Die vom Berliner Innensenator Henkel (CDU) forcierte Ausweitung der Videoüberwachung in Berlin ist für diese Legislaturperiode vom Tisch. Die CDU nahm das Thema von der Tagesordnung des Innenausschusses, nachdem sich die Koalitionäre CDU und SPD nicht einigen konnten. Die CDU war laut Pressemitteilung der SPD nicht dazu bereit, besonders sensible Bereiche wie Wohnräume von der Videoüberwachung auszunehmen. Ohne einen gemeinsamen Gesetzentwurf kann es jedoch keine Verabschiedung des Gesetzes bis zur Wahl am 18. September geben.
Die Ausweitung der Videoüberwachung war im Vorfeld von der Berliner Datenschutzbeauftragten und von unabhängigen Experten scharf kritisiert worden.
Wir werden später noch detaillierter zum Thema berichten.

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3 Kommentare zu „Berlin: Ausweitung der Videoüberwachung vom Tisch“
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[…] So isses. Das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht. […]
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Dafür hat Berlin jetzt die Blockwart-App..kicher
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[…] Die Zeit war so knapp, dass die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltzcyk nur eine Woche Zeit bekam, um den Entwurf zu kommentieren. Sie kritisierte, dass durch das geplante Gesetz öffentlich zugängliche Räume wie Einkaufszentren, Schwimmbäder und Museen zur Überwachung freigegeben worden wären. Nicht nur Smoltczyk fand den Entwurf bedenklich, in einer Anhörung des Innenausschuss kritisierte der Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Clemens Arzt den Entwurf in vielen Punkten und bezeichnete sogar die bereits bestehende Videoüberwachung der Polizei als rechtswidrig und mit dem Grundgesetz unvereinbar. Angesichts der vielen juristischen Knackpunkte und der knappen verbleibenden Zeit bis zur Abgeordnetenhaus-Wahl nahm die CDU das Thema wieder von der Tagesordnung. […]
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