Zu wenig visionär, zu wenig ambitioniert. So bezeichnet, die „Internetbotschafterin“ Deutschlands Gesche Joost, die Digitale Agenda in einem Interview mit der Welt am Sonntag. Digitale Arbeit werde kaum berücksichtigt, in der Digitalen Bildung stehe man hintenan und aus der NSA-Affäre seien zu wenig Konsequenzen hervorgegangen. Joost beschreibt, woran die Agenda unter anderem krankt:
Vielleicht ging es darum, Ziele zu beschreiben, die auf jeden Fall einlösbar sind. Es ist auch nicht hilfreich gewesen, die federführende Zuständigkeit auf die drei Ministerien Inneres, Wirtschaft und Verkehr zu verteilen.
Kein gutes Zeugnis für die Bundesregierung. Vielleicht wird es Zeit, die selbstgewählte Internetbotschafterin um ihren Rat zu fragen. Oder den Unterausschuss Digitale Agenda. Oder am Ende gar noch die Zivilgesellschaft.