Jasper von Altenbockum, Internet-Experte der FAZ-Politikredaktion, hat, mal wieder, den kuriosesten Kommentar zum netzpolitischen Thema des Tages geschafft. Auf der FAZ-Titelseite erklärt er die Digitale Agenda, wahrscheinlich meint er das auch ernst:
„Der Zeitpunkt ist günstig gewählt: Was vor Jahren noch als unerlaubter Eingriff in ein angeblich unberührtes Neuland verdammt worden wäre, wird unter dem Eindruck ernüchternder Erfahrungen mit digitalen ‚Göttern’ wie Google und Amazon oder den Horden von Hackern geradezu herbeigesehnt“. […] „Das Interesse an Sicherheit ist kurioserweise im Zuge der NSA-Affäre nicht gesunken, sondern in dem Maße gestiegen, wie es das Bedürfnis nach Freiheit im Netz bedient. Das Sicherheitsgesetz geht deshalb in die richtige Richtung, und das mit forscher Gangart. Endlich.“
Wir wissen nicht, was uns mehr verblüfft: Das mit den digitalen Göttern oder die Verblüffung, dass es mehr Interesse an Sicherheit gibt, seit bekannt wurde, dass weitgehend unkontrollierte Geheimdienste mit riesigen Budgets im Namen der Sicherheit Unsicherheit schaffen und dabei wie Cyberkriminelle agieren.