Linkschleuder

Russland baut Propaganda in Berlin aus

Russland baut seine Propaganda-Aktivitäten aus und Deutschland ist einer der Zielmärkte. Darüber berichtet das Wall Street Journal und ich gehe mal davon aus, dass die für russische Propaganda empfängliche Zielgruppe das Medium wiederum als USA-Propaganda entlarven wird: Russland startet seine Propaganda-Offensive in Berlin.

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Ein russischer Regierungsvertreter in Berlin, der über die Medienpläne informiert wurde, sagt, ein bedeutender Teil der deutschen Öffentlichkeit sei für die russischen Botschaften empfänglich. Dazu zählten Pazifisten, Globalisierungskritiker und allgemein Menschen mit linken Ansichten. Aber auch Konservative, darunter Gegner der „Homosexuellen-Propaganda“, seien Zielgruppe. „Man kann ziemlich mächtige Arbeit in diesem Segment leisten“, sagt der Regierungsvertreter.

Das glaub ich sofort. Schade, dass an politischer Bildung und Medienkompetenzvermittlung in Deutschland so massiv gespart wird.

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38 Kommentare
  1. „Propaganda-Offensive“, darunter geht es wohl nicht? Wie wäre es mit PR? Aber wenn die Quelle schon das WALL-STREET-Journal ist, was erwartet man dann schon? :D

    „Mit diesen Maßnahmen schafft der Kreml neue Möglichkeiten, Unzufriedenheit mit der Rolle der USA in der Welt zu schüren“

    Ich glaube nicht, das der Kreml neue Möglichkeiten braucht, um das zu bewerkstelligen. Das schaffen die USA schon ganz allein. :)

  2. Der Propagandakrieg NATO vs. Russland ist in vollem Gange. Beide Seiten rüsten auf. Es ist sehr einfach, an ideologisch gefärbte Nachrichten zu kommen; dazu genügt es vollkommen, eine beliebige Zeitung in Berlin oder Moskau zu kaufen, eine beliebige Radiosendung in Berlin oder Moskau zu hören, einer beliebigen Fernsehsendung in Moskau oder Berlin zu folgen.

    Was dagegen immer schwieriger wird, ist, verlässliche Informationen zu erhalten, die nicht aus den Lügenmärchen- und Spindoktoren-Erfindungen und -Verdrehungen bestehen.

    Kalter Krieg, wir kommen.

  3. Klar, wenn einer Propaganda macht dann doch die Russen….

    Natürlich macht jede Seite in einem Krieg Propaganda. Von Netzpolitik würde ich mir aber eher wünschen, sich wenn überhaupt – erstmal kritisch mit „unseren“ westlichen Formen der Propaganda zu beschäftigen.

  4. Joa, klar das die hier aufrüsten wo deren Botschaft auf so fruchtbaren Boden trifft. Bei so vielen Leuten die Putin verstehen und DDR hier toll fanden (ohne je in den Genuss gekommen zu sein) kein Wunder. Als Ex-DDRler kann ich gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.

    1. Äh, kleiner Logikfehler: Wenn das hier auf so fruchtbaren Boden fiehle, wäre eher kein Bedarf dafür.

      Und ich finde es zum Kotzen, wenn man auf Einseitigkeit in deutschen Medien hinweist, dann ständig in einen Topf geworfen zu werden mit Leuten, die DDR & Kommunismus verharmlosen. Mir geht es darum, das für meine Gebührengeldern an die ÖR zB auch beleuchtet wird, welche geostrategischen Interessen die USA in der Ukraine verfolgen.

  5. > Schade, dass an politischer Bildung und Medienkompetenzvermittlung
    > in Deutschland so massiv gespart wird

    finde ich auch. Wobei eigentlich nicht so viel politische Bildung notwendig ist, um die einfältige westliche Propaganda und deren Ziele zu entlarven. Eigentlich sollte man deutschsprachige ausländische Sender begrüssen, wenn man unvoreigenommen die Medienkompetenz stärken will und keinen Popanz aufbauen.

    Ich denke weder bei den Militär-, den Geheimdienst- auch auch nicht bei den MedienPropaganda-Ausgaben kann und will Russland mit dem demokratischen, freiheitlichen, friedlichen und blumigen Westen mithalten. Auch wenn viele versuchen, einen anderen Eindruck in die Köpfe zu hämmern.

    Einen Artikel ernsthaft zu empfehlen, in dem Putin wiedermal indirekt die Schuld für MH17 zugewiesen bekommt und für den Erfolg der Front National in Frankreich gleich mit, zeugt nicht gerade von politischer Bildung und Medienkompetenz. Wenn Russia Today Propaganda macht, dann vermutlich nicht auf so einem durchschaubaren Niveau. Warum hat der russische Regierungsvertreter eigentlich keinen Namen?

    Vermutlich fehlt mir einfach die politische Bildung, den Sinn solcher Meldungen auf netzpolitik.org zu verstehen. Ich hoffe, dass Du nicht zu der für westliche Propaganda empfänglichen Zielgruppe gehörst.

    1. Vermutlich fehlt mir einfach die politische Bildung, den Sinn solcher Meldungen auf netzpolitik.org zu verstehen. Ich hoffe, dass Du nicht zu der für westliche Propaganda empfänglichen Zielgruppe gehörst.

      Wenn es mal glaubwürdige Quellen gibt, die über den Ausbau der US-Staatspropaganda in Berlin berichten, im Idealfall mit so aussagekräften Stellen wie die oben gepostete, verlinken wir das ebenfalls gerne. Und nein, Russia Today ist keine glaubwürdige Quelle und das Wall Street Journal ist kein Staatsmedium.

      1. Wo Du dort glaubwürdige Quellen siehst, ist mir unklar. Und vor allem für was? Was ist die eigentliche Meldung? Die Meldung ist, dass eine russische Nachrichtenagentur ein paar mehr Mitarbeiter erhält und Russia Today 30 Mio für ein französischsprachiges Angebot investiert. Mir schlottern die Knie. Und das in einem Artikel verpackt mit der üblichen Russenhetze. Der Artikel hat meiner Ansicht nach mit Journalismus nix zu tun. Es ist Stimmungsmache.

        > Russia Today ist keine glaubwürdige Quelle und
        > das Wall Street Journal ist kein Staatsmedium

        diese Einordnung überlasse man mal besser jedem selbst. Ich dachte Du verlangst Medienkompetenz. Das „Wir sind die Guten“-Dogma lassen sich viele nicht mehr einreden.

        1. „Die Meldung ist, dass eine russische Nachrichtenagentur ein paar mehr Mitarbeiter erhält und Russia Today 30 Mio für ein französischsprachiges Angebot investiert. Mir schlottern die Knie.“

          Wie hier die Kommentare zeigen, reichen die wenigen Ressourcen ja schon aus, um genau die Zielgruppe zwischen Kopp und DWN passgenau zu erreichen, die dann für Putin & Co losziehen und die Arbeit in den Kommentaren woanders verrichten. Warum sollte man da mehr Geld für ausgeben, wenn man das auch günstig haben kann?

      2. „und das Wall Street Journal ist kein Staatsmedium.“

        Das ist ja gerade der Punkt; in den USA müssen keine Medien vom Staat eingenordet werden, Staats- und Wirtschaftsinteressen sind identisch. Die üblichen Verdächtigen wechseln je nach Bedarf zwischen Staatsdienst und Wirtschaft. Deutschland nähert sich diesem Zustand ebenfalls immer stärker an. Die kleinen Lohnschreiber können es sich schlicht nicht leisten, gegen die mutmaßlichen Interessen ihrer Auftraggeber anzuschreiben.

      3. …glaubwürdige Quellen für prowestliche Propaganda in unseren Medien gibts doch mehr als reichlich. Wenn du die Tagesberichterstattung verfolgst, ist Dir sicher aufgefallen, welche Böcke zB die Tagesthemen in den letzten Wochen geschossen haben.

        Unsere gesamte Presselandschaft ist alleine schon historisch eher transatlantisch verortet. Schau dir alleine mal die Leitlinien von Axel Springer an:

        „3. Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.“
        https://www.axelspringer.de/artikel/Grundsaetze-und-Leitlinien_40218.html

        Und zur Einbettung deutscher Journalisten in amerikafreundliche NGOs verweise ich einfach mal auf die Anstalt:
        https://www.youtube.com/watch?v=5_c2-Yg5spU

      4. Um die Verbindungen deutscher Journalisten mit dem transatlantischen Bündnis aufzuzeigen, gibt es seit einiger Zeit die Erweiterung Cahoots für Firefox & Chrome.

        Hier:
        https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/cahoots/versions/
        bzw. hier:
        https://cahoots-extension.github.io/

        Bei Namen von deutschen „Elitejournalisten“ wie Claus Kleber, Jochen Bittner oder Josef Joffe beispielsweise wird dann angezeigt, in welchen politischen Verbindungen diese Leute vernetzt sind. Bei Josef Joffe poppt da ne lange Liste mit 11(!) Institutionen auf (Atlantik-Brücke, Goldmann Sachs, Müchner Sicherheitskonferenz, …).

        Die Beiträge der „Anstalt“ im ZDF und auch Cahoots wurden angestoßen von dem Buch „Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse“ von Uwe Krüger. Bislang war die Steuerung des deutschen Journalismus durch Eliten ja nur eine Verschwörungstheorie. Hier erfahren wir dann doch mal etwas über die Verschwörungspraxis.

      5. Das Wall Street Journal LOL

        Wall Street Journal ist zwar kein Staatsmedium, gehört aber zu Murdochs News Corporation – genau wie Fox News. Echt ganz tolle Quelle das …

      6. Esgeht darum, dass die RT ausbauen. RT ist das Gegenstück zu den westlichen Staatssendern (DW, BBC, NBC, euronews, etc.). Wieso ist der Ausbau relevant? Das WIRKEN aller Staatssender in deren Interesse ist doch wohl unzweifelhaft.
        Der Chef von DW will ja auch „Putins Propaganda Paroli bieten“, das klingt auf jeden FAll nach ausgewogenem Journalismus: http://meedia.de/2014/09/24/deutsche-welle-chef-limbourg-will-putins-propaganda-endlich-paroli-bieten/
        Selbstverständlich ist es eine Meldung wert, dass RT mehr Kohle bekommt. Ob auf Netzpolitik, ist eure Sache. (Meldungen zu dieser Anti-Putin-Aussage vom DW-Chef gabs aber auch nicht).
        Ob man den ganzen Stil („Propaganda“, Beleidigung der eigenen Leserschaft, etc.) braucht…nein, ganz sicher nicht.

    2. Russland ist bei der ganzen Debatte um Propaganda mit seiner restriktiven Handhabung von „Pressefreiheit“ leider vorbelastet [1]. Und bei den Militärausgaben gibt sich Russland Mühe ganz vorne mitzumischen: „Am meisten werden die Rüstungsausgaben in diesem Jahr in Russland zulegen: um 13 Prozent. […] werden Russlands Militärausgaben von 68 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf 98 Milliarden Dollar 2016 wachsen. Ihr Anteil am gesamten Haushalt wird von 15,6 auf 20,6 Prozent klettern“ (Stand: 2014) [2]. Zudem liegt Russland min. seit 2012 auf Platz 3 bei den weltweiten Verteidigungsetats [3]. Allerdings weiss ich in dem Fall nicht, wie zuverlässig die Zahlen sind, da für Russland nur Schätzwerte angegeben sind. Scheinbar lässt sich das russische Militär nicht in die Karten schauen?

      Was mich immer wieder wundert ist, wie klar viele Leute Position pro Nato/USA bzw. Russland beziehen (können). Für mich schenken sich die Führungsriegen von Politik, Wirtschaft und Medien in beiden Fällen absolut gar nichts.
      Das schlimmste an der ganzen Sache ist — mal wieder –, dass die Elite ihre politischen/ökologischen/militärischen Machtkämpfe auf dem Rücken der Bevölkerung austrägt. Und die wird entweder als direkt betroffen in Stücke geschossen, oder darf sich überlegen, welche Quelle am wenigsten abhängig berichtet — verifiziert werden kann das in den meisten Fällen ja gar nicht selber.

      Ich für meinen Teil lese zur Ukrainekrise schon lange keine Artikel mehr. Das mag angesichts der „vor-der-Haustür“ Situation reichlich unbesonnen erscheinen, aber die alltägliche mediale Hetze macht nur müde. Solange sich kein journalistisches Wundermedium auftut wähle ich, zumindest was dieses Thema betrifft, gnädige Unwissenheit.

      [1] https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/reporter-ohne-grenzen-veroeffentlicht-aktuelle-rangliste-der-pressefreiheit/
      [2] http://de.ria.ru/zeitungen/20140204/267762462.html
      [3] http://books.sipri.org/files/FS/SIPRIFS1404.pdf

      1. Die Zahlen der Militärausgaben sind meines Wissens so, wie Du es angibst. Es reichen jedoch 4 Minuten Satire, um es einzuordnen. http://www.youtube.com/watch?v=IQWcOTphS4c

        Ein Wundermedium ist nicht erforderlich. Sauberer Journalismus reicht. Denn findet man im deutschsprachigen Raum zu diesem Thema leider kaum, aber Telepolis macht einen recht guten Job http://www.heise.de/tp/

        Es wäre töricht zu behaupten, dass Russland keine Propaganda macht. Aber diese permanente und gesteuerte Russenhetze finde ich unerträglich. Wir sind die Aggressoren.

      2. Russlands Verteidigungsetat ist sehr überschaubar. Es sind 85 Milliarden US-$, dem gegenüber stehen 945 Milliarden US-$ von USA & EU gegenüber, also mehr als das zehnfache. Bei dem extrem aggressiven Verhalten des Westens (Regierungsputsch in der Ukraine, Drohung mit Schließung des russischen Stützpunktes der Schwarzmeerflotte in Sewastopol) ist es nachvollziehbar, das der Etat angehoben wird.

      3. @ Walter: Als Google-Totalverweigerer (oder zumindest so weit, wie es möglich ist) kann ich mir die 4 Minuten Satire nicht anschauen. Wenn ich es anderweitig finde, hole ich das nach

        @ DMS: Solche Zahlen sollten immer auf die Bevölkerung umgelegt werden. Nur so entstehen Zahlenwerte, die nicht nur eine quantitative, sondern auch eine — zumindest ansatzweise — qualitative Beurteilung zulassen. Eine einfaches Aufsummieren nach Interessengruppen reicht da nicht. Aber auch dann muss ich Ihnen (teilweise) Recht geben. Wenn ich die Daten aus [1] meines obigen Postes und (der Bequemlichkeit halber) nur schnell die Bevölkerungszahlen aus der Wikipedia hernehme, dann entsteht folgendes Bild zu den Rüstungsausgaben der einzelnen Länder (in $/Kopf, gerundet):
        USA: 2014
        Frankreich: 930
        Grossbritannien: 909
        Russland: 611
        Deutschland: 604
        Aber in ein militärisches Hintertreffen gerät Russland auf keinen Fall (solange man nicht die USA als Maß der Dinge nimmt).

        Und wenn ich mir diese Artikel [1,2] anschaue, dann kann man nicht behaupten das massive Umrüstungsprogramm des russischen Militärs sei eine Reaktion auf westliche Provokationen — zumindest keinen der letzten 4 Jahre. Der erwähnte Umrüstungsplan für 2020 existiert in der Form wohl schon seit 2010.

        [1] http://www.aktuell.ru/russland/politik/russland_ruestet_auf_waffenkaeufe_fuer_500_mrd_euro_4074.html
        [2] http://de.ria.ru/security_and_military/20140910/269516942.html

      4. „Was mich immer wieder wundert ist, wie klar viele Leute Position pro Nato/USA bzw. Russland beziehen (können).“

        Es geht gar nicht so sehr darum, für die ein oder andere Seite Position zu beziehen. Es geht darum, die Beweggründe zu verstehen, warum das ein oder andere Land so handelt wie es handelt. In der aktuellen Debatte um die Ukraine ist in westlichen Medien ein unfassbares Maß an Heuchelei im Spiel. Die Nato drängt massiv an die Grenzen Russlands, bricht also ihr Wort von 1990, nicht weiter zu expandieren und sagt dann aber, da können wir nix machen, die wollen in die Nato. Dann der Putsch Anfang des Jahres, wo der gewählte(!) Präsident der Ukraine aus dem Amt gejagt wird und durch eine Putschistenregierung ersetzt wird, Das Eingeständnis der USA, seit Jahren auf eine westliche Orientierung der Ukraine hingearbeitet zu haben (immerhin haben sie nach eigener Aussage von Sarah Nuland 5 Milliarden $ investiert), die vom Westen organisierten Demos auf dem Maidan und am Ende heißt es, Putin sei der Böse weil er seine Interessen wahrt.

        „Und wenn ich mir diese Artikel [1,2] anschaue, dann kann man nicht behaupten das massive Umrüstungsprogramm des russischen Militärs sei eine Reaktion auf westliche Provokationen — zumindest keinen der letzten 4 Jahre. Der erwähnte Umrüstungsplan für 2020 existiert in der Form wohl schon seit 2010.“

        Was Bedeutet denn Umrüstung? Altes Gerät wird durch neues Gerät ersetzt. wie wir als Deutsche wissen, kostet so etwas nunmal richtig viel Geld. Der deutsche Wehrhaushalt wird auch steigen müssen, wenn wir es nicht wie Costa Rica machen und die Armee abschaffen.

  6. [quote]Wie hier die Kommentare zeigen, reichen die wenigen Ressourcen ja schon aus, um genau die Zielgruppe zwischen Kopp und DWN passgenau zu erreichen, die dann für Putin & Co losziehen und die Arbeit in den Kommentaren woanders verrichten. Warum sollte man da mehr Geld für ausgeben, wenn man das auch günstig haben kann?[/quote]

    Oh Oh Niveaulimbo

    1. Das muß man zweimal lesen. Könnte auch von Joffe sein. Ich hätte nicht gedacht, daß hier von Seiten der Redaktion mal so feinziseliert vom Leder gezogen werden würde. Das kann der Mainstream nicht besser, Hut ab. – Ich habe, glaube ich, bei der ganzen Idee von netzpolitik etwas mißverstanden.

  7. Herr Beckedahl, was genau wäre denn ihre Definition einer „glaubwürdigen“ Quelle in der heutigen Zeit?

    Ich versteh noch immer den tieferen Sinn dieser Headline nicht. Ich bin doch noch auf Netzpolitik und nicht auf N24, oder?

    1. Also Kopp, DWM und RT fallen beim Raster einer „glaubwürdigen Quelle“ definitiv raus. Wir glauben auch nicht an irgendwelche Sekten. Ansonsten ist der Sinn einer solchen Überschrift auch die, dass wir den verlinkten Artikel in unserem Archiv wiederfinden.

      1. Danke für die rasche Antwort, aber wir sind keinen Schritt weiter.

        Ihre Meinung über diverse Nachrichtenportale (oder welche die vorgeben es zu sein) in allen Ehren, aber die ist mir so ziemlich egal. :)

        Glaubwürdigkeit ist ein hartes Schwert in unserer Generation. Ich und sicher auch einige andere Lesen würden gerne Ihre Definition einer „glaubwürdigen“ Quelle hören.

        So wie ich sie persönlich im Moment verstehe, sind Meldungen von UPI, DPA & Reuters automatisch vertrauenswürdig und welche von Interfax, ITAR, o.ä. nicht?

        Und nur um das nochmal zu betonen, ich will hier für niemanden die Fahne in die Luft halten, sondern bin noch immer am „Sinn“ dieser Schlagzeile und eine Antwort auf meine Anfangsfrage interessiert.

      2. Mit Verlaub, das war nichts als heiße Luft, Herr Beckedahl.

        Soweit ich weiß, hat Russland die allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet und außerdem eine Reihe weiterer Menschenrechtskonventionen ratifiziert.

        Dazu ist meine Frage nichtmal im Ansatz beantwortet worden.
        Journalistisch ’ne glatte 6.

        Sie sollten sich diese Art von Artikeln lieber für N24 und Co. vorbehalten.
        Grüße aus Guantanamo!

        1. Soweit ich weiß, hat Russland die allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet und außerdem eine Reihe weiterer Menschenrechtskonventionen ratifiziert.

          Das Niveau wird ja immer lustiger. Und sonst so? Glaubst Du auch an Chemtrails?

  8. Mit Kopp und DWN habe ich nichts zu tun. Mit netzpolitik.org mehr als Du denkst. Ihr macht seit Jahren eine wichtige und sehr gute Arbeit. Warum der ansonsten bei netzpolitik.org vorhandene medienkritische Sachverstand beim Thema Ukraine-Konflikt ausbleibt, darüber kann man nur spekulieren. Fakt ist, der Artikel um den es auf dieser Seite geht, hat mit Journalismus nichts zu tun hat. Ein übler Propaganda-Artikel, der lustigerweise vor Propaganda der Gegenseite warnt.

    Spielen die Grünen eine Rolle bei Netzpolitik? Man weiss es nicht. Die sind jetzt leider olivgrün. Über deren Böll-Stiftung betreiben die selbst russenfeindliche Propaganda und haben den undemokratischen Putsch in Kiew mit vorbereitet. Harms hat kein Problem damit, wenn Kiew Waffen gegen das eigene Volk eingesetzt. Göring-Eckardt hat kein Problem mit Faschisten in Uniform, die eine der größten Volksvertreibungen der Nachkriegsgeschichte betreiben. Und zu dem unsäglichen Schulz schreibt man besser erst gar nix. 20 Jahre grün gewählt, nie wieder!

    > Wir berichten aus der Perspektive von Grundrechten.

    das bei dem Satz sehr viele auf der Welt anfangen zu lachen, beunruhigt Dich nicht? Satire kann helfen die Selbsttäuschung zu beenden. Zwei gute Videos wurden oben bereits erwähnt. Auch Daniele Ganser oder Willy Wimmer erklären verständlich.

  9. IP-Sperre für unangenehme Kommentare + Denunzieren von Lesen auf Netzpolitik.org?
    Herr Beckedahl, ganz großes Kino! :) Ich bin begeistert.

  10. „Dein Weltbild kann man auch als etwas unterdimensional bezeichnen, oder?“
    Herr Beckedahl, ich bin heute zum 1.Mal hier und muss sagen, dieses „Argument“ bzw. diese Art der Argumentation zeugt von herablassender Arroganz und eitler Selbstgefälligkeit.
    Außerdem steht die Beantwortung der Frage aus, „was ist Ihrer Meinung nach eine glaubwürdige Quelle?“.
    Sie haben auf eine ganz andere Frage geantwortet, nämlich welche Quellen SIE für glaubwürdig halten und welche nicht.
    Fällt es Ihnen so schwer, die Frage von Watson knows zu beantworten?

    1. Der Thread ist zwar schon eine Weile tot, aber ergänzend möchte ich anmerken, dass die BILD anscheinend als glaubwürdige Quelle angesehen wird, jedenfalls war Herr Beckedahl dort zu einem Interview bereit.
      Im Grunde ist mir das egal, es erscheint mir nur nicht konsequent zu sein.

      1. Man kann nur hoffen, dass Herr Beckedahl von diesem Schwarz-Weiß-Denken weg kommt.

        Wenn man die russischen Medien ohne sich überhaupt damit zu beschäftigen als Propaganda bezeichnet, gleichzeitig aber sich auf Quellen beruft, deren Verbindungen bekannt und recherchierbar sind, hat man ein ziemliches Glaubwürdigkeitsproblem, lieber Herr Beckedahl!

        Zu kritisieren ist aus dem Standpunkt der Vernunft beides, keine Frage. Aber hier wird nichts kritisch analysiert, es wird einfach nur vorurteilsbehaftet gewertet und gehetzt.

        Aber offensichtlich genießt Herr Beckedahl lieber das Rampenlicht in der deutschen Medienlandschaft.

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