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Jahresbericht von Creative Commons: Zahlen, Daten und Zertifikatsprogramm

Die meisten Werke unter den alternativen Urheberrechtslizenzen von Creative Commons finden sich auf Flickr und Youtube. In ihrem jährlichen Bericht präsentiert die gleichnamige Organisation weitere Nutzungsstatistiken und -beispiele. Zudem gibt es die Möglichkeit, sich offiziell als Creative-Commons-Experte zertifizieren zu lassen.

Teilenehmende am Zertifikatsprogramm von Creative Commons. CC-BY 4.0 Mari Moreshead

Die gemeinnützige Organisation Creative Commons mit den gleichnamigen Urheberrechtslizenzen (CC) veröffentlicht hat ihr jährliches Update veröffentlicht: „State of the Commons 2017“.


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Die Plattform mit den mit Abstand meisten CC-lizenzierten Werken ist weiterhin die Fotoplattform Flickr. Auf Platz zwei folgt YouTube mit 49 Millionen CC-lizenzierten Videos, die sämtlich unter der sehr liberalen Lizenz CC BY stehen (müssen). Allerdings fehlt es auch bei diesen Videos an einer offiziellen Downloadfunktion, die Weiternutzung wird dadurch erschwert. Zu weiteren Plattformen mit einer großen Zahl an CC-lizenzierten Werken zählen Wikipedia und Wikimedia Commons, die Kunstplattform DeviantArt und – als größtes, quasi-staatliches Angebot – die virtuelle Bibliothek Europeana.

Geschätzte Zahl CC-lizenzierter Werke. CC-BY 4.0 Creative Commons

Der Schwerpunkt der Organisation liegt seit dem Ende der rechtlichen Lokalisierung der Lizenzen mit der Veröffentlichung von Version 4.0 auf der Erstellung offizieller Übersetzungen der Lizenzen. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem auch die deutschsprachige Übersetzung fertiggestellt. Darüber hinaus plant Creative Commons die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Zertifikatsprogramm an (meine Übersetzung):

Das CC-Zertifikatsprogramm ist eine Ausbildung, welche die Teilnehmenden an die Grundlagen der Organisation, des Urheberrechts und der Werkzeuge von Creative Commons heranführt. Ziel ist, die Teilnehmenden mit dem Wissen und den Fähigkeiten auszustatten, die sie benötigen, um die Anwendung von CC-Lizenzierung in ihrer eigenen Arbeit und kreativen Vorhaben zu unterstützen.

Hauptzielgruppe des Programms sind zunächst Bibliothekare und Menschen im Bildungssektor, die in ihrer Arbeit mit urheberrechtlichen Fragen konfrontiert werden und gleichzeitig als Multiplikatoren fungieren. Eine erste „Beta-Kohorte“ hat das Programm mittlerweile absolviert.

In seiner Einleitung zum Bericht verwies CEO Ryan Merkley außerdem auf die im vergangenen Jahr etablierte neue Organisationsstruktur. Sie erlaubt es inzwischen auch Einzelpersonen, stimmberechtigtes Mitglied bei Creative Commons zu werden.

2 Kommentare
  1. Jawoll! Jeder sollte ohne Not heraus seine Wertschöpfung an Flickr und Youtube verschenken, damit diese mit 0 Aufwand Ihre Mrd damit machen können. Und selbstverständlich muss dennoch nur der CC Nutzer haftbar sein, wenn er aufgrund des undurchschaubaren AGB Konstrukt von CC in die Abmahnfalle tappt. Auf keinen Fall sollte man es so wie z. B. Die NASA oder die BBC machen, indem die einfach selbst die Bedingungen für private Nutzung auf deren Content DL Plattformen mitteilen. Auf keinen Fall! Damit nutzen zwar die Nutzer den rechtssicher privat, aber hey! Flickr, YouTube, Amazon Google etc etc können da ja nicht mehr Ihre Mrd abziehen!!

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