In ihrem Artikel „Die Heuchelei der Internet-Journalisten“ beschreibt die amerikanische Journalistin Quinn Norton, wie Internet-Journalisten bzw. deren Webseiten uns auf Schritt und Tritt verfolgen, das Original gibt es hier. Dies ist gängige Praxis der meisten Nachrichtenseiten. Jetzt legt Norton nach. Allein, wenn man die Seite vox.com besucht, werden beim Aufrufen der Seite 16 Skripts ausgeführt und 12 Tracker auf dem eigenen Rechner platziert.
Mit diesen ganzen Daten würden die Data-Warehouse-Betreiber ganze Persönlichkeitsprofile anfertigen. Durch diese wissen sie alles über unsere Identität, was es zu wissen gibt, psychische Krankheiten, Abhängigkeiten etc., so Norton. Tausende kleine Helfer können uns bei unserer alltäglichen Reise durch das Netz überwachen. Aber diese Technologien bieten eben nicht nur die Möglichkeit, unsere Bewegung durchs Netz zu überwachen, sondern uns eben auch zu manipulieren. Aufgrund der gesammelten Daten kann nicht nur die Werbung, sondern auch die Inhalte, die wir angezeigt bekommen, beeinflusst werden. Diese müssen nicht unbedingt unserem Geschmack entsprechen, aber sie verändern ihn und unsere Sicht auf die Welt generell, gezielt und zuverlässig. Netzpolitik ist natürlich cookie- und trackerfrei, die einzige Ausnahme ist der VG-Wort-Zählpixel.
