Alexander Fanta
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: Google baut eine Paywall für Medien auf der ganzen Welt
Handverlesene Partner dürfen die Bezahlschranke von Google als erste nutzen : Google baut eine Paywall für Medien auf der ganzen Welt Google wird künftig zum Abo-Shop für Zeitungen. Der Internetkonzern kündigte gestern an, Verlegern eine eigene Paywall-Lösung zur Verfügung zu stellen und eingeloggten Google-Kunden die bezahlten Nachrichteninhalte in der Websuche vorrangig anzuzeigen. Die bisherigen Maßnahmen des kalifornischen Unternehmens zur Förderung des Journalismus, die Digital News Initiative, wird im selben Atemzug in „Google News Initiative“ (GNI) umbenannt.
Der neue Bezahldienst von Google startet mit ausgewählten Nachrichtenseiten, darunter der New York Times, der Financial Times und La Repubblica in Italien. Deutsche Zeitungen sind keine darunter. Google wird damit noch unmittelbarer Teil des Ökosystems des Nachrichtengeschäftes, wie der Konzern ankündigt:
Als Teil der Google News Initiative, unseren firmenweiten Bemühungen zur Unterstützung des Journalismus im digitalen Zeitalter, starten wir heute einen wichtigen Schritt, Nachrichten-Verlegern neue Einnahmequellen jenseits der Werbung zu erschließen. Wir planen, „Subscribe with Google“ wachsen und sich entwickeln zu lassen. Wir helfen Verlegern dabei, mögliche Abonnenten zu identifizieren, ihre Abozahlen zu steigern und finanzielle Nachhaltigkeit zu erreichen.
Wieviel Google von den Verlegern für seine Hilfe verlangen wird, geht aus der Ankündigung nicht hervor. In den vergangenen Jahren führten viele Nachrichtenseiten Bezahlschranken für ihre Inhalte ein. Allerdings ist bisher für die meisten Zeitungen und Nachrichtenseiten die Haupteinnahmequelle weiterhin Werbung. Einen immer größeren Anteil der digitalen Werbeeinnahmen schlucken allerdings die Datenkonzerne Google und Facebook, nach Schätzungen der Industrie im Vorjahr rund 84 Prozent. Um Kritik der Verlage an der Zerstörung ihres Geschäftsmodells abzuwehren, finanzierte Google mit der Digital News Initiative allein in Europa in den vergangenen zwei Jahren Innovationsprojekte im Journalismus mit rund 100 Millionen Euro. Indessen bauten die beiden Konzerne ihre Dominanz am Werbemarkt weiter aus.
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: BVT-Affäre in Österreich: Deutscher Verfassungsschutz fürchtet Weitergabe von Geheimdienstdaten
Protest im Jahr 2016 gegen Pläne für Stärkung der Überwachungsrechte des BVT : BVT-Affäre in Österreich: Deutscher Verfassungsschutz fürchtet Weitergabe von Geheimdienstdaten Die rechtsextreme, Russland-freundliche FPÖ will eine undurchsichtige Affäre um Österreichs Inlandsnachrichtendienst BVT zur Neubesetzung aller Führungsposten verwenden. Die Vorgänge sorgen in Berlin für Besorgnis. Nun verlangen die deutschen Verfassungsschützer in Wien Auskunft über die mögliche Weitergabe von Daten aus der Zusammenarbeit der Nachrichtendienste.
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: Wifi4EU: Initiative für kostenloses WLAN in Kommunen gestartet
Die EU-Kommission will in viele öffentliche Orte hineinstrahlen. Allerdings nur mit Anmeldung. : Wifi4EU: Initiative für kostenloses WLAN in Kommunen gestartet Die EU-Kommission hat ihre Initiative Wifi4EU gestartet, die die Errichtung von tausenden WLAN-Hotspots in Europa finanziell unterstützen soll. Kommunen können sich ab heute über die Webseite anmelden und ab Mitte Mai offiziell um die ersten 1.000 Gutscheine im Wert von 15.000 Euro bewerben. Damit finanziert die Europäische Union den Kauf und die Einrichtung von Hotspots, die laufenden Kosten müssen die Kommunen selbst tragen. Insgesamt 120 Millionen Euro plant die Kommission für die Initiative bis 2020 ein. Als erste Gemeinde in Deutschland meldete sich Dreieich in Hessen für die Hotspot-Förderung an.
Allerdings erwähnt die heutige Ankündigung zu dem Projekt nicht, dass die Pläne der EU-Kommission ein Authentifizierungsystem für den Zugang zu den Hotspots vorsehen. Damit könnte die EU-Kommission in ganz Europa Handynummern sammeln, schrieben wir zuletzt:
Ein europaweites Authentifizierungssystem sei notwendig, um aus Sicherheits- und Haftungsgründen ein „Minimum an Kontrolle“ ausüben zu können, teilte uns eine Sprecherin der EU-Kommission mit. Ob es sich um autorisierte Nutzer handelt, soll eine Verifizierung mittels Handynummer abklären. Zwar sollen dabei personenbezogene Daten nur dann verarbeitet werden, wenn dies nationale Gesetze vorschreiben, sagte die Sprecherin. Freilich fallen Telefonnummern in diese Kategorie. Zudem gibt es in Europa immer weniger Länder, die den Kauf anonymer Prepaid-SIM-Karten zulassen. Die Zuordnung der Handynummer zu einer natürlichen Person fällt damit leicht. Aufbauen und betreiben wird das Authentifizierungssystem ein externer Dienstleister, den die Kommission noch finden muss.
Eine Sprecherin der Kommission konnte heute auf Anfrage von netzpolitik.org zunächst keine Auskunft darüber geben, ob bei den neuen Kommunen-Hotspots weiterhin eine Registrierung per Handynummer vorgesehen ist und welcher externe Dienstleister künftig Millionen an Telefonnummern speichern soll. Wir bleiben aber an dem Thema dran, auch wenn die EU-Kommission uns nicht als Medien-Organisation sieht.
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: Presserat: Lügenpresse-Rufer nehmen Polizei als „Kronzeugen“ gegen Journalisten
Eine berittene Polizistin in München teilt Knöllchen aus. Pferde sind nicht die einzige Art, wie die Polizei von oben herab mit Bürgerinnen spricht. : Presserat: Lügenpresse-Rufer nehmen Polizei als „Kronzeugen“ gegen Journalisten Der Pressekodex legt Journalisten nahe, die Herkunft von Tatverdächtigen nur bei begründetem öffentlichen Interesse zu nennen. Für die Polizei gelten solche Regeln aber nicht – und besonders auf Twitter und Facebook reizt sie ihren Spielraum aus. Der Presserat hält die Politik für gefordert.
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: Vor Fußball-WM: Deutschland bereit, Namen aus „Hooligan-Datei“ an Russland zu schicken
In Fußballstadien kann es schon mal hoch hergehen. Hier die Tribüne bei einem Spiel in Kanada. : Vor Fußball-WM: Deutschland bereit, Namen aus „Hooligan-Datei“ an Russland zu schicken Das Bundesinnenministerium sammelt die Daten von tatsächlich und angeblich gewalttätigen Sportfans in einer Datenbank. Einzelne Namen können dabei auch bei den russischen Behörden landen. Für das Innenministerium ist das okay, eine Abgeordnete der Grünen warnt hingegen vor der „Datenweitergabe an ein autoritäres Regime“.
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: Roboterjournalisten retten die Lokalpresse. Wer rettet uns davor?
Roboter in einem Berliner Spielzeugladen. Marschieren die demnächst bei der BZ ein? : Roboterjournalisten retten die Lokalpresse. Wer rettet uns davor? Nachrichtenagenturen von London bis Helsinki setzen seit neuestem Algorithmen für ihre Lokalberichterstattung ein. Doch statt neutraler Datenberichte liefern die automatischen Textgeneratoren Spin am laufenden Band. Die Öffentlichkeit steht mit dem Beginn des Roboterzeitalters im Journalismus vor einer neuen Herausforderung.
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: „Twitter doch, wenn du dich traust“: Kritik an Spaniens Antiterrorgesetz
Spaniens Diktator Franco und sein Premierminister Carrero Blanco (Mitte links) : „Twitter doch, wenn du dich traust“: Kritik an Spaniens Antiterrorgesetz Amnesty International kritisiert in einem neuen Bericht „Twitter’ doch, wenn Du dich traust“ die spanische Antiterror-Gesetzgebung als Einschränkung der Meinungsfreiheit, online wie offline. Der im Jahr 2000 eingeführte und 2015 nach den Anschlägen von Paris verschärfte Artikel 579 des spanischen Strafgesetzbuches verbietet die „Verherrlichung des Terrorismus“ und die „Herabsetzung der Würde von Terroropfern“. Das Gesetz sei viel zu vage formuliert und führe immer wieder zu fragwürdigen Verurteilungen. Damit habe es eine abschreckende Wirkung auf die freie Meinungsäußerung, kritisiert Amnesty.
Unter dem Gesetz wurde etwa eine 21-jährige Studentin für einen Witz auf Twitter verurteilt. Der Guardian berichtet dazu:
Der wohl berüchtigste Fall [des Antiterrorgesetzes] ist der von Cassandra Vera. Die Studentin erhielt eine auf Bewährung ausgesetzte Gefängnisstrafe und ist für sieben Jahre von öffentlichen Mitteln finanzierten Stellen ausgeschlossen, weil sie einen Witz über die Ermordung eines spanischen Premierministers 1973 twitterte. Veras Verurteilung und die Strafe wurden Anfang März aufgehoben, nachdem Spaniens Höchstgericht urteilte, dass ihr Verhalten vielleicht moralisch verwerflich gewesen sei, dies aber nicht im Verhältnis zur vom Gericht verhängten Strafe stehe.
Vera hatte im November 2013 über das tödliche Attentat der baskischen Terrorgruppe ETA gegen den von Diktator Franco eingesetzten Premierminister Luis Carrero Blanco gewitzelt: „ETA war damals schwer gegen Dienstwagen. Und kombinierte das mit einem Weltraumprogramm“.
Update vom 16. März 2018: Im ersten Absatz wurde klargestellt, dass das umstrittene Antiterrorgesetz bereits 2000 eingeführt und 2015 nur verschärft wurde.
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: EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot
Falschnachrichten wie jene von der angeblichen Unterstützung des Papstes für Donald Trump im US-Wahlkampf 2016 verbreiten sich weiterhin munter auf Youtube. Dabei helfen ihnen auch die Empfehlungsalgorithmen der Plattform. : EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot Die EU-Kommission bestellte bei einer hochrangigen Gruppe von Wissenschaftlern und Branchenvertretern einen Bericht zu Fake News. Die Experten schafften erstmal gleich den Begriff ab und wollen nur noch von Desinformation sprechen. Ihr Bericht bleibt in seinen Empfehlungen vage. Immerhin: Die Experten fordern die Social-Media-Plattformen zu mehr Transparenz bei ihren Algorithmen auf.
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: Nach zehn Wochen: Regierungspolitiker denken laut über NetzDG-Reform nach
Kritiker beklagen eine Löschorgie legaler Inhalte durch das NetzDG. (Symbolbild) : Nach zehn Wochen: Regierungspolitiker denken laut über NetzDG-Reform nach Die Kritik gegen überzogenes Löschen von Beiträgen in sozialen Medien kommt langsam bei Union und SPD an. An der Problematik von privaten Unternehmen als Foren öffentlicher Meinung ändern jetzt gemachte Vorschläge allerdings wenig.
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: Parlamentsgutachten rügt Polizei für Blockieren von Nutzern auf Twitter
In sozialen Medien gibt sich die Polizei gerne kuschlig. Wer dort aber vorlaut wird, wird von der Polizei oft geblockt. : Parlamentsgutachten rügt Polizei für Blockieren von Nutzern auf Twitter Die Hausjuristen des Deutschen Bundestages zerpflücken in einer schriftlichen Stellungnahme die Argumente der Polizei für ihr Vorgehen in den sozialen Medien. Nun könnten bald die Gerichte klären, was die Polizei online darf und was nicht.
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: Hausdurchsuchungen in Nordkorea-Affäre bei Österreichs Verfassungsschutz
Österreichs Innenminister Kickl im Parlament in Wien : Hausdurchsuchungen in Nordkorea-Affäre bei Österreichs Verfassungsschutz Eine handfeste Affäre mit politischen Obertönen erschüttert das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT). Den Verfassungsschützern wird die Weitergabe gefälschter nordkoreanischer Pässe zum Vorwurf gemacht. Die Affäre gewann vergangene Woche an Fahrt, als eine auf Straßenkriminalität spezialisierte Polizeieinheit am Amtssitz des BVT eine Hausdurchsuchung durchführte und BVT-Chef Peter Gridling vernahm. Damit erhält der Fall eine politische Note, denn Chef der Einheit ist Wolfgang Preiszler, ein Funktionär der Rechtsaußenpartei FPÖ von Innenminister Herbert Kickl. Auch dürften nun die ersten Köpfe rollen: BVT-Chef Gridling nahm inmitten der schweren Vorwürfe gegen seine Organisation plötzlich Urlaub, berichtet der Standard. Seine Amtszeit laufe in einigen Tagen aus.
Das Wiener Blatt macht in seinem Bericht die problematische Natur des Vorgangs deutlich:
Laut den Anwälten der beschuldigten BVT-Mitarbeiter sollen bei der Hausdurchsuchung ganze Festplatten kopiert worden sein. Dabei handelt es sich um heikle Daten: Das BVT ist für Ermittlungen gegen Links- und Rechtsextremisten, Terroristen und ausländische Spione zuständig. Die Daten des BVT werden in einem eigenen System gespeichert, Zugriffe darauf werden streng protokolliert. Diese Informationen wurden nun offenbar von der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität kopiert und an die Staatsanwaltschaft übermittelt.
Seit knapp drei Monaten regiert in Österreich eine Koalition aus der konservativen ÖVP und der FPÖ, deren tiefe Verbindungen in rechtsextreme Kreise in den vergangenen Wochen immer deutlicher wurden. Ein Spitzenkandidat der FPÖ bei einer Landtagswahl trat nach einer Affäre um ein Liederbuch mit Nazi-Texten seiner Burschenschaft zurück. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache selbst war in seiner Jugend in der Neonazi-Szene unterwegs. Seit ihrem Regierungsantritt bemüht sich die FPÖ, Spitzenpositionen in Ämtern und staatlichen Unternehmen mit ihren Leuten zu besetzen. Innenminister Kickl möchte inzwischen ein Paket mit neuen Überwachungsmaßnahmen im Eilverfahren durch das Parlament bringen. Die Orbanisierung Österreichs schreitet munter voran.
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: Algorithmische Kriegsführung: Google hilft dem Pentagon bei der Verbesserung seiner Kampfdrohnen
Eine Karte der Organisation Airwars.org zeigt Orte häufiger US-Luftangriffe im Irak und in Syrien seit 2014 : Algorithmische Kriegsführung: Google hilft dem Pentagon bei der Verbesserung seiner Kampfdrohnen Das Motto von Google lautet „Sei nicht böse“. Wohl ganz in diesem Sinne hilft der Internetkonzern nun dem US-Verteidigungsministerium bei der Verbesserung seiner Drohnentechnologie, die die USA in Konfliktgebieten völkerrechtswidrig für gezielte Tötungen einsetzt. Wie die Webseite Gizmodo berichtet, ging Google kürzlich eine Partnerschaft mit dem Maven-Projekt des Pentagon ein, das auch als „Algorithmic Warfare Team“ bekannt ist und seit 2017 die Nutzung von Big Data und Machine Learning für die Kriegsführung voranbringen soll. Google hat in den letzten Jahren enorme Expertise im Bereich der Künstlichen Intelligenz entwickelt und soll dabei helfen, die Zielsteuerungsmechanismen von Kampfdrohnen im Feld zu verbessern. Der Schritt wurde dem Bericht zufolge von Google-Mitarbeitern hitzig diskutiert und kritisiert.
The Intercept schildert, woran Google und das Pentagon genau arbeiten:
Google machte bisher große Fortschritte damit, seine eigenen Deep-Learning-Werkzeuge bei der Übersetzung von Fremdsprachen und der Bilderkennung einzusetzen. Ein Team aus allen Teilen der Firma arbeitet nun an dem KI-Drohnenprojekt. Wie The Intercept erfuhr, arbeitet dieses Team an Deep-Learning-Technologie, die Drohnen-Analysten bei der Auswertung der riesigen Datenmengen aus der Flotte von 1.100 Drohnen des US-Militärs hilft, und künftig präzisere Bombenangriffe gegen den Islamischen Staat möglich machen soll. [Eigene Übersetzung]
Präzisere Attacken sind wohl auch bitter nötig: Denn in Syrien töten US-Luftschläge gegen Islamisten so häufig unbeteiligte Zivilisten, dass das Zentralkomitee der US-Armee monatliche Berichte darüber herausgibt. Einige der Attacken werden von ferngesteuerten Drohnen ausgeführt. In der Vergangenheit gab es immer wieder harte Kritik daran, denn die Drohnenattacken sind nach Datenanalysen nicht allzu präzise. Und das unabhängig von der ethischen Frage, ob die US-Armee wirklich eigene und fremde Staatsbürger überall auf der Welt, ohne Gerichtsbeschluss und mit bestenfalls vager Rechtfertigung durch ferngesteuerte Waffen töten sollen dürfte.
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: Steve Bannon lobt Kryptowährungen als Werkzeug gegen das Establishment
Trumps früherer Chefideologe Steve Bannon bei einer Rede 2017 : Steve Bannon lobt Kryptowährungen als Werkzeug gegen das Establishment Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ist ein großer Fan von Kryptowährungen. Das ließ Bannon eine gebannt lauschende Menge in der Schweiz wissen, dem Heimatland der geheimen Geldflüsse. Der führende Kopf der US-amerikanischen Alt-Right-Bewegung besuchte die Schweiz auf Einladung der rechten Wochenzeitung „Weltwoche“, die immer wieder mit hetzerischen Covergeschichten von sich reden macht.
Bannon nutzte seine Rede für ein Lob der finanziellen Diskretion seines Gastlandes, wie der Wiener Standard berichtet:
Kryptowährungen sind nach Ansicht von Steve Bannon ein wichtiges Werkzeug für die europäische Bewegung gegen das „Establishment“. „Wir nehmen den Zentralbanken die Kontrolle weg“, sagte [Bannon]. „Das wird uns wieder die Macht geben.“ […] Er habe die Schweiz als wichtigen Standort für Kryptowährungen für seine erste Rede in Europa ausgewählt. Im Kanton Zug sind dutzende Firmen aus diesem Sektor beheimatet. In der Schweiz sei „das Herz“ der Krypto-Bewegung zu Hause, sagte der 65-jährige.
Die Ausführungen Bannons machen die Vorliebe rechter Kreise für Kryptowährungen wie Bitcoin deutlich. Ähnliches war zuletzt auch schon von Alice Weidel von der AfD zu hören. Nirgendwo passt diese Denke besser hin als in die Schweiz: Dort trifft sich die Phantasie eines jeden Steuervermeiders, Geld ohne staatliche Kontrolle verschieben zu können, mit der radikalen Staatsfeindlichkeit des vermögenden Konservativen. Der Hype um Kryptowährungen findet hier logischerweise seine eifrigsten Abnehmer.
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: Twitter und die Hauptstadtbullen: Darf die Polizei eigentlich Ironie?
: Twitter und die Hauptstadtbullen: Darf die Polizei eigentlich Ironie? Noch nie gab sich die Exekutive so cool wie heute: In sozialen Medien pfeffern die Beamten ihre Beiträge mit lockeren Sprüchen und ironischen Antworten. Dabei bewegen sich die Polizei-Influencer gelegentlich in einem rechtlichen und ethischen Graubereich.
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: Sendungsbewusstsein in Uniform
: Sendungsbewusstsein in Uniform Soziale Medien erlauben der Exekutive die Kommentierung von Ereignissen in Echtzeit. Damit hat die Polizei etwas, das vor 20 Jahren undenkbar schien: eine eigene mediale Meinungsplattform. Darüber brauchen wir dringend eine gesellschaftliche Debatte! Ein Kommentar.
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: Not Heidis Girl: Wie Youtube eine Kampagne gegen Sexismus ausbremste
Szene aus dem bei Youtube zwischenzeitlich gesperrten Protestsong "Not Heidis Girl" gegen die Sendung "Germany's Next Topmodel" : Not Heidis Girl: Wie Youtube eine Kampagne gegen Sexismus ausbremste Neuer Fall von algorithmischem Overblocking: Weil RTL Ausschnitte eines Protestsongs gegen Germanys Next Topmodel zeigte, sortierte Youtubes Filtersystem „Content ID“ das Lied als geistiges Eigentum von RTL ein – und blockierte das Original als vermeintlich illegale Kopie. Die Organisation Pinkstinks beklagt nun, dass ihrer Kampagne dadurch Reichweite genommen wurde.
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: Kriminologe: „Sichtbarkeit der Polizei in sozialen Medien bedeutet, dass das Gewaltmonopol greift“
Der Kriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger wünscht sich mehr Polizeipräsenz im Netz : Kriminologe: „Sichtbarkeit der Polizei in sozialen Medien bedeutet, dass das Gewaltmonopol greift“ Thomas-Gabriel Rüdiger von der Polizeifachhochschule in Brandenburg beschäftigt sich seit Längerem mit der Polizeiarbeit im Netz. Er warnt vor mangelnder Präsenz der Sicherheitsbehörden im Netz und wünscht sich digitale Streifenfahrten. Ein Gespräch über pöbelnde Nutzer und twitternde Beamte.
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: Influencer in Uniform: Wenn die Exekutive viral geht
: Influencer in Uniform: Wenn die Exekutive viral geht In Deutschland sind heute mehr als 100 Polizeien rund um die Uhr auf Twitter aktiv. Eine Datenanalyse von Netzpolitik.org und dem Medienwissenschaftler Luca Hammer nimmt die digitale Behördenarbeit unter die Lupe. In unserer Serie zeigen wir, wie sich die Polizei in dem sozialen Netzwerk eine neue Form der Öffentlichkeit schafft.
