Kultur

Die neue PR-Kampagne zu Guttenbergs Dissertation

Im Guttenplag-Wiki entsteht aktuell neben einer Sammlung von Plagiaten in von Karl-Theodor zu Guttenbergs Dissertation auch eine Galerie mit kreativen Bildern zum Geschehen. Dabei sind auch einige Interessante, wie diese hier:


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36 Kommentare
  1. markus, könntest du deinen Kontakt zu Phoenix dazu nutzen anzufragen, ob die nicht ihre Sendung „der Tag“ in ihrem online-Videoarchiv aufnehmen könnten?

    Oh, und rege doch gleich an, dass die aufhören so rumzuschlampen. Sendungen erscheinen online teils erst Tage oder gar Wochen nach der Ausstrahlung. Manchmal sogar gar nicht, obwohl die betreffende Reihe einen festen Platz im online-Angebot hat.

    Meine E-Mails werden von Phoenix gewissenhaft ignoriert.

  2. Ob jemand einen Doktortitel hat oder nicht, ist außerhalb des akademischen Biotops nicht von Belang. Wenn Firmen jemandem deshalb mehr Geld zahlen, ist das ihre eigene Dummheit.
    Abgeordnete oder Minister bekommen für ihren Doktortitel keinen Cent mehr und die klugen Wähler interessiert es auch nicht. Herr Guttenberg kann also auch ohne Doktortitel ein erfolgreicher Politiker bleiben.
    Markus Beckedahl ist sogar ganz ohne Studium ein anerkannter Netzexperte geworden. Leider werden akademische Titel von manchen immer noch zu wichtig genommen.

    1. @Leo Vierziger

      Ich widerspreche hier mal respektvoll.
      Ausbildungen welcher Art auch immer, verändern Menschen deutlich.
      Von Guttenberg wäre in vielen Aspekten als Mensch anders, wenn er sich für eine andere Karriere entschieden hätte.
      Wieso er diese Karriere angestrebt hat, sei dahingestellt. Es könnte durchaus aus persönlichem Antrieb passiert sein.

      Rechtmässig erworbene Titel und das damit einhergehende Wissen, das im Laufe einer Ausbildung erworben wird, sind sehr wohl hoch zu bewerten. Dabei ist ganz egal ob man ein Studium oder eine handwerkliche Ausbildung absolviert hat.
      Wieso manch einer Ausbildungen, manchmal auch nur in akademischer Richtung unterbewertet, mag ich hier nicht kommentieren.

      1. @Leo (8) & Lem(12):

        Formaler Einspruch.

        Begründung:
        1. Akademische Titel sind rechtlich Namensbestandteil.
        2. Titel werden als Qualifikationsausdruck verstanden, sind aber Würden und werden als solche Vergeben.
        3. Sie sind daher gesellschaftlicher Standesausdruck.
        4. Standesausdrücke verweisen nicht nur durch sprachliche Ähnlichkeit, sondern auch durch historischen Bezug auf das Mittelalterliche Ständesystem.

        Weitere Bezüge bitte ich selber zu überdenken.

  3. War da nicht etwas mit der Dissertation von Familien-Ministerin Schröder, der Möchtegern-Staatsfrau ? War ihr Exsudat nicht seinerzeit als m.o.w. gekauft bezeichnet worden, oder erinnere ich das falsch? Wenn das Ding käuflich erworben wurde, wäre das nicht schlimm, denn alle/alles sind/ist käuflich, gerade in der Politik. Schlimm wäre daran, daß unsere „moderne“ Informations-Gesellschaft trotz angeblicher Aufgeklärtheit, Transparenz und Vernetztheit SchaumschlägerInnen, WichtigtuerInnen, ProfilneurotikerInnen und ProfiteurInnen in der Politik nach wie vor auf den Leim geht. Und die inflationären Dr.-Titel gehören zum Spiel wie dicke Autos, teure Villen, und chirurgisch umgeformte Frauen.

  4. Nun ja, ein Soldat ist jetzt gerade in dem Aussenposten gestorben, ein paar verletzt, auf den der Minister unbedingt sein Scheinwerferlicht durch seine Anwesenheit an dem gefährlichen Frontabschnitt werfen musste. Erst PR von Guttenberg, dann PR der Taliban.

    Man kann natürlich keine Kausalität herstellen. Er hätte aber schon vor Afghanistan ohne Wnn und Aber zurücktreten müssen, was als seltsamer Zufall dem Soldaten wohl das Leben gerettet hätte.

    Sein Auftritt heute vor der Presse war unmöglich. Volksverdummung. Er spricht wie ein Trickbetrüger in der Hoffnung, dass die Öffentlichkeit ungebildet ist und sich einwickeln lässt.

    Wer schon sich von Jo Groebel bei N-TV verteidigen lassen muss, der taugt nicht mehr als Verteidigungsminister. Peinlich wie alle ihn zur „Lichtgestalt“ reden, peinlich. Die gleichen hofschranzigen Leute haben wohl geweint als Stalin starb.

    Hier noch Kritik vom Journalistenverband:
    http://www.djv.de/SingleNews.20+M57f64c14bf8.0.html

  5. Ganz interessant und aktuell! Auf Tagesschau.de wurden alle Kommentarfunktionen zu den Artikeln des lieben Herrn zu Plagiatsberg geschlossen. Sie haben es sogar begründet! Ich zitiere:

    „Die von Ihnen erwähnte Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. In Fällen wie diesen, behält sich die Redaktion das Recht vor, die Diskussion zu schließen.“

    Und das nach 22 Kommentaren. Fussnote (muss ja sein, gelle? *grins*): http://meta.tagesschau.de/id/46078/hauptstadtjournalisten-empoert-ueber-guttenberg

  6. Hier noch mal was:

    http://images.wikia.com/guttenplag/de/images/a/a9/Plagiatgraphic.jpg

    Und das Handelsblatt hat einen eigenen Artikel zensiert:
    http://www.handelsblatt.com/der-unvermeidliche-ruecktritt/3857510.html

    Ein Webnutzer hat ihn aber schon geguttenbergt:
    http://yfrog.com/f/hs56aguj/

    Die Kommentare von dem Artikel sind wohl verloren.

    Ausserdem gibt es hier die unglaubliche Stellungnahme des Ministers unter dem Titel „Position bezogen“ auf dem Videokanal der Bundeswehr.
    http://www.youtube.com/watch?v=Khe9du-6k_M&feature=player_embedded

  7. Sorry, Herr Freiherr von Guttenberg – in der Pressekonferenz behauptete er, seine Arbeit zu kennen und selbst geschrieben zu haben. Meine Frage Herr Verteidigungsminister:“ …die Dissertation wohl gemerkt – haben´s wohl schreiben lassen“???
    Seine Argumente – Kinder, Familie, Politik!
    Mir geht es nicht um die den Fakt promoviert zu sein oder nicht, sondern einzig und allein darum, als Minister des deutschen Bundestages – ehrlich aufzutreten, nicht sich mit Beschönigungen und Lächerlichkeiten in der Öffentlichkeit zu präsentieren aber seine Verfehlungen einzugestehen.
    Gute Frage – ist der der Einzige im Deutschen Bundestag, der uns Leser den „Eulen-Spiegel“ vor das Gesicht hält?

    1. @Mmmmmm
      Das Bild könnte tatsächlich in Neukölln aufgenommen worden sein.
      Nur der Kontext „von Guttenberg“ ist für eine solche Demo zu weit hergeholt.

  8. @13 a+

    Der erste Punkt ist leider Blödsinn. Erstens gibt es keine akademischen Titel sondern nur akademische Grade und zweitens sind diese auch nicht Namensbestandteil, so die ständige Rechtssprechung des BGH seit 1962. Willkommen in der Gegenwart.

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