Torsten Kleinz hat auf Google+ diese Frage gestellt, die wir spannend finden und hier als Gastbeitrag spiegeln:
Es ist zumindest eine lustige Geschichte: Angeblich (!) haben 4chan-Mitglieder die Falschmeldung verbreitet, Justin Bieber habe Krebs und die jugendlichen Fans angestachelt sich aus vermeintlicher Solidarität eine Glatze zu rasieren. Die Fotos wurden dann wie üblich gesammelt und ins Netz gestellt (Zweifel sind angebracht!). In den Boing-Boing-Kommentaren gibt es Hinweise darauf, dass die Bilder der angeblich kahlen Bieber-Fans – wie bei 4chan keineswegs überraschend wäre – Fakes sind. Das erscheint mir plausibel: „Belieber“ sind zu gut informiert…
Da stellt sich nur die Frage: Ist das eine großartige Troll-Aktion oder Bullying von dummen Kindern?
Enttarnt die Aktion den überschäumenden Starkult, der junge Menschen auf Identitätssuche nur in immer neue Klischeerollen drängt? Das entspräche mehr meinem Verständnis vom Trollen…
Oder hatten ein paar Leute ihren Spaß daran, ihre Überlegenheit jedem aufs Brot zu schmieren, auf Kosten von – ich wiederhole es – Kindern. Das wäre hingegen Bullying, das gemeinsame verbale Niederknüppfeln von Menschen, die anders sind als die eigene Gruppe.
Ob sich überhaupt ein Bieber-Fan den Kopf geschoren hat, ist zumindest unklar – bei Boingbloing finden sich Hinweise darauf, dass es sich bei den verbreiteten Fotos um Fakes handelt… Da stellt sich die Frage: Wer ist naiver: die „Belieber“ oder die 4‑Chan-Fans?