Netzpolitik

Das Ende der Flatrates?

Der Fanboys-Podcast berichtete gestern über ihm zugesandte Dokumente der Deutschen Telekom, die einen nahenden Systemwechsel bei den Kabelgebundenen Tarifen ankündigten. Bisher ist es so, dass es bei DSL Flatrates gibt. Und zwar Flatrates im ursprünglichen Sinne und nicht wie bei mobilen Internettarifen, wo irreführend Flatrate drauf steht, aber nur ein bestimmtes Kontingent an schnellem Internet gemeint ist.

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Im Haus-eigenen Telekom-Blog geht man noch im Konjunktiv auf die Gerüchte ein und erklärt, dass man sich darüber Gedanken mache. Das ist nichts Neues, wahrscheinlich haben alle Telekommunikationsunternehmen ähnliche Pläne in der Schublade.

Was bedeutet es eigentlich, wenn die Deutsche Telekom tatsächlich demnächst ihre (DSL-)Verträge ändert, bzw. das durchsetzt, was theoretisch schon in den VDSL-/Glasfaser-Tarifen versprochen wird? Darüber kann man derzeit nur spekulieren.

Netzneutralität ade?

Es kann gut sein, dass man sich durch eine solche Maßnahme zurücklehnt und nicht mit der benötigten Motivation und Energie weiter in den Ausbau investiert. Denn die Umstellung ist erstmal eine Sparmaßnahme. Die auch für die Internetnutzung einschränkend sein kann. Der Vorteil der Flatrates war, dass die Uhr nicht mehr mit tickte, die vor über einem Jahrzehnt noch eine exzessive Internetnutzung bei vielen verhinderte. Viele kennen es aus dem Mobilen Bereich: Man hält sich oft zurück, alles so zu nutzen, wie man es gerne würde – weil sonst das Kontingent schnell aufgebraucht ist.

Viel interessanter wird es bei der Deutschen Telekom aber sein, ob diese Beschränkung auch für die eigenen Angebote oder für Deals wie dem mit Spotify gilt. Wer im mobilen Internet-Tarif der Deutschen Telekom bereits Spotify dazu gebucht hat, bekommt diesen Internettraffic nicht ins Kontingent berechnet. Was ist, wenn man einen T-Entertain-Tarif gebucht hat und fleißig über Telekom-Angebote Fernsehen schaut? Wird das über das Kontingent berechnet oder auch bevorzugt?

Im mobilen Netz wird bereits mit dem Spotify-Deal ein Service gegenüber dem Rest bevorzugt und damit die Netzneutralität verletzt. Interessiert leider den Gesetzgeber und die Regulierungsbehörde nicht, weil man dort daran glaubt, dass das sicher vom Markt gelöst wird. Wenn die Deutsche Telekom dies genauso auch bei den Kabelgebundenen Verträgen einführt, dann erleben wir nicht nur das Ende der Flatrates. Sondern auch einen weiteren massiven Schritt in der Verletzung der Netzneutralität. Und spätestens dann muss der Gesetzgeber handeln und die Netzneutralität gesetzlich sichern.

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39 Kommentare
  1. Als vor paar Jahren solche Bild – http://images.huffingtonpost.com/2010-12-15-net_neutrality_loses_whatif.jpg – durchs Netz flogen habe ich nur gedacht, was so krankes wird es doch nie geben.
    Doch jetzt habe ich echt Angst. Die Nutzung des Netzes wird sich mit Einführung einer Drosselung gravierend ändern. Im Zweifelsfall müsste man sich ab Mitte des Monats überlegen ob man es sich leisten will/kann den Rechner umzusägen, oder den podcast runter zuladen, oder ob ich in Zukunft doch lieber keine Tagesschau schaue, um mein datenvolumen nicht an den Rand zu bringen.
    Und schon garnicht kann ich meinen Freunden die mich über das Wochenende besuchen unbekümmert mein DSL zur Verfügung stellen.

    Tja, schade das die PIRATENPARTEI nicht funktioniert. Hier könnten Sie ihr umfragetief mal angehen, wenn sie sich einsetzen würden. Mit Themen statt mit Köpfen.
    Aber das nur nebenbei.

  2. Als privat Kunde finde ich so etwas absolut sch***e und ich kann nur hoffen, dass andere Telcos in diesem Vorgehen eine Chance erkennen, um Neukunden zu gewinnen.

    Aber sind wir mal ehrlich, es war zu erwarten. Wir kennen diese Klauseln aus dem Bereich Mobilfunk und für Business Kunden mit ein bisschen mehr Traffice, ist es auch keine neue Situation.

  3. Ich stehe wie immer ein bisschen sprachlos da, das hier kein bisschen Realitätsinn einkehren möchte (aber richtig, wir sind ja hier bei netzPOLITIK).

    Die Netzneutralität könnte verletzt werden, deshalb muß der Gesetzgeber Netzneutralität sichern.

    Mir entgeht weiterhin die Logik.

    Netzneutralität wird eingeschränkt durch technische Maßnahmen oder durch (ganz automatich) durch Kapazitätsprobleme. Auf geteilten Medien (Äther, Glasfaser, letzte-Meile-DSL-Kabelbündel) gibt es eine feste Obergrenze an Kapazität, die kann man dann auf Teilnehmer aufteilen aber man kann sie nicht steigern, es sei denn man wechselt das Medium aus, was eben beim Faserausbau getan wird, aber das geht nicht über Nacht.

    Wer vollständige Netzneutralität möchte, muss sich eine eigene Leitung legen lassen (und das kostet deutlich mehr als 19.95 im Monat), alle anderen müssen mit den jeweiligen Einschränkungen leben.

    Das war so, das ist so und das wird so bleiben.

    1. ich ziehe meinen Kommentar teilweise zurück. Der Kollege von Leitner bekommt in Berlin anscheinend 100Mbit/s Downlink+Uplink ins Haus gelegt, für 25 Euro im Monat plus 15 Euro für die Infrastruktur. Ich denke, wir wechseln einfach alle zu diesem Provider und die Telekom macht zu.
      (… dann hätte aber doch jemand recht, das der Markt das richtet …)

      1. Fefes Provider is fiktiv, auch wenn es Stadtprovider gibt, die ähnliches fertigbringen.

        Und die Netzneutralität ist schon dadurch im Argen, daß die Telekom als Zugangsprovider die Telekom als Filme/Fernsehanbieter subventioniert, indem sie den Traffic nicht auf die Limits anrechnet.

    2. @Philip Engstrand
      Schade, dass wir den Vornamen teilen…

      Du hast „Netzneutralität“ wohl nicht wirklich verstanden. Dem Netz ist es (technisch bedingt) egal, was von A nach B geht – die Netzneutralität wird verletzt, wenn irgendwas (z.B. ein Dienst wie Spotify) dort Vorrang hat. Vorrang kann so ein Dienst auch haben, indem er z.B. durch Dazubuchen von Optionen anders abgerechnet wird oder mit einer anderen Geschwindigkeit übertragen wird.

      1. @Philip, du müsstest ja auch Andreas heissen, um mit mir den Vornamen zu teilen.

        Das Netz (speziell das Internet) ist nicht so homogen, wie du’s gerne hättest. Manche Dienste sind für manche Kunden nur über bestimmte Routen zugänglich und sei dabei ein Kabel, das nur 10Mbit/s Übertragung ermöglicht, wird automatisch beim 11. Kunden der über diese Leitung ein 1Mbit/s Video streamen möchte die Geschwindigkeit eingeschränkt.

        Die Netzneutralitätspropagandisten sagen dann (relativ naiv), dann muss halt (mein) Netzbetreiber (letzte Meile) eine teurere/größere Leitung bezahlen, damit das auch für den 11. Kunden funktioniert.

        Zahlen als Kunden wollen sie das aber nicht.

    3. Kapazitätsprobleme? Soll ich jetzt lachen oder weinen? Das ist eine künstliche Verknappung um ein neues Geschäftsmodell zu erschließen. Sie versprechen sich davon mehr Kohle. Nur darum geht es.

    4. Welche Kapazitätsprobleme haben die denn im Festnetz, die nicht durch andere Switches mit besserem Multiplexing behoben werden könnten? Es ist wie immer die reine Abzocke, man will mehr als eine dumb pipe sein, um abzukassieren, was dann so (hier mal das vollständige Bild) aussieht.

      1. Darum geht’s doch, andere Switches kosten Geld, Kapazitätsprobleme gibt’s idR auf den letzen Metern und dumb pipe kostet richtig Geld.

      2. @Philip

        Seit wann kosten Switches *Milliarden*? Und wenn es Kapazitätsprobleme wirklich gibt, wie kommt es, dass die plötzlich verschwinden, wenn man 15+ Euro mehr auf den Tisch legt?

      3. Ist ja feinster Stammtisch hier. Einfach mal eben einen Switch austauschen und fein ist es. Klar. Jeder ist sich selbst der Nächste, oder wie?

        Als Carrier hat man in der Regel mehr als einen Switch. Die wollen auch gewartet und betrieben werden. Also möchte man nicht in jedem Knoten einen anderen Zoo aufmachen. Da kommen dann also schnell mal Multiplikatoren zusammen, die stolze Summen als Ergebnis ausweisen.

        Dann müssen diese Switche ja auch noch selber eine Anbindung haben. Die fällt nicht vom Himmel. Die endet auch auf anderen Geräten, die selber in der Lage sein müssen, die Bandbreite zu liefern.

        Kleines Gedankenexperiment: 10 MBit/s pro Kunde sind bei 1000 Kunden? Na? 10 GBit/s. Schaut mal nach, was eine 10 GBit/s Strecke über eine gewisse Entfernung an Herstellung und Betrieb pro Monat kostet und dann teilt das mal durch 1000. Addiert da Steuern, Umlagen und andere „Nebenkosten“ drauf und dann überlegt euch, ob Ihr wirklich bereit seid, das zu bezahlen.

        Das auf der kupfergebundenen letzten Meile massive Kapazitätsprobleme existieren ist nebenbei auch seit Einführung von DSL bekannt. Welcher Aufwand in den Jahren betrieben wurde, um immer mehr Kapazität für DSL „freizuschaufeln“ interessiert ja anscheinend keinen. Aber auch da ist irgendwann Ende.

      4. Ganz vergessen zu erwähnen, kleiner Realitätscheck: Wenn Du von „Abzocke“ sprichst, dann liste doch einfach mal ein paar Beispiele auf, welcher Carrier/Provider mit der Herstellung einer kabelgebundenen Internetzugangsleistung für Privatkunden jemals wie viel Gewinn gemacht hat.

        Muß ja ganz einfach sein, bei all den „Abzockern“.

      5. @ Martin:
        Zu deinem Gedankenexperiment: Nun ja, defacto ist es aber so, dass es jedenfalls langfristig gesehen bei weitem keine 45,00,- bis 60.00,- Euro jeden Monat kostet — soviel nämlich, wieviel die Telekom jetzt schon bereits für so einen Anschluss haben will und damit also jetzt schon bereits ihre Kunden abzockt, weil sich kaum ein normalverdienender Kunde solche Preise heutzutage noch leisten könnte ..

        Wohlgemerkt kommt auch noch da hinzu: Die 24-Monatige Mindestlaufzeit, an der man erstmal als Kunde dran gebunden ist und das zu diesen schwindelerregenden Konditionen ..
        _____________

        Mal eben eine kurze Zwischenrechnung:
        Die Telekom kassiert bereits jetzt schon: Von jeden Kunden, der sich so einen 60,00 Euro Anschluss entschieden hat, innerhalb nach Ablauf von zwei Jahren: Satte = Mehr als 1400 Euro. Und das jeweils pro Kunde und jeweils pro Anschluss, und das alleine nur an der Grundgebühr !!! Schon kommen da mal eben kurz tausend Kunden schon zusammen, und schon hat die Telekom bereits: Anderthalb Millionen Euro kassiert ..
        _____________

        Aber für die Telekom reicht das nichts und ist immernoch viel zu wenig, weil die Telekom möchte nämlich mit diesem Vorhaben hier nichts anderes, als ihre Kunden noch mehr erbärmlicherweise abzocken, als wie jetzt schon.

        Weil bei die Telekom hatte ja „Abzockerei“ schon immer oberste Priorität.
        Das ist ja nichts neues bei der Telekom ..

      6. @sascha:

        Ich finde, Du hast da eine sehr eindimensionale Sichtweise. Meine Interpretation von „Abzocken“ ist wesentlich mehr Geld für etwas zu verlangen, als es, inklusive angemessenem Gewinn, wert ist. Es wird also ein noch viel höherer Gewinn erzielt als man als angemessen bezeichnen würde.

        Die Reingewinne der Deutschen Telekom, wie auch aller anderen Vollanbieter bei leitungsgebundenen Internetanschlüssen, im Privatkundensegment waren aber immer in rot mit einem Minus davor. Das passt nicht zu meiner Interpretation der Abzockerei.

        Wärst Du meinem Gedankenexperiment wirklich gefolgt, dann wäre Dir aufgefallen, daß für eine Privatperson eine Million viel Geld ist. Wenn wir aber über den Unterhalt einer Infrastruktur reden, die 10 GBit/s Bandbreite liefert, dann ist das sehr wenig. Dazu hast Du noch so etwas unwichtiges wie Steuern vergessen bei der Berechnung.

      7. @ Martin:
        Naja, genug Gewinn muss die Telekom ja bereits schon gemacht haben, ansonsten hätten ja andere Anbieter in der Vergangenheit nicht den selben Anschluss und die selbe Leistung für deutlich genüstiger anbieten können. Also kann hier von einem Minus-Geschäft für die Telekom überhaupt keine Rede sein. Allerhöchstens nur durch die Kunden, die lieber dann zu einem anderen Anbieter gegangen sind, weil die sich nicht von der Telekom die überteuerten Anschlüsse unterjubeln lassen wollten.

        Aber ohnehin schon, was ich mich frage ist:
        Ob es jemals überhaupt schon eine Nachfrage für solche Anschlüsse, wie sie die Telekom ja jetzt eingeführt hat, ob es die jemals gegeben hat. Hier für VDSL & LTE usw. bis zu 100 Mbit .. Denn ehrlich gesagt: Weder könnte ich mir das vorstellen, noch hab ich jemals etwas davon gehört gehabt. Ich wüsste auch nicht, welche Privatperson sowas gebrauchen könnte. Was ich mir aber gerade aus dem Grund schon vielmehr vorstellen könnte, ist: Das die Telekommunikationsunternehmen und insbesondere die Telekom diese Anschlüsse nämlich von sich aus eingeführt haben ..

        Um danach, so wie es ja also jetzt im Fall der Telekom so scheint, die Telekom versucht diese Kosten von den ganz normalen DSL-Kunden zukünftig eintreiben zu wollen, – die aber nie so einen Anschluss haben wollten und auch nie gefordert haben, das die Telekom überhaupt schon solche Anschlüsse jemals einführen sollte.

        ..und das ist keine Abzocke mehr dann, sondern Beschiss noch obendrein.

    5. Websitebetreiber (als ein Beispiel: Ebay) scheren sich einen Dreck darum, ob eine Seite ihres Inhalts schnell lädt oder mittlerweile schon ein halbes Megabyte groß ist, ohne wirklichen Mehrwert dafür zu bieten.

      Internetanbieter tun so, als hätten sie alle Bandbreite der Welt, wenn Leitungen mit 16Mb/s zum Standard erklärt und alles darüber als „schnelles Internet“ als erstrebenswert verkauft wird.

      Also warum zur Hölle will die Industrie die Netzneutralität einschränken? Die Probleme, die sie damit beheben will, hat sie sich freiwillig eingebrockt und sogar selbst vermarktet!

      1. Ergänzung: Bei Vodafone verkauft man mit LTE Mobilfunkrouter für den Heimgebrauch, weil die sooo schnell sind, und jammert dann über limitierte Mobilfunkbandbreite – das ist einfach das allerbeste!

  4. Das wäre für die Wirtschaft eine Katastrophe, wer Beruflich auf viel Traffic angeiwesen ist könnte dann wohl sehr viel mehr zahlen oder besser gleich ins Ausland abwandern !

  5. Das ist eine direkte Folge der Tatsache, das die Content Inhaber sich nicht dazu herablassen, sich an die Standards des Internet zu halten. Das Internet lebt von Anfang an davon, das der Content gecachet werden kann. Jetzt ist es so, das ausgerechnet der Daten Intesievste Content sich nicht mehr cachen lässt. Bei den HD Videos wird tunlichst auf das Nichtspeichern des Content geachtet.
    Beispiel Apple TV, Diese kleine Bock macht aus einem TV eine Internet Medien Station. Neben den normalen über http verteilten Content wie Youtube gibt es dort auch Filme zum Mietkauf. Man kann einen Film dann 3 Tage sehen. Das AppleTV aber nur über RAM (und flasch für die Programme) wird bei jede Ansehen der Film komplett durch das Netz gezogen. Da ich als kleiner Anbieter den Traffic in GB relativ teuer bezahlen muss, bleibt nur selektives Drosseln gegen allem was nicht als non Video detektiert wurde, weil diese Applikationen zusätzlich heftig verschlüsseln. Massive Investitionen beispielsweise in eigene Leitungen bis zum Austauschpunkt sind bei 27€ und ein paar Dutzen Kunden nicht drin. Viele Anbiehter deren Anschlüsse sich technisch für einen Wiederverkauf eigenen würde, verweigern Wiederverkaufsverträge, wie zum Beispiel Unity Media und Tooway, andere die das Anbieten sind noch teurer als das was ich zur Zeit verwende.

    Blogpost mit Lobbywünschen eines kleinen ISP, der ein DSL Loch füllt

  6. Ich ruf jetzt bei der Telekom an … die spinnen doch! Denen gehört der Laden zugemacht. Resourchenknappheit ist eine Lüge. Die Gelder wurden überall hinverteilt nur nicht in den Ausbau. Wo sie eigentlich hingehören. Jetzt wird die Flatrate kaputtgemacht. Die Kohlen die dem Ausbau hätten dienen könnten, kann man jetzt an ganz besonders motivierte Mitarbeiter via Boni auszahlen.

    1. In meinem Briefkasten landet ständig Telekomwerbung für „schnelles Internet“ mit 50Mb/s. Ressourcenknappheit haben die sicher nicht, sonst würden die bei 16Mb/s oder noch niedriger bleiben. Für Privatkunden ist das sowieso nur „nice to have“ und nicht nötig, aber die scheinen offenbar zu viel Bandbreite zu haben in ihrem Netz und jeder soll sie ausnutzen. :D

      1. Naja, schau nochmal genauer hin, im Kleingedruckten steht garantiert irgendwas von „bis zu …“, mit dem Präfix können sie dir das blaue vom Himmel versprechen und müssen sich quasi nie daran halten.

  7. Die Ära der Techniker geht auch bei den Providern zu Ende.
    Die Investitionen in den Netzausbau haben sich nicht gerechnet, in der Vergangenheit hat man damit den Börsenwert von Google und Apple weit mehr gesteigert als den eigenen. Kein Wunder, dass man da mit den Zähnen knirscht und nach neuen Wegen zum Geldverdienen sucht.
    Wenn es sein muss, werden die Kunden des Gegners als Geiseln genommen.

  8. Also wenn ich mir das hier so durchlese und dabei bemerke, daß im Grunde kaum jemand einen Satz ohne Rchtschreib- oder Forumulierungsfehler zustande bringt kann ich nur sagen: Ja – Internet reduzieren und lest mal wieder Bücher um die deutsche Sprache zu lernen.

    1. Die deutsche Sprache kann man auch im Internet lernen. Früher hat es nur niemand mitbekommen das viele gar nicht Grammatik und Rechtschreibung richtig beherrschen, weil viel weniger geschreiben wurde.
      Bei ihrer Empfehlung fehlt der Hinweis das man keine Literatur lesen sollte, die zerstört nur das Semantikverständnis.

      1. … und beherrschen gar Komma- sowie dass/das- und ss/ß-Regeln. Und jetzt lese ich erst einmal ein elektrisches Buch, bevor mir das Hirn ausläuft.

  9. Sind wir mal alle ehrlich und geben doch zu, dass das Ende der Flatrate früher oder später kommen muss. Es geht hier nicht um Kapazitäten, sondern um Abzocke.

    Die Telekom ist kein Wohlfahrtsverband. Es geht immer und überall nur ums Geld. Klar, es gibt Power-User. Ich selbst habe eine 16000er Leitung und was habe ich für einen Verbrauch? Klar, Youtube videos – aber die letzten Monate habe ich nicht mal 10 GB im Monat verbraucht. Und es gibt mit Sicherheit viele Nutzer die genauso wenig verbrauchen. Das gleicht sich doch meines Erachtens wieder aus. Viele zocken mit ihren Konsolen oder am PC ohne Ende. Diese muss man auch von den Power-Usern abziehen. Also bitte …

    Es geht um Geld.

    Wechseln? Zu wem?

    Ich bin mal gespannt wie sich das ganze entwickelt.

  10. ich darf daran erinnern, dass die Leitungen als Infrastruktur nicht unbedingt in den Händen der “freien“ Wirtschaft liegen muss. wer mit einer Infrastruktur nicht gemäß den gesellschaftlichen Anforderungen umgeht, muss mit einer Verstaatlichung im Sinne des Bürgers rechnen. es gibt immer alternativen.

  11. Für die Mitarbeiter von netzpolitik.org! Hier mein Vorschlag für morgen:

    „Sturz der T-Aktie: Telekom schafft Flatrate ab“

    ++++++oder++++++++

    „AOL schaltet Internet ab – was nun?“

    +++++++oder+++++++

    „Microsoft-Tochter „Google“ ist vor dem Aus! Telekom übernimmt alle Mitarbeiter!“

    geht nach Hause, ehrlich!

    1. Lol… das war soooo witzig… NICHT.

      Wenn man zum Thema nichts beizutragen hat sollte man sich einfach mal an die alte Regel halten die besagt: „Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal die Goschen halten.“ :)

      NATÜRLICH wäre das nur der Versuch der Telekom noch mehr Geld zu verdienen. Mit Kapazitäten hat das nichts zu tun. Wer sich mit der Materie auskennt weiss dass es kein Kapazitätsproblem gibt… sondern nur den Willen noch mehr Geld aus der ganzen Geschichte rauszupressen… … da fallen mir die Stromkonzerne wieder ein die behauptet haben das wir Stromknappheit bekommen wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. ^^

      Das Problem das ich sehe ist, das die Telekom ja nun der Premium-Anbieter mit den Premium-Preisen ist und ich damit sowieso schon deutlich mehr als bei der Konkurrenz bezahle. Wie aber wollen sie dann noch die Premium-Preise rechtfertigen? Wenn es ihnen um Gerechtigkeit ginge (wie in ihrem Blogbeitrag – niedlich, oder?) würden sie einfach einen günstigeren Tarif anbieten (auf Mitbewerber-Niveau) der dann mit einer limitierten Flatrate ausgestattet wäre. So wie sich das jetzt darstellt hat das ein Geschmäckle und wird wohl dazu führen das die Telekom Kunden verlieren wird – vor allem halt die die sich bewusst für die Telekom entschieden haben – obwohl sie im Vergleich nicht günstig sind. Halt weil man die Qualität schätzt.
      Nun ja… wir haben hier uralte Tarife und wenn sie versuchen daran zu rütteln darf sich jemand anderes über die monatliche Lastschrift von gut 600-800 Euro freuen…
      Die dummen Deutschen werdens aber sicherlich schon fressen… wir sind es ja gewöhnt verarscht zu werden und betteln schon fast darum, nicht wahr? ^^

  12. Um Klarheit für viele Verunsicherheite zu schaffen, bestehende Verträge sind ja wohl nicht betroffen, oder ???
    Habe nämlich gerade einen neuen 2-Jahres-Vertrag (nicht beim pinken Riesen ! xD ) abgeachlossen

  13. Das schockt mich jetzt mal richtig. Das wäre ein Zurück in die Steinzeit. Auf der anderen Seite denke ich nicht, dass die das tatsächlich realisieren können, zumal die Konkurrenz den freiwerdenden Marktanteil direkt aufgreifen dürfte. Internet kommt schließlich nicht nur aus Telekomleitungen.

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