Kultur

ZDF-Nachtstudio: Geld, Skandal und Internet

Ich war letzte Nacht im ZDF-Nachtstudio und hab zusammen mit Christina von Braun, Hans-Ulrich Jörges und Bernhard Pörksen eine Stunde lang über „Geld, Skandal und Internet – Stehen wir vor einer Zeitenwende?“ diskutiert. Die Sendung gibt es in der Mediathek zu sehen (Hier als Nicht-Flash), bis sie irgendwann wieder versteckt werden muss.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Thematisch ging es um alles und nichts. (Außer Urheberrecht, das sollte auch noch diskutiert werden, aber dann war die Zeit weg).

Kein Innehalten, nirgends. Ein Skandal nach dem anderen, Krise folgt auf Krise. Die digitale Gesellschaft befindet sich scheinbar dauerhaft in einem Erregungs- und Empörungszustand, der ständig neue Themen fordert und findet.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
19 Kommentare
  1. Also ohne den Opa vom Stern? dort wäre das ganze wohl passender gewesen..
    So allerdings sorgen die ganzen Facepalm Szenen von ihm eigentlich eher für nen massives Fremdschämen…

    Muss man so einen eigentlich für die Quote dabei haben? Also neben der Frauenquote noch nen „Ewig Gestriger“?

      1. Über den bereitgestellen Link bekam ich auch die Fehlermeldung, über den Suchbegriff „nachtstudio“ in der Mediathek und anschließender Auswahl der Sendung (nachstudio vom 3. Juni) klappt alles einwandfrei.

  2. Daß Jörges ausgerechnet die Partei DIE LINKE wegen fehlender Netzkompetenz untergehen sieht, ist meines Erachtens nicht haltbar. DIE LINKE macht gerade auf diesem Gebiet – ganz gleich, ob man den jeweiligen Positionen nun zustimmen mag oder nicht – einen weitaus besseren, weil argumentativ ausgereifteren und fundierteren Job als etwa die Piratenpartei; von hier und da zwitschernden Altherren-Konservativen ganz zu schweigen.

    Vielleicht sollte Herrn Jörges mal jemand sagen, daß es Aufgabe von Journalisten ist – gerade denen, die dem Internet eine solche Bedeutung zumessen wie er, und die Parteien daraufhin abzuklopfen vorgeben – auch darüber zu berichten, statt Kampagnen und boulevardistischen Rotz à la „Sarah and Oscar in love“ zu fahren. Aber laut Jörges funktionieren die Medien ja prächtig als vierte Gewalt …

  3. ZDF-Mediathek finde ich nur in der HTML-Version brauchbar.

    Begehe ich einen Aufruf zur Urheberrechtsverletzung, wenn ich darum bitte, dass jemand den Mitschnitt bei Youtube oder Vimeo oder so hochlädt, damit ich über meinen mobilen Zugang nicht diese monströs große Videodatei aus der ZDF Mediathek runterladen muss?

  4. Zur Abwechslung noch ein Inhaltlicher Kommentar zur sehr interessanten Gesprächsrunde:

    Leider war die Zeit ja viel zu knapp bemessen und deshalb auch z.B. der Zwischenruf Acta! mit Anschlussthema Urheberrecht ausgeblieben, als der Leviathan ins Spiel gebracht wurde, wie Markus ja bereits bemerkt hat.

    Sehr interessant ist für mich allerdings die allgemeine Akzeptanz, auf die die Proklamation der Auflösung der Gatekeeper Struktur (vielmehr: die Verschiebung der Kompetenz zum Rezipienten) stößt, weiterhin aber nicht die Frage verfolgt wird, inwiefern die Strukturen des Internets hier gefährlich sind. Beispiel: s.o.

    In diesem Sinne freue ich mich besonders über jeden Reply der bisherigen Kommentar-Autoren.

    1. „Sehr interessant ist für mich allerdings die allgemeine Akzeptanz, auf die die Proklamation der Auflösung der Gatekeeper Struktur“–ganz genau das habe ich mir beim Anschauen auch gedacht. Es sind einfach nur andere, weniger institutionalisierte und teils mehr spezialisierte Gatekeeper (wie z.B. dieser Blog hier für netzpolitische Themen).

  5. Schade, dass es nur so wenig um das Netz selbst und die tatsächlichen Möglichkeiten des Netzes ging. Die Frage nach ASCII war der Brüller. Gut das Markus sich so sehr unter Kontrolle hat. Jörges mit seinem üblichen Polit-Trolling-Mix aus Linken-Bashing und wagen finanzpolitischen Verständnis war nur schwer zu ertragen, füllte die Ecke im Studio hinten rechts jedoch optisch gut aus. Pörksen scheint ja noch am ehesten Begriffen zu haben, welche Schranken das Netz niedergerissen hat. Frau von Braun schien jetzt eher zu der Gruppe zu gehören, die nicht so wirklich im Netz unterwegs sind, oder?

    1. Bei der ASCII-Frage mußte ich mich doch sehr zusammenreißen, nicht laut loszulachen. Insgesamt wollte die Sendung zuviel. Frau Braun schien tatsächlich völlig deplaziert. Jörges, nun ja … siehe oben.

      Die Ausgabe mit Geißler letztens war in puncto Bedeutung des Internets SEHR viel besser.

  6. Markus, ich habe kurzerhand von der Sendung ein Backup auf Youtube gestellt. Auch wenn viele bisherige „nachtstudio“-Ausgaben besser waren als diese, Du hast Dich jedenfalls gut gemacht.

  7. herr beckedahl, ihre motivation bewundere ich ja schon eine ganze weile. mein urteil über ihre leidensfähigkeit muss ich offenbar stark revidieren.

    .~.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.