Demokratie

„Freedomvote“-Kampagne befragt Kandidierende der Schweiz zu Netzpolitik

Freedomvote 2015
Saal des Nationalrats im Bundeshaus in Bern (Parlamentsgebäude der Schweiz) - CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons by Petar Marjanovic

Am 18. Oktober 2015 wählt die Schweiz ein neues Parlament. Um die dabei Kandidierenden auf ihre netzpolitischen Ziele abzuklopfen, startet die FSFE Schweiz heute in Zusammenarbeit mit der Swiss Open Systems User Group (/ch/open) die Kampagne „Freedomvote“. Die Kampagne lädt auf der zugehörigen Plattform freedomvote.ch alle Kandidierenden dazu ein, zehn Fragen zu beantworten und damit ihre Position zu Freier Software, Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralität, DRM, Open Data, E-Voting, Offenen Dateiformaten und Bildungsmaterialien offenzulegen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit für Kandidierende, ihre Position auch in eigenen Worten durch Verwendung eines freien Textfeldes darzustellen.

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Selbst betrachtet sich die Freedomvote-Kampagne als eine Transparenzinitiative: Mit Hilfe des Fragebogens sollen Kandidierende für netzpolitische Fragestellungen sensibilisiert und dazu animiert werden, diesbezüglich klare Positionen zu beziehen. Wählende wiederum, denen diese Themen wichtig sind, können anhand der gegebenen Antworten auf freedomvote.ch eine Entscheidungshilfe zur eigenen Stimmabgabe finden oder gleich nach Wunschkandidaten Ausschau halten. Dazu können die Kandidierenden nach Kategorien und Kantonen gefiltert werden. Außerdem ist es möglich, ein eigenes Profil zu erstellen und die eigenen Antworten direkt mit denen der Kandidierenden zu vergleichen, um automatisiert die besten Übereinstimmungen zu finden.

Neben den Initiatoren FSFE Schweiz und /ch/open wird die Kampagne von mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt, der Parldigi, der Internet Society Switzerland Chapter, Opendata.ch, Digitale Allmend und der Wilhelm Tux. Das gesamte Portal von freedomvote.ch ist eigenständig erstellt und als Freie Software veröffentlicht.

Die FSFE Schweiz versendet diese Woche hunderte Mails und Briefe an Kandidierende, um diese zur Teilnahme zu bewegen. Wenn Du in der Schweiz wählen darfst und Dir diese Kampagne gefällt, dann hilf Ihnen doch, indem Du die Kandidierenden Deiner Region auch ganz persönlich um ihre Teilnahme bittest.

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