Überwachung

Videoaufzeichnung vom Whistleblower-Award für Edward Snowden

Gestern wurde in Berlin der Whistleblower-Award an Edward Snowden vergeben, bzw. an einen leeren Stuhl. Allerdings konnten trotzdem Worte von Edward Snowden verlesen werden. Wir hatten bereits über die Pressekonferenz berichtet. Auf der Verleihung wurden einige bemerkenswerte Reden gehalten. Die Videos sind weitgehend online.

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Begrüßung durch Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Vorsitzender der VDW e.V. und Prof. Dr. Edda Müller, Vorsitzende von Transparency International Deutschland e.V.

(Nicht verunsichern lassen, am Anfang gibt es Musik. Die wurde gestern live gespielt und war, sagen wir es mal diplomatisch, etwas aus der Zeit gefallen.)

Eine Laudatio gab es von Gleen Greenwald, der ein Videostatement geschickt hatte:

Die andere Laudatio kam von Sonia Seymour Mikich (ARD-Monitor):

Jacob Appelbaum hielt die Dankesrede, auch im Namen von Edward Snowden, dessen Worte er mit verlas:

Ene schöne Veranstaltung mit guten Reden und einem mehr als aufzeichnungswürdigem Preisträger, der leider den Award nicht selbst annehmen konnte. Nur auf die Folklore-Musik könnte man beim nächsten Mal verzichten, die sorgte bei einem Teil des Publikums für Lacher oder Fremdschämen. (a la „Ich hab einen Rap zum Thema Atomausstieg vorbereitet und Ihr könnt jetzt alle mal aufstehen und mitwippen“).

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8 Kommentare
  1. Vielen Dank für die Veröffentlichung.

    @Jan. Ein bisschen naives denken (;. Die Massenmedien und Sensationsjournalisten sind zur Zeit doch Kriegsgeil und hoffen auf einen Militärschlag der USA am Sonntag mit vielen vielen Toten. Da passt Edward Snowden nicht rein.

  2. Etwas seltsam, dass Greenwald ein Video schickt, aber Snowden nur eine Rede vortragen lässt. Gut, er will nicht im Mittelpunkt stehen, aber es drehte sich da ja eh schon um ihn.

  3. Die künstlerischen Einlagen von Beate Lambert waren für mich ein Höhepunkt der Veranstaltung und haben dafür gesorgt, dass sich nicht zu steif wurde. Der taz-Bericht geht übrigens in die gleiche Richtung.
    Aber das ist natürlich Geschmacksache.

    Schade, dass die etwas trockene, aber inhaltlich sehr wichtige Rede des Freiburger Historikers noch nicht im Netz verfügbar ist.

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