Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, hat der Nachrichtenagentur dpa zum Welttag der Pressefreiheit einige Zitate zur Netzneutralität geliefert. Der BDZV ist für Netzneutralität, das ist zu begrüßen:
„Es darf keine Mehrklassengesellschaft etwa nach Größe oder Finanzkraft der Inhalte-Anbieter geben“ […] „Wenn zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur, zum Beispiel für den Ausbau der Kabelnetze, nötig sind, darf das aber genauso wenig dazu führen, dass mittelfristig die Auffindbarkeit von und der Zugang zu Informationen eingeschränkt werden“.
Lustig ist es übrigens, wenn man im letzten Satz „Infrastruktur“ durch „Redaktion“ sowie „Ausbau der Kabelnetze“ durch „Erhalt des Qualitätsjournalismus“ ersetzt. Das erinnert doch an eine andere Debatte… *hust*:
„Wenn zusätzliche Investitionen in die Redaktionen, zum Beispiel für den Erhalt des Qualitätsjournalismus, nötig sind, darf das aber genauso wenig dazu führen, dass mittelfristig die Auffindbarkeit von und der Zugang zu Informationen eingeschränkt werden“.
NIchtsdestotrotz zeigt das Statement, dass es in dieser Debatte vollkommen neue Allianzen gibt. Wir würden es begrüssen, wenn sich mehr Inhalteanbieter pro Netzneutralität äußern würden, um endlich eine gesetzliche Verankerung dieser zu bekommen.