Im Frühjahr 2015 kam heraus, dass ein TAZ-Redakteur mit Hilfe eines Keyloggers Teile der Redaktion ausspioniert hatte. Seitdem waren viele Fragen offen, u.a. nach dem Motiv. Martin Kaul und Sebastian Erb haben jetzt eine ausführliche Reportage zu den Hintergründen in der Wochenend-Taz veröffentlicht. Und das ist lesenswert: Dateiname LOG.TXT.
Es ist wohl reiner Zufall, dass der Keylogger am Ende entdeckt wird. Mindestens ein Jahr lang ist er zuvor im Einsatz. Er wandert von Computer zu Computer, im ersten, dritten und vierten Stock der Rudi-Dutschke-Str. 23 und schneidet dort die Tastaturanschläge mit, Passwörter, Mails, Kontodaten. Das geht so lange, bis am Nachmittag des 17. Februar 2015, ein Dienstag, die Computertastatur einer Praktikantin nicht mehr funktioniert.