Kultur

Refugee-Hackathon in Berlin

Fehlende Abstimmungen, Zäune, Grenzkontrollen und immer noch keine Quote zur EU-weiten Verteilung von Flüchtlingen. Was auf politisch-administrativer Ebene derzeit nicht geleistet werden kann, wird auf lokaler Ebene oftmals von Freiwilligen übernommen, von Vereinen, NGOs und Stiftungen. Doch auch ihnen wird es oft nicht leicht gemacht, es fehlen Organisationsstrukturen und Ansprechpartner_innen (Beispiel LaGeSo). Einigen dieser Schwierigkeiten will sich der Refugee Hackathon am 24. und 25. Oktober in Berlin annehmen. Die Unternehmerin und Aktivistin Anke Domscheit-Berg entwickelte die Idee dazu auf Twitter, erhielt positive Resonanz und fand Unterstützer_innen.

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refugeehackathon

Den Auftakt des Hackathons bildet ein Anforderungsworkshop am 23. Oktober, hier wird besprochen, welche Anwendungen sinvoll sind und an den darauffolgenden Tagen entwickelt werden sollen. Die Einladung richtet sich nicht nur an Programmierer_innen, sondern auch an Flüchtlinge, Flüchtlingsinitiativen, Behördenmitarbeiter_innen, Grafiker_innen und natürlich Freiwillige, die während des Hackathons bei der Organisation helfen. An einigen Projekten wie dem Volunteer Planner und LaGeSoNum wird bereits gearbeitet. Die beim Hackathon entwickelten Anwendungen sollen quelloffen auf Github veröffentlicht werden, sodass sie weiterentwickelt oder an andere Bedürfnisse angepasst werden können. Wer also bei Organisation, Konzept, Programmierung, Übersetzung, PR oder beim Testen helfen möchte, kann sich hier anmelden.

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37 Kommentare
  1. Man sollte auch nicht verschweigen, dass es sich um eine ehemalige deutsche Microsoft-Lobbyistin und McKinsey-Mitarbeiterin handelt. Also ist für mich jede Zusammenarbeit unvertretbar.

    Geht es um Flüchtlinge oder um Selbstinszenierung? Die Frage stell ich mir häufiger bei ihren Aktionen.

      1. Liebe Susanna,

        war dir vorher wirklich nicht klar, dass Fremdenfeindlichkeit hier nicht erwünscht ist?
        Ganz unabhängig davon, schreibt man Sätze schreibt am Anfang groß, es sollte also „Super, …“ heißen und gibt es einen Grund, dass dein „Da“ groß geschrieben ist? Vielleicht hat deine Shift Taste ja nur ein Delay, in dem Fall entschuldige bitte.

        Einen wunderschönen Gruß, Bernd

      2. Löschung von Kommentaren finde ich immer kritisch, aber der Flamewar, der hier durch ausländerfeindliche Kommentare entstanden wäre, hätte vermutlich den Rahmen gesprengt.
        Ist auch schwierig das richtige Maß zwischen Meinungsfreiheit und Hetzverbot zu finden. Immer wieder.
        Entschuldige Bernd, ich bin auf deiner Seite…

    1. Wird Goethes Zauberlerling nicht mehr gelesen? The recent rush into the EU by migrants, including millions of Muslims, will change the continent beyond recognition over the next two decades, and almost no policy-makers are talking about it.

  2. Wenn man als NGO oder Ehrenamtlicher dabei hilft, dass sich der Staat aus seiner Verantwortung stehlen kann, dann ist man Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.

    1. Stimmt, nur dass unser Staat sowas von nicht imstande ist, digital *irgendetwas* zu leisten. Wenn man ihm nicht unter die Arme greifen würde wäre das imo fast schon sowas woe unterlassene Hilfeleistung. Also helfen ja, aber nicht aus Unterstützung, sondern aus Mitleid für den Staat.

  3. Ach Mensch, refugee hier, refugee da, es ist in Mode, wie damals „Charlie Hebdo“. Ohne einen „refugee-welcome“ Sticker auf der Stirn wird man als rechte Sau beschimpft. Meinungen zu diesem Thema werden nur als richtig angesehen wenn Sie diesem Bild entsprechen.

    1. Wie wärs, wenn du kurz nachsiehst, was das Wort „Empathie“ bedeutet und dich darüber freust, daß wir hier grad in der Abwesenheit von Krieg leben.
      So richtig unbeteiligt sind „wir“ und unsere feinen „Verbündeten“ nicht an den Kriegen, vor denen diese Menschen flüchten.

      1. Ich weiss was „Empathie“ bedeutet. Nur wird mit solchen Aktionen das Problem nicht angegangen sondern eher verharmlost oder verdrängt. Mit solchen kurzen „Aufmerksamkeits-Aktionen“ ist langfristig niemandem geholfen und das Problem besteht weiterhin.

      2. > … und dich darüber freust, daß wir hier grad in der Abwesenheit von Krieg leben.

        nur dass die Freude vermutlich nicht mehr lange anhalten wird. Der Traum vom positiven Ausgang der Geschichte ist bis auf weiteres ausgeträumt.

      3. Richtich!
        Ich sehe das auch nicht als unveränderlichen Status. Die Gefährdung dessen sehe ich aber nicht in den Flüchtlingen, sondern der steht wohl eher in meinem deinem Zitat folgenden Satz.

        Könntest du irgendeine Art von Terror oder Krieg nennen, die ohne Hilfe von Regierungen und ihren Geheimdiensten auch nur ansatzweise zustande gekommen wären?
        Ein Terrorist hat es eher nicht nötig, übers Mittelmeer zu paddeln und bewaffnen kann er sich auch nicht im nächsten Aldi.

      4. Simon, was hindert dich dann daran, dich empathisch zu verhalten und wer sagt, daß soetwas kurz angelegt sein sollte?
        Sieh dir einfach die Windfähnchenaktionen der Kanzlerettendarstellerin an. Selbst die (bzw. ihre Soufleusen) musste wohl einsehen, daß man sich dem nicht ewig verschließen kann. Daß dann andere Sprechpuppen elegant den Gegenkurs steuern kann einem nur die Perversität diese Landes zeigen, wofür man sich nur fremdschämen kann.

  4. Gibt’s eigentlich irgendwo vernünftige Netzpolitik ohne linke Gesellschaftspolitik? Reicht es nicht, daß die Piraten an dieser unbrauchbaren Vermischung gescheitert sind?

  5. Entlang Teilen deutscher Aussengrenzen findet derzeit umfassende elektronische Aufklärung im Bereich Mobilfunk statt, ebenso an Orten, wo große Ansammlungen von Flüchtlingen sich aufhalten.
    Ein Abgleich gewonnener Daten aus Krisengebieten wird angestrebt. Auch wird versucht, Erkenntnisse über Routen und Umfang von Menschenbewegungen zu gewinnen.

  6. Meinungsäußerung als Leserbrief !
    Kennung : BRD : „WELCOME“ Sie kommen in eins der reichsten
    Länder in dieser Welt !
    Königswinter, den 21. 9. 2015
    Guten Tag, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel !

    Nach Aussage der meisten Bürger der BRD ergibt sich, natürlich
    nach längerem Schweigen, nun folgende Meinung :
    SIE und IHRE Mannschaft sind mit Ihrem „LUXUSLINER GERMANY“
    Kennzeichen „WELCOME“ >>> WE HAVE THE POWER, wohl auf den
    falschen Kurs geraten???

    Wir, Bürger der BRD, unsere Kinder und Enkelkinder haben vermutlich diese zu erwartende kulturelle sowie christliche
    tief ergreifende Veränderung in diesem Land, sagen wir mal
    bis dato noch ein friedliches Zusammensein, womöglich als
    Katastrophe zu erleben.

    So allgemein werden gewisse Überlegungen zur Wahrscheinlichkeit.

    Geben SIE doch das sehr verantwortungsvolle Amt als Bundeskanzlerin der BRD mit meist erfolgreichen und zufriedenen
    Mitmenschen ganz einfach wieder zurück : Und zwar so wie SIE es
    übernommen haben.
    Kompliment, es wurde einiges positives von Ihnen geleistet,
    jedoch gibt es so manche gewagte Entscheidungen, die man noch im Kosmos als Überraschung erwarten muss !!

    Mit diesen sehr ernst gemeinten Überlegungen und Empfehlungen
    grüßt SIE …
    Die kulturverbundene und christliche Bürgerschaft der BRD
    i. A. k. soli…

    PS. Siehe Dokumentation von Herrn Thilo Sarazzin : „Deutschland schafft sich ab“
    Es gibt auch intelligente Mitbürger, die mal um die „ECKE“ schauen !!

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