setzt sich für mehr Transparenz beim Urheberrecht ein. Die wichtigste Aktion war bislang die Veröffentlichung eines individuell zugeschnittenen Lizenz-Sets im Dezember 2002. Diese wurden im Sommer 2004 auch in einer deutschen Variante veröffentlicht. Rechtsprofessor Lawrence Lessig entwickelte bereits vor vier Jahren einen Lizenzkatalog für Autoren von Musik- und Filmdateien oder Texten, die unter anderem ihre Werke teilweise oder ganz der Allgemeinheit, für die „public domain“ freigeben möchten. Bei den verschiedenen CC-Modellen wird festgelegt, ob ein Werk weiter gegeben und kopiert werden darf, ob es verändert werden darf und vor allem, ob das kommerziell oder nicht-kommerziell geschieht.
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: Mit Social Software in die reale Welt: Physisch Taggen mit Semapedia
: Mit Social Software in die reale Welt: Physisch Taggen mit Semapedia Man fährt in eine Stadt, steht vor einer Sehenswürdigkeit und hätte gerne die passenden touristischen Infos zur Hand. Nichts leichter als das: Irgendwo am Objekt klebt ein Aufkleber mit dem Weblink zur jeweiligen Seite der Online-Enzyklopädie Wikipedia, der einfach über die Foto-Kamera des Mobiltelefons aufgenommen wird. Darüber lässt kinderleicht über den Netzzugang des Handys die Seite mit den Details aufrufen. Was wie ein Traum für Infojunkies klingt, ist seit diesem Sommer Realität: Das Projekt Semapedia von Alexis Rondeau aus Wien und Stan Wiechers aus New York verknüpft seit August diesen Jahres auf clevere Weise die virtuelle Welt des Internets mit der realen Welt der Stadt: Der Aufkleber mit dem Link nennt sich bei Student Rondeau und Software-Architekt Wiechers „Tag“ in Anlehnung an die Linkverweise, wie sei bei der Social Software eingesetzt werden. Der Link selber wird als grafisches Muster dargestellt, der als Aufkleber, als „Sticker“ an allen öffentlichen Orten auf oder an das betreffende Objekt wie ein Bauwerk oder ein Kunstobjekt geklebt wird: Die physische Manifestation einer Webadresse.
Die Kamera des Handys nimmt dann dieses Muster auf und ein spezieller Software-Reader wandelt es wieder in den Link zurück. Die Software-Vorraussetzungen dafür sind nicht neu: Der freie Software Development Kit von der Firma Semacode wurde bereits für andere Zwecke als Barcode in der Industrie eingesetzt, er ist nämlich ein ISO-Standard. Mit ihm ist es möglich, eine Webadresse, die URL, in ein zweidimensionales Muster umzuwandeln. Ist auf dem Java-fähigen Mobiltelefon die Lese-Software für diesen Code installiert, muss der Besitzer nur ein Foto des betreffenden Tags schießen und die Software erkennt daraus die Webadresse. Über den Online-Zugang des Handys wird kann sofort die jeweilige Seite bei Wikipedia aufgerufen. Einen Tag herzustellen, ist genauso mühelos wie beispielsweise der Code für die Wikipedia-Seite der Creative Commons: Man muss nur bei Semapedia den Link der Wikipedia-Seit zum Objekt eingeben und automatisch werden mehrere Muster generiert, die ausgedruckt werden können.
Ziel des Projekts ist eine Grassroots-Bewegung: In den nächsten Monaten sollen so viele Tags wie möglich flächendeckend als Sticker verteilt und aufgeklebt werden. Der nächste Schritt ist der Aufruf der jeweiligen Wikipedia-Seite in der Landessprache des Handynutzers.
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: Zweimal Michael Geist zum Copyright
: Zweimal Michael Geist zum Copyright Zweimal Michael Geist: Der kanadische Urheberrechtsprofessor beschreibt ausführlich bei der BBC den aktuellen Schlichtungsvorschlag beim Sony Rootkit und geht auf zukünftige Gerichtsfälle rund um das Thema TCPA und Verbraucherschutz ein: Legal fallout from Sony’s CD woes.
Countries worldwide are awakening to the need for consumer protections against TPM misuse. While the Sony settlement does not address all TPM concerns – consumers should also be granted product return rights and should not be placed in the middle of corporate fights over interoperability – its legacy may provide the starting blueprint for a model TPM consumer protection statute that finds a place on the legislative agenda of governments around the globe.
Und dann hat er noch in seinem Blog heute einen weiteren interessanten Beitrag veröffentlicht: Campaign Contributions. Demnach hat eine kanadische Abgeordnete, welche sich vehement für eine Verschärfung der Urheberrechtsgesetzgebung in Kanada eingesetzt hat, massive finanzielle Unterstützung der Copyright-Industrie bekommen:
While I have no doubt that the contributions were lawful, I would only re-iterate the point I made in my original post on this issue. At a time when public cynicism about politicians is at an all-time high and millions of Canadians, particularly those concerned with education, security, consumer rights, privacy, and the Internet, are focused on balanced copyright reform, the acceptance of these campaign contributions sends the worst possible message. As someone who spends considerable time writing and speaking about balanced copyright in the broader public interest, count me as deeply discouraged with the process beneath the process.