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Warum Anonymous keine Gefahr für die Öffentliche Sicherheit ist

Der Harvard-Professor Yochai Benkler argumentiert in Foreign Affairs, warum Anonymous keine Gefahr für die Öffentliche Sicherheit darstellt: Hacks of Valor – Why Anonymous Is Not a Threat to National Security.

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Anonymous demonstrates one of the new core aspects of power in a networked, democratic society: Individuals are vastly more effective and less susceptible to manipulation, control, and suppression by traditional sources of power than they were even a decade ago. At their worst, Anonymous’ practices range from unpleasant pranksterism to nasty hooliganism; they are not part of a vast criminal or cyberterrorist conspiracy. Instead, Anonymous plays the role of the audacious provocateur, straddling the boundaries between destructive, disruptive, and instructive. Any government or company that fails to recognize this will inevitably find itself at odds with some of the most energetic and wired segments of society. Any society that commits itself to eliminating what makes Anonymous possible and powerful risks losing the openness and uncertainty that have made the Internet home to so much innovation, expression, and creativity.

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5 Kommentare
  1. Sehr guter Kommentar.
    Es gibt bei Anon aber wirklich ein paar Kriminelle die sich das Kollektiv zu Nutzen machen um ihre Ziele zu verfolgen. (Kreditkarten etc..)
    Aber der große Teil des Kollektivs sind einfach nur Aktivisten die mit „digitalen Sitzblockaden“ demonstrieren. Es wird in unserer veralteten Gesellschaft einfach falsch aufgenommen. Die Digital Natives protestieren eben nicht nur auf der Straße sondern auch eben im Internet.

  2. Solange es also Anonymous gibt, is alles gut, oder wie? Solange eine Gruppe von Leuten ohne Mandat darüber bestimmt, wer „abgestraft“ werden soll oder welche Entwicklung für gut und welche für schlecht befunden werden muß, ,ist in meinen Augen gar nichts gut. Wir sind vielleicht für eine freie Gesellschaft, würden aber nie Terroristen, die durch die freie Gesellschaft möglich werden, für schützenswert erachten.

    1. Im Iran werden TOR-Benutzer bald auch als Terroristen gelten. Der Begriff Terrorist ist bedeutungslos für eine objektive Auseinandersetzung mit der Thematik. Er ist aber auch unverhältnismäßig. Wenn ich Terrorist höre, denke ich an 9/11. Die Gleichsetzung von, in der Relation, Lausbubenstreichen mit Massenmorden ist nicht richtig.

      Waren die Leute, die damals die Regierungsgebäude gestürmt und die Akten über sich selbst erobert haben, auch Terroristen? Ja, das waren sie. Nach der zu dem Zeitpunkt geltenden Rechtsordnung schon.

      Ich muß das Thema nur lange genug drehen und aus Terroristen werden Freiheitskämpfer. Und ungekehrt. Wenn sich die utopische Vision der Internets durchsetzt, werden sie als Freiheitskämpfer gefeiert werden. Setzt sich die dystopische Vision durch, ist die Verurteilung als Terrorist zu erwarten.

      Je nach Argumentation steht diese Gruppe von Leuten ohne Mandat sogar legitimer Weise über unseren gewählten Repräsentanten. Die Gruppe muß nur groß genug sein und sie darf für sich den Status des Souveräns in Anspruch nehmen. Auch wenn Anonymous hier wohl noch etwas davon entfernt ist.

      Und letztlich sei darauf hingewiesen, daß sich der überwiegende Teil von Anonymous innerhalb unserer Rechtsordnung bewegt. Die Meinungsfreiheit – anonym oder nicht – bleibt bestehen. In Polen haben wir sogar Abgeordnete, die sich mit der Bewegung sympathisieren. Sind das auch Terroristen?

  3. tl;dr

    Nur mal als Anmerkung meinerseits: Nicht alles was gesetzlich erlaubt ist, ist richtig. Nicht alles was verboten ist, ist falsch.
    Gesetze sind keine Naturgesetze.

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