Markus Reuter
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: China baut eine Biometrie- und DNA-Datenbank aller Bürger in Xinjiang auf
: China baut eine Biometrie- und DNA-Datenbank aller Bürger in Xinjiang auf China baut eine Datenbank aller Bürgerinnen und Bürger zwischen 12 und 65 Jahren in der Provinz Xinjiang auf. In dieser Datenbank werden Blutgruppe, Fotos des Gesichtes, ein Iris-Scan, Fingerabdrücke und DNA gespeichert, berichtet der Guardian.
Die Provinz Xinjiang ist Heimat der Uiguren, einer muslimischen Minderheit. Laut einem Bericht der Organisation Human Rights Watch werden die Daten unter anderem während kostenloser medizinischer Untersuchungen entnommen, bei denen die Betroffenen nicht wissen, was mit den Daten geschieht. Nach Informationen von Human Rights Watch hat die Polizei in Xinjiang DNA-Sequenziergeräte der US-Firma Thermo Fisher Scientific gekauft.
Sophie Richardson von Human Rights Watch kritisiert: „Die Erfassung der Biodaten und der DNA der gesamten Bevölkerung ist eine grobe Verletzung internationaler Menschenrechtsnormen.“
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: Tierschutzorganisation in San Francisco setzte Roboter gegen Obdachlose ein
Ein K5 von Knightscope. : Tierschutzorganisation in San Francisco setzte Roboter gegen Obdachlose ein In San Francisco ist eine Tierschutzorganisation mit einem Roboter gegen Obdachlose vorgegangen. Mit ihren Sensoren beobachtete die Maschine das Gelände der Organisation und öffentliche Gehwege. Fiel ihr etwas Ungewöhnliches auf, meldete sie dies an Sicherheitskräfte.
Wie die San Francisco Business Times berichtet, hat die Stadt dem Treiben nun ein Ende gesetzt. Für jeden weiteren Tag, an dem der Roboter auf öffentlichem Land operiert gibt es eine Strafe in Höhe von bis zu 1.000 Dollar. Die Tierschutzorganisation rechtfertigte ihr Vorgehen mit Verschmutzungen, Kriminalität und Obdachlosen-Camps in der Nähe.
Der Einsatz des Roboters löste laut der San Francisco Business Times auch Proteste aus. Mindestens einmal sei der patrouillierende Roboter umgeworfen worden. Zudem hätten Personen die Sensoren mit Barbecue Sauce verschmiert und eine Plane über das Gerät gezogen, um es handlungsunfähig zu machen. Bei dem Roboter handelt es sich um eine K5-Einheit der Firma Knightscope. Er ist etwa 1,50 Meter hoch, wiegt fast 200 Kilogramm und ist mit vier Kameras ausgestattet.
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: Bundestag debattiert darüber, NetzDG und Vorratsdatenspeicherung abzuschaffen
: Bundestag debattiert darüber, NetzDG und Vorratsdatenspeicherung abzuschaffen Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist am Ende – außer es kommt wieder zu einer Großen Koalition. Alle kleinen Parteien im Bundestag wollen das für die Meinungsfreiheit gefährliche Gesetz kippen: FDP, Linke und AfD bringen sich heute sogar mit eigenen Gesetzentwürfen in Stellung.
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: Innenministerkonferenz will Alarmanlagen unsicherer machen
Moderne Alarmanlagen sind informationstechnische Systeme. (Symbolbild) : Innenministerkonferenz will Alarmanlagen unsicherer machen In der letzten Woche gab es eine große Aufregung über die Schaffung von Hintertüren in allen möglichen digitalen Geräten. Nun hat sich die Innenministerkonferenz mit dem geheimen Bericht des Innenministers beschäftigt – und einen widersprüchlichen Beschluss gefasst.
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: 1&1: Gib uns deine Daten, dann darfst du beim Gewinnspiel mitmachen
Der Datenschutz hat bei diesem Gewinnspiel auf jeden Fall verloren. : 1&1: Gib uns deine Daten, dann darfst du beim Gewinnspiel mitmachen Wer 1&1 erlaubt, personenbezogene Daten wie Anrufzeiten und Datenverbrauch zu verarbeiten, darf an einem Gewinnspiel teilnehmen. Zum Preis einiger verloster Smartphones will das Kommunikationsunternehmen so mehr Daten seiner Kunden nutzen können.
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: Facebook sperrt FPÖ-kritische Satireseite
Wer die Satireseite besuchen wil, bekommt von Facebook diese Meldung agezeigt. : Facebook sperrt FPÖ-kritische Satireseite Facebook hat die Seite „Blutgruppe HC Negativ“ gesperrt. Sie gehört zu den bekanntesten Seiten, die satirische Werke und Nachrichten über Verfehlungen von Personen aus dem Umfeld der rechtspopulistischen FPÖ verbreitet.
Der österreichische Standard berichtet:
Einigen Sympathisanten der FPÖ war diese Plattform schon in der Vergangenheit ein Dorn im Auge, weswegen es infolge massenhafter Meldungen Anfang 2017 bereits zu einer Sperre gekommen war. Diese wurde jedoch wieder aufgehoben. Nun ist Facebook erneut gegen die Seite vorgegangen – diesmal könnte die Sperre endgültig sein.
Die Gründe für die Sperrung sind nicht bekannt. Auf Twitter berichtete eine Adminstratorin der Seite, dass ihr Account aufgrund eines vor fünf Jahren geposteten Bildes gesperrt wurde. Facebook hat Medienanfragen von Standard und Futurezone bislang nicht beantwortet.
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: Youtube: Algorithmen ersetzen angeblich 180.000 Moderatoren
Maschinen entscheiden bei Youtube vermehrt darüber, welche Inhalte auf der Plattform erscheinen dürfen. (Symbolbild) : Youtube: Algorithmen ersetzen angeblich 180.000 Moderatoren Youtube verkündet, dass Algorithmen immer mehr Einfluss auf Moderationsentscheidungen haben. Die automatische Kontrolle der Inhalte auf der Videoplattform geht aber bislang nicht mit mehr Transparenz einher. Schon in der Vergangenheit waren zahlreiche Inhalte fälschlicherweise gelöscht worden.
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: Innenministerium dementiert Plan für Hintertüren in digitalen Geräten
Amazons Assistenzwanze Alexa. Angeblich will der Innenminister keinen Zugriff auf sie haben. : Innenministerium dementiert Plan für Hintertüren in digitalen Geräten Sollen digitale Geräte Hintertüren bekommen? Die Pläne des Bundesinnenministers für die Innenministerkonferenz in dieser Woche bleiben weiterhin im Dunkeln. Daran ändert auch das Dementi seines Ministeriums nicht viel.
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: Teenagerin für Erfindung des Kopftuch-Emojis gewürdigt
: Teenagerin für Erfindung des Kopftuch-Emojis gewürdigt Bislang konnten Millionen von Frauen, die einen Hijab tragen, kein passendes Emoji von sich benutzen. Denn ein Emoji einer Frau mit Hijab gab es nicht, es klaffte eine Repräsentationslücke. Das hat sich mit dem Schriftsatz Unicode 10 geändert. Das Kopftuch-Emoji ist auf dem iPhone seit dem Update auf iOS 11.1 verfügbar, unter Android ist das Emoji ab Version 8.0 integriert.
Erfunden und gefordert hat das Emoji die 16-jährige Schülerin Rayouf Alhumedhi aus Wien. Das Time Magazine listete sie wegen ihres Engagements als eine der dreißig einflussreichsten Teenager der Welt auf. Neben sehr viel Zuspruch erntet die Teenagerin jetzt auch die üblichen Hassmails von Menschen, die in der gestiegenen Diversität des Zeichensatzes den Untergang des Abendlandes wittern, berichtet Spiegel Online.
Alhumedhi ist am Donnerstag, den 7. Dezember, beim Netzpolitischen Abend in Wien zu Gast.
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: Studie: Ethnie, Einkommen und Wahlverhalten anhand von Autos auf Google Maps einschätzen
Gegenüberstellung von Daten aus anderen Quellen (actual) und denen aus dem Deep Learning Experiment (predicted) : Studie: Ethnie, Einkommen und Wahlverhalten anhand von Autos auf Google Maps einschätzen Wissenschaftler in den USA haben in einem Deep-Learning-Experiment gezeigt, dass sie sozioökonomische Merkmale wie Einkommen, Ethnie, Bildung, aber auch das Wahlverhalten in Stadtvierteln aus Autos ableiten können, die in Bildern auf Google Street View sichtbar sind. Das Modell funktioniert, indem es Assoziationen zwischen Autos und Menschen entdeckt. Wenn zum Beispiel die Anzahl der Limousinen in einer Stadt höher ist als die Anzahl der Pickup-Trucks, wird dieses Gebiet wahrscheinlich bei der nächsten Präsidentschaftswahl für einen Demokraten stimmen. Anhand der Marken der Autos konnten die Wissenschaftler die ethnische Zusammensetzung der Viertel aufzeigen, anhand des Alters und des Wertes der Autos die soziale Zusammensetzung.
Die Wissenschaftler untersuchten 200 Städte mit 50 Millionen Bildern von Google Street View und erfassten dabei etwa acht Prozent aller Automobile des Landes. Die Studie wurde in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht.
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: Neue Überwachungspläne: Innenminister will Hintertüren in digitalen Geräten
Die Pläne des Innenministers machen aus "mündigen Bürgern und entfaltungsfähigen Individuen nur noch potenziell Verdächtige" sagt Volker Tripp von der Digitalen Gesellschaft. (Symbolbild) : Neue Überwachungspläne: Innenminister will Hintertüren in digitalen Geräten Private Computer, der heimische Fernseher und alle anderen digitalen Geräte sollen offenbar nach Plänen des amtierenden Innenministers mit einer Hintertür ausgestattet werden, die Geheimdiensten und Polizeien den Zugriff erlaubt. Die Maßnahme wäre nicht nur ein großer Schritt in den Überwachungsstaat, sie gefährdet auch die digitale und physische Sicherheit aller Bürger.
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: Digitalpolitik mit Haltung: Branchenverband Eco will nicht mit der AfD reden
Oliver Süme ist Vorstandsvorsitzender des Internetverbandes eco. : Digitalpolitik mit Haltung: Branchenverband Eco will nicht mit der AfD reden Der digitale Branchenverband Eco wird in absehbarer Zukunft nicht mit der AfD sprechen. Dies begründete der Eco-Vorstandsvorsitzende Oliver Süme gegenüber verschiedenen Zeitungen unter anderem mit der demokratiefeindlichen Stoßrichtung der Partei sowie mit fehlenden fundierten netzpolitischen Positionen.
Eco suche deswegen weder proaktiv Kontakt zur AfD, noch stünde der Verband auf Anfrage der Partei für Gespräche zur Verfügung. Gegenüber der FAZ sagte Süme:
„Wir würden auch mit der AfD reden, wenn sie sich vom rechtsextremen Flügel distanziert und eine sachlich fundierte netzpolitische Position entwickelt hat“, sagt Süme. Allerdings habe er bislang keine signifikanten digitalpolitischen Äußerungen der AfD wahrgenommen. Er erwarte zudem, dass die Partei „die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft“ anerkenne und sich deutlich vom rechtsextremen Flügel um Björn Höcke und dem Vordenker Götz Kubitschek distanziere. Solange die Distanzierung ausbleibe, könne er nicht mit der AfD über das Internet sprechen – denn das sei „ein Grundinstrument einer freiheitlichen Ordnung“.
Diese Kritik wiederholte der Vorstand des Verbandes gegenüber dem Handelsblatt:
Ausgrenzung und Nationalismus sind mit einem freien Internet und Grundwerten unserer Verfassung nicht vereinbar, sie gefährden zudem das wirtschaftliche Wachstum einer Branche, die als Schlüsselbranche des Standorts Deutschland zu begreifen ist.
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: Das traurigste Produkt im ganzen Internet
: Das traurigste Produkt im ganzen Internet Sie haben noch kein Weihnachtsgeschenk? Dann schenken Sie ihren Kindern doch diese Elfen-Überwachungskamera. Die Attrappe stellt sicher, dass sich ihre Schützlinge in der Vorweihnachtszeit richtig benehmen. Mit der Androhung von Überwachung im Kinderzimmer wird ganz bestimmt auch das Vertrauen und das Selbstbewusstsein der Kleinen gefördert…
Aus dem Produkt-Text bei Amazon:
- Dummy surveillance camera for your naughty little elves
- Red flashing LED to resemble a working security camera
- Includes 2 screws and plugs to mount to a wall or ceiling
- Pretend that Santa’s watching to ensure that kids behave
Es ist wirklich traurig.
(via)
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Protest gegen Höcke: Endlich reden alle von Überwachung
Blick vom Mahnmal auf Höckes Haus. Protest gegen Höcke: Endlich reden alle von Überwachung Während die anlasslose Überwachung aller Bürger immer weiter voranschreitet, löst ausgerechnet die vom Zentrum für politische Schönheit behauptete Überwachung von Deutschlands bekanntestem Rechtsradikalen Proteststürme aus. Hier hängt etwas gewaltig schief. Ein Kommentar.
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: Bayer setzt in Österreich Gesichtsscanner in Apotheken ein
Gesichtserkennung dringt in immer mehr Lebensbereiche vor. (Symbolbild) : Bayer setzt in Österreich Gesichtsscanner in Apotheken ein Zwei Apotheken in Österreich scannen mithilfe von Videokameras die Gesichter ihrer Kunden, um ihnen in den Geschäften geschlechts- und altersspezifische Werbung zu zeigen. Die Technologie stammt vom Pharmaunternehmen Bayer Austria.
Die Futurezone berichtet:
Eine Mitarbeiterin der Apotheke erklärt auf Anfrage der futurezone, dass über eine Kamera Geschlecht und Altersspanne der Kunden erfasst und auf einem großen Display passende Werbung angezeigt wird: „Ein älterer Kunde bekommt dann vielleicht Werbung für Supradyn 50+ zu sehen.“
Nach Angaben der Apotheke und von Bayer werden die Bilder temporär gespeichert und die Erkennungs-Algorithmen „laufen lokal“.
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: Youtube sperrt Account des Zentrums für politische Schönheit (Update)
Das Mahnmal vor Björn Höckes Haus. : Youtube sperrt Account des Zentrums für politische Schönheit (Update) Die Berliner Aktionskünstler stellten dem AfD-Rechtsaußen Björn Höcke ein ganz persönliches Holocaust-Mahnmal vor sein Wohnhaus. Youtube sperrte jetzt nicht nur die Videos der Aktion, sondern gleich den ganzen Account des Künstlerkollektivs. Mittlerweile ist die Sperre wieder aufgehoben.
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: Facebook-Followerschwund: Betroffener bekommt weiterhin seine Daten nicht
Der Betroffene kann bis heute nicht nachvollziehen, welche seiner befreundeten Accounts von Facebook gelöscht werden. (Symbolbild) : Facebook-Followerschwund: Betroffener bekommt weiterhin seine Daten nicht Facebook hat im Fall des Türkei-Kritikers Kerem Schamberger eingeräumt, tausende Accounts wegen Verstößen gegen die Geschäftsbedingungen gelöscht zu haben. Eine unabhängige Überprüfung ist weiterhin nicht möglich, da Schamberger seit knapp drei Wochen seine Freundesliste nicht bei Facebook herunterladen kann.
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: Google News will russische Staatssender wegen Falschmeldungen abwerten
Will die russischen Staatskanäle RT und Sputnik klein machen: Eric Schmidt. : Google News will russische Staatssender wegen Falschmeldungen abwerten Im Umgang mit Propaganda und Fake News hat Google nun weitere Maßnahmen angekündigt. Ganz unabhängig von der Bewertung von Propagandaschleudern wie RT oder Sputnik, werfen Googles Maßnahmen Fragen nach Transparenz auf.
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: Bürgerrechte im Koalitionsvertrag Niedersachsen: Null Treffer
Polizist bei einem Einsatz im niedersächsischen Laase. : Bürgerrechte im Koalitionsvertrag Niedersachsen: Null Treffer Außer Breitbandausbau und einer wirtschaftszentrierten Netzpolitik gibt der Koalitionsvertrag der neuen großen Koalition des Landes Niedersachsen nicht viel her. Bei Grund- und Freiheitsrechten kündigt sich hingegen ein massiver Abbau und ein Mehr an Überwachung an. Eine kommentierende Analyse.
