Überwachung

Europa hat ein Problem mit Feuerwaffen

1024px-AK-47_type_II_Part_DM-ST-89-01131Die EU-Kommission schätzt den Bestand von rechtmäßig für den zivilen Gebrauch erworbenen Schusswaffen auf rund 80 Millionen. So steht es in einer Bestandsaufnahme zur Eindämmung des unerlaubten Handels mit Feuerwaffen, die vor zwei Jahren an die Mitgliedstaaten verteilt wurde.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Die Pistolen, Flinten und Gewehre werden rege genutzt: So ereigneten sich laut der Mitteilung im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts allein in der Europäischen Union über 10.000 Fälle von mit Schusswaffen begangenem Mord oder Totschlag. Jährlich nehmen sich demnach mehr als 4.000 Menschen mit Schusswaffen das Leben. Im Schnitt macht das jährlich 0,24 Tötungsdelikte und 0,9 Selbstmorde, die pro 100.000 EinwohnerInnen mit Schusswaffen begangen werden.

Als „illegal kursierende Schusswaffen“ gelten in dem Bericht gestohlene Waffen oder solche, die „aus ihrem rechtmäßigen Lebenszyklus umgelenkt, illegal aus Drittländern eingeführt und aus anderen Gegenständen in Schusswaffen umgebaut“ worden sind.

Kalaschnikow oder Raketenwerfer für 300 bis 700 Euro

Nach den Anschlägen vom Wochenende in Paris wurde bekannt, dass die bayerische Polizei eine Woche zuvor nahe Rosenheim ein Fahrzeug mit montenegrinischem Kennzeichen anhielt und zunächst Pistolen und eine Handgranate fand. Nach einer Durchsuchung seien acht Sturmgewehre vom Typ AK-47 Kalaschnikow samt Munition, zwei Pistolen, ein Revolver, zwei Handgranaten und 200 Gramm TNT-Sprengstoff entdeckt worden. Nach Medienberichten war das GPS-Navigationssystem im Fahrzeug auf eine Adresse in Paris eingestellt worden. Ob es sich bei dem Festgenommenen um einen Komplizen der Attentäter handelt ist nicht ermittelt, möglicherweise betätigte sich der Mann als Kurier für irregulär in Umlauf gebrachte Waffen.

Laut einem Briefing der EU-Polizeiagentur Europol von 2010 nahm der Besitz illegaler Schusswaffen unter Mitgliedern der Organisierten Kriminalität vor einigen Jahren zu. Zwar seien eher kleinere Waffentypen bevorzugt worden, jedoch sei auch ein Anstieg der Nutzung schwerer Waffen oder explosiver Geräte zu verzeichnen gewesen. Eine Kalaschnikow oder ein Raketenwerfer war demnach für 300 bis 700 Euro zu erwerben. Da Russland seine Kalaschnikow-Gewehre derzeit modernisiere, seien laut Al-Jazerera ältere Versionen der Gewehre vermehrt auf dem Schwarzmarkt zu finden.

Viele dieser Waffen stammen aus Ländern Osteuropas, darunter dem ehemaligen Jugoslawien. Die Schätzungen zur Zahl unregistrierter Waffen reichen allein für die Westbalkan-Länder von 1,5 Millionen bis 3,9 Millionen. Die Revolten im Zuge des „Arabischen Frühlings“ hätten dem Kommissionsbericht zufolge auch zu einer Zunahme von illegalen Importen aus Nordafrika geführt.

Europol gründet Arbeitsschwerpunkt

In einem späteren Europol-Lagebericht zu organisierter Kriminaliät gab Europol zunächst Entwarnung und meldete, derzeit sei kein signifikanter Anstieg des illegalen Waffenhandels zu verzeichnen. Trotzdem hat die Polizeiagentur im Januar 2014 eine Arbeitsgruppe „Firearms“ („Feuerwaffen“) eingerichtet, an der mindestens 21 EU-Mitgliedstaaten teilnehmen. Als „third parties” sind die EU-Agentur für die Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaften Eurojust, die Polizeiorganisation Interpol sowie Behörden aus der Schweiz, Australien, Albanien und den USA an der Arbeitsgruppe beteiligt. Im März 2015 enthielt eine entsprechende Datensammlung bei Europol 1.780 Zulieferungen, die rund 300 Fälle bzw. 60.000 Waffen betrafen. Europol hat nun die Vorlage einer neuen Bedrohungsanalyse angekündigt.

Nach den Anschlägen vom Januar 2015 in Paris verzeichnete Europol eine stärkere Nutzung der Feuerwaffen-Datenbank. Nach eigenen Angaben habe die Agentur ihre „operativen Aktivitäten“ verstärkt um etwaige „Aufklärungslücken“ zu schließen. Unter anderem werden nun alle in das allgemeine Europol-Informationssystem eingegebenen Daten mit bereits vorhandenen Einträgen abgeglichen, darunter auch Telefonnummern, Mailadressen, DNA-Profile oder Informationen aus der Überwachung offener Quellen im Internet.

In Deutschland fungiert das Bundeskriminalamt als zentrale Kontaktstelle für den Datenaustausch mit Europol. Die dort zuständigen Europol-Verbindungsbeamten können auf diese Weise im vereinfachten Verfahren Daten bei Europol abfragen. Die Polizeiagentur will dieses Verfahren jetzt auf „Anti-Terror-Einheiten“ ausweiten.

Aktionsplan mit Westbalkan-Ländern

In einem „Aktionsplan über den unerlaubten Handel mit Feuerwaffen zwischen der EU und dem südosteuropäischen Raum“ haben europäische Strafverfolgungsbehörden Maßnahmen bis 2019 verabredet. Die Kommission will nach einschlägigen Konferenzen nun „strategische Dialoge“ mit den Regierungen führen und den Aufbau eines Netzes „regionaler Feuerwaffenexperten der südosteuropäischen Länder“. Diese sollen dann die Kommission mit regelmäßigen Lageberichten versorgen.

Ziel ist die Verstärkung der operativen Zusammenarbeit, die Vereinheitlichung von „Ermittlungs- und Erkenntnisstandards“ und nationaler Rechtsvorschriften. Über zu errichtende „Kontaktstellen für Feuerwaffen“ soll auch Europol in den Informationsaustausch eingebunden werden. Zusammen sollen die Behörden ein „einheitliches Verfahren für die statistische Erfassung“ entwickeln und in einem Pilotprojekt sowie einer Studie testen und auswerten. Später sollen gemeinsame Einsätze mit Europol folgen.

EU-Kommission plant „Feuerwaffenpaket“

Anfang diesen Jahres haben die im „Ständigen Ausschuss für die operative Zusammenarbeit im Bereich der inneren Sicherheit“ vertretenen 28 Mitgliedsstaaten die weitere „Einschränkung des Zugangs zu illegalen Feuerwaffen, der Unbrauchbarmachung und Deaktivierung von Feuerwaffen und der Zusammenarbeit mit Drittstaaten“ beraten.

Die Diskussionen mündeten schließlich in einen Vorschlag konkreter Maßnahmen. So soll die Zusammenarbeit mit den Zollbehörden ausgebaut werden. Gefordert wird die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Drittstaaten, darunter insbesondere den Westbalkan-Ländern, Nordafrika und die Region des Mittleren Ostens. Geplant ist die Verbesserung des Informationsaustauschs und der Möglichkeiten zur Rückverfolgung der Handelswege von Feuerwaffen. Die Kennzeichnung der Waffen soll vereinheitlicht werden.

Der Ausschuss regt an, die 1991 erlassene und 2008 geänderte „Feuerwaffen-Richtlinie“ zu überarbeiten. Die französische Regierung hatte den Mitgliedstaaten im Sommer einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt, der unter anderem Angaben zur Vorratsdatenspeicherung, zur Verarbeitung der Informationen und zur Verfolgung von Internetverkäufen enthält. Die Niederlande und Großbritannien haben sich angeboten, weitere „Rechtslücken“ in der derzeitigen „Feuerwaffen-Richtlinie“ ausfindig zu machen.

Ein einschlägiges „Feuerwaffenpaket“ war von der EU-Kommission eigentlich schon für 2015 angekündigt worden. Seit 2013 wird die Kommission hierzu von einer Sachverständigengruppe für den illegalen Handel mit Feuerwaffen beraten. Sie besteht unter anderem aus Herstellern, Forschern sowie „anderen Personen, die nach Ansicht der Kommission wertvolle Sachkenntnis bieten“. Nächstes Jahr will die Kommission die derzeitigen Rechtsvorschriften prüfen und auswerten.

EU-Mitgliedstaaten gründen Expertengruppe

Auf Ebene des Rates haben sich die Mitgliedstaaten in einer „Arbeitsgruppe der europäischen Waffenexperten“ zusammengeschlossen. Das Netzwerk teilt sich in die vier Unterarbeitsgruppen „Südosteuropäische Länder“, „Registrierung und Verfolgung“, „Kommunikation“, „Glossar“ sowie „Bekämpfung des illegalen Schusswaffenhandels im Internet“. Zuletzt hatten die beteiligten Polizeien ein überarbeitetes Glossar zur Terminologie von Feuerwaffen vorgelegt. Im Gegensatz zu den Vorläufern ist das nicht rechtsverbindliche Dokument nur einem eingeschränktem Kreis zugänglich.

Mit dem Ziel, „Gefahren für die Bürger durch Feuerwaffen zu verringern, einschließlich der Bekämpfung des unerlaubten Handels mit Feuerwaffen“ wird das Thema auch als Priorität im Rahmen des „EU-Politikzyklus zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität“ behandelt. Ein nicht öffentlicher „operativer Aktionsplan für Feuerwaffen“ beschreibt einzelne Maßnahmen unter Federführung von Europol und den 16 teilnehmenden Mitgliedstaaten. Deutsche Behörden sind dort bislang nicht vertreten.

Die Waffenregister der einzelnen EU-Mitgliedstaaten sind nicht miteinander vernetzt. Auch fehlen grenzüberschreitende Informationen über einschlägige Waffenhändler. Mittlerweile können Angaben über zur Fahndung oder Beobachtung ausgeschriebene Schusswaffen jedoch im erneuerten Schengener Informationssystems (SIS II) gespeichert werden.

Datenbanken bei Interpol

Ein weltweites Register für das Aufspüren und die Rückverfolgung verlorener, gestohlener, illegal gehandelter bzw. geschmuggelter Schusswaffen wird unter dem Namen „iARMS“ bei der internationalen Polizeiorganisation Interpol geführt. Der Pilotbetrieb der Datensammlung erfolgte ab 2011 in westafrikanischen Ländern, in Südamerika und der Karibik. Aus Europa nahmen die Tschechische Republik, Kroatien, Portugal und Spanien an einem Testbetrieb teil. Seit 2013 wird „iARMS“ durch EU-Mittel unterstützt. Nun sollen Funktionen verbessert und das System für alle 190 Interpol-Mitglieder freigeschaltet werden.

Mittlerweile hat Interpol mit dem Aufbau einer Datensammlung namens „iTrace“ zu in Konflikten eingesetzten Waffen begonnen. Es soll die weltweite Rückverfolgung von Waffen ermöglichen und auf einem Online-Kartierungsportal anzeigen. Grundlage ist das geobasierte Informationssystem „Dfuze“, das bereits bei mehreren nationalen Polizei- und Geheimdiensten im Einsatz ist. Einträge „iTrace“ und „iARMS“ sollen automatisch miteinander abgeglichen werden.

Neuer Anlauf der InnenministerInnen

Die EU-Justiz- und Innenminister haben vor fünf Wochen „Schlussfolgerungen zur verbesserten Nutzung der Mittel zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Feuerwaffen“ verabschiedet. Illegale Feuerwaffen stellten laut dem Dokument „eine große Gefahr für die innere Sicherheit der Europäischen Union“ dar. Unter Bezugnahme auf die Anschläge in Paris, Brüssel und Kopenhagen Anfang des Jahres sowie den Angriff in einem Thalys-Zug erneuern die Minister die Forderung nach mehr internationaler Zusammenarbeit.

Alle Mitgliedstaaten werden aufgefordert, sich an den laufenden EU-Arbeitsgruppen und dort anvisierten Maßnahmen zu beteiligen. Die europäischen Polizeibehörden sollen verstärkt vom Schengener Informationssystem, dem Europol-Informationssystem sowie den Interpol-Datenbanken „iTrace“ und „iARMS“ Gebrauch machen. Alle in iARMS eingegebenen Informationen „und/oder die Ergebnisse der Rückverfolgung durch iARMS“ sollen Europol zugänglich gemacht werden. In einem Pilotprojekt unter Beteiligung von Europol wird untersucht, wie das Schengener Informationssystem mit „iARMS“ verzahnt werden kann.

Das vor zwei Jahren bei Europol gegründete „Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität“ (EC3) soll „das Internet und das Darknet überwachen“ und insbesondere anonyme Zahlungsmethoden via Bitcoins ausleuchten. Mit den im Europol-Arbeitsschwerpunkt „Feuerwaffen“ zusammengeschlossen Mitgliedsstaaten will Europol grenzüberschreitende Ermittlungen und Operationen gegen „illegalen Online­Handel“ durchführen. Schließlich sollen die „europäischen Experten für Feuerwaffen“ mit Interpol und Europol ein „Handbuch zum internetbasierten Waffenhandel“ erstellen. Weitere Projekte zum leichteren Aufspüren illegaler Feuerwaffen werden im Rahmen von EU-Sicherheitsforschungsprojekten ausgelotet.

Eine halbe Million Schusswaffen sind einfach verschwunden

Einem Bericht des Christian Science Monitor zufolge hatte die französische Polizei in 2009 1.500 illegale Waffen beschlagnahmt, 2010 waren es bereits 2.700. Nach den jüngsten Anschlägen in Paris pocht Frankreich auf die schnellere Umsetzung der geplanten EU-Maßnahmen. Ob die Anstrengungen die Zahl unregistrierter Waffen verringern werden, ist aber fraglich.

Ein Problem sind nicht nur jene Waffen, die aus legalen Verbreitungswegen in den Schwarzmarkt wandern. Laut der Bestandsaufnahme der Kommission zur Eindämmung des unerlaubten Handels mit Feuerwaffen von vor zwei Jahren war der Verbleib von rund einer halben Million Schusswaffen, die in der EU „verloren gegangen sind oder gestohlen wurden“, nach wie vor ungeklärt.

Einige der Waffen werden sogar direkt bei den Militärs der EU-Mitgliedsstaaten abgezweigt. Laut dem deutschen Verteidigungsministerium seien seit 2001 allein in Deutschland (Auslandseinsätze nicht mitgezählt) 127 Pistolen, Maschinenpistolen, Gewehre oder Maschinengewehre „abhandengekommen“, von denen jedoch 62 „wieder aufgefunden werden konnten“. Wie viel Munition gestohlen wurde konnte das Ministerium damals nicht beziffern. Jeder gemeldete Verlust von Waffen, Munition und bewaffneten Fahrzeugen werde in der Bundeswehr aber „sehr ernst genommen“. Hinweise, wonach Sturmgewehre aus Beständen der ehemaligen DDR bei dem Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo genutzt wurden, wollte die Bundesregierung unter Verweis auf laufende Ermittlungsverfahren nicht kommentieren.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
65 Kommentare
  1. „So ereigneten sich laut der Mitteilung im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts allein in der Europäischen Union über 10.000 Fälle von mit Schusswaffen begangenem Mord oder Totschlag.“

    Das ist im Vergleich mit den USA ja schon eine possierliche Zahl. 16.121 waren es – allein 2013. Das macht 5 pro 100.000 Einwohner – und pro 100.000 Waffen.
    Die Quote in der EU liegt also 21-fach niedriger pro 100.000 Einwohner und 29-fach niedriger pro 100.000 Waffen.

    Nicht, dass das nicht zu verbessern wäre. Aber die Überschrift klingt schon mal sehr nach Alarmismus.

    Zumal man eines nicht vergessen sollte: Bisher haben wir vor allem von den illegalen Waffen profitiert. Ein Gutteil unseres Wohlstands basiert auf der Manipulation ausländischer Politik zu unseren Gunsten – wozu auch gehört, dass wahlweise Regime oder Rebellen direkt Waffen oder Geld für Waffenkäufe erhalten haben. Bevorzugt das liebe AK-47, denn bei dem fällt nicht sofort auf, dass sie westliche Geheimdienste geliefert haben – beim G3, M16 oder SA80 wäre das anders gewesen…

  2. „Die EU-Kommission schätzt den Bestand von rechtmäßig für den zivilen Gebrauch erworbenen Schusswaffen auf rund 80 Millionen.“ Sie schätzen den legalen Bestand … kann mal bitte einer den Stöpsel ziehen.

    1. Nope!
      Schau Dir doch mal die Amokläufe in Deutschland an… Alle Waffen waren Jagdwaffen/Diesntwaffen. Einer hat sich sogar im Schützenverein (nicht Luftgewehr) angemeldet. Dann musst du eine gewisse Zeit mit kleinerem Kaliber/Waffe schießen. Auch das hat er gemacht. Und dann kannst auf größere Waffen erst legal umsteigen. Erst dann hat der Amokläufer seine Tat durchgeführt. War an einer Schule glaub ich. Ist erst einige Jahre her. War in Deutschland.

      Das ist so, als würde man Verbrechen verbieten.
      Einfach ein Halteverbot vor Baken, und schon kann keiner mehr sein Fluchtauto da parken. So geht Recht und Gesetz

      1. Doch!
        Mal abgesehen davon, dass dein Text ziemlich deutlich macht, dass du keine Ahnung von der Materie hast: Was ist deine Aussage? „Dienstwaffen verbieten“? Außerdem waren es keine für die Jagd zugelassenen Waffen, sondern für den Sport. Also allenfalls „Sportwaffen“.
        Aber tun wir mal so, als meintest du „zivile Legalwaffen“. Der damalige Täter hatte nicht einmal mehr die Voraussetzungen für ein Bedürfnis erfüllt. Das ist keine Ausstellung auf Lebenszeit, sondern müsste eigentlich regelmäßig überprüft werden. Im Sport bedeutet das: regelmäßig zum Training erscheinen und/oder an Wettkämpfen teilnehmen – hatte Robert meines Wissens nach nicht gemacht. Er hätte die Waffen also schon gar nicht mehr haben dürfen – hier hat die staatliche Kontrolle versagt, nicht das Gesetz selber (Thema „kaputtsparen und kein ausreichendes Personal mehr haben“). Oder im anderen Fall: Der Vater hatte seine Waffen nicht ordnungsgemäß verschlossen. Tim, der Sohn, hätte niemals da ran kommen dürfen. Auch hier schreiben die Gesetze und Verordnungen eindeutige Mindeststandards vor. Beispiel: Wirst du kontrolliert, bist nicht zu Hause und deine Frau weiß wo der Ersatzschlüssel ist, verlierst du deine Zuverlässigkeit und bist alles los.

        Aber die Amokläufe – so schlimm sie auch sind oder waren – sind nicht die einzigen Straftaten mit Schusswaffen in deutschland. Ich glaube Frankfurt hatte mal eine Auswertung 2013 oder 2014 gemacht. Nach Abzug aller Straftaten mit illegalen Schusswaffen (die sind bereits verboten) und Dienstwaffen (die zu verbieten wäre eher kontraproduktiv) blieb noch genau ein Fall mit einer zivilen, legalen Waffe über – und dort wurde niemand getötet.

  3. Da sich Sturmgewehre zerlegen lassen sind sie auch sehr einfach zu schmuggeln, daher auf dem Schwarzmarkt auch so billig zu haben.

    Hoffe das der Staat hier mehr unternimmt, geht ja nicht nur um Terrorismus sondern auch um Organisierte Kriminalität welche auf den Waffenhandel angewiesen ist.

      1. Was nicht bedeutet, dass sie „für schlechte Zeiten“ nichts im Schrank hätten. Sieht man ja immer mal, wenn Kuttenträger aufeinander losgehen.

        Interessanter ist der netzpolitische unsichtbare Elefant beim Thema illegalen Klein-Kriegswaffen:

        Welche Tatmittel benutzen die Händler solcher illegaler Waffen für den illegalen Handel?

        Weswegen die Voll-Nerd Community zu diesem Thema wohl besser schweigen sollte, ausser sie wollte mehr Internet-Überwachung…

  4. Man sollte nun noch die Verbrechen ,die nicht mit einer legalen Schusswaffe, einem legalen Messer, einer legalen Axt, einem legalen Auto verübt werden dazunehmen und kommt dann sehr schnell auf ernüchternde Zahlen. Der legale Schusswaffenbesitzer muss die Waffe aus dem Waffenschrank entnehmen, die dazugehörige Munition aus einem weiteren Schrank. Danach die Waffe dann laden und dann könnte er sie benutzen. Bevor er das aber alles kann muss er eine Sachkundeprüfung ablegen und ein Bedürfnis nachweisen. Also im Normalfall Sportschütze oder Jäger sein. Dauert ein paar Jahre und ist sehr teuer. Ich empfehle dem armen Kerl gleich zum Nudelholz zu greifen oder aber sich eine illegale Waffe zu besorgen. Preiswerter und immer schussbereit am Mann zu tragen. Auto mit offenem Benzinkanister soll die Mitbürger im Tunnel oder auf der Gegenfahrbahn auch immer wieder erfreuen.

      1. Diese Aussage ist Schwachsinn!
        Die meisten illegalen Schusswaffen stammen aus Kriegen oder der Auflösung der
        DDR. Die Kalaschnikows, die heute auf dem Schwarzmarkt angeboten werden strammen
        aus den Balkanländern.

  5. Relativierung des Bedrohungspotenzials:
    500 Millionen regierungsseitig geschätzte offizielle Waffen in den VSA: 500.000.000.
    (Fünfhundertmillionen – als Lesehilfe für den bayerischen Ministerpräsidenten, der so seine Probleme mit großen Zahlen hat)
    Tatsächliche Tote durch Krankenhausviren in D: 30.000

    1. Das sind Keime allgemein, nicht nur Viren. Und schuld ist … (drumroll) die Gier nach der täglichen Portion Fleisch und die damit einhergehnde legale Antibiotikaverschwendung … aber da redet man sich auch den Mund fusselig

  6. Gut haben viele schlaue Leser die möglicherweise unnötige Angstmacherei dieses Artikels erkannt. Sowas bin ich mir von Netzpolitik.org sonst gar nicht gewohnt. Der Autor wird anhand der einseitigen Kommentare schon gemerkt haben, dass dies in künftigen Artikeln wohl anders gemacht werden sollte.

    Bedenkt immer: Niemand will illegalen Waffenhandel. Niemand will Attentate. Auch die Besitzer legaler Waffen wollen dies nicht.
    Maßnahmen, welche all die rechtschaffenen Besitzer legaler Waffen für Taten anderer strafen, dürfen nicht gutgeheißen werden. Kein Mensch darf für (Straf)Taten anderer bestraft werden. Dieses Gebot gilt in jedem Rechtsstaat. Hoffentlich wird die EU hier Maßnahmen ergreifen, welche nur den illegalen Besitzer, nicht aber den legalen tangieren. Das ist machbar.

      1. Ein interessantes Urteil, wofür nur gerade mal 1 Minute gebraucht wurde.
        Ich würde mich nicht als „Lobby“ bezeichnen. Als Privatperson, die auch Gewerblich in keinem Zusammenhang zur Industrie steht, ist das äußerst schwierig.

  7. Oh, jetzt stellt sich Netzpolitik in den Dienst der Anti-Waffen-Lobby? Angesichts einer echten Gefahr, die Notwehr-Möglichkeiten sogar eher nötiger machen könnte?

    Kann man auch alles anders sehen: Man stelle sich mal vor, die im Bataclan Überfallenen hätten sich wehren können… Undenkbar… Die Nerds warten, bis die Polizei kommt… sich erst einmal sich erschießen lassen… Rettet Leben, nicht wahr. ;-)

    Wir geraten in durch unsere Politiker provozierte Zeiten, in denen könnte der Besitz von Waffen überlebenswichtig werden. An Paris sehen wir, wie wenige bewaffnete Mörder es braucht, um eine ganze Stadt lahmzulegen – und man fragt sich, was wohl wäre, wenn die BürgerInnen die Möglichkeit gehabt hätte, sich wehren zu können. Ich stell mir das gerne für ganz normale Straßenzüge in Deutschland vor. Lt. Behörden könnten etwa 4.000 IS-Kämpfer hier eingesickert sein. Nehmen wir mal an, nicht 8, sondern 100 Bewaffnete ziehen mal eine halbe Stunde durch Bochums Zentrum. Bis die Polizei reagieren könnte (wenn sie überhaupt dazu in der Lage wäre, was ich bezweifle gegen geübte Kämpfer), kämen wir mit dem späteren Opfer-Zählen nicht mehr nach.

    Aber die guten Nerds spielen mit und diffamieren jede Notwehr-Möglichkeit. Interessant.

    1. Ist doch logisch. Unter Computerbesitzern gibt es doch auch kriminelle Hacker usw. Also wäre es doch richtig, alle Computerbesitzer zu kriminalisieren, Computerbesitz gleich unter Strafe zu stellen. ;-)

    2. Die „Nerds“ zu kritisieren, hilft auch niemandem. Sie in einen Topf zu werfen, ist ebenfalls nicht fair, genau wie Waffenbesitzer nicht mit den Terroristen in einem Topf landen wollen. Trotzdem teile ich einen Teil Ihrer Auffassung: Viele wären wohl froh gewesen, sich wehren zu können. Um in einer solchen Situation einen Angreifer lahmlegen zu können, wäre jedoch – trotz Bewaffnung – einiges an Können & Übung vonnöten.
      Auch würde die Polizei sicher mit bewaffneten Geisteskranken klar kommen. Die frage ist nur, wie lange sie dazu brauchen würde und wie viel Schaden bis dann angerichtet wäre.

    3. Zumindest einige der Nerds verstehen was von Statistik und Risikomanagement. Das ist in diesem Kontext hilfreicher als eine Waffenausbildung, aber einige haben auch das.

  8. Es ist wirklich erbärmlich die grausamen Anschläge in Paris zu missbrauchen um legale Schusswaffen zu diskreditieren. Wirklich unterste Propagandaschublade. Und erzähl mir keiner der Bericht wird zufällig heute verbreitet.
    Die Sturmgewehre wie jene Terroisten eingesetzt haben, sind in der ganzen EU für Privatleute nicht legal erhältlich.
    Wenn die Urheberrechtsdebatte alle Internetnetnutzer zu potentiellen Raubmordkopierern erklärt, seid ihr sofort zur Stelle diesen Schwachsinn aufzuklären. Bei Sportschützen wird dagegen kräftig mit draufgekloppt – das nenne ich mal zweierlei Maß.

    1. Nein, der Bericht wird nicht zufällig heute verbreitet. Es war aber nicht die Lügenpresse die mir das diktierte. Auch nicht die Anti-Waffen-Juncker-Gender-Verschwörung die mich als „politisches U-Boot“ einsetzt. Sondern mein freier Terminkalender und die Nachricht im Ticker, dass Frankreich nach den Anschlägen nun die längst geplanten Maßnahmen zur Kennzeichnung, Registrierung und Nachverfolgung des Handels von Feuerwaffen einfordert. Gezögert habe ich lediglich weil ich implizit neuen Datensammlungen das Wort rede. Das ist ansonsten nicht meine Art. Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass Waffen nicht nur rückverfolgt, sondern gar nicht erst produziert werden sollten.

      1. Auch wenn jetzt aus politischen Gründen auf Aktionismus gemacht wird: Die Sturmgewehre der Terroristen sind in der EU für Privatleute nicht legal erhältlich. Den privaten Sport- und Jagdwaffenbesitz einzuschränken wird also unsere Sicherheit überhaupt nicht erhöhen – im Gegenteil, nur die staatliche Repression und Überwachung ausweiten. Und: Waffen töten keine Menschen, es sind immer die Menschen dahinter die das tun. Solange man Mordlust nicht per Gesetz verbietet, werden also die ganzen Waffenverbote nur die Freiheit der gesetzestreuen Bürger einschränken.

        Dabei interessiert mich Sportschießen und Jagd nicht einmal sonderlich, im Gegenteil ich finde beide Sportarten ausgesprochen langweilig. Aber Freiheit ist für mich auch immer die Freiheit der anderen. Deswegen sollte populitischer Aktionismus an jeder Stelle bekämpft werden – nicht nur wenn es meine Freiheit im Netz betrifft.

      2. Die geforderten Maßnahmen zur Kennzeichnung, Registrierung und Nachverfolgung von Schusswaffen sind in europa für den Zivilmarkt seit Jahrzehnten Realität, auch die Registrierung des Eigentumsübergangs inbegriffen. Regelungen auf europäischer Ebene für den Handel mit Schusswaffen gibt es seit 1996, zuvor war das Angelegenheit der einzelnen Mitgliedsländer. Eie Registrierung auf Ebene der Länder gab es vor 1996 aber auch schon ewig.

        Das betrifft aber nicht die Waffen für den militärischen oder polizeilichen Bereich. Diese sind von den Vorschriften weitgehend ausgenommen.

        Und jetzt raten Sie mal für wen vollautomatische Schusswaffen wie die Tatwaffen im aktuellen Fall produziert werden (Tipp: für den Zivilmarkt jedenfalls nicht.)…..

      1. Ist es ehrehaft eine ganze Bevölkerungsgruppen pauschal als angstneurotisch und körperlich zurückgeblieben zu bezeichnen?

        Ich erinnnere nur mal an Artikel 1 GG, der steht da nicht umsonst so drin (… ich vergaß, der gilt ja nur für staatliche Organe, nicht für Privatmenschen).

      2. Sag doch mal wozu man sonst eine private Schusswaffe braucht? Entweder willst du dich gegen imaginäre Gegner verteidigen (Angstneurose) oder deine Potenz ist schwach und du willst den starken Mann makieren. Sportschützen brauchen keine privaten Waffen. Jetzt fallen mir nur noch Jäger, Polizisten und Soldaten ein, aber das ist ein Berufstand.

        PS: Waffen sollten genauso frei handhabbar sein wie Heroin. Bloss sollte nicht jeder Hinz und Kunz Zugriff haben, sondern mengenbegrenzt und sozialverträglich. D.h. Waffen am Schiesstand durch Ausgabe des Waffenmeisters und Heroin aus der Apotheke mengenbegrenzt für den Selbstbedarf.

      3. Waffengegner, die unfähig sind, Statsikstiken der Kriminalbehöreden zu lesen und sich daraus ein logisches Urteil zu bilden, dagegen überall mit Vorurteilen und Falschaussagen herumblöken, sind doch nur Leute mit Potenzproblemen und pathologischen Angstsyndromen.

      4. Jäger sind in der Regel sicher eines Berufsstandes zugehörig. Aber sicher nicht dem der Jäger. Es gibt den einen oder anderen Berufsjäger. Das ist aber eher die Ausnahme. Die Einschätzung ist eher als unqualifiziert einzustufen. Ich als Jäger und Legalwaffenbesitzer erfreue mich derzeit (noch) ausgezeichneter Potenz. Doch wie wir alle wissen, bleibt leider nichts wie es war. Und wenn sich das einmal ändern sollte bezweifle ich, dass eine Waffe etwas daran ändert. Und damit sind wir beim dritten Teil: Waffe Was soll daran ehrenvoller sein, mit einem Bogen zu töten? Der gehört übrigens auch zur Familie der Schusswaffen. Ich denke mal Du meinst Feuerwaffen. Ich persönlich denke, dass eine Bon eher für Probleme spricht, als eine Waffe.

      5. Nein
        Pfeil und Bogen ist keine Schusswaffe da er keine Schussenergie speichern kann. Ein Stein ist auch keine Schusswaffe. Ich bin auch Bogenschütze. Daher weiß ich das. Ich darf das Teil einfach im Auto zu Treffen/Turnieren herumfahren. Ebenso die Steinschleuder ohne Armauflage/Stütze
        Armbrust ist was anderes. Da kannst den Bolzen einlegen und das Gerät gespannt neben dich hinlegen. Und wenn du dann schießen willst, nimmst du die Waffe wieder auf.
        Mit einem Bogen geht das nicht.

  9. Die Europäer sollen sich im Zweifelsfall nicht wehren können. Netzpolitik als politisches U-Boot der Anti-Kampagnen gegen die europäischen Bevölkerungen. Sie sollen sich zersiedeln lassen, keine Solidar-Gesellschaften mehr bilden, sich abschlachten, diffamieren lassen. Böse Schusswaffen, böse Europäer. Euer Betrag desaouviert Euch. War vielleicht überfällig.

    1. Ah, noch einer von den Identitären. „Zersiedeln“… meine Güte!

      Diese Angst vor dem Fremden muss in Teilen der Gesellschaft echt schon pathologisch übersteigert sein. Bemitleidenswert.

  10. Eine halbe Million Schusswaffen sind einfach verschwunden

    Das sind die Zahlen aus SIS II, der Schengen Datenbank.

    Auch hier möge man sich einmal schlau machen. Die Schweden haben ihre „verschwundenen“ Feuerwaffen in einer Studie nachverfolgt. Nur ein Bruchteil der 17.800 gemeldeten Waffen waren gestohlene Waffen. Der Rest: „inventory losses“.

    Da wurden Verkäufe nicht ausgetragen, dito Unbrauchbarmachung, da haben Behörden geschlampt, Akten verlegt oder die Erben bzw. Räumungsexperten haben nach dem Tod des vorherigen Besitzers die „gefährliche“, registrierungspflichtige Waffe nicht als solche erkannt und verschrottet.

    „Sweden investigated all reported gun thefts (n=3,336) between 2003 and 2010. On average 269 guns
    were stolen annually from legal gun owners. Sweden joined SIS in 2000, so the estimated number of
    all stolen guns is 3500. The study states also that only 15% of the stolen guns were of use for
    criminals. But even fewer guns have been misused. Another Swedish study shows that within 10
    years a total of nine cases of serious crime took place (i.e. <1 year) using firearms stolen from
    private individuals, in addition five or six guns were found in connection with crimes being prepared.

    During 13 years approximately 500 firearms have been stolen in Sweden which could have filled the
    black market, not 17.800. Approximately 20 of these stolen guns within 13 years in Sweden have
    been used or were intended to be used in crime.

    Safe Storage and Thefts of Firearms in Sweden: An Empirical Study, 2012
    http://euc.sagepub.com/content/early/2014/07/23/1477370814543155.refs

    Ähnlich sieht es mit den 148.000 gemeldeten Verlusten für Deutschland aus. Unser Land meldet regelmäßig ca. 8000 jährliche Verluste, aber in Realität werden weniger als 400 Schusswaffen gestohlen.

    Da SIS II nur 172 "hits" hatte, d.h. von den über 500.000 gemeldeten Teilen wurden europaweit ganze 172 gefunden, konfisziert etc., sieht man schon, wie groß die Gefahr dieser halben Million Meldungen ist: verdächtig klein…..

    Ach so, ich gehöre zur "Waffenlobby", d.h. ich lese Studien und Berichte über waffenrechtliche Themen und werte diese aus, da meine Familie seit 250 Jahren im "Büchsenmacherhandwerk" tätig ist. Ich habe ein besseres Gefühl Sport- und Jagdwaffen an Lizenzinhaber zu verkaufen als Messer an manche Laufkunden. Und wer demnächst einen Wildunfall zu beklagen hat, der möge bedenken, dass der Jagdpächter, wenn ihn die Polizei zum Unfallort ruft, zu jeder Tag- und Nachzeit kommt und das verunfallte Tier sucht und mit der Waffe erlöst…..

  11. @ Bongschnupfer: Ich lade sie ein, das mal bei einem angefahrenen 150kg Keiler zu versuchen.

    Das Legalwaffenbesitz immer mehr beschränkt und reglementiert wird ist zum größten Teil die Angst der Regierenden von dem Untertan. Wenn sie wüssten, was man alles über sich als Sportschütze und Jäger ergehen lassen muss. Nicht nur das Grundrechte (Unverletzlichkeit der Wohnung) ausgehebelt wurden, alles was zu einer Verurteilung über 60 Tage (auch Verkehrsunfall) führt im Regelfall zum Verlust der waffenrechtlichen Erlaubnisse.
    Mein Vater war Waffenbesitzer, ich bin also in diesem Umfeld aufgewachsen. Bis 1975 konnte man Kleinkalibergewehre und Schrotflinten bei Quelle… usw. frei kaufen, bis 2003 gab es defacto keine Tresorpflicht. Komisch, das Deutschland bis dahin nicht im Blut von schwamm, da selbst das Führen von 4mm Waffen frei war. Heute braucht man selbst für eine Knallwaffe einen „kleinen“ Waffenschein, genau diese Waffe3n machen den größten Teil der in der BRD festgestellten ´Verstöße gegen das Waffengesetz (zusammen mit dem Führen von Messern) aus.

    1. Mhja, man könnte eine Gasgranate nehmen und Fentanyl einfüllen. Besser nix einatmen :-O

      Aber ich glaube kaum, dass jemand Jägern Waffen verbieten will, die brauchen es ja von Berufswegen. Natürlich sollten die engmaschig von Psychologen überwacht werden, nicht dass einer von denen Amok läuft. Die Frage die sich für mich stellt: wie kriegt man den Wildtierbestand ohne ballern in den Griff. Weil dann bräuchten die Jäger auch keine Waffe.

      Gegen Sportschützen habe ich auch nix, aber die sollten keine Waffen zu hause lagern dürfen. Nur offiziell am Schiesstand, wo der psychologisch untersuchte und geschulte Waffenmeister die Knarren aushändigt. Und auch wieder einkassiert.

      Mein Fazit: je weniger Waffen in der Welt desto besser. Krieg sollte ausgelagert werden in die virtuelle Welt oder in Gewalterlebnisparks.

      1. Das Problem an zentraler Lagerung: Wo würden Sie als Krimineller einbrechen, wenn Sie Schusswaffen haben möchten und Sie wissen, dass alle Waffen per Gesetz zentral in den Schießsportvereinen gelagert werden müssen, die dankenswerterweise fast alle außerhalb von Wohngebieten liegen, um die Anwohner durch den Lärm nicht zu belästigen?

  12. @Bongschnupfer: Abgesehen vom Keiler: Für ihre Methode müssen Sie ganz knapp ans Tier ran. D.h. in seinen letzten Sekunden quälen Sie es noch mit seiner natürlichen Scheu vor dem Menschen. Sehr tierfreundlich.
    Es ist eine der unerfreulicheren Seiten des Informationszeitalters, daß die uninformierte Meinung, salonfähig wurde.
    So auch hier.
    BTW Ich stamme aus Österreich. Dort sind viele Waffen, für die der deutsche Michel ein waffenrechtliches Dokument btaucht, für jeden unbescholtenen 18 jährigen erhältlich. Ich lade freundlichst ein die Statistike zu googeln. Resultat: gerigfügig geringere Gesamtkriminalität, etwa Ähnliche Inzidenz illegalen Schußwaffengebrauchs.
    Verbietet man Waffen , haben nur mehr kriminelle Waffen und damit freie Bahn. Per Definition sind Kriminelle nämlich Gesetzesbrecher.

  13. Erstaunlich wie einfach man an Waffen kommt, selbst bei Facebook bin ich auf solche Angebote gestoßen. Davon ausgehend das es illegal ist habe ich Michael der Polizei gemeldet, die mich wiederum abwiesen, es ist ja legal Waffen zu kaufen, schockierend das es vielleicht stimmt, oder die Polizei garnicht interessiert solchen Hinweisen nach zu gehen.

  14. Na-das ist doch gegenüber der USA alles Kleinkram.
    In den USA werden j ä h r l i c h etwa 30.000 Menschen erschossen und etwa 250.000 Menschen angeschlossen und das bei deutlich weniger Einwohner als in der EU.
    Gut- wer sich umbringen will und gerade eine Waffe zur Hand hat, benutzt sie dann auch.
    Ansonsten würde wohl in Ihrem Artikel stehen, dass sich 4000 Menschen mit Hanfseilen umgebracht haben.
    Man sollte auch mal über den Tellerrand hinaussehen.
    Viele Grüße
    H. J. Weber

    1. 15000 Tote von den 30000 in den USA sind Selbstmorde, diese mitzählen ist schonmal falsch. Da die Suizidrate immer gleich bleibt egal ob Schusswaffen vorhanden sind oder nicht. Z.B.: Japan Land mit der geringsten Anzahl von Schusswaffen, aber höchste Selbstmordrate der Welt. Keine Schusswaffen, die Menschen erhängen, vergiften sich oder springen von hohen Gebäuden.

      1. @PatSich, Ihr Versuch die Suizidtoten von den gesamten Schußwaffentoten zu trennen ist blanker Aktionismus, denn in den europäischen Statistiken für „Straftaten mit Schußwaffen“ sind die Selbstmörder ebenfalls inkludiert. Den auch in Europa muß mann die Selbstmorde mitzählen um die Zahl der Toten durch Schußwaffen künstlich hoch zu halten um dem „Nichtwissenden“ Normalbürger vor Augen zu führen wie „gefährlich“ doch legale Schußwaffen sind. Es gab doch tatsächlich jemanden der eine Statistik führte in der er zeigte, daß in den letzten 20 Jahren etwas mehr als 100 Personen in Deutschland durch „legale“ Schußwaffen umkamen. Mann bedenke 20 Jahre. Wenn ich dies nun den USA gegenüberstelle in der lt. Ihrer Rechnung 15000 reine Morde sind, reden wir von einem verhältnis von 750 : 1. Wenn ich jetzt noch die durch „legale“ Schußwaffen begangenen Suizide Abziehen würde wäre das Verhältnis für Deutschland noch besser ca. 1000:1. Haben Sie sich schon mal gefragt, warum man von Straftaten mit „legalen“ Schußwaffen noch Wochen bzw. Monate und Jahre später noch in den Medien sieht, höhrt oder liest; von denen mit illegal beschafften Waffen aber nur dann wenn es sich nicht vermeiden läßt. Und dann meist nur in sehr kleinen Beiträgen. Keine Reiserische Haedline auf der Titelseite der BILD, sondern irgendwo im Lokalteil der Lokalen Zeitung. Die Waffen die in Paris genutzt wurden waren ALLE ausnahmslos illegal. Also was würde es wohl helfen alle Legalen Waffen z. B. Einzuziehen. ABSOLUT NICHTS. Die Sportschützen und Jäger könnten ihren Sport nicht mehr ausüben, aber die Banküberfälle, schweren Räube, Entführungen Attentate etc. würden nicht abnehmen. Um als Sportschütze legal eine Waffe erwerben zu dürfen, muß man zuallererst 12 im Verein und im entsprechenden Verband gemeldet sein, nachweislich auch auf der Waffe die man erwerben möchte auch trainiert haben; man muß einen Sachkundelehrgang (mit Prüfung) absolvieren, und wenn dann die Wartezeit vorbei ist kann man beim Amt eine Waffenbesitzkarte beantragen. Wenn ich ein sauberes Führungszeugnis habe bekomme ich diese dann auch ausgestellt. Dies dauert in der Regel nochmals 2 bis 8 Wochen. Dann kann ich also nach ca. 14 Monaten z.b. ein einschüssiges Kleinkaliebergewehr erwerben. Ich muß jedoch nachweisen, das ich einen geeigneten Waffenschrank besitze in dem Das Gewehr weggeschlossen werden muß. Dies wird auch von den Behörden vor Ort nachgeprüft. Begehe ich eine Straftat – nicht mit der Schußwaffe – sonder z. B. eine schwerer Körperverletzung (Prügelei) habe ich nicht mehr die Persönliche Eignung die Waffe zu besitzen und muß diese z. B. durch einen Lizensierten Waffehändler verkaufen lassen, oder ich lasse Sie verschrotten, indem ich sie der Polizei aushändige. Ähnliches gilt bei, den Behörden bekannten, Psychischen Erkrankungen.

        Wenn jedoch jemand eine sich eine „illegale“ Waffe besorgen möchte, dauert dies i. d. R. vielleicht 2 Wochen. Bei uns in der Gegend, wenn man die „Richtigen Leute“ kennt evtl. nur 3 Stunden.

        Nicht jede Tat die mit einer legal erworbenen Waffe ausgeführt wurde ist eine Tat mit einer Legalen Waffe. Was ich damit meine?

        Zum Beispiel der schreckliche Ammoklauf in Winnenden.

        Der Vater des Täters hatte die Schußwaffe legal erworben. Er hatte sie jedoch nicht vorschriftsmäßig aufbewahrt; so kam sein Sohn an die Schußwaffe. Ähnlich verhielt es sich wohl mit der Munition.

        In dem Moment als sich der Sohn die Verfügungsgewalt über die Schußwaffe verschaffte, wurde diese, laut dem bei uns in Deutschland geltenden Waffenrecht, zu einer „illegalen“ Waffe.

        Hätte also der Vater die Waffe ordnungsgemäß weggeschlossen, dann hätte der Sohn diese dann auch nicht für die Morde in der Schule nutzen können. Aber ich spekuliere mal, er hätte dann evtl. versucht sich eine „illegale“ Waffe, von einem Hinterhofwaffenhändler, zu beschaffen.

        Also stelle ich mal die Frage:
        Würde die Welt ohne „legale“ Schußwaffen in Privathand sicherer. Wohl kaum.

        Oder ein anderes Szenario, passiert in Eislingen, wie der Amoklauf in Winnenden 2009.

        Zwei Jugendliche Mitglieder brachen Nächtens in das Vereinsheim des Schützenvereins ein, bei dem sie selbst Mitglieder waren, und entwendeten 17 Pistolen und Gewehre, und brachten dann die Familie eines der Jugendlichen um.

        Von dieser Tat hört man nichts mehr, aber von Winnenden. Warum nur?

  15. Vollautomatische Schußwaffen wie die im Bild zu sehende Kalaschnikow sind in Deutschland für Sportschützen und Jäger verboten.

    In anderen Ländern ist das ähnlich.

    Was soll denn jetzt eine Waffe, die ohnehin nur illegal erworben werden kann, mit den Anschlägen von Paris oder sonst einem anderen Verbrechen zu tun haben?

    Verboten sind sie doch schon!

    Da ist der Gaul mit dem Herrn „Aktivisten“ ganz schön durchgegangen!
    Ziemlich wirr, das Ganze!

  16. @Bongschnupfer:

    Fast genialer Vorschlag.

    Aber nur fast.

    Wurde vom Bundestag abgelehnt, weil nämlich dann die Kriminellen genau wissen, wo sie eine Anhäufung von Waffen finden.
    Und einen Weg, da reinzukommen, gibt es in den schießfreien Zeiten mehr als genug. Und sei es durch Geiselnahme.

    Die private Aufbewahrung von Schußwaffen ist immer noch die sicherste.

    Weil von außen niemand erkennen kann, ob da überhaupt welche gelagert werden und sich ein Einbruch oder gar Raub „lohnt“.

  17. Wie…? jetzt hat man Angst das sich Terroristen Waffen auf legalen Wege beschaffen und des wegen soll legaler Waffenbesitz verschärft werden.
    Legale Waffenbesitzer werde registriert, Terroristen wollen bestimmt nicht registriert werden.
    Die Denkweise der Brüsseler Aristokraten kann kein normaler Mensch mehr nach vollziehen.
    Jetzt sollen wieder gesetzestreue Bürger die Unfähigkeit einiger Politiker ausbaden… und der verunsicherte Bevölkerung wird weiß gemacht man tue etwas für ihre Sicherheit.

    1. Dann sehen wir uns die Realitaet an und stellen fest, dass Terroristen nicht das geringste Problem damit haben, als Normalbuerger registriert zu sein solange sie nicht offen als Terroristen agieren. Warum auch, sie gehen in der Masse der anderen Normalbuerger einfach unter. Und mit einem Kamikaze-Einsatzprofil ist die Situation nach dem offenen Agieren egal, denn es gibt kein danach ueber den Kampf hinaus.

      Abgesehen davon duerften die geplanten Aenderungen fuer Deutschland nicht signifikant sein, oder?

  18. Ich schmeiß mich weg…. Diese Zahlen.
    Ohne jetzt gegoogelt zu haben. Aber ich meine, in Deutschland trifft der Blitz im jahr ca- 10-14 Menschen. Nur weil diese Idioten bei einem Gewitter sich nicht unterstellen. Da wird weiter am Sonntag Fußball gespielt und so… Oder man bleibt im See beim Boot fahren.

    Das ganze grenzt an Homöopathie.
    Zitat:
    “ Im Schnitt macht das jährlich 0,24 Tötungsdelikte und 0,9 Selbstmorde, die pro 100.000 EinwohnerInnen mit Schusswaffen begangen werden. “

    Und wie viele von diesen Waffen waren Dienstpistolen der Polizei?
    Ich glaube, dass unsere Ernährung mehr im Jahr tötet.

  19. Mich würde es freuen, wenn unsere Verteidigungsminister dadurch auch mal auf den Trichter kämen, dass Terroristen weder wohlhabend noch gut vernetzt sein müssen, um auf gewissen Märkten hinter der deutschen Ostgrenze alte Maschinengewehre für einen niedrigen dreistelligen Betrag zu erstehen. Da kann man so viele Daten sammeln und durchleuchten wie man will. Das einzige, was man so feststellen kann, wäre hoffentlich, wie die Waffenunterstützung von Bürgerkriegsparteien sich nach den Kriegen unkontrolliert verteilt …

  20. Ob der Autor wirklich weiß, mit wem er da „ins Bett steigt“?
    Die Quelle des Übels ist die EU-Kommissarin (Handel) Cecilia Malmström. Ein, durch keinen demokratischen Prozess legitimierter EU-Apparatschik, die sich schon 2010 durch einen Richtlinienentwurf zur flächendeckenden Kontrolle der Netzinhalte zunächst auf europäischer, später nach Möglichkeit auch auf globaler Ebene, profiliert hat. Ihr damaliges Scheitern brachte ihr den Spitznamen „Censilia“ ein.

    2013 machte sie durch einen Vorstoß zum Verbot privater Waffen von sich reden. Bei der, in diesem Rahmen verwendeten, Eurobarometer Umfrage konnten ihr massive Lügen und Manipulationen nachgewiesen werden. Dieses Vorgehen qualifizierte sie offenbar als Zuständige für die Verhandlungen über das strittige Freihandelsabkommen TTIP- wobei sie vehement die Geheimhaltung der Verhandlungen betreibt.

    Offensichtlich hat sie inzwischen auch dort das größtmögliche Desaster angerichtet, denn nun wendet sie sich wieder ihrem Lieblingsthema zu: der Entwaffnung der europäischen Bürger. Und auch hier ist ihr wieder keine Lüge groß genug, solange sie ihrer Agenda hilft.

    Denn man darf sich keiner Illusion hingeben: Fr. Malmström weiß natürlich ganz genau, dass keines ihrer Maßnahmen auch nur minimalen Einfluss auf den Terrorismus hat. Darum geht es ihr natürlich auch gar nicht. Sie betreibt – genau wie bei der Internet Zensur und der TTIP Geheimhaltung, lediglich die Machtsicherung ihrer Bürokraten-Kaste gegen evtl. aufmüpfige Untertanen.

    Ein Verhalten, dass man, bei ihrer nahtlosen Kette des Versagens, durchaus nachvollziehen kann!

  21. die LINKE ist damals mit ihren Vorstoß gescheitert, Schußwaffen nach dem AUSSEHEN zuzulassen bzw. vom Schießsport auszuschließen.

    Und nach dem Desaster Abstimmungs-Desaster im Bundestag soll nun hier einer ihrer Claqueure vorpreschen – sehr durchsichtig!

  22. Es kann doch nicht ernst gemeint sein das jetzt das Waffen Gesetz verschärft werden soll. Hat die EU nicht aus dem Irak und Syrien gelernt da war die Bevölkerung nicht Bewaffnet und der ISIS hatte leichtes Spiel, denn ISIS usw besorgen sich die Waffen nicht auf dem Legalen weg sonder den Illegalen. Wenn im Pariser Bataclan Bürger mit Waffen gewesen wären hatten die Handeln können und es wär nicht zu dem Massaker gekommen. Den Ehrlichen Gesetzestreuen Bürger jetzt noch mehr zu Entwaffnen bringt nur vorteile für die Bösen Buben dien die kümmern sich nicht um Gesetze. Ich bin dafür das die Bürger Waffen haben dürfen für den Fall der Fälle um sich zu Verteidigen. Wir sind eine Demokratie da sollte man dem Bürger auch mal Vertrauen und nicht nur Verbieten.

    1. Es ist in Deutschland relativ schwierig, eine Feuerwaffe legal zu bekommen. Wenn ich hier Leute lese, die sich in Deutschland einer mit Syrien vergleichbaren Situation waehnen und daher Selbstbewaffnung anstreben, kann ich die gesetzliche Lage und weitere Verschaerfung nur gut finden.

  23. Sorry aber das Gesetz ist absolut Sinnlos wird auch nur Bürger die sich an das Waffengesetz halten betreffen?
    Statt Härter gegen Gesetzesverstösse vorzugehen (Härter Strafen ect) wird einfach der legal Erwerb von (registrierte!) Waffen erschwert/verboten.
    Bringt absolut nichts für die Bevölkerung ausser ein paar illegalen Waffen mehr.
    Auch das Waffengesetz ist gut geregelt indem der Antragsteller überprüft und kontroliert wird.
    Versangt hat einzig und allein die Regierung!!!
    Und das sich Terroristen an Gesetze halten ist so glaubhaft wie die existenz des Christkindes

  24. Nun, der Autor wird als Akitivist beschrieben und so schreibt er auch und so ist das zu lesen und verstehen, was er da schreibt. Er und seine Gesinnungsgenossen bauschen da aus ideologischen Gründen etwas zu einem Problem auf, was überhaupt nicht besteht.
    Zum einen stimmt die Zahl von 10.000 nicht, denn es gab in diesem Zeitraum keine 10.000 Morde durch legal besesssene Schußwaffen. Zum anderen rechnen diese Ideologen auch z.B. Selbstmorde und Opfer von Polizeiwaffengebrauch und natürlich auch Unfallopfer ein. Eine „Gefährdung“ der Gesellschaft besteht aber nur hinsichtlich Gewalttaten mit Schußwaffen. So würde niemand eine besondere Gefährlichkeit von Leitern für die Gesellschaft behaupten, weil jährliche tausende von Menschen aus eigener Dummheit auf Leitern (tödlich) verunglücken. Aber dem Autor und seinen Gesinnungsgenossen geht es ja nicht um Argumente, es geht um Ideologie, und da ist natürlich jedes Mittel recht. Viel bedenklicher ist, daß in D im letzten Jahr 16 Menschen durch Polizeischußwaffeneinsatz zu Tode gekommen sind. Offiziell natürlich alle Notwehrfälle. Aber betrachtet man einmal die aktuelle Presseberichterstattung bei solchen Fällen, so stellt man schnell fest, daß bei einer besseren Ausbildung der Polizisten der tödliche Waffengebrauch fast immer vermeidbar war. Wenn ein Hanswurst mit einem Messer droht, dann muß man ihn nicht gleich erschießen, auch wenn im konkreten Fall der Polizist sujektiv überfordert war. Ein sachgerecht ausgebildeter Polizist, dem man eine Schußwaffe anvertrauen darf, der muß in der Lage sein, auch in einer solchen Lage einen nicht letalen aber den Angriff stoppenden Schuß anbringen zu können. Und wer dazu nicht in der Lage ist, dem darf man eben keine Schußwaffe anvertrauen.
    Die Wahrheit ist: Die Tatsache, daß in D und in Europa (tödliche) Gewalttaten mit legal besessenen Schußwaffen die so große Ausnahme darstellen, daß es den Ideologen problemlos möglich ist, jeden einzelnen Fall aufzuzählen, beweist, daß wir gerade kein Problem mit legal besessenen Schußwaffen haben. Hätten wir ein solches Problem, würde es mehr als weniger eine Handvoll Fälle jährlich in D geben, würden wir täglich beim Aufschlagen der Zeitung von einem solchen Fall lesen (und selbst dann wären es nur 10% der Tote, die wir im Straßenkehr jedes Jahr als den zu zollenden Tribut einfach hinnehmen, ohne daß sich außer den unmittelbar Betroffenen kaum jemand grämt, am wenigsten die gegen privaten Legalwaffenbesitz polemisierenden Ideologen).
    Übrigens gilt dies auch für die große, je nach Schätzung zigfach größere Zahl der IIlegalwaffen. Abgesehen von Terroristen werden auch diese Illegalwaffen faktisch nicht benutzt. Selbst ausgewiesene Berufskriminelle benutzen kaum Schußwaffen – selbst im kriminellen Milieu ist Schußwaffengewaltkriminalität die große Ausnahme. Und in weiteren Teilen dieser Unterwelt dient die Schußwaffe nur als Imponiergegenstand und der Abschreckung. Der „private“ Illegalwaffenbesitzer benutzt seine Illegalwaffe dagegen grundsätzlich überhaupt nicht. Denn er will sie ja nur besitzen; er hat sie ja nicht zum Benutzen erworben. Würde er sie benutzen wäre es sofort mit dem Spaß des Besitzens vorbei.
    Fazit: Europa hat – von Terroristen abgesehen überhaupt KEIN Problem mit Schußwaffen, seien sie legal, seien sie illegal. Europa hat dagegen ein großes Problem mit diesen Ideologen, die die Freiheitsrechte des Bürgers in Europa immer weiter einschränken wollen und ihre ureigenen Vorstellungen, wie man zu leben hat, den anderen aufoktroyieren wollen. Dies belegt einmal mehr die grundsätzlich freiheitsfeindliche Einstellung der europäischen Bürokratie und der gesamten Konstruktion dieser EU. Immer mehr Regeln, immer mehr Beschränkungen, immer weniger Freiheit. Gerne würde ich sagen, daß die naiven EU-Befürworter eines Tages aufwachen, wenn es zu spät geworden ist. Aber ich befürchte eher, daß sie und ihre Kinder durch die EU-Lobby derart konditioniert werden, daß sie den Verlust ihrer Freiheit überhaupt nicht mehr bemerken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.