Markus Reuter
-
: Debatte um Parlamentarisches Kontrollgremium im Bundestag: Die Geheimdienste in den Darkrooms
Geheimdienste sollen nicht in den Darkroom gezerrt werden, findet im Armin Schuster (CDU. Foto: Symbolbild. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC-BY-NC-ND 2.0</a> <a href="http://www.labastire.com">labastire.com</a> : Debatte um Parlamentarisches Kontrollgremium im Bundestag: Die Geheimdienste in den Darkrooms Vertreter der Regierungskoalition feiern das geplante Gesetz als historisch. Doch die Opposition sieht in der vermeintlichen Stärkung des Kontrollgremiums die Möglichkeit zur Schwächung des Parlamentes in Sachen Geheimdienstkontrolle.
-
: Gravierende Sicherheitslücke: Monatelang Kundendaten von Putzvermittler Helpling abrufbar
Nicht sauber programmiert: Eine Sicherheitslücke öffnete Zugriff auf die Rechnungen der Kunden des Putzvermittlers. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/aquamech-utah/24978817211/sizes/l">aqua.mech</a> : Gravierende Sicherheitslücke: Monatelang Kundendaten von Putzvermittler Helpling abrufbar Datenschutz-Skandal bei Vermittlungsplattform für Reinigungskräfte: Adressen von Kunden, die Stockwerke ihrer Wohnungen, Steuernummern von Putzkräften – dies alles war auf dem Portal wegen einer Sicherheitslücke für Monate offen verfügbar.
-
: „Über das Ziel hinaus“ – Bayerischer Verfassungsschutz darf jetzt auf Vorratsdaten zugreifen
Nicht nur eitel Sonnenschein, In Bayern dar f der Verfassungschutz jetzt sogar Kinder überwachen. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/chiemseehotel/14664047048/sizes/l">Golf Resort Achental</a> : „Über das Ziel hinaus“ – Bayerischer Verfassungsschutz darf jetzt auf Vorratsdaten zugreifen Das gibt es nur in Bayern: Das dortige Landesamt für Verfassungsschutz darf ab jetzt auch auf die Kommunikationsdaten aus der Vorratsdatenspeicherung zugreifen. Diese und einen ganze Reihe weiterer Befugnisse verabschiedete heute die CSU-Landesregierung gegen die Stimmen von Grünen und SPD.
-
: NSU-Skandal: Jetzt schon 23 Handys im Fall Corelli gefunden
: NSU-Skandal: Jetzt schon 23 Handys im Fall Corelli gefunden Der V‑Mann-Führer des rechtsextremen Spitzels Thomas R. alias Corelli hat wohl noch mehr Handys gebunkert als bislang offen zugegeben. Wir hatten am 22. Juni den offiziellen Untersuchungsausschussbericht veröffentlicht, dort waren in einer Liste elf Handys des V‑Mann-Führers aufgeführt.
Der Tagesspiegel berichtet nun unter Berufung auf Regierungskreise:
Einen Großteil der Handys habe der Beamte in seinem Panzerschrank aufbewahrt, hieß es. Die Auswertung der Mobiltelefone sei im Gange. Nach dem jetzigen Stand sei zu vermuten, dass nicht alle 23 Mobiltelefone für die Kommunikation zwischen dem Beamten und dem V‑Mann genutzt worden.
Interessant im Artikel ist auch der Spin der Bundesregierung, dass der V‑Mann-Führer „aus dem Ruder gelaufen“ sei und Verfassungsschutzpräsident Maaßen keine Schuld treffe, sondern dieser im Gegenteil die Ermittlungen im Fall energisch vorantreibe.
-
: Open-Data-Gesetz angeblich noch in dieser Legislaturperiode
Open Data. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/notbrucelee/8016200072/sizes/l">justgrimes</a> : Open-Data-Gesetz angeblich noch in dieser Legislaturperiode Die Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich mit Open Data, Hackathons und der Digitalen Verwaltung. Im Artikel „Auf Schatzsuche im Amt“ ist auch davon die Rede, dass die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode ein Open-Data-Gesetz plant:
Geht es nach den Fraktionen von SPD und CDU/CSU im Bundestag, sollen in Zukunft noch viel mehr Daten für kreative IT-Tüftler zur Verfügung stehen. Am Mittwoch bekräftigten sie bei einer Koalitionsrunde, dass die Bundesregierung ein Open-Data-Gesetz vorlegen soll. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) soll nun bis zum Ende des Sommers Eckpunkte erarbeiten. „Wir brauchen eine Umkehr des Veröffentlichungsprinzips: Alle öffentlichen Daten ohne Personenbezug sollen online bereitgestellt werden. Abweichungen müssen begründet werden“, sagt Thomas Jarzombek (CDU). „Ich bin optimistisch, dass wir noch vor der nächsten Bundestagswahl ein Open-Data-Gesetz auf den Weg bringen können“, sagt der netzpolitische Sprecher der SPD, Lars Klingbeil.
-
: Digital Economy Bill: Britischen Internetanbietern und Porno-Webseiten drohen Strafen
Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/alamosbasement/3953395749/sizes/o/">alamosbasement</a> : Digital Economy Bill: Britischen Internetanbietern und Porno-Webseiten drohen Strafen Die konservative Regierung in Großbritannien setzt ihren Kampf gegen Pornografie fort. Ein neues Gesetz sieht saftige Strafen von fast 300.000 Euro gegen Porno-Webseiten vor, wenn diese keine Altersverifikation haben.
-
: Offenbar Selbstmordversuch von Chelsea Manning
: Offenbar Selbstmordversuch von Chelsea Manning Die in den USA inhaftierte Whistleblowerin Chelsea Manning hat offenbar versucht sich das Leben zu nehmen. Das berichtet der Independent unter Berufung auf US-Medien:
A US media report said that Manning, who us being held at in a cell at Fort Leavenworth, Kansas, was taken to hospital early on Tuesday morning. CNN said that it was believed that the 28-year-old had tried to take her life. There was no immediate independent confirmation of this.
Manning wurde im Jahr 2013 zu 35 Jahren Haft verurteilt, weil sie geheime Dokumente an Wikileaks weitergegeben hatte.
Update:
Die Anwälte von Manning reagieren mit einem Statement:Chelsea Manning @xychelsea legal team responds to unconfirmed rumors re: her hospitalization https://t.co/viZrz6FOxs pic.twitter.com/VK57zcdEKz
— Fight for the Future (@fightfortheftr) 6. Juli 2016
-
: UN-Menschenrechtsrat: Menschenrechte gelten auch online
Der UN-Menschenrechtsrat (Archivbild). Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC-BY-NC-ND 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/unisgeneva/5033625310/sizes/l">UN Photo/Jean-Marc Ferre</a> : UN-Menschenrechtsrat: Menschenrechte gelten auch online Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen will die Trennung von Offline und Online bei den Menschenrechten aufheben. Besonders verurteilt werden in einer Resolution vom vergangenen Freitag so genannte Internet-Shutdowns. Einigen Mitgliedsstaaten gefällt das nicht.
-
: Türkei blockiert Twitter, Facebook und Youtube nach Terroranschlag
Beliebtes Streetart-Motiv, das bei den Gezi-Protesten in der Türkei auftauchte. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/igb/9303779433/sizes/o/"> igb</a> : Türkei blockiert Twitter, Facebook und Youtube nach Terroranschlag Nach dem Anschlag auf den Atatürk-Flughafen hat die Regierung eine Nachrichtensperre verhängt. Sie betrifft unter anderem soziale Netzwerke, die landesweit blockiert werden.
-
: Sehen, was Google über dich speichert
So muss "My Activity" aussehen, wenn man seinen Google-Account so datensparsam wie möglich fährt. : Sehen, was Google über dich speichert Google versucht gegenüber den Nutzern zumindest in Teilen eine Transparenz herzustellen, was über sie gespeichert wird. Neuestes Tool dabei ist die Anzeige „My Activity“ im Google-Account. Dort lassen sich tageweise die Aktivitäten von Android, Chrome, Maps, Suche, Bildersuche und YouTube ansehen. Eine Art Vollprotokollierung des digital-mobilen Lebens, die einige Nutzer ganz schön erschrecken dürfte. Deswegen diese Anzeige ruhig mal Freunden, Eltern und Verwandten zeigen. Natürlich mit deren Account.
Wer die Datenschutzeinstellungen seines Accounts restriktiv und datenschützend eingestellt hat, sollte unter „My Activity“ nichts sehen. Alle anderen haben die Möglichkeit, ihre Datenschutzeinstellungen im Google Account zu korrigieren, die interessenbezogene Werbung auszuschalten und die Tage in My Activity zu löschen. Eine gebündelte Löschung ist auch möglich.
Wer datenschutzmäßig auf Nummer sicher gehen will, muss übrigens Google komplett meiden.
-
: Berlin: Ausweitung der Videoüberwachung vom Tisch
Innensenator Henkel im Innenausschuss. Foto: wetterfrosch : Berlin: Ausweitung der Videoüberwachung vom Tisch Es gibt sie doch: Die positiven Meldungen in Sachen Grundrechte. Innensenator Henkel ist mit seinem Überwachungsvorstoß gescheitert.
-
: Facebook nutzt Standort für Freundesvorschläge (Update)
Jenny hat gar keine Lust mit Peter zu reden und findet ihn richtig unsympathisch. Am nächsten Tag schlägt Facebook Peter vor, dass er sich mit Jenny befreunden könnte - und gibt ihm ihre Profildaten Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/boolve/"> boolve</a> : Facebook nutzt Standort für Freundesvorschläge (Update) Facebook weiß, wo sich die Nutzer des Netzwerkes aufhalten. Jetzt kam raus, dass das Unternehmen seinen Nutzern auf Basis des Handystandortes Vorschläge nach dem Muster „Personen, die du vielleicht kennst“ macht.
-
: Religiöser Hacker greift Escort-Seiten an
Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC-BY-NC-ND 2.0</a> <a href="http://scottbeale.org/">Scott Beale / Laughing Squid</a> : Religiöser Hacker greift Escort-Seiten an Ein unter dem Pseudonym „ElSurveillance“ agierender Hacker hat alleine im Juni dieses Jahres knapp 40 Webseiten von Escort-Services gehackt und verändert. Auf den gehackten Seiten hinterlässt der nach eigenen Angaben marrokkanische Hacker Koransuren und Solidaritätsbekundungen für Palästina.
Wie die International Business Times berichtet, hat „ElSurveillance“ jetzt angekündigt, 100.000 erbeutete Kundendaten zu veröffentlichen.
Seine Aktion nennt der Hacker #EscortsOffline. Viel Erfolg hat der sich als fromme Hacktivist ausgebende ElSurveillance bislang nicht: Es folgen ihm nach knapp einem Jahr nur 130 Leute bei Twitter, Unterstützung findet er kaum.
-
: Oberlandesgericht Köln: Adblocking legal, bezahltes Whitelisting verboten
Mit der Kombination aus "Blacklist" und "Whitelist" könne die Adblocker-Firma den Zugang zu Werbefinannazierung kontrollieren, sagt das Gericht Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/luckyluka/7170220512/sizes/l">luckyfotostream</a> : Oberlandesgericht Köln: Adblocking legal, bezahltes Whitelisting verboten Für die einen bringen Adblocker ein schnelles und werbefreies Internet ohne lästige Ablenkung, für die anderen weniger Einnahmen durch Werbung. Der Axel-Springer-Verlag klagt gegen die Eyeo GmbH, die das populäre Browser-Addon Adblock Plus vertreibt. Doch Adblocking an sich bleibt erlaubt.
-
: Bundesregierung will Entschlüsselungsbehörde schaffen
Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/twosevenoneonenineeightthreesevenatenzerosix/6655759625/sizes/l">Adam Foster</a> : Bundesregierung will Entschlüsselungsbehörde schaffen Die Antwort der Bundesregierung auf den aktuellen Crypto War heißt Zitis: Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich. Die Behörde soll verschlüsselte Kommunikation knacken, die immer mehr zum Standard wird. Das hat der Rechercheverbund aus Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR herausgefunden. Die Süddeutsche schreibt:
Hunderte Spezialisten sollen dort die raffinierten Codes der Anbieter und Hersteller knacken, damit Polizei und Verfassungsschutz weiterhin mitlesen können. Zitis soll als Dienstleister fungieren, der Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz dabei hilft, Licht ins Dunkel zu werfen. Einzelne Bundesländer sollen später andocken können. Um die gebotene Trennung zwischen Polizei und Geheimdienst nicht zu umgehen, soll Zitis nicht selbst abhören, sondern nur die notwendigen Techniken entwickeln, auf dem freien Markt kaufen oder von befreundeten Staaten übernehmen.
Zunächst sollen 60 Personen bei Zitis arbeiten, im Jahr 2022 dann um die 400. Weiter heißt es, dass sich die Bundesregierung bewusst gegen verpflichtende Backdoors und sich stattdessen für die Schaffung einer Entschlüsselungsbehörde entschieden habe. Diese soll nicht per Gesetz, sondern per „Errichtungserlass aus dem Innenministerium“ geschaffen werden.
-
: Die Cider Connection: Abmahnungen gegen Nutzer von Creative-Commons-Bildern
Firmen- und Beziehungsgeflecht der Cider Connection. Zum Vergrößern auf das Bild klicken. (Stand Juni 2016) : Die Cider Connection: Abmahnungen gegen Nutzer von Creative-Commons-Bildern Seit Dezember 2015 verschickt eine Cider Connection zahlreiche Abmahnungen wegen fehlerhafter Creative-Commons-Referenzierungen. Wir haben recherchiert und legen jetzt das Netzwerk der Abmahner offen.
-
: Anti-Terror-Paket: Millionenkosten für Wirtschaft und Verbraucher
Bald nur noch mit Personalausweis: SIM-Karten. Bild: <a href="https://www.flickr.com/people/mroach/">mroach</a>. Lizenz: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">BY-SA 2.0</a>. : Anti-Terror-Paket: Millionenkosten für Wirtschaft und Verbraucher Mehr als 50 Millionen Euro wird alleine die Verschärfung bei den Prepaidkarten im Anti-Terror-Paket kosten. Über weitere Kosten schweigen Wirtschafts- und Innenministerium. Für die Vorgehensweise gab es jetzt einen Rüffel vom Nationalen Normenkontrollrat, den wir veröffentlichen.
-
: NSU-Terror: Wir veröffentlichen, wie der Verfassungsschutz das Mobiltelefon von V‑Mann Corelli bei sich gefunden hat
Ein rotes Samsung-Klapphandy mit Bezug zu Corelli liegt noch beim BfV. (Symbolfoto) : NSU-Terror: Wir veröffentlichen, wie der Verfassungsschutz das Mobiltelefon von V‑Mann Corelli bei sich gefunden hat Jetzt wird es eng für Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen. Gleich mehrere bislang unbekannte Handys mit Bezug zu V‑Mann Corelli sind aufgetaucht. Sie könnten zur Zeit des NSU genutzt worden sein.
