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Freifunk-Freedom-Fighter-Box gegen Störerhaftung

Der Verein Freie Netzwerke e.V. mit seiner Kampagne Freifunk statt Angst wird in den nächsten Wochen „Freifunk-Freedom-Fighter-Boxen“ an offenen Plätzen (z.B. Cafes und Bars) in Berlin verteilen. Bei den Boxen handelt es sich um Router die mit einer neuen Firmware ausgestattet wurden; sie können sich einen bestehenden Internetzugang teilen und betreiben ein offenes WLAN. Damit…

  • Moritz Tremmel

Der Verein Freie Netzwerke e.V. mit seiner Kampagne Freifunk statt Angst wird in den nächsten Wochen „Freifunk-Freedom-Fighter-Boxen“ an offenen Plätzen (z.B. Cafes und Bars) in Berlin verteilen. Bei den Boxen handelt es sich um Router die mit einer neuen Firmware ausgestattet wurden; sie können sich einen bestehenden Internetzugang teilen und betreiben ein offenes WLAN. Damit sowohl Betreiber als auch Nutzer anonym bleiben werden alle Verbindungen über einen VPN nach Schweden getunnelt. Dadurch wird auch das Problem der Störerhaftung umgangen. Bisher haftet der Betreiber eines offenen WLANs für das, was die Nutzer dort tun. Das führte dazu, dass viele Cafes und Bars ihre offenen WLANs schlossen und diese nur noch nach Anmeldung nutzbar waren. Mit den FFF-Boxen können wieder offene WLANs angeboten werden, ohne Gefahr zu laufen, angeklagt zu werden und mit zumindest einer hohen Anwaltsrechnung sitzen zu bleiben. Mit der Aktion wollen die Freifunker „ein Zeichen gegen die Störerhaftung setzen und [sich] für offene und anonyme Internet-Zugänge engagieren.“

Weitere Informationen und eine Kontaktadresse findet sich bei freifunk.net.

Über die Autor:innen

  • Moritz Tremmel

    Moritz Tremmel hat Politikwissenschaft, Soziologie und Rechtswissenschaft an der Universität Tübingen studiert. Er schreibt zum Themenkomplex Datenschutz, Überwachung und Kontrolle wissenschaftliche Arbeiten und Artikel. Außerdem hält er Workshops und Vorträge zum Thema. Moritz Tremmel ist Teil des Forschernetzwerks surveillance-studies.org, bloggt bei netzpolitik.org und ist Mitglied des Vereins Digitale Gesellschaft. Mehr Informationen finden sich auf seiner Webseite moritztremmel.de


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8 Kommentare zu „Freifunk-Freedom-Fighter-Box gegen Störerhaftung“


  1. Bruno

    ,

    Und was hilft mir das, wenn in Berlin offene WLANs installiert werden? Da bin ich schneller in Schweden.


  2. Was ich mich ja immer frage… wieso entgeht man der Störerhaftung durch das VPN? Was sagt denn der Betreiber des VPN-Servers dazu, wenn seine IP-Adressen abgemahnt werden? Oder passiert das bei schwedischen IPs einfach gar nicht…


    1. Nach Schweden? Wo die gerade den Julian kassieren möchten, wo die PP nur noch auf 1,2% Wählerstimmen kommt. Anonym? Das dachten auch die kino.to‚s und die anonymen Anonymen mit ihrem Schrott. Alle schon Besuch bekommen von den Behörden. Anonym?? Heute schon gelacht?


    2. agtrier

      ,

      Meines Wissens ist diese sog. „Störerhaftung“ v.a. in D und A verbreitet. Die meisten anderen Länder kennen sie nicht.

      ag


    3. Jonas

      ,

      Das ist hier etwas verkürzt. In Schweden hat sich ein Provider bereit erklärt die Gegenstationen der Tunnel zu stellen. Provider sind extra von der Störerhaftung ausgenommen.


      1. Ah okay, danke für die Antwort. :)


  3. Florian

    ,

    Freifunk wie es sei sollte!
    Jeder kann es aufstellen und seine Bandbreite zur Verfügung stellen ohne was zu riskieren.
    Mehr von den Boxen!


  4. Freifunk als Menschenrecht! – was ich meine ist, Informationsfreiheit und ‑Zugang als Menschenrecht.

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