Was sonst noch interessant war: Meldeamt-Leck, Digitask-Kosten, Quantified Self, Fukushima-Leaks

Neonazi-Gegner zu Hause bedroht: Rechtsextreme spionieren geheime Personendaten aus

Der Tagesspiegel – Hannes Heine

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Neonazis ist es gelungen, die Adresse eines Aktivisten gegen Rechts herauszufinden – obwohl die Meldeadresse behördlich gesperrt ist. Die Anwälte des Opfers glauben an ein Leck in der Verwaltung.

Im für Bonnemann zuständigen Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg arbeitet eine Auszubildende, die in Internetportalen bekannte Rechtsradikale zu ihren Freunden zählte. So war NPD-Chef Schmidtke bei Facebook als ihr Freund gelistet, ein Foto des Mannes kommentierte sie zustimmend.

Doch obwohl Bonnemann seine Meldedaten sperren ließ, wurden 2011 Morddrohungen in seinen Hausflur gesprüht. Vor einigen Tagen schmierten Unbekannte erneut Nazisymbole in den Aufgang.

Trojaner und Stille SMS – ein lukratives Geschäft

heise online – Detlef Borchers

Demnach ging allein bei den Zoll- und Finanzbehörden in den Jahren 2005 bis 2011 das Gros der jährlichen Ausgaben für Ermittlungen an Digitask. So erhielt Digitask aus dem Ermittlungs-Etat des Zolls von 3 Millionen Euro im Jahre 2008 insgesamt 2,8 Millionen, wobei der dickste Brocken mit 2 Millionen für eine „Kapazitätsanpassung der ETSI-Schnittstellen“ gezahlt wurde.

Netzpolitik: ITU-Mitgliedsstaaten streiten über Geheimhaltung

heise online – Monika Ermert

Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) soll ihre Diskussionen über Internetpolitik öffentlich machen. Das forderten einige westliche Regierungen in einer ersten Aussprache auf dem Treffen des ITU-Rates diese Woche in Genf. Die arabischen Staaten, Russland, China und einige afrikanische Staaten wollen jedoch lediglich Online-Konsultationen zulassen. Wenn Wirtschaft und Zivilgesellschaft nicht nach dem in anderen netzpolitischen Foren bewährten „Multi-Stakeholder-Modell“ einbezogen würden, bringe die Arbeit der ITU-Arbeitsgruppe Internet wenig, lautet die schwedische Position.

The Personal Analytics of My Life

Blog – Stephen Wolfram

The first thing one sees from this plot is that, yes, I’ve been busy. And for more than 20 years, I’ve been sending emails throughout my waking day, albeit with a little dip around dinner time. The big gap each day comes from when I was asleep. And for the last decade, the plot shows I’ve been pretty consistent, going to sleep around 3am ET, and getting up around 11am (yes, I’m something of a night owl). (The stripe in summer 2009 is a trip to Europe.)

Another kind of data that I’ve been collecting is keystrokes. For many years, I’ve captured every keystroke I’ve typed—now more than 100 million of them.

Innodata Isogen Databreach. Fukushima Daiichi. Assorted Material

Potentially Alarming Research: Anonymous Intelligence Agency

On July 5th 2012, Anonymous released 1.2 Gigabyte of internal data from IT-service company Innodata Isogen. In total there is 40 Gigabyte to be released, including communication between top management of business data provider Thomson-Reuters which has yet to be disclosed.

The initial batch of leaked material mostly contains documents from the International Atomic Energy Agency (IAEA), in particular regarding the development of a nuclear infrastructure in Vietnam. These files include English and Vietnamese documents, scans of diplomatic passports and complete information about key personell like the Vietnamese Vice Minister of Science and Technology and Director General of the Agency for Radiation and Nuclear Safety.

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2 Kommentare
  1. re:The Personal Analytics of My Life
    boah ist das nerdig. und creepy. Klar, nicht jeder kann sowas analysieren — zumindest noch nicht — sodass ein Diebstahl solcher Daten heutzutage wahrscheinlich ohne Konsequenzen bleiben dürfte.

    Aber Firmen und Geheimdiensten dürfte bei solchen Datensammlungen das Wasser im Munde zusammenlaufen…

    Schöne neue Welt…

  2. @Meldeamt-Leck: Da wächst zusammen, was zusammen gehört. Von Nazis für Nazis.
    Wird Zeit, Meldepflicht komplett abzuschaffen. Das neue Gesetz darf da gerne als Anlass betrachtet werden.

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