Wie die taz berichtet, hatte das Hamburger Landeskriminalamt aufgrund einer Anzeige versucht, die bürgerliche Identität des Rappers Johnny Mauser herauszufinden. An und für sich könnte das mit etwas Recherche zu bewältigen sein, schließlich haben Polizeibehörden Zugriff auf diverse interne Nachschlagwerke. Und auch der Polizei ist Google ein Begriff.
Anscheinend werden die Cyber-Fähigkeiten von PolizistInnen jedoch leider noch immer nicht gut genug geschult, denn die zuständigen BeamtInnen beantragten bequemerweise einen Durchsuchungsbefehl für das gesamte Plattenlabel Audiolith, bei dem Johnny Mauser verlegt wird.
Klingt nach einem probaten Mittel, um das Alter Ego eines Künstlers herauszufinden, gegen den anonym Strafanzeige wegen eines zwei Jahre alten Lieds gestellt wurde? Fand die zuständige Richterschaft zum Glück nicht und wies sowohl den Antrag als auch einen Einspruch des LKA wegen Unverhältnismäßigkeit ab.
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