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SkyDrive: Microsoft durchsucht Nutzer-Daten in der Cloud nach AGB-Verletzungen und sperrt Accounts (Update)

Cloud und Schrift

Cloud und SchriftMicrosoft hat mehreren Kunden den diensteübergreifenden Account „Windows Live ID“ gesperrt. Sie hatten auf dem Filehosting-Dienst SkyDrive private Dateien gespeichert, die gegen Microsofts AGB verstoßen. Damit gehen auch E-Mails von Hotmail verloren.

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Auch Microsoft pflegt die Unsitte der großen Smartphone-Hersteller, die Features des Geräts nur mit einem personifizierten Account möglich zu machen. Bei Windows Phone heißt das Windows Live ID. Damit geht dann der Marketplace für Apps, aber auch E-Mail via Hotmail und Datenspeicher in der Cloud via SkyDrive.

In den AGB behält sich Microsoft vor, diesen Account „jederzeit unangekündigt und ohne Angabe von Gründen zu kündigen oder zu sperren“. Das ist jetzt wiederholt passiert, weil Menschen „unzulässige“ Daten auf die Microsoft-Server geladen haben. Der Abschnitt „Unzulässige Verhaltensweisen“ ist der längste der AGB, darunter:

  • Nacktaufnahmen, einschließlich vollständiger oder teilweiser Nacktaufnahmen von Menschen oder in Cartoons, Science Fiction oder Manga.
  • Irreführende Angaben über die Quelle dessen machen, was Sie bereitstellen oder hochladen, einschließlich der Annahme der Identität einer anderen natürlichen oder juristischen Person.
  • Links zu externen Websites bereitstellen oder erstellen, die gegen diesen Verhaltenskodex verstoßen.
  • Personenbezogene Informationen von Minderjährigen (Personen unter 18 Jahren) abrufen oder sammeln, einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Name, E-Mail-Adresse, Privatadresse, Telefonnummer oder den Namen ihrer Schule.
  • Anstiften zum Kauf und Verkauf von Munition und Feuerwaffen.
  • Von Ihnen bereitgestellte oder hochgeladene Inhalte mit falscher Darstellung oder Inhalte, die dieselben oder ähnliche Inhalte wie schon bereitgestellte Inhalte beinhalten.
  • Bereitstellung von Inhalten, die Werbung für Geldbeschaffungsmethoden, Rabattkarten, Kreditberatung, Onlineumfragen oder Onlinegewinnspiele beinhalten.

Irgendeiner dieser Punkte ist jetzt dem Niederländer WingsOfFury zum Verhängnis geworden. Er hatte neun Gigabyte Daten in einem privaten Ordner auf SkyDrive. Microsoft sperrte seinen Account. (Die selben Daten hatte er auch auf Dropbox, da passierte nichts).

Letztes Jahr traf es den Fotograf Dirk Salm aus Aachen. Auch ihm wurde der Account gesperrt, weil er künstlerische Teil-Akt-Bilder aus dem Studio („Da sieht man ja schon im Nachmittagsfernsehen mehr Haut.“) auf dem Dienst gebackupt hat.

Schlimmer: Er hielt die Daten für privat, aber Microsoft hat sie trotzdem durchleuchtet:

Doch mehr noch als die für ihn schwer nachvollziehbare Begründung ärgert ihn, dass Inhalte, die er für privat und geheim gehalten hatte, offenbar kontrolliert und untersucht werden. Salm, der als Fotojournalist auch für unseren Verlag tätig ist, fühlt sich als gläserner Kunde. Und fragt: «Wie sicher sind denn meine sonstigen Daten bei Microsoft?» Er sieht seine journalistischen Kontakte, Termine, Telefonnummern und Fotos in Gefahr, von Firmenmitarbeitern ausgelesen zu werden.

Dürfen Cloud-Anbieter die Daten ihrer Nutzer überhaupt durchsuchen? Erst gestern berichteten wir, dass das oberste Gericht Frankreichs das zur Verhinderung von Urheberrechtsverletzungen verneint. Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband sieht das differenzierter: „Wir gehen davon aus, dass nach deutschem oder europäischem Recht Cloud-Anbieter die Daten ihrer Nutzer nicht durchsuchen dürfen. Anders sieht das jedoch aus, wenn die Nutzer dem zustimmen.“

Womit wir wieder am Anfang wären: Eine echte Wahl hat man nicht.

Update: SkyDrive soll übrigens per default mit Windows 8 ausgeliefert werden.

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78 Kommentare
  1. Da stellt sich mir doch die Frage, was passiert denn mit verschlüsselten Daten?

    Ich habe auch Daten in der Cloud liegen (nicht bei MS), die ich vor dem Upload verschlüsselt habe. Verstosse ich da auch schon gegen irgendwelche AGBs?

    Es wird Zeit für eine reine Open-Source-Cloud. wuala ist schon mal nicht schlecht, aber es könnte auch etwas größer sein.

    Und wenn ich mir Bilder meines letzten Urlaubs ansehe, dann dürfte ich die auch nicht bei MS speichern. Zuviel Haut.

      1. Einfach selber bei Amazon mehrere Cloud-Instanzen mieten, mit DRBD oder ähnlichem redundant aufsetzen und OwnCloud betreiben.

        Klar, kostet auch was, dafür hat man dann auch die Redundanz.

      1. Tatsächlich?
        Im RC von Windows ist ist das Erstellen eines Live Accounts nämlich zwingend erforderlich. Sonst kann man nicht mal die Apps wie Mail, Kalender benutzen.

  2. Kein Mitleid. Solche Geschäftsmodelle unterstütze ich nicht. Lieber eine ext. Platte mehr zuhause ein kleines NAS, `ne Spindel DVD Rohlinge, oder, oder, oder. Ich verstehe diese blauäugigkeit nicht. Und gegenüber Ami Firmen schon dreimal nicht. Das ist nur dumm. Meine Daten und was auch immer bleiben bei mir! So jetzt kommt Ihr.

  3. Von Ihnen bereitgestellte oder hochgeladene Inhalte mit falscher Darstellung

    Äh, was? Könnte mir bitte jemand ein Szenario entwerfen, das damit gemeint sein könnte? Ich versteh’s einfach nicht.
    oder Inhalte, die dieselben oder ähnliche Inhalte wie schon bereitgestellte Inhalte beinhalten.
    Microsoft sperrt mir mein Cloud-Konto, wenn ich Dateien hochlade, die ich schon dort liegen habe? Wie Banane ist das denn?
    Und wenn es mit vorhandenen Dateien anderer User verglichen wird:
    1) Wie soll ich das denn kontrollieren?
    2) Wie kommt Microsoft darauf, dass ich und nicht der andere User die Urheberrechtsverletzung begangen hat? (Den damit dürfte dann wohl argumentiert werden.)

    1. oder Inhalte, die dieselben oder ähnliche Inhalte wie schon bereitgestellte Inhalte beinhalten.

      sollte natürlich auch noch als Zitat gekennzeichnet werden.

      @Maschinenraum: Wie wäre es mal mit einer Kommentarvorschau-Funktion?

    2. Na, über das Erstellungsdatum. Digitale Kameras speichern das Aufnahmedatum und die Aufnahmeparameter. Szenario-Beispiel: Du bist auf einem Photo mit Madonna im Bett zu sehen. Dank Bildbearbeitung leicht machbar. Wobei es Software geben soll, die Bearbeitungen anzeigt.

      1. Bei einem Foto mag sowas ja noch machbar sein. Aber was ist, wenn ich z.B. ein Textdokument hochlade, in dem ich unwahre Behauptungen über einen Geschäftskonkurrenten aufstelle?
        Und Exif-Daten (bzw. fast alle Metadaten) sind auch manipulierbar. Zudem heißt es in dem Satz ja nur, dass ich eine Datei hochlade, die bereits auf dem Server liegt. Von Kontrolle irgendeiner Art, wem von uns beiden die Datei nun rechtmäßig gehört, ist da nicht die Rede.
        Und „ähnliche Inhalte“ kann auch ganz gewaltig nach hinten losgehen. Ich stelle mir da nur mal vor, zwei oder mehr Personen arbeiten gemeinsam an einem Dokument. Person A erstellt das Dokument, lädt es in seinen Cloud-Account, schickt den Link rum. Person B lädt die Datei herunter, fügt seine Änderungen ein, lädt sie in seinen Cloud-Account – BÄNG, gesperrt.

      2. Hast Du damals nicht gelesen, daß „Schattenkopien“ gezogen worden sein sollen. Das machen bestimmt viele andere auch. Außerdem gibt es doch noch Spracherkennungsprogramme, die reagieren auf Schlagworte. Die laufen bei Texten vermutlich durch. Du kannst zwar die Parameter ändern, aber nicht den Hochladezeitpunkt. Auch nicht die Spuren auf deiner Festplatte.

      3. Mein Problem mit dem Hochladezeitpunkt ist einfach, dass man daraus überhaupt nichts ableiten kann:
        Ich habe bspw. ein selbst aufgenommenes Foto, das in meiner Dropbox liegt und im Web verlinkt ist. Irgendjemand lädt sich das Foto nun runter und in seinen SkyDrive. Einige Zeit später kaufe ich mir ein Windows Phone-Gerät und bekomme damit ja auch SkyDrive. Damit ich nun keine doppelte Datenhaltung habe, wandern meine Dateien aus der Dropbox zu SkyDrive, darunter auch besagtes Foto. Zack bumm, Konto gesperrt.
        Jemand anderes hat mein Foto in seinen SkyDrive geladen und ich habe nun den Stress an der Backe, um den Account wieder frei zu bekommen.

      4. Ich würde da mal ins englische (Original) schauen, dort heißt der Punkt:

        „mischaracterizes content you post or upload or contains the same or similar content to other content you have already posted.“
        http://windows.microsoft.com/en-US/windows-live/code-of-conduct

        Wenn mich mein Englisch nicht im Stich lässt, heißt das nur du sollst nicht dieselben Sachen zweimal hochladen.
        Im deutschen sollte es dann eher heißen:
        „…die dieselben oder ähnliche Inhalte wie schon von dir bereitgestellte Inhalte beinhalten.“

      5. Das es mit anderen Konten verglichen wird, wo steht das?

        Da in Andres Übersetzung das „von dir“ verloren gegangen war, habe ich es eben in der weitest möglichen Auslegung verstanden. ;-)
        Aber warum Microsoft mir das Konto dicht macht, wenn ich im Tran nochmal die gleiche oder nach kleinen Änderungen eben eine sehr ähnliche (manchmal möchte man ja auch zum Vergleich beide Versionen einer Datei separat haben), müsste mir trotzdem jemand erklären. Microsoft kann es doch egal sein, wenn ich meinen Speicherplatz auf ihren Servern mit 100 Kopien der selben Datei zumülle.

  4. Es kann mir bitte niemand erzählen, dass er seine privaten Daten (wie Fotos, etc.) unverschlüsselt in eine Cloud legt. Sorry, Leute. Da muss man auch mal mitdenken.

  5. Tja, da bleibt wohl tatsächlich nur noch die Möglichkeit, sich eine eigene Cloud auf einen eigenen Server einzurichten. Da durchsucht niemand deine Daten, außer es bricht einer ein.

  6. es gibt open source clouds, ich verwende owncloud. Die Daten lassen aich unter Android und ios sowie auch auf Computern problemlos nutzen. Um die App Stores zu nutzen benötigt man noch die Firmenaccounts aber es landen keine Daten bei dem Anbietern.

  7. Wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe, darf ich als Jugendriegenleiter nicht einmal eine Adressliste meiner Riege auf Skydrive ablegen.
    Ich finde Microsoft schiesst da ein wenig übers Ziel hinaus.

  8. Von Ihnen bereitgestellte oder hochgeladene Inhalte mit falscher Darstellung oder Inhalte, die dieselben oder ähnliche Inhalte wie schon bereitgestellte Inhalte beinhalten.

    Den Punkt habe ich jetzt dreimal gelesen und immer noch nicht verstanden, was mir hier verboten wird…

    1. Wie weiter oben schon zitiert, der originaltext ist, zusammengesetzt:

      You will not upload, post, transmit, transfer, distribute or facilitate distribution of any content (including text, images, sound, video, data, information or software) or otherwise use the service in a way that mischaracterizes content you post or upload or contains the same or similar content to other content you have already posted.

      Ergibt für mich auch nicht allzuviel Sinn. Ich verstehe nicht ganz wie man den eigenen Content falsch darstellen kann. Evtl. meinen die irreführende Namen zu vergeben? Im Sinne von ne geklauterfilm.mp4 einfach test.rar zu nennen und dann hochzuladen.

      Und untersagen halt, Material was mit schon auf dem Account befindlichen Material identisch oder ähnlich ist hochzuladen. Wegen Bandbreitenverplemperung? Dieser Teil ist mir unschlüssig.

  9. Ich habe hier noch alte, gescannte Dias aus meiner Kindheit, in der ich und meine Geschwister nackt am Strand rumrennen. Ich will gar nicht wissen, was passiert, wenn ich die da hochschiebe…

  10. Man kann auch einen eigenen Server mieten oder bei ausreichendem Up/Downstream am eigenen Anschluß einen Server betreiben.
    Ist auf jeden Fall sicherer, als private Daten fremden Unternehmen (die nicht der deutschen Rechtsprechung unterliegen) anzuvertrauen.
    Man hat immer eine Wahl, leider wählen 99% der Nutzer den bequemsten Weg. Dann muss man leider mit solchen Schwierigkeiten rechnen.

    1. „Man hat immer eine Wahl, leider wählen 99% der Nutzer den bequemsten Weg.“

      Fairerweise sollte man vlt hinzufügen, dass Nutzer den bequemsten Weg meist nicht aus Faulheit wählen, sondern weil das Ausetzen eines eigenen Servers (oder einen Server zu mieten) immer noch mit einigem Wissen und Aufwand verbunden ist. Für den Otto-Normal-Verbraucher ist das nach wie vor „Hexenwerk“ ;-)

  11. Er sieht seine journalistischen Kontakte, Termine, Telefonnummern und Fotos in Gefahr, von Firmenmitarbeitern ausgelesen zu werden.

    Was berechtigt ihn denn dazu, die Daten Dritter bei Anbietern abzulegen, die für sich in Anspruch nehmen, diese Daten durchsehen zudürfen? Könnte man ja auch einfach mal bleiben lassen…

      1. Nein. Da hat jemand mit dem Finger darauf gezeigt, dass das Allheilmittel „Cloud“ ein absurdes Konzept ist, dem man keine Daten die man nicht in den Händen anderer Leute haben will anvertrauen kann.

        Alles was ich selbst bisher auf Cloudanbieter geschoben habe ist entweder 2048-Bit RSA verschlüsselt oder gleich ein truecrypt Container.

        Die Frage „Warum vertraust du deine journalistischen Kontakte einer amerikanischen Firma an?“ ist meiner Ansicht nach schon völlig berechtigt, egal ob Cloudanbieter, Filehoster oder wasauchimmer.

        Deswegen pisst mich auch der Trend Richtung Skydrive/Live bei Microsoft an. Meld dich da mit deiner Live ID an, und das FBI kann danach von Microsoft anhand deiner Mauseinstellungen erfahren ob du Linkshänder bist.

        Das Problem ist gar nicht mal zwingend die Vertrauenswürdigkeit der Unternehmen selbst, sondern halt, dass sie Gesetzgeberisch dazu gezwungen sind Abhör-/Überwachungs-/Wasweisich-Schnittstellen bereitzustellen und der Regierung gegenüber zu Kooperation zu wasauchimmer gezwungen sind. Egal ob Google, Microsoft, Apple oder wer sonst, die Daten können dort gesetzbedingt -nie- sicher sein.

  12. Richtig so, Moral, Einhalten ger Gesetze und Anstand sind obersten Menschenziel. Wann Endlich wer Festplatten verboten und alle Daten dürfen nur noch Online liegen? Damit währe ein echter Schritt für die Kinder getan!

    mfg

    Ralf

      1. Findest du? Also, so unwahrscheinlich erscheint mir das nicht (warten wir mal noch 10 Jahre).
        Der Besitz eigener Festplatten könnte dann schon ein Hinweis auf illegale Aktivitäten sein. Weil, wer nichts zu verbergen hat, kann ja auch alles online speichern, gell…?

  13. Die fangen jetzt an überall unbequeme Inhalte zu verbannen
    Es ist ja schon abzusehen wo das hinführt.
    Und da faselt mach einer von „Liquid Democratie“ das ich nicht lache.
    Die Regierungen und deren Lobbyisten werden in Zukunft mit „ALLER MACHT“ zu verhindern zu versuchen, das der Widerstand im Netz gebrochen wird.
    Obama weiß das ganz genau, schließlich ist er ja der Emporkömmling aus dem Netz schlechthin.
    Zieht euch also warm an…..

    1. Sorry, was hat Liquid Democracy (ohne Anführungszeichen und richtig geschrieben) mit dem Thema zu tun? Was hat Obama mit dem Thema zu tun? Ich bräuchte da mal ne genauere Erklärung.

      1. Tja, wenn Du das nicht bemerkst kann ich euch auch nicht weiterhelfen.
        Anscheinend kümmert ihr euch nur um ganz spezielle Themen.
        Microsoft hat dies, Facebook macht jenes Google……usw…..
        Aber was wirklich dahinter steckt, das hinterfragt ihr nicht.
        Stattdessen regen sich die Leute hier im Forum über Tippfehler auf, na Klasse…

      2. Liebe/r Publicviewer,
        bitte beruhige dich wieder und lese dir dann deine Kommentare nochmal durch bevor du diese postest. Also ich kann überhaupt nicht nachvollziehen was du meinst. Was ja wiederum für „Verschwöhrungentheorien“ spricht. Abe seis drum, erst denken dann posten.
        Gruß Sensor

      3. Facebook, Google, MS, Amazon, & Co sind als US-Amerikanische Konzerne allen Verschwörungstheoretikern verpflichtet, Mitternachts bei Vollmond dem schwarzen Lord unter der gestreiften Fahne alle Daten beim grossen Festessen zu servieren.
        Oder andersrum: NSA, DHS, CIA usw. haben relativ problemlos Zugriff auf die Daten – vor allem, wenn sie nicht US-Bürger betreffen (!). Die recht willkürlichen DNS-Webserver-Manipulations-/Sperrungen wegen vermeintlicher Urheberrechts-Verletzungen ausländischer Server zeigen schon, in welche Richtung das geht.
        Zugriff und ggfs. automatisierte Auswertung von Cloud-Daten ist da nur konsequent als nächste Stufe.
        Und damit stimme ich Publicviewer zu (Liquid D. mal ausgenommen), hin- und wieder muss mal der Gesamtzusammenhang oder das grosse Ganze betrachtet werden, nicht nur das einzelne aktuelle Problem.

    2. Ich kämpfe schon mein ganzes Leben lang für Menschenrechte und Meinungsfreiheit, aber und Du stellst mich wieder in diese Ecke.
      Ihr habt keine Ahnung wozu die Amis fähig sind, und mittlerweile auch die Europäer.
      Das Problem dabei ist, dass wenn ihr euch auf die wirklichen Fakten einlassen würdet, müsstet ihr nämlich euer gesamtes Weltbild hinterfragen.
      So betreibt ihr nur Schadendbegrenzung anstelle an einer Neuorganisation unserer Gesellschaft mitzuarbeiten.
      Genau wie zu 68er Zeiten, es waren einfach viel zu wenige die wirklich eine wie auch immer geartete gesellschaftliche Veränderung herbeiführen wollten.
      Die Allermeisten waren nur Mitläufer denen es letztendlich auch nur darauf ankam, dass sie mehr Geld in ihre Taschen bekommen und das nämlich alles beim Alten bleibt.

      1. wirklichen Fakten
        Wie wär’s damit, wenn du mal auf den Tisch legst, was deiner Ansicht nach die wirklichen Fakten sind? Bei irgendeinem Anbieter (warum denke ich da zuerst an noblogs und blogsport.eu?) ist publicviewer.[hoster] bestimmt noch frei. Im Moment klingst du jedenfalls extrem nach Bruder Weichkeks.

      2. Aber das lässt für mich trotzdem keine Zweifel aufkommen das der Wind jetzt härter bläst.
        Bemerkt ihr nicht dass von immer aller Orts immer stärker versucht wird unsere Rechte zu beschneiden.
        Die Regierungen und Lobbyisten bereiten sich rechtlich und unverkennbar mittlerweile auch finanziell auf die Endphase des Neoliberalimus vor.
        Die Deutsche Bank streicht stellen im Investmentwesen, das bedeutet, auch die haben längst begriffen, dass in der Zukunft keine Sau mehr viel in diesen maroden Karren investieren wird.
        Obama, Merkel und Konsorten setzen auf Überwachung und zukünftige Wirtschaftskriege mit Cyberangriffen.
        Wenn der ESM-Pakt am 12. September ratifiziert wird, sind wir eh bis auf die Urenkel versklavt.
        den selbsternannten Lobbvisten in diesem Gremium kann man rechtlich nicht einmal mehr zur Verantwortung ziehen.
        Das heißt, die können de facto machen was sie wollen und wir haben endgültig die Souveränität aus den Händen gegeben.
        Das ist nur ein keiner Auszug aus meiner Liste.

  14. Ist MS jetzt komplett wahnsinnig geworden?

    Also abgesehen von der Tatsache an sich, dass niemand an meinen privaten Daten auf Handy / Cloud / sonstwas zu suchen hat: Microsoft hat wirklich Talent, sich selbst ins Aus zu schießen. So ein Verhalten hat das Potential, Windows Phone in Privatsphäre-affineren Ländern wie Deutschland endgültig scheitern zu lassen.
    Denkt in Unterschleißheim eigentlich jemand selbständig mit, oder ist es so, dass in Redmond niemand auf die Bedenken aus dem unbedeutenden Markt Deutschland hört?

    Kopfschüttel…

    Wobei ich mir nicht sicher bin, dass es bei anderen Anbietern von Handybetriebssystemen (Apple, Google) anders läuft. Mal sehen, was da in Zukunft noch rauskommen wird.

    Achso, @Jason: „Es kann mir bitte niemand erzählen, dass er seine privaten Daten (wie Fotos, etc.) unverschlüsselt in eine Cloud legt. Sorry, Leute. Da muss man auch mal mitdenken.“
    Es ist nur leider so, dass es dem Normalnutzer gar nicht bewusst ist. Wenn du ein Windows Phone-Handy kaufst, brauchst du beinahe verpflichtend einen Account bei MS. Wenn ich dann das tolle, überall beworbene Online-Sync-Feature nutzen möchte, werden die Daten eben wie vom Hersteller vorgesehen abgelegt – Verschlüsselung nicht vorgesehen.
    Normalerweise kann man aber davon ausgehen, dass der Cloud-Betreiber, der Betriebssystemlieferant und mein Handyprovider in meinen PRIVATEN Daten (besonders vom Handy) einfach mal nichts zu suchen haben! Ende!

    Unfassbar!

      1. Was ist das denn fuer ein Artikel? Da hat jemand einen Blogeintrag von Tomi Ahonen einfach ins Deutsche uebersetzt, aber keinerlei Quellenangaben gemacht.

  15. Erinnert mich an die Nachricht, FB überwacht den Chat.

    Wollen die Konzerne rausfinden, wie weit sie gehen können, ohne das es Knallt? Kommt mir so vor

  16. Natürlich hat man eine freie Wahl. Es gibt unzählige Möglichkeiten seine Daten online verfügbar zu machen ohne das Dritte Zugriff auf diese erhalten.
    Diese kosten aber Geld.
    Bei Skydrive zahlt man mit der eigenen Privatsphäre. Ein Journalist der seine Kontaktdaten in einem Medium wie Skydrive hinterlegt hat sich eh disqualifiziert.

  17. Warum werden hier Kommentare gelöscht (kein Trolling, sondern ausformulierte Beiträge)?
    Warum kann ich nicht anonym posten?

  18. Publicviewer, du hast immernoch keine wirklichen Fakten genannt sondern nur Vermutungen. Du hast doch sicherlich bemerkt, dass mit der wachsenden Tendenz zur Überwachung und ENtmüdnigung auch eine Bewegung entstanden ist, die solchen Überwachungsplänen paroli bieten? Deine Texte sind jedesmal so schwammig wie ACTA…

  19. Man sollte sich schon fragen was es denn eigentlich Microsoft angeht ob jemand seine Nacktfotos oder sonstiges auf sein privates SkyDrive läd , was ist da denn eigentlich das Problem?
    Man stellt sie ja nicht gleich Öffentlich auf Facebook zur Schau und selbst die haben weniger Probleme damit.
    Irgentwie sagt doch MS damit selbst das die bei ihnen gehosteten Daten nicht sicher sind , was soll da eigentlich ein Unternehmen von halten , vielleicht gerade eine Modeagentur oder ähnliches?

    Was kommt als nächstes in den AGB von Microsoft , das man Windows nur mit politisch korrekter Einstellung, Rasiert , gekämmten Haaren und sauberen Figernägeln benutzen darf?

  20. 2 Dinge:
    Der betreffende Zeitungsartikel ist von Februar 2011
    Auch Android erfordert zwingend einen Google Account.
    Regt sich jemand darüber auf?

    1. Meinen Android-Taschencomputer nutze ich für Telefon(GSM/SIP), Web, E-Mail, Jabber, SSH (Client/Server), Kalender-Verwaltung, Navigation, VDR-Fernbedienung u.v.m. ohne Google-Account. Worüber also soll ich mich aufregen?

  21. Den Release Kandidat von Win8 kann man nur mit der Cloud starten. D.h es ist zwingen Internetverbindung nötig um sich in Windows über den Cloud Account einloggen zu können.

    Wer den Scheiß nicht will muss eben Linux nutzen !

  22. Bei den Synology NAS kann man eine auf der Festplatte verschluesselte Ordner-Freigabe fuers lokale Netz einrichten, die im NAS nur zur Laufzeit entschluesselt wird. Wenn man mit dieser Konfiguration nun das integrierte Amazon S3 Backup fuer diese Freigabe aktiviert, werden nur die verschluesselten Daten bei Amazon hochgeladen.

    So kann man zumindest sichere Backups „in der Cloud“ bei Amazon ablegen ohne Client-seitige Anwendungen oder manuelle Werkzeuge nutzen zu muessen. Eine Cloud-Synchronisation wie z.B. bei Dropbox funktioniert so aber natuerlich nicht.

  23. Was sind denn dann auch bitteschön „teilweise Nacktaufnahmen“? „At our discretion“…. alles was für Microsoft zu viel nackte Haut ist? Side-boobs? What?

  24. Ich fand alles rund um cloud sehr spannend. Aber je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto kritischer wurde ich.

    Definitiv habe ich ein besseres Gefühl, wenn Daten nicht in der Cloud liegen. Denn: Egal bei welchem Anbieter sie liegen – wer garantiert mir, dass sie nicht irgendwie verwendet werden?
    Also lasse ich erstmal die Finger davon.

  25. Wieso „Schwammig“?
    Ich bin mir durchaus bewusst bin, dass es eine Gegengenbewegung gibt, schließlich schreiben wir ja in einem Forum einer Diesen.
    Trotzdem sehe ich das die Restriktionen von Tag zu Tag mehr werden.
    Der Sozialabbau schreitet täglich weiter fort, Medikamente werden nicht bezahlt, Therapien werden nicht mehr übernommen.
    Kritische Inhalte verschwinden aus dem Netz, oder werden erst gar nicht mehr eingestellt.
    Abmahnwahn und Überwachung greifen in aller Welt weiter um sich.
    Guantanamo wird ausgebaut anstatt abgerissen.
    Die Polizeikräfte werden aufgestocktund zusätzlich gar in private Hände gegeben, was noch viel schlimmer ist.
    Somit wird der Korruption Tür und Tor geöffnet.
    Wir haben Straßenlaternen mit Video und Audio Überwachung.
    Wir bekommen „Intelligente Stromzähler“,
    Es reicht nicht, dass unsere „Sozialnetworks“ und ausspionieren, nein, selbst unsere Behörden möchten jetzt unsere Daten an den Meistbietenden verkaufen.
    Wir verkaufen sogar unsere Namen an Sponsoren.
    5000 Leute waren bei „Occupy“ , während das Volk zu Hundertausenden in die Allianzarenen läuft um einen unfairen Sport zu huldigen der von über bezahlten aber eher unterbelichteten Spielern, die sich benehmen als wären sie Nutten auf dem Laufsteg.
    Selbst die Trainer, Manager und sonstigen Sponsoren, erfüllen alles andere als eine Vorbildfunktion in dieser Gesellschaft.
    Es vergeht kaum ein Tag ohne Skandale, wie Schlägereien, Spielabsprachen, Wettbetrug, Bestechung, Doping oder wenigstens einer Beleidigung des guten Geschmacks.
    Um den Managern des Wahnsinns dann auch noch ein Bundesverdienstkreuz zu verpassen.
    Das verhält sich ähnlich wie bei Bubis.
    Unser Wirtschafts und Finanzsystem ist am Ende.
    Wenn jetzt auch noch am 12. September der ESM-Pakt ratifiziert wird, werden selbst unsere Urenkel heute schon versklavt sein.
    Wir übergeben unsere wichtigsten Belange an selbsternannte Lobbyisten die nicht einmal zur Rechenschaft gezogen werden können, wenn es schief geht, es wird ganz sicher schief gehen.
    Griechenland ist eh Bankrott und Spanien Portugal und auch Italien werden in absehbarer Zeit folgen.
    Unsere Regierungen haben überhaupt kein Interesse an einem weichen Übergang in ein humaneres menschenwürdiges System das nicht aus Zins und Zinseszins basiert.
    Im Gegenteil, jetzt wird noch gerafft was zu raffen ist.
    Fazit: “ Es wird früher oder später Kriegsähnliche Zustände geben und meines Erachten später dann eine Diktatur…
    Wer die Lissaboner-Verträge gelesen hat weiß was ich meine.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Lissabon#Ziele_und_Werte_der_Union

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