In Hamburg sollen demnächst 410 Wagen der Polizei mit GPS-Überwachung versehen werden. Über Sinn und Unsinn kann man sicher debattieren. Lustig wird es nur, wenn die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) dagegen Sturm läuft. Die DPolG ist sonst immer an vorderster Front dabei, wenn es um mehr Überwachung geht, allerdings bezieht sich das immer auf die Überwachung anderer. Diesmal hat man alle passenden Argumente schon parat:
Video- und Telefondatenüberwachung findet nur an Orten beziehungsweise in Situationen statt, in denen es um die Sicherheit der Menschen geht“, sagt Jungfer. „Bei der GPS-Überwachung der Polizei geht es hingegen um eine dauerhafte und verdachtsunabhängige Überwachung. Der Polizeipräsident scheint seinen eigenen Mitarbeitern nicht zu vertrauen.“
Was kommt eigentlich raus, wenn man „GPS-Überwachung“ durch „Vorratsdatenspeicherung“ ersetzt, sowie „Polizeipräsident“ durch „Bundesregierung“ und „Mitarbeiter“ durch „Bürger“?
„Bei der Vorratsdatenspeicherung geht es hingegen um eine dauerhafte und verdachtsunabhängige Überwachung. Die Bundesregierung scheint ihren eigenen Bürgern nicht zu vertrauen.“
Keine weiteren Fragen. Vielleicht sollte man der DPolG noch verraten, dass man mit der Funkzellenabfrage auch die Standortdaten aller Dienst- und Privathandies ermitteln könnte? Wer weiß, wie sie dann auf die Barrikaden gehen…