Internet.org: Facebook und Eutelsat starten Kooperation

Internet.org will Gebiete in der Sub-Sahara per Satellit mit Zero-Rating-Angeboten versorgen. CC BY 2.0, via flickr/NOAA Photo Library

Facebook und der Satellitenbetreiber Eutelsat haben eine neue Initiative angekündigt, die weite Teile des afrikanischen Kontinents mit dem Zero-Rating-Projekt Internet.org versorgen soll. Die mehrjährige Vereinbarung bietet beiden Unternehmen Zugriff auf die volle Breitbandkapazität des geplanten AMOS-6-Satelliten, der von Spacecom stammt. Starten soll das Projekt in der zweiten Hälfte 2016 und vorrangig Gebiete südlich der Sahara abdecken.


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Das vor zwei Jahren gestartete Facebook-Projekt Internet.org hat sich zum Ziel gesetzt, unterversorgte Gebiete mit kostenlos nutzbaren Internet-Diensten auszustatten. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei jedoch nicht um vollwertige Internet-Zugänge, sondern um ausgewählte Angebote handverlesener Partner, die umsonst angesurft werden können – allen voran das soziale Netzwerk von Facebook. Aus diesem Grund sieht sich die Initiative anhaltender Kritik ausgesetzt, denn die Nutzer bezahlen den vermeintlich kostenlosen Zugang mit ihrer Informations- und Wahlfreiheit, ohne dass ihnen das manchmal bewusst wäre. Erste Partner in Indien haben deshalb die Kooperation bereits aufgekündigt.

5 Kommentare
  1. Legt man die Arbeitshypothese zugrunde, dass die NSA verdeckt an der Gründung und und am Monopol-artigen Ausbau von Facebook beteiligt war und ist, dann ist die kostenlose Versorgung bislang nicht versorgter Regionen über einen total von Facebook kontrollierten Kanal absolut folgerichtig: Die Regionen werden arm sein und dort wird eine gesteuerte Informationsversorgung die Menschen zu den „richtigen“ Multiplikatoren führen und es wird viel Aufklärungsbedarf geben – im Sinne der Früherkennung zukünftiger Aufstands-Potenziale. Facebook sichert sich damit geografisch nahezu flächendeckend ein Monopol – alternativlos. Dann kann die NSA „digital nachrücken“ und sich die Informations-Assets für die USA erschließen.

    So gehen Eroberungsfeldzüge heute ..

    1. Vielleicht starten die Chinesen einen Gegensatelliten, der dann Weibo sendet. Ein paar Freifunker könnten auch Kamele mit WLAN-Antennen versehen. Fertig ist das Informationsgleichgewicht.

  2. Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass man sich nicht mehr mit dem aufwändigen Anzapfen von Kabeln herumschlagen muss. Ein downlink hinterlässt keine Spuren und Weltraumrecht ist garantiert.

    1. Der ist ja auch gedacht für die ausgehungertsten, bildungsfernsten, konsumgeilsten und ärmsten dieser Welt.

      USAID organisiert den Abwurf von smarten Phones, auf denen nur eine vorinstallierte App laufen kann. Digitale Missionare lehren: Facebook IST das Internet. CIA ist Lebenshilfe.

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