Studie der Otto-Brenner-Stiftung: „Verdeckte PR in Wikipedia“

Cover-Oppong-StudieWährend Wikipedianer Dirk Franke im netzpolitik.org-Interview von bezahltem Schreiben noch als „kommende[m] Problem“ spricht, kommt der Journalist Marvin Oppong in einer Studie für die gewerkschaftsfinanzierte Otto-Brenner-Stiftung (OBS) zu dem Schluss, dass verdeckte PR in der Wikipedia (PDF der Studie) bereits heute ein großes Problem ist. So heißt es in der Pressemeldung zur Veröffentlichung der Studie:


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Im seltsamen Kontrast zu dem ungebrochenen Siegeszug von Wikipedia als Informations-, Orientierungs- und Deutungsquelle steht die interne Struktur von Wikipedia, die es bisher nicht vermag, „PR in Wikipedia effektiv zu verhindern und Manipulationen in Wikipedia wirksam zu unterbinden.

Zu diesem harten Urteil kommt Oppong unter anderem an Hand von Fallstudien einzelner Artikel, u.a. über Daimler, RWE oder den FDP-Politiker Christian Lindner. Oppong argumentiert, bei Wikipedia handle es sich um eine „Diktatur der Zeitreichen“, weshalb die finanziell gut ausgestattete PR-Branche im Vorteil sei und über verschiedene Manipulationswege verfüge (S. 39). Als eine jener Branchen, in der es mutmaßlich die meisten Manipulationen gibt, nennt Oppong deshalb auch die finanzstarke Pharma-Branche (S. 41).

Community, Foundation und Verein

Ein besonderes Augenmerk legt Oppong auch auf mutmaßliche Interessenskonflikte von (ehemaligen) MitarbeiterInnen der Wikimedia Foundation bzw. des deutschen Wikimedia-Vereins. So widmet Oppong zum Beispiel dem ehemaligen deutschen Vorstandsmitglied der Wikimedia Foundation Arne Klempert eine eigene Fact-box (S. 47f.), weil dieser jetzt für die PR-Agentur Fleishman-Hillard Germany tätig ist. Dort ist Klempert u.a. für die Erstellung des Wikipedia Corporate Index verantwortlich.

Was Oppong allerdings unerwähnt lässt, ist die relativ starke Distanz zwischen formaler Organisation und der Community aus ehrenamtlichen WikipedianerInnen wenn es um die Erstellung der Inhalte geht. Mit anderen Worten: Interessenskonflikte von Wikimedia-FunktionärInnen wirken sich in der Regel weniger stark und unmittelbar auf Inhalte aus, als das beispielsweise bei leitenden Redakteuren in klassischen Medienhäusern der Fall ist; gleichzeitig haben Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland aber natürlich auch weniger Durchgriffsrechte was Regeln und Inhalte betrifft.

Oppong sieht das offenbar anders bzw. darin ein Problem und wirft Wikimedia Deutschland im 7. Kapitel seiner Studie in einem Rundumschlag vor, PR unzureichend zu bekämpfen, nicht transparent genug zu sein und spricht von einer „Nomenklatura des Vereins“, die „Spötter“ sogar „als ‚Sekte'“ bezeichnen würden.

Angesichts dieser heftigen Kritik an Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland überraschen dann aber Oppongs zehn Verbesserungsvorschläge um den Missbrauch von Wikipedia für PR-Zwecke einzudämmen, die den Abschluss der Studie bilden. Denn zum größten Teil können die Foundation oder Wikimedia Deutschland diese nicht umsetzen oder wird genau daran schon gearbeitet. Zu den Vorschlägen im einzelnen:

  1. Förderung von Medienkompetenz in Ausbildungseinrichtungen: Der Forderungsklassiker. Richtet sich an Schulen. Wikimedia Deutschland leistete hier mit dem „Schulprojekt“ bereits seit Jahren einen Beitrag.
  2. Mehr Informationen für Wikipedia (Neu)nutzerinnen und -nutzer sowie ihre bessere Einbindung, Vereinfachung der Wikisoftware: An der Vereinfachung der Wikisoftware wird bereits seit längerem gearbeitet, der Visual Editor soll in Kürze zum Standard für die Bearbeitung werden. Was NeunutzerInnen betrifft, so ist weniger die Menge an Information sondern eher die gewachsene Komplexität das Problem.
  3. Offenlegung der Accounts von Unternehmen und Verbänden: Erzwingen lässt sie sich die Offenlegung bei Beibehaltung der Möglichkeit anonymer Editierungsmöglichkeit nicht. Schon heute gehört es aber zu anerkannt guter Praxis, offenzulegen, wie auch die Interviews mit „PR-Profis“ in Oppongs Studie belegen.
  4. Intensivierung der Quellenverlinkung: Die Zahl der Quellenverweise in der Wikipedia nimmt ständig zu, Quellenkritik steht an der Tagesordnung. Diesbezügliche Regelungen müssten aber von der Community verabschiedet werden.
  5. Registrierungsmöglichkeit für Nutzer: Hier schwebt Oppong eine Art Verifizierungsverfahren vor, ähnlich wie es das beispielsweise bei kommerziellen Plattformen wie Amazon oder Twitter gibt. Das wäre tatsächlich etwas, das die Foundation anbieten könnte. Allerdings bestünde, wie Oppong selbst schreibt, die Gefahr, dass dann sozialer Druck entsteht, Angaben zur Person zu machen.
  6. Demokratische Elemente stärken: Oppong fordert, dass bei inhaltlichen Abstimmungen AdministratorInnen kein Ermessen mehr haben sollten, sondern „Stimme für Stimme ausgezählt“ werden sollte. Außerdem sind ihm Mindesterfordernisse wie einer bestimmten Zahl an Editierungen für die Teilnahme an Abstimmungen ein Dorn im Auge. Beide Vorschläge halte ich für verfehlt. Gerade weil sich über Wissen nicht einfach abstimmen lässt, ist eine Entscheidung auf Basis offen ausgetragener Diskussion einem simplen Stimmenzählen überlegen. Und die Mindestanforderungen für die Teilnahme an Abstimmungen sind nicht besonders hoch, erschweren gleichzeitig aber die Manipulation von Abstimmungen.
  7. Interessenerklärung für die Wikipedia-Führung und Wikimedia Präsidiumsmitglieder: Abgesehen davon, dass zumindest mir nicht klar ist, wer „die Wikipedia-Führung“ sein soll, ist der Einfluss der Mitglieder der formalen Organisationen auf die Inhalte der Wikipedia begrenzt. Wikimedia Foundation und Vereine geben eben keine Inhalte in Auftrag. Von ihnen geht in Sachen verdeckter PR deshalb auch keine besonders große Gefahr aus.
  8. Sanktionen für Verstöße gegen Wikipedia-Regeln: Es gibt eine Reihe von Sanktionen, die bis hin zur Sperrung von Accounts reichen.
  9. Unabhängige Kontrollgremien: Es gibt bereits gewählte Schiedsgerichte.
  10. Ethik-Kodex: Es gibt es schon eine große Zahl an Regeln und Verhaltensempfehlungen im Autorenportal der Wikipedia.

Hinsichtlich der Verbesserungsvorschläge lässt sich also festhalten, dass sich mit Ausnahme der (durchaus zweifelhaften) Punkte 5 und 7 sämtliche Vorschläge entweder an die Community oder überhaupt an externe Akteure wie Schulen oder Unternehmen richten.

Mein persönliches Fazit nach der Lektüre der Studie fällt gemischt aus: Jedenfalls liefert die Studie eine große Menge an Material und damit einen wichtigen Beitrag zur Debatte über den Umgang mit bezahltem Schreiben und PR in der Wikipedia. Auch die Lösungsvorschläge am Ende können eine guten Ausgangspunkt für weiterführende Diskussionen liefern. Gleichzeitig liest sich die Studie bisweilen sehr stark so, als ginge es nur darum, die Ausgangsthese – Wikipedia ist der PR-Übermacht schutzlos ausgeliefert – zu belegen. Dabei belegt gerade die vom Autor selbst dargebotene Materialfülle, dass Wikipedia gegenüber klassischen Medien auch Vorteile hinsichtlich PR-Anfälligkeit aufweist. Denn natürlich ist Wikipedia relevant für PR-Strategien von Unternehmen. Gleichzeitig lassen sich diese auf Wikipedia aber leichter nachvollziehen, als das in herkömmlichen Medien der Fall ist. Die zahlreichen Screenshots mit Versionsvergleichen in Oppongs Studie sind der beste Beweis dafür.

Bei MDR Figaro gibt es ein Interview mit dem Studienautor zum Nachhören.

20 Kommentare
  1. Mein Lieblings-Gedankensprung in der Studie ist im Moment die Kritik am Relevanzkriterium für E-Sportler (S.15):

    „Für die Feststellung der Relevanz eines Clans oder E-Sportlers werden ausschließlich Spiele hinzugezogen, die im E-Sport große Beachtung finden und in denen relevante Wettbewerbe stattfinden.“ Dazu gehören, so kann man bei Wikipedia nachlesen, auch die Ego-Shooter „Painkiller“, „Quake“ und „Counter-Strike“. Laut einem Polizeisprecher wurde das Spiel „Counter-Strike“ beim Amokläufer von Winnenden gefunden. Schüler berichteten der Nachrichtenagentur AP, dass der Amokläufer von Emsdetten leidenschaftlicher Spieler des oft als gewaltverherrlichend kritisierten Spiels gewesen sei.

  2. Aus der WP-Community (und von ihr getragen) gibt es bereits so etwas wie verifizierte Accounts – einerseits die persönlichen Bekanntschaften[1] (eher für Einzelautoren gedacht, als Netzwerk untereinander RL-bekannter Menschen), sowie die Benutzerverifizierung[2], die über das OTRS-Supportteam läuft. Insbesondere zweiteres wird genutzt, um Unternehmens- bzw Organisationsbenutzer (oder solche, die es behaupten) über die Mailadresse festzunageln.

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Pers%C3%B6nliche_Bekanntschaften
    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzerverifizierung

  3. Schöner Artikel, Leonhard. Zwei Ergänzungen aus meiner Sicht als Wikipedia-Autor:

    3./5.: Es gibt ja bereits die Möglichkeit zur Benutzerverifikation (https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzerverifizierung), allerdings vor allem für Firmen und berühmte Personen gedacht. Alles darüber hinaus wird wohl kaum erfolgreich sein, wenn man sieht, wie wenig Autoren mit Klarnamen editieren.

    9. Das Schiedsgericht ist kein unabhängiges Kontrollgremium. Es ist als (finales) Schlichtungsinstrument gedacht, entscheidet aber so gut wie nie in inhaltlichen Fragen. Oppong schwebt vermutlich eine externe Kontrolle vor, und das halte ich in der Tat für erprobenswert. Die Frage ist nur: Wer soll es machen, und wer soll bezahlen, wenn es keiner kostenlos macht?

  4. Die Kritik geht zu wenig ins Detail.
    Wikipedia ist in der Tat unverschämt interessenhörig.
    Ein Beispiel:
    Der Keppler-Kreis
    (später: Freundeskreis der Waffen-SS Heinrich Himmler)
    Ein Zusammenschluß von Wirtschafts-Mächtigen, die Hitler an die Macht gebracht und später auch beraten hatten.
    (In dem Zusammenhang auch interessant: Bank für internationalen Zahlungsausgleich; Ford-Werke)
    Diese Gruppe der Wirtschafts-Mächtigen hatte ein großes Interesse daran, sich in Filmen anzusehen, wie Juden vernichtet wurden (der Fakt ist historisch belegt; die Filme dienten dazu, den Geldgebern zu versichern, dass diejenigen, die später mal Regress-Ansprüche an die Wirtschaft stellen könnten, sicher vernichtet sind!).
    Die Angehörigen des Keppler-Kreises kauften nämlich munter die lohnenden Perlen der Wirtschaft in den eroberten Gebieten auf.
    So! ..und nun lesen Sie mal den überaus zahm geschriebenen Artikel über den Keppler-Kreis bei Wikipedia – können Sie die wirkliche Faktenlage anhand des dortigen Artikels herauslesen?!

    1. Oh, EIN Artikel ist einer Person zu „zahm“. Das ist der Beweis. Wikipedia sollte sofort abgeschaltet werden.

      Wenn man einen Artikel zu einseitig oder zu wenig detailiert befindet, gibt es eine einfache Methode diesen Artikel zu verbessern -> Man fügt mit entsprechenden Quellen belegte Abschnitte und Informationen hinzu.

      Beim Keppler-Kreis gibt es noch nicht einmal einen Edit-War über irgendwelche umstrittenen Fakten oder Quellen. Der Artikel enthält viele grundlegende Informationen sowie viele Hinweise auf weiterführende Literatur.

      Wenn sie, Laokoon, also Quelle und Belege für ihre hier mal so hingeworfene unüberprüfbare Informationen zum Keppler-Kreis haben -> nur zu, erweitern sie den Artikel entsprechend.

      1. Ist Ihnen Ihr Kommentar nicht selber zu dünn?
        Wo hatte ich denn gefordert, Wikipedia solle abgeschaltet werden?
        Was erzählen Sie da?
        Hatten Sie die von mir angeführten Fakten nicht auf Wiki gefunden?
        Ist wirklich schlimm – wie wäre es mal mit zwei Minuten Recherche?
        Ordern Sie doch in Ihrer Stadtbibliothek mal Deschners „Mit Gott und den Faschisten“ und lesen sie sich im Internet (ja, googeln ist gemeint, selber aktiv werden) durch, warum der Oberste Richter bei den Nürnberger Prozessen es für schade befand, dass Dr. Kaselowsky nicht mehr angeklagt werden könne.
        Und wenn Ihnen die Geldgeberrolle der deutschen Wirtschaft nicht ganz klar ist – dann wird es aber höchste Zeit, sich mal selber zu vergewissern, wie sich die Geschichte abgespielt hat.
        Ihnen fehlt elementares Wissen! .. sonst würden Sie nicht jeden bekannten Kinderkram in Zweifel ziehen.
        Bank für Internationalen Zahlungsausgleich – fangen Sie doch einfach damit an!

  5. Natürlich nehmen nicht nur Unternehmen Einfluß und lassen gefärbte Inhalte einfließen, sondern z.B. auch NGOs und Religionsgemeinschaften. Eben alle, die Zeit haben.

  6. Es gibt noch ganz andere Leute, die Wikipedia als Propagandainstrument Nutzen und über die niemand schreibt: Juristen!

    Der „zuständige“ Entscheider auf Seiten Wikipedia akzeptiert beispielsweise in der Diskussion oder bei den Quellen keine „Primärquellen“ (Gesetzestexte), sondern nur „Sekundärquellen“ (Interpretationen von Gesetzestexten durch von ihm genehmigte Rechtsgelehrte).

    Wer sich mal in ein bestimmtes Fachgebiet einarbeitet und dann hinterher die Diskussionsseite dazu bei Wikipedia aufruft, kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

    1. „Den zuständigen Entscheider auf Seiten Wikipedia“ gibt es so nicht. Es gibt viele Personen, die Artikel auf ihren Beobachtungslisten haben und wenn dort Veränderungen angefügt werden, werfen diese Personen einen Blick darauf.

      Sollte es zum Streit zwischen diesen Personen und demjenigen kommen, der die Veränderung eingebracht hat, gibt es ausführliche Diskussionen, in denen die Argumente ausgetauscht werden müssen. Sollte dies immer noch nicht zu einem Ergebnis führen, gibt es viele Instrumente in der Wikipedia (z.B. den Prozeß „dritte Meinung“ oder Schiedsgerichte) – alles von Freiwilligen organisiert und durchgeführt.

      Wer also von dem „zuständigen Entscheider eines Artikels“ spricht zeigt damit schon zu Beginn, dass er die Prozesse der Wikipedia nicht kennt und nur mal eine schnelle Behauptung über angebliche „Propaganda“ unqualifiziert loslassen wollte. So funktioniert die Wikipedia nicht.

      1. Tim, sie sollten aber wissen, dass das Schiedsgericht der deutschsprachigen Wikipedia aufgrund einer Communityentscheidung (Meinungsbild) inhaltliche Fragen nicht entscheiden soll und darf.

  7. Das tollste ist ja das sogenannte Kontrollgremium. Damit wird im Grunde allen Autoren ihre Kontrollpflicht weggenommen. Das bedeutet, dass nicht mehr ein Autor den anderen kontrolliert, sondern diese Befugnis auf eine kleine Gruppe von Akteuren delegiert wird.
    Diese wird bei den tausenden von Edits täglich schnellstens unter der Arbeitsaufgabe zusammenbrechen.

    1. Hallo Susan, mir scheint, Marvin Oppong geht es mit seinem neunten Vorschlag (unabhängiges Kontrollgremium) nicht um die Kontrolle neu eingestellter inhaltlicher Beiträge zur Wikipedia auf ihre Richtigkeit/Neutralität, die bislang bereits durch den Autorenschwarm erfolgt, sondern um eine Überprüfung der Regeleinhaltung durch die Autoren insbesondere in Hinblick auf das von ihm thematisierte Hineintragen verdeckter PR in die Wikipedia. Woher die Mitarbeiter des Gremiums mit der nötigen wikipedianischen Sachkunde hinsichtlich der Regeln und Software und Nichtbesetzung anderer Ämter in der Wikipedia kommen sollen, ist, nicht zuletzt auf den zu beobachtenden Rückgang der regelmäßig und erheblich beitragenden Mitarbeiter, aber genauso unklar wie ihre Einordnung in das Communitygefüge und die Machbefugnisse, mit denen sie ausgestattet werden müßten, andererseits aber deswegen auch wieder zu kontrollieren wären…

      1. Also ich opfere täglich Stunden für mein Hobby Wikipedia. Warum bitte, meint Herr Oppong, ich müsse mir nun von Irgendwem ausserhalb sagen lassen, was ich wie zu schreiben habe. Wenn es Gründe gibt, daß ich etwas ändere – gerne! Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, wenn man mit mir redet. Aber wenn man meint, ich als unbezahlter freiwilliger Autor lasse mich von einem Gemium Oppongscher Prägung gängeln, ist man auf dem Holzweg. Und das werden sehr viele Autoren wie ich sehen.

        Das Schlimmste an dem sehr fehlerbehafteten Werk von Herrn Oppong ist nämlich genau dieses: er stellt alle Mitarbeiter kollektiv unter Generalverdacht. Herr Oppong wurde für seine Studie im übrigen von einer Stiftung bezahlt. Ich habe noch nie einen Cent für Arbeit an Wikipedia-Artikeln bekommen. Noch dazu greift sich Herr Oppong immer wieder einzelne Autoren heraus, die er versucht vorzuführen. Die Anwürfe etwa gegen Achim Raschka, ein streitbarer, aber durch und durch ehrlicher Charakter, die seit mittlerweile schon zwei Jahren immer wieder von Herrn Oppong kommen (ist das, weil er die Karriere eines fünffachen Familienvaters zerstören will? Oder einfach nur, weil er es „kann“?) sind einfach nur ehrerührig und nachweislich unwahr. Aber Herr Oppong zeigt an so vielen Punkten, daß er nicht im Ansatz versteht wie Wikipedia funktioniert, daß wenn man den ärgerlichen Teil dieser „Studie“ streicht, nur noch ein Witz bleibt.

        Der Qualitätsjournalismus ist bislang das, was Leonhard Dobusch hier geschrieben hat.

      2. Nur … Herr Dobusch hat keine Ideen wie PR in der Wikipedia vermieden werden kann. AproPo Achim Raschka. Wie siehst Du die Bearbeitungen von dem Herrn Wolfgang Stock?. Ich würde mal sagen dass diese nur einen Prozentsatz von dem ausmachen, was z.B. Herr Raschka i.a. bewerkstelligte. Auch sind diese meines Wissens noch Bestandteil der Artikel. Das mediale Echo seinerzeit über dies Wikipedia-interne „Enthüllung“ war größer. Nur an der Empörung hat es gehapert ;-). Man sollte sich also nicht darüber beschweren, wenn von extern auf größere Fische hingewiesen wird.

  8. ich denkem, es geht eher der wiki-pedia an den karren zu fahren. freies wissen ist doch der anspruch. dass nicht alles gleich super-perfekt ist, ist doch klar.
    wenn ich an die anfänge des projektes denke, und heut schaue….. super!
    sinn ist es doch, möglicht viel wissen und informationen zu sammeln. dass bei einem solch großen projekt auch mal was schief geht, ist doch nur normal.
    wenn ich so in meine fachbücher sehe.. cisco hier, siemens und M$ da… und dann kosten die dinger viel geld. dazu kommen noch einige fehler.
    wenn ich das mit der wikipedia mal vergleich, und die kostet nix. außerdem wird da dauend ein update gemacht, wenn man so will.

    was solls. es passt nur vielen nicht, dass ihr elitewissen und ihre stellung als überdurchschnittlich gebildeter mit freien projekten wie wikipedia ins wanken gerät.

    siehe andere lexika… brockhaus oder M$ enzyklopedia. alle weg. aber, die gelten als quellen z.b. an unis. wikipedia nicht. aber, wie oft finde ich raubkopierte skripte aus genau diese bei dozenten und so?
    keine quellhinweise auf wiki, keine lizenzangabe oder so. bedienen tut man sich gerne, sagen möchte man es aber lieber doch nicht.
    und dann wird gemecket, wiki habe ja fehler.

    ja ja…

    1. Wer bitte soll denn so einen hingerotzten Kleinschrieb-Schwachsinn lesen? Eine Schande für die Redaktion, so einen Mist freizugeben. Sollte sich denn nicht lieber EIN Schreiber etwas Mühe geben, um verstanden zu werden, anstatt TAUSENDE Leser?

  9. Betreff Schullprojekt & Wird doch schon gemacht.

    Es ist ziemlich offensichtlich, dass das Schulprojekt schon vor einigen Jahren eingeschlafen ist. Einfach mal die Jahreszahlen im angegebenen Link anschauen.

    Schulen werden „Üblicherweise … dauerhaft [gesperrt]“ so Harald Krichel alias Benutzer Seewolf 2011. Von Schulen seien „erfahrungsgemäß keine sinnvollen Beiträge zu erwarten.“[1]

    [1]

  10. Betreff Schullprojekt & Wird doch schon gemacht.

    Es ist ziemlich offensichtlich, dass das Schulprojekt schon vor einigen Jahren eingeschlafen ist. Einfach mal die Jahreszahlen im angegebenen Link anschauen.

    Schulen werden “Üblicherweise … dauerhaft [gesperrt]” so Harald Krichel alias Benutzer Seewolf 2011. Von Schulen seien “erfahrungsgemäß keine sinnvollen Beiträge zu erwarten.”[1]

    [1] http://shtoink.de/231/wikipedia-macht-schule-schulen-werden-dauerhaft-von-der-wikipedia-ausgeschlossen/

  11. Oppong remixt offensichtliches und versucht durch Verallgemeinern einen Skandal zu konstruieren, den es so nicht unbedingt gibt. Ich denke da an die Geschichte mit Daimler. Recht sicher war,, dass irgendwer aus dem Firmennetzwerk von Daimler einen Wikipedia-Eintrag geschönt hat. Bei Oppong war es natürlich gleich PR. Ockham’s Razor hätte noch einen übermotivierten Mitarbeiter nahegelegt, aber das wäre ja zu einfach gewesen. Teile der Recherchearbeit dürften sich auf den WikiScanner stützen, ein Werkzeug aus der Community für die Community, der beispielsweise eine wenige Sekunden Bestand habende Bearbeitung des KKW Biblis offenlegte. Der Wikiscanner legte aber auch offen, dass sich in der englischsprachigen Wikipedia „die CIA“ am Artikel von „Buffy im Bann der Dämonen“ engagierte. Wenn da nicht schlimmeres in Sachen verdeckte PR aufgeflogen sein sollte, dann weiß ich ja auch nicht …

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