Generell

Die Problematik vieler Piraten mit dem Feminismus

Julia Schramm erklärt bei Freitag.de die Problematik vieler Piraten mit dem Feminismus: Nerd gegen Nerdine.


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Der durchschnittliche, männliche Pirat hat in der Vergangenheit meist nur starke Frauen erlebt, wurde verschmäht, unterdrückt, verhöhnt. Der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit trifft ihn ins Mark, haben doch die Jahre der Suche nach einem respektvollen Umgang beim Flirten eine hohe Frustration aufstauen lassen. Mehr noch: In der Pubertät gemobbt und verprügelt, ausgestoßen und exkludiert trifft der Vorwurf des „Privilegienpenis“ auf blankes Unverständnis. Und erzeugt einen emotionalen Flashback: Das Martyrium – des Schulhofes, des Hausaufgaben für die Angebete machen, damit sie von den tollen Jungs verarscht werden kann, des fehlenden ersten Kusses – wird erneut durchlebt und die gefühlte Ungerechtigkeit reproduziert.

Lesenswert.

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90 Kommentare
  1. Jeder denkender Mensch sollte ein enormes Problem mit dem Feminismus haben!! Man lese die Werke von Arne Hoffmann. Steht alles gut dokumentiert drin.

    Doch wenn man heutzutage auch nur ansatzweise diese Ideologie kritisiert, wird man gleich als Frauenfeind und Jammerlappen beschimpft – oder man ist eben Macho oder frustriert.
    Fakten sind offenbar irrelevant und störend.

    In dieses Horn stößt auch Frau Schramm.
    Ich kanns kaum glauben: wieder dieses skurille Bild des frustrierten Nerds. Gehts noch undifferenzierter?

    Dazu kommt noch der Vorwurf sind nicht ausreichend mit dem Feminismus beschäftigt zu haben. Warum sollte das die Pflicht der Piratenpartei sein?

    Und ach, Frau Schramm ist Feministin! Somit ist sie selbstverständlich sehr gut dafür geeignet einen ausgewogenen Artikel zu diesem Thema zu schreiben. Etwa so gut wie der EON-Chef wenn er über regenerative Energien sprechen würde.

    Man, man, man…Haben die Piraten nichts besseres zu tun? Z.B. erst einmal eine richtige Partei zu werden?

    Es ist absolut unnötig eine künstliche Trennung herbeizureden.

    1. Bis auf die beiden vorletzten Absätze kann ich Ihnen nur zustimmen.
      Doch, die Piraten haben besseres zu tun:
      nämlich sich nicht mit so einem gequirlten Unsinn wie den Provokationen einer Schramm zu befassen, sondern Sachpolitik zu betreiben. Julia Schramm ist nicht die Piratenpartei. Weder vertritt, noch spricht sie für die Piraten (sie spricht für sich, für ihre feministisch gefärbte Sicht). Sie versteht es nur, sich in Szene zu setzen und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Als eine unter über 10000 Mitgliedern. Wenn sie Schramms Positionen ablehnen will ich ihnen nicht widersprechen – nur bitte begehen sie nicht den Irrtum zu glauben, die sei irgendwie repräsentativ für die Piraten. Das ist sie nicht. Gott sei Dank!
      Ich schäme mich für diese Frau.

  2. sorry, aber ich wurde früher nicht gemobbt oder geschlagen … im gegenteil, ich habe die mathearbeiten meiner mitschüler geschrieben, wofür ich 20 dm pro arbeit verlangt habe und war mit meinem wissen eine angesehene person … auch mit den frauen stand es nie schlecht …

    ich bin nerd und ich bin pirat!

    und ich versteh absolut nicht, warum man den stupiden thesen einer julia schramm immernoch so viel aufmerksamkeit schenkt! :/

    1. Das mit den „gemobbten und verprügelten Nerds“ ist ein gängiges Vorurteil im geisteswissenschaftlichen Bereich. Wer mal einige Gruppen dieser Art von Personen über Mathe-, Physik- und Informatikstudenten hat reden hören, weiss wie der Hase läuft.

      1. Wenn man allerdings die Mathe-, Physik-, und Informatikstudenten über Geisteswissenschaftler reden hört, ist auch nicht viel schmeichelhaftes drunter…

  3. Ok… vielleicht liegt es an der Uhrzeit, oder dass ich noch kein Abendessen hatte. Oder was auch immer.
    Aber.,.. ich verstehe diesen Text nicht.

    Weil die Piraten-Nerds früher in der Schule von den Mädchen ausgelacht wurden sind sie jetzt Sexisten und weil die Frauen in der Piratenpartei ebenfalls Außenseiter sind lassen sie sich lieber mit den Sexisten ein, weil ihnen ‚Dabeisein‘ wichtiger ist als ihre weibliche Identität?
    Und Feministinnen-Nerds haben zwar voll das Fachwissen, sind aber nicht in der Lage es verständlich zu kommunizieren und die Piraten-Nerds sind zu doof das so zu verstehen.
    Und deshalb kommen sich die Piraten-Nerds mordsmäßig gleichberechtigt und unsexistisch vor – obwohl sie Sexisten sind.

    Ist das ungefähr das, was in dem Text steht?

    Soll jetzt wirklcih kein Bashing oder sonstwas sein. Ich versteh es ehrlich nicht.
    Bitte um Aufklärung. Und bitte (vllt krieg ich doch ne Grippe) möglichst mit wenig Silben oder lateinischen oder griechischen Wörtern.

    1. So. Nochmal gelesen.

      Ich glaube jetzt hab ich das besser verstanden.
      Der Kern scheint darauf abzuzielen, dass FeministInnen und PiratInnen ja eigentlich das gleiche Ziel ‚Gleichberechtigung‘ haben und dass interne Grabenkämpfe eigentlich dämlich sind.

      Hmm. Hätte die Autorin das so geschrieben, wäre es ja eigentlich in Ordnung gewesen.
      Fakt ist, dass sie einige sehr undifferenzierte Aussagen trifft, wie etwa ‚der durchschnittliche Pirat ist von starken Frauen enttäuscht worden und auf dem Schulhof verprügelt worden und so weiter…‘. Genauso wie ‚Die durchschnittliche Piratin wurde ‚mänlich sozialisiert“
      und können diese Gruppen gar keine Empathie entwickelt haben und deshalb verstehen sie die Kritiken der FeministInnen nicht – obwohl die ja auf der Hand liegen.

      Und diese Argumentation hebelt meiner Meinung nach komplett die Kernaussage aus.
      Ich meine… ich habe bisher noch keinen ‚durchschnittlichen Piraten‘ getroffen. Übrigens auch keine ‚durchschnittliche Piratin‘. Mir sind Piraten bisher immer als extrem inhomogene Gruppe bekannt geworden. Unterschiedliche Hintergründe, Lebensläufe, Verhaltensweisen und Ansichten – selbst in Kernthemen.
      Da von einem ‚Durchschnitt‘ zu sprechen und den ‚ausgegrenzten Nerd‘ als solchen zu definieren halte ich für äußerst gewagt .
      Das Ziel, dass die Autorin beabsichtigt hatte, mag ja sogar gut sein. Aber die Form wie sie es erklären wollte ist halt in meinen Augen eine Sammlung unnötig beleidigender Verallgemeinerungen. Und potentielle Kritiker per Definition als psychisch oder sozial gestört abzustempeln ist nicht gerade die vernünftigste Art, eine – ernsthafte – Diskussion zu fördern.

      Wahrscheinlich läuft es auf Bashing, Shitstorm und beleidigtes
      ‚Seht: ich hatte Recht – alles Schweine!‘
      hinaus.
      Schade um die vertane Chance.

      Gruß
      Gedankenverbrecher

  4. Sorry, aber der Texi ist (und das meine ich jetzt nicht satirisch oder so) einfach nur Männerfeindlich, also selber sexistisch: Männer, die nichts vom Geschlechterkampf der Feministinnen halten, sind also alle arme kleine Würstchen, ihre Meinung wird degradiert zum Symptom eines psychischen Defizits.
    Das ist ungefähr so intelligent, wie über Feministinnen zu behaupten, sie müssten nur mal wieder so richtig….

    1. Das scheint überhaupt ihr Thema zu sein, in ihrem vor kurzem bei Telepolis veröffentlichten Artikel hat sie eine ähnliche Argumentationslinie verfolgt.

      Keine Ahnung warum solche Texte auf so ein breites Echo treffen, bei netzpolitik.org, Der Freitag und Telepolis…

      1. weil solche Texte Menschen empören. Das ist auch gut so.
        Man könnte solch einen Unsinn natürlich ignorieren. Aber ich halte es für wichtig seine Ansicht zu vertreten und wenn etwas zu skurill wird sollte man auch ordentlich contra geben.

  5. Also dem Grundgedanken, sofern ich ihn aus diesem etwas wirren Artikel richtig entnehme, kann ich schon zustimmen.

    Aber der Absatz:

    Der durchschnittliche, männliche Pirat hat in der Vergangenheit meist nur starke Frauen erlebt, wurde verschmäht, unterdrückt, verhöhnt. […] In der Pubertät gemobbt und verprügelt, ausgestoßen und exkludiert. […] des fehlenden ersten Kusses

    Ähh, geht es noch vorurteilsbeladener? Das hat was von

    Feministinnen verstehen die Piraten nicht weil sie nach nur kurzer Schulbindung geheiratet haben um viele Kinder zu zeugen und daher nicht das erforderliche Wissen besitzen.

  6. Wenn man so die Reaktionen liest, merkt, man, dass viele viel zu ernst an das Thema rangehen und es dadurch nicht mehr schaffen zwischen den Zeilen zu lesen -.-

    Zum Artikel: toller Artikel! Gut geschrieben!

    (und nein, Perso: m)

    1. Richtig. Wenn man mit viel Humor rangeht, ist der Text wirklich lustig.
      „lesenswert“ macht es ihn deshalb noch lange nicht – bzw. so lesenswert wie z.B. die „Briefe an die Leser“ in der Titanic.

      1. Achja: eins muss man ihr lassen: Sie weiß, welche Themen grade gut genug ziehen, um damit Aufmerksamkeit zu bekommen. Siehe ihr post privacy-geschreibsel und jetzt – nach der Quotendiskussion bei den Piraten – ihr Feminismusgedöhns.
        So schafft mans in die Medien. Leider auch hier.

  7. Die Femministinnen wehren sich doch gerade dagegen, dass Frauen in einer Schublade geschoben werden – aber genau das macht doch Frau Schramm mit Nerds. Das ist schon ein gewaltiger Widerspruch des Artikels.

    Imho sehen die meisten Nerds Femministinnen als stark ideologische Menschen, die nur auf Probleme aufmerksam machen möchten, aber niemals lösen würden. Diese Haltung ist nunmal grundverschieden von der „ein Problem ist eine Herausforderung“-Haltung der Nerds.

  8. Klar. Alle frauenfeindlich, weil sie in der Schule alle ausgegrenzte unbeliebte Kellerkinder waren. Völlig unmöglich dass man Feminismus vielleicht einfach als das erkennt was er ist : Diskriminierung in die andere Richtung.

  9. Danke, made my day! Das ist Satire fast auf Titanic-Niveau. Das ist doch Satire oder?

    Hahaha! Hab mir fast in die Hosen gemacht vor Lachen. Die gute Frau sollte mal ihren Realitätssensor neu kalibrieren.

    m(

  10. Ich begrüße es grundsätzlich, wenn auf den Sexismus aufmerksam gemacht wird. Ob es nun gut oder schlecht ist, das im Kontext der Piraten zu machen sei dahingestellt. Jedenfalls scheinen die Piraten ein guter Aufhänger für dieses Thema zu sein.

    Ich kritisiere jedoch vehement, dass der einflussreichste Urheber des übermächtigen Sexismus in unseren Gesellschaft – die extrem auf Geschlechtsmerkmale fixierte Frauendarstellung in den Medien – unerwähnt bleibt. Wir können doch nicht annehmen, dass Bilder, die uns täglich vielfach umgeben einen Einfluss auf uns hätten! Der Trend geht doch sichtlich in die Richtung, den perfekten Darstellungen aus den Medien gleichen zu wollen: eine Entwicklung, die Werte und Normen auf eine sexistische Oberflächlichkeiten verzerrt.

  11. Je mehr ich von Julia Schramm lese, desto mehr bekomme ich den Verdacht, ihr Tätigkeit „für“ die Piratpartei ist nur ein soziologisches Exprirement für sie, wie weit sie gehen kann.
    Scheinbar sind Piraten sehr zahme Labormäuse.

    1. Das mit dem Experiment halte ich für möglich.
      Ich habe aber eher den Verdacht, dass sie von einer Organisation geschickt wurde, die etwas gegen das Engagement der Piraten für den Schutz der Grundrechte hat.
      Am wahrscheinlichsten halte ich eine Firma, die an Überwachungstechnik verdient. Aber auch die CDU aus politischen Gründen oder die FDP, die einen Konkurrenten loswerden will, halte ich nicht für völlig ausgeschlossen.
      Jedenfalls haben sich die Piraten mit dem „Wir haben die Fragen“-Wahlkampf in Berlin für „sind doch alles nur ahnungslose picklige Nerds“-Angriffe von wem auch immer angreifbarer gemacht.

  12. Also entweder entgeht mir dass es sich um Satire handelt, oder da hat jemand seine Bewerbung für die Bild verfasst. Ich bin ja allgemein für jedes Piratenbashing zu haben, aber so platt muss doch dann nicht sein.

  13. „Lesenswert“ – hab ich drauf verlassen und wurde enttäuscht.

    Gerade der zitierte Teil … hätte man den mit Frauen, anstelle von Männern, verfasst, wäre der sowas von zerrissen worden.

    Warum schaltet sich beim Thema Feminismus bei allen das kritische Denken ab?

    1. Naja, hier und auf der Seite wurde der Artikel doch zerrissen.

      Aber du hast natürlich recht. Wenn das gleiche über Frauen geschrieben würde, gäbe es einen enormen Aufschrei. So ist es nur ein kurzes Feuer in diesem Blog.

      Ich habe das Gefühl, dass die Kritik am Feminismus stark zunimmt. Das begrüsse ich sehr. Denn eine Bewegung die anfangs sehr positive Ziele hattte, ist zu einem Hort der Radikalen geworden.

      Dabei möchte ich den Feministen durchaus lobenswerte Ziele unterstellen. Leider haben sie sich in weiten Teilen von der Realität abgekoppelt und begünstigen das Gegenteil ihrer Absichten. Durch ihren Don-Quijote-Feldzug machen sie unsere Gesellschaft kälter.

      Dabei sollten wir alle doch nur eins wollen: ein echtes Zusammenleben ohne Misstrauen und Verdächtigungen. Eine Gleichberechtigung mit einer Gleichverpflichtung. Kooperation statt Manipulation.

      Gegen wen kämpfe ich eigentlich?

      Das sollte sich jeder fragen!

  14. Als mir ist der Text zu lang und mein Zeit zu schade um Ihn zu lesen.
    Vom Niveau sicher auch auf Höhe von Nadine Lantzsch und daher von Haus aus nicht Lesens Wert.
    Haters gonna hate

    1. Das ist nur kalkulierte Provokation, um möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Was ihr leider immer wieder gelingt.
      Für Therapeuten wäre Schramm womöglich ein gefundenes Fressen.

  15. tl;dr

    Kann jemand die These in Kurzform posten? Mir kommt es etwas zu geschwollen und pseudointellektuell daher. Das Problem was hier beschreiben wird (Abgrenzung von Gruppen, Zusammenhalt, aber wir wollen doch das gleiche!?“), ist in der Pädagogik und der Soziologie gut beschrieben. Google: „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ sowie die verschiedenen Formen der Diskriminierung.

    Warum die Autorin selber ständig sprachliche Diskriminierung einsetzt ist mir unklar. Falsche Vorbilder? An Pavel Meyer kann es nicht liegen.

  16. Oje! Feminismus und Nerds in eine Schublade zu stecken, funktioniert ungefähr genauso gut, wie brennendes Öl in der Pfanne mit Wasser zu löschen. Nämlich garnicht und ist daher schwachsinnig. Die viel zitierten Nerds sind offener, als dargestellt, so lange sich das Gegenüber mit den selben Themen beschäftigt. Ob Frau oder Mann ist dabei völlig egal.

    Feminismus, oder gar Emanzipation, in die Piraten zu transportieren ist an der Realität vorbei gedacht. Die Welt der „Nerds“ war den Frauen bisher Suspekt. Man kann dieser noch männlich dominierten Welt aber keinen Strick daraus drehen.

    Ein solcher Artikel kann daher nur von einer Frau kommen, die sich an Oberflächlichkeiten orientiert, es aber entweder nicht begriffen hat, oder sich nicht die Mühe machen will, genauer zu hinter fragen. Wichtigtuerei, mit leider viel zu viel Erfolg, was die Belanglosigkeit nur unterstreicht.

    Die Piraten sind wichtig, es liegt aber nicht an den Männern, sondern an den Frauen, diese Entwicklung nicht zu verpassen und zu gestalten. Sich hinterher einfach hinzustellen und beschweren, ist zu einfach und Niveaulos!

    1. Grundsätzlich sind die meisten erwachsenen (ganz wichtig!!!) Nerds in Diskussionen absolut egalitär, das stimmt. Weswegen sie sich auch schnell angegriffen fühlen, wenn sie das Gefühl haben, ihnen wird Frauenfeindlichkeit unterstellt.

      Nun ist es aber mitnichten so, dass „die Frauen“ sich dafür selbstreflexiv entschieden hätten, kein Interesse an Technik, dem Internet oder dergleichen zu haben. Ob sie „selbst schuld“ sind sei also erstmal dahingestellt.
      (genausowenig konnte man „den Männern“ der Vergangenheit vorwerfen, selbst schuld zu sein, dass sie keine Ahnung von der Kindererziehung hatten oder dass sie kein Interesse an persönlicher Kommunikation hatten)

      Die Frage aller Fragen liegt aber meiner Meinung nach darin, WARUM sich Frauen so selten von Netzthemen angesprochen fühlen, warum sie ungerne unter Nerds sind und warum sie, wenn sie schon selbst zu den Nerds gehören, dann nicht auch sichtbar sein wollen.

      (dazu kann ich leider aus eigener Perspektive sehr wenig sagen, da ich zu der seltenen Spezies des weiblichen Nerds gehöre und für mich ein MINT-Interesse von Anfang an gegeben war)

      Dies kann natürlich mehrere Gründe haben, wie zum Beispiel Aspekte der Sozialisation, Peer-Interessen in der Jugendzeit, öffentliche Meinung über „weiblich“ und „männlich“, Statuskonflikte, bis hin zu sozialen Umgangsformen in Nerdkreisen. Es wäre natürlich extrem interessant, mehr in dieser Richtung zu erfahren.

  17. Ich habe gerade durch eine Diskussion mit Frau Schramm herausgefunden, dass auf ihrer Seite Beiträge zensiert werden.
    Plötztlich war alles weg was ich gepostet habe.
    Es lebe die liquid democratie der „Piraten“.

    1. Ja – vor allem das sie mit ihrer „datenschutzkritischen Spackeria“ ja sonst ganz andere Töne von sich lässt.

      Sehr inkonsequent und absolut verblendet und extrem sexistisch diese Frau.

    2. Die Autorin spricht – nicht – für die Piraten. Die Tatsache, dass sie Mitglied in der Partei ist macht sie noch nicht zum offiziellen Parteiorgan.

      Und wenn es der Frau beliebt auf ihrer eigenen Seite Beiträge zu zensieren – dann ist das ihre persönliche Angelegenheit. Das sie sich mit so einem Verhalten selbst diskreditiert ist eine andere Sache.
      Aber – zensieren von Meinungen oder Blogbeiträgen ist nicht der Stil der Piratenpartei. Dazu muss man sich nurmal ansehen was alles an Kritik – auch negativer und destruktiver Kritik – direkt auf der Piraten-Seite zu lesen ist.

      Vom Verhalten einer umstrittenen Schreiberin auf das Gesamtverhalten der Piraten rückzuschließen halte ich für ziemlich plumpes bashing.

      Gedankenverbrecher

  18. naja das was die gute schreibt, sagt doch recht viel über IHR
    menschenbild aus. dieses geschreibsel jetzt als grundlage für eine diskussion über deren inhalt zu nutzen find ich auch arm, da dieser einfach unfug ist (ausser man ist selbst noch in der schule und so halb in der pubertät)

    so ein text mal in der 11 klasse als aufsatz HRHRHR!

    dann wärnse wohl bei allen unten durch liebes fräulein^^

  19. Kann ich so 100%ig als männlicher Pirat unterschreiben. Genau das hat sich so vielfach in Foren, Blogs, Twitter und anderen Medien wieder gespiegelt.
    Und jetzt schimpft mich ruhig, den bösen bösen Frauenversteher :o)

    1. Das sich das so in den Medien wiederspiegelt ja. Und mit der Masse schwimmt sie ja mit.

      Aber in Piraten Foren und Blogs geben wir alle zu so zu sein?
      „Der durchschnittliche, männliche Pirat hat in der Vergangenheit meist nur starke Frauen erlebt, wurde verschmäht, unterdrückt, verhöhnt. Der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit trifft ihn ins Mark, haben doch die Jahre der Suche nach einem respektvollen Umgang beim Flirten eine hohe Frustration aufstauen lassen. Mehr noch: In der Pubertät gemobbt und verprügelt, ausgestoßen und exkludiert…“

      Das ist extremer Sexismus und grenzenlos dumm – so meine Meinung.

      Aber dann zeig mir die Foren und Blogs wo die unterdrückten und missverstanden, unangepassten, ohne jegliche Softskillausgestattenten ->Nerds der Piraten<- sich über die bösen Frauen austauschen.

      Und bitte keine Blogs von anderen Medienhäusern die (aus Unwissen über die anderen Themenfelder der Piraten) sich nur über dieses Thema auslassen.

      Und das ganze hat aber mal so gar nichts mit Frauenverstehen zu tun. Aber mal sowas von überhaupt nicht. Das hat mit Extremistenverstehen zu tun.

      1. An dem Zitat gibt es tatsächlich Sachen zu kritisieren. Schramm sollte klarstellen, dass es sich dabei schlicht um eine Annahme handelt, und nicht um eine Aussage, die auf irgendeiner wissenschaftliche Untersuchung zum Thema fußt. „durchschnittlich“ ist auch etwas hochgegriffen, „viele“ hätte es auch getan. Trotzdem ist die Annahme nicht unplausibel, und sollte nicht einfach als „Beleidigung“ wahrgenommen werden. Allgemeinplatz: Menschen erleben auch Enttäuschungen und werden dadurch geprägt. Sowas sofort ohne Reflexion von sich zu weisen, nährt doch nur den Verdacht, dass es schlicht darum geht, ein fragiles Selbstbild als Übermann aufrecht zu erhalten, der stets das gängige Männerstereotyp erfüllt. Warum fällt es vielen so schwer, einfach zuzugeben, dass man
        a) nicht perfekt ist, nicht schon alles über alle Themengebiete weiß, und sich bisher einfach noch nicht oder wenig mit Sexismus auseinandergesetzt hat
        b) im Leben zahlreiche Niederlagen und Demütigungen einstecken musste, natürlich auch im Bereich Beziehung, und deswegen bei einer Diskussion zum Thema Geschlechterverhältnis nicht ausschließen kann, emotional zu regaieren

      2. … Tut sie aber nicht. Sie schert alle über einen Kamm, wirft ihnen soziale Inkompetenz vor.

        Daraus zu schließen, dass wenn man es für falsch hält, Piraten als nicht-sozial-kompatibel zu bezeichnen, gleich am „Übermann Selbstbild“ hängt finde ich kurzsichtig.
        Offensichtlich glaubst du nicht, das es für mich einen Raum zwischen diesen Extremen gibt.

        Und warum kann ich, nur weil mir diese Diffamierung stinkt, nicht zugeben nicht perfekt zu sein (siehe punkt a)? Guck dir meine Rechtschreibung an …

        Warum ist es notwendig, sich mit Sexismus auseinander zu setzen (in meinem Beruf Tageswerk) um sich gegen eine offensichtlich, absolut sexistische Beleidigung auszusprechen? (auch punkt a)

        Und zu punkt b) -> Ich reg mich hier total emotional auf und habe mit keinem Ton erwähnt, dass ich das ohne jegliche Emotion tun würde. Nicht anders würden Frauen reagieren, wenn man sie als Sex- und Kochgefährtin ohne Verstand für Wirtschaft und Politik bezeichnen würde.

        Ja, ich bin ein Mann und bin angepisst wenn man mich einen sozial-inkompetenten-Nerd nennt, der mit Frauen nicht klar kommt. Und das zurecht.

      3. Ich hab mir jetzt den ganzen Artikel noch mal durchgelesen. Ja, die Aussagen über den angeblichen Durchschnittspiraten sind nicht geeignet, bei Piraten große Diskussionsbereitschaft hervorzurufen. Ob man sie schon als sexistisch qualifiziert, hängt wohl von der Sexismusdefinition ab. Es geht ihr ja nicht darum, dass Männer per Geburt so drauf wären, sondern um sozialisationsbedingte Eigenschaften von Hetero-Piraten-Männern. Trotzdem ist das ganze natürlich zu pauschal. Übrigens werden nicht nur Piraten-Männer sondern auch Piraten-Frauen als durch den Umgang mit Frauen „traumatisiert“ beschrieben. Hättest du denn den Artikel akzeptiert, wenn da z.B. gestanden hätte „Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen in der Piratenpartei möchte ich die These in den Raum stellen, dass bei vielen Piraten…“ statt einfach Aussagen über den Durchschnittspiraten zu machen?

  20. Ich find Julia super. Ich mag ihre Art zu schreiben. Eigentlich ist das ziemlich nerdig. Sie scheißt drauf, dass viele ihre Texte nicht verstehen werden. Das hat auch etwas von Trollen: Sie weiß genau, welche Provokationsknöpfe sie zu drücken hat, um den Text sich direkt bestätigen zu lassen. Eine Art selbsterfüllende Prophezeiung. Das muss man können. :)

    Und ganz abgesehen davon steckt hinter dem Text eine zwar stark überspitzte und pauschalisierte, aber dennoch zutreffende Analyse.
    Kann man wie gesagt auch hier sehr schön sehen.

    Leider kann man aus der Art des Textes ihre Resignation herauslesen. Es ist offensichtlich, das viele Piraten nicht zuhören können oder wollen (ich vermute letzteres, weil das ja zur Folge haben könnte, dass man eventuell seine über die Jahre so schön zurechtgelegte Meinung ändern müsste). Und Leute, die nicht zuhören, machen in der Regel auch keine gute Politik.

    Ich hoffe, dass sie auch weiterhin immer schön Jehova sagt. :)

    1. Welche Analyse genau ist es, die hier in den Antworten sehe schön zu sehen ist? Definier das mal. Komm mal mit Fakten.
      Das alle Piraten sozialinkompetente verkappte Frauenhasser sind weil wir keine abkriegen?

      Und nur Provokationsknöpfe mit belasteten Begriffen wie Sexismus und Frauenunterdrückung zu rufen, um ein bisschen Jehova-sagen-Spaß zu haben, ist arm.

  21. Schon wieder ein Pamphlet der Kategorie „Der Rotz, der unser Leben lebenswert macht“. Die Frau lässt sich immer auf den einfachen Sachverhalt kürzen: Sie möchte in jedem Herrenclub mitmischen, aber keine Männer beim Frauenabend!

  22. Ich find Feminismus doof. Der Equalismus schrammt bei mir aber auch knapp an der doof-Grenze vorbei. Ich bleibe lieber beim Individualismus. Da kann ich meine Pickel behalten, und Julia Ihre.

  23. Im Grunde beschreibt es der Text doch ganz gut. Dazu muss man aber sich von aus der spätpubatären Phase bis Mitte-Ende 20 lösen. Bis dahin klappt es mit den Frauen bei den „Nerds“ noch ganz gut, aber wenn es daran geht, das partnerschftliche Erwachsenen-Leben zu gestalten , dann werden wieder die Frustrationssituationen erlebt. Am Ende bekommt der „Nerd“ dann wieder eine starke Frau, die ihn bemuttert und selber aus unterschiedlichen Gründen nicht zu den gefragtesten Exemplaren ihres Geschlechts gehört hat.

    Klingt jetzt banal und blöd, aber beruht auf einer jahrelangen Erfahrung und vielen Beispielen im nährern und ferneren Umfeld.

  24. Bin ich froh, dass ich kein Pirat mehr bin!

    Aber jetzt mal ehrlich, liebe männliche Piraten. Kommt ihr euch nicht ein bischen bescheuert vor? Lasst euch von einer gerade dem Teenageralter entwachsenen Miss Wichtig als sexualfrustrierte, verklemmte Personen beschreiben. Gehört die pauschalisierte frühkindliche Entwicklung der männlichen Parteimitglieder in die Öffentlichkeit oder nicht vielleicht doch eher zur Privatsphäre? Ich meine, auch wenn man das Thema an sich annimmt – ist es nicht völlig bescheuert, zu beginnen, es auf einer derart persönlichen Ebene zu diskutieren?

    Mannomann. Wahrscheinlich trifft die Analyse von Frau Schramm sogar zu, weil alle vernünftigen Piraten mittlerweile das Boot verlassen haben… Muhaha (scnr)

  25. Ach Kinners, habt ihr den Text denn *wirklich* gelesen? Also so richtig und nicht nur das, was Markus gequotet hat?
    Und wenn ja, könnt ihr nicht sowohl die negativen, als auch die positiven Seiten eines Artikels erkennen?
    Für mich sehen viele der Kommentare hier nach einem typisch- getroffenen Beißreflex aus…

    Mit dem Stereotypen Piraten (der ja auch Piratinnen einschließt) bin ich auch nicht einverstanden (vermutlich hat Julia da nach einer Erklärung für das Phänomen gesucht), aber der Rest hat sehr viel Wahrheit in sich.

    Was Julia da anprangert ist die Sinnlosigkeit des Kampfes zwischen Feministen und Nerds (davon ausgehend, dass jeder Pirat in irgendeiner Form zumindest Teilnerd ist, da er sich sonst kaum für diese Partei engagieren würde).

    Sie sagt, dass – ähnlich wie das mit Netzwissen in Relation zum Durchschnittsdeutschen – die meisten ernsthaften Feministen/Equalisten über enormes Fachwissen verfügen und davon ausgehen, dass die Gegenseite das auch „irgendwie kapiert, wenn man mit Fachwörtern um sich schmeißt“
    Ist aber nicht so. Die meisten Nerds sind Femi-noobs und das ist auch ganz normal (außer natürlich, man erwischt einen Soziologen/Lehrer/Psychologen)

    Das Grundproblem ist also, dass die Piraten zwar per se extrem fortschrittliche Genderpolitik betreiben (Wahrnehmung des Menschen als Individuum; Postgender) und sich dem Equalismus verschrieben haben, aber die Details des Forschungsgebietes, also zum Beispiel worin sich Sexismus/Klassismus etc. in der Öffentlichkeit zeigt, welche Zusammenhänge zwischen den Disziplinen der Genderforschung bestehen, was eigentlich Privilegien sind, ihnen zum Großteil eher unbekannt sind.

    Daraus folgt, dass zwischen den Gender-begrifflich gebildeten und den „noobs“ Mißverständnisse auftauchen und sich so manche Seite angegriffen fühlt, auch wenn man eigentlich dasselbe Ziel hat.
    (Als Beispiel führe ich hier gern meine eigntlich extrem fortschrittliche bessere Hälfte auf, mit der ich dennoch schon einmal wegen desselben Themas zusammengestoßen bin, weil ihm vieles so nicht klar war)

    Auch die Erforschung, warum z.B. so wenige Piratinnen sich aufstellen und „sichtbar“ machen wollen, wäre doch ein interessantes Thema. Ohne dass irgendwer auf irgendwen mit dem Finger zeigt, sondern als ganz nüchterne, soziale Forschungsarbeit.

    Fakt ist auf jeden Fall, dass man sich, wenn man als Partei in die Genderdebatte einsteigen will, eine Menge Fachwissen erarbeiten muss. Ggf. lässt sich auf der Piratenwiki ja auch eine Untersektion „Basiswissen für unsere politischen Programmpunkte“ erschließen, um dort dieses Wissen zu teilen ;)

    1. In einem hast du recht. Mittlerweile hat sich bei mir ein extremer Beißreflex ausgebildet.

      Warum wohl:
      „die meisten ernsthaften Feministen/Equalisten (verfügen) über enormes Fachwissen …“, „… führe ich hier gern meine … Hälfte auf, mit der ich … zusammengestoßen bin, weil ihm vieles so nicht klar war“, „Femi-noobs“
      ja die Männer sind einfach dumm, nicht war.

      „… Mißverständnisse auftauchen und sich so manche Seite angegriffen fühlt, auch wenn man eigentlich dasselbe Ziel hat.“

      Nein, haben wir nicht. Meins ist Gleichberechtigung.

      1. „noob“ sei in diesem Punkt nicht negativ konnotiert, sondern lediglich auf „Neuling“ reduziert ;)
        Des weiteren sehe ich nicht, wo ich Feminismus-Experten mit Frauen und „noobs“ mit Männern gleichgesetzt haben sollte.

        Fakt ist: bevor ich meinen Hintern an die Uni bewegt habe, hatte ich eine Ähnliche Haltung gegenüber dem Feminismus als Begriff, der für mich Alice-Schwarzer-Mentalität beinhaltete und ein Kampf gegen alles männliche darstellte.
        Ohne dieses „Fachwissen“ um Fachbegrifflichkeiten (was kaum einer hat, der sich nicht für Genderthemen interessiert) ist es nur natürlich, dass Ottonormalbürger (sowohl Männlein, als auch Weiblein!) sich aus dem herumschwirrenden Allgemeinwissen eine eigene Meinung bildet, die – sehen wir gerade auch in Punkto Verständnis von Zensur und Internet – nicht unbedingt nah an der fachlichen Realität dran sein muss.

        Das soll keine Diskreditierung beinhalten. Aber ich kann nicht über Faust urteilen, ohne ihn gelesen zu haben. Und ich kann ihn auch nicht sinnvoll diskutieren, ohne mich über den Autor, die Zeit etc. informiert zu haben.

  26. Die „Genderdebatte“ ist eine reine Männer-Diskriminations-Debatte. Es geht der „Frau“ nicht darum, dem Manne gleich gestellt zu sein, nein, sie will ihn auf jeder Ebene übertrumpfen. Sie will ihm zeigen, wer der Herr im Hause ist. Dementsprechend leiden darunter die männlichen Zöglinge dieser Amazonen. Ich bin froh, daß meine Mutter keine „Feministin“ war. Sie hat trotzdem mit beiden Beinen im Leben gestanden, mehr als das, einen Weltkrieg überlebt, einen Mann und viele Verwandte überlebt und sich durchgebissen statt Pamphlete an das örtliche schwarze Brett zu hängen „Männer sind alle doof und verstehen mich nicht“.

    Wenn diese Kampf-Emanzen anfangen, Männer als gleichberechtigten Partner zu sehen (so wie es die meisten Männer schon sehr lange tun), kann man anfangen, zu diskutieren. Der Stil von Julia Schramm erinnert mich aber eher an Zickenterror mit Kratzen, Beißen, Alice Schwarzer – Kampflesbenfeministinnen Stil.

    Widerlich.

    gruß

    1. sorry, aber wer sich über das jeweils andere Geschlecht stellen mag, ist sexistisch und mit Sicherheit kein Feminist. Feminismus bedeutet im Grunde lediglich die absolute Gleichberechtigung von Männlein, Weiblein und allem, was sich dazwischen tummelt (inklusive sozialer und biologischer Trans- oder Bigender)

      Diese beschriebenen Faux-Feministen benutzen den Begriff folglich falsch, denn sie betreiben nichts anderes als kategorischen Misandrismus. Dies darf man natürlich nicht mit gelegentlichem Fluchen übder das jeweils andere Geschlecht verwechseln ;)

      Aber wie schon gesagt… so lange die breite Masse von der „echten“ Bedeutung des soziologischen Vokabulars so wenig Ahnung hat, dass schon „Feminismus“ zu weit geht, so lange werden die Parteien weiterhin aneinander vorbeireden…

      1. Ich denke für Frauen und Männer, die Gleichberechtigung suchen, ist das Lager der Feministinnen zu sehr mit Sexistinnen durchsetzt.
        Feminismus geht ja auch ganz klar von einer unterdrückung der Frau aus, und setzt sich als (bei vielen Minimal-) Ziel die Gleichberechtigung.

        Verständlich das ich von den Feministinnen dann keinen rufe nach Förderung von Jungen in Schulen und Universitäten höre. An manschen Universitäten liegt die Frauenquote bei 75%.
        Gut, das wäre dann die Aufgabe der Maskulisten, die haben aber keine Lobby. Und reine Männer-Lobbys werden von den Feministinnen ja immer angeprangert.

        Man kann nicht eine ausschließliche Personengruppe (Frauen) vertreten, wenn man aggressiv gegen die Lobby der Gegenpartei vorgeht (die Männer-Lobby) und gleichzeitig das „Ziel des Gleichgewichts beider Gruppen“ als Gegenargument für sich in Anspruch nehmen.

      2. >Feminismus bedeutet im Grunde lediglich die absolute
        >Gleichberechtigung von Männlein, Weiblein und allem, was sich

        Oha. Solltest du tatsächlich derjenige welcher sein, der endlich „die einzig wahre (TM)“ Definition von Feminismus gefunden hat? Erstaunlich.

  27. Ganz allgemein (auch wenn mich Alice gleich haut) komme ich in jeder Hinsicht mit Männern besser aus. Sie entsprechen meinem Naturell, sind direkt, angriffslustig, aggressiv, aber erstaunlicherweise auch verständiger, diskussionsfreudiger und ziehen, man glaubt es kaum, auch viel öfter „den Schwanz ein“ als wir Frauen. Sie sind nachgiebiger, wo Frauen fanatisch werden. Das kenne ich auch von mir. Keinen Schritt zurück. Auch beruflich geben Männer eher nach, sind einsichtig, lassen sich auch schnell beeindrucken, jedenfalls von Frauen. Das ist natürlich nur mein subjektiver Erfahrungswert. Ich weiß es auch beruflich, daß Frauen keine Frauen als Vorgesetzte haben möchten (von wegen Frauenquote). Freundinnen sind eine Sache, die kann kein Mann ersetzen, aber im Job kann man den männlichen Vorgesetzen leichter führen (hehehe). Nein, Scherz beiseite, Männer sind nicht ganz so verbissen, so biestig. Finde ich jedenfalls. Und ich weiß, wovon ich schreibe. Ich denke, die gesunde Mischung macht es. Männer und Frauen gehen besser miteinander um, als Männer mit Männern oder Frauen mit Frauen.

    Dani

    1. Volle Zustimmung. Das entspricht auch meiner Erfahrung. Insbesondere der Punkt mit der gesunden Mischung ist wohl wahr.

      Allerdings ist das nicht automatisch so. Frauen und Männer haben i.d.R. unterschiedliche Stärken und Schwächen. Im besten Fall werden durch Zusammenarbeit die Schwächen subtrahiert und die Stärken addiert. Im schlechtesten Fall umgekehrt.

  28. – immer noch nicht begriffen was ein Nerd ist –
    jemand der (Partei-)Politik macht, im Wahlkampf auf Menschenansammlungen Nicht-Nerds erklärt warum sie gerade ihn wählen sollen SICHER NICHT.

  29. Na, ich habe mir den Artikel von Frau Schramm mal durchgelesen und war ein paar Minuten auch etwas mokiert. Andererseits spielt er auf dem gleichen Niveau wie RTLs Gamescom-Bericht. Sorry, aber kann man das hier ernst nehmen? Fühlt ihr euch angesprochen? Wirklich? Lasst euch doch nicht so von ihr betrollen, genau diese Reaktionen, die hier und auf freitag.de kamen wollte sie doch bezwecken. Und wenn es nicht ihre Absicht war: warum ist es ihr als Politologin *uiuiui* nicht möglich, ihren Punkt sachlich und ohne Provokation zu vermitteln?

  30. also ich sehe diese Artikel da oben also „hetzerei“ (leichte Übertreibung!) gegen die Pitraten da es wol den anderen Parteien nicht passt dass eine „neue Gruppierung“ von politikinteressierten gibt die kräftig Prozente bekommt.

  31. Die üblichen Provokationen, nichts Neues also. Schade nur, dass manch‘ einer ihre unfundierten Behauptungen mit Freuden für Bare Münze nehmen wird …

  32. Wirklich traurig, wie selbst differenzierteste Artikel, die sich mit dem Thema Geschlecht beschäftigen, ohne gelesen zu werden primitivste Reflexe hervorrufen. Wenn die Reaktionen hier in den Kommentaren repräsentativ für männliche Nerds oder Piraten wären, müsste man tatsächlich dem plumpen Bashing der Mainstreammedien („Piratenpartei sexistisch“) uneingeschränkt zustimmen. Glücklicherweise gibt es aber auch mehr als genug Nerds, die in der Lage sind, mehr als die Überschrift eines solchen Textes zu lesen und genügend Intellekt und Empathie aufbringen, um anlässlich einer Sexismus-Debatte nicht in mysogene Raserei zu verfallen. Dass die Frauenhasser-Fraktion bei sowas sofort die Kommentarspalten mit ihrem reaktionären Auswurf überschwemmt, prägt aber die Wahrnehmung. Reflektierte Männer mit Verstand sollten deswegen keineswefalls resignieren, sondern die Diskussion mit vernünftigen Beiträgen bereichern und die Sexisten in die Schranken weisen. Nur so konnen wir überhaupt eine Ausgangslage schaffen, um das Verhältnis Sexismus/Piratenpartei lösungsorientiert zu debatieren und die Frontstellung Feministinnen/Piraten aufzubrechen.

    1. In wieweit ist es einer sachlichen Diskussion jetzt zuträglich, sämtliche Mitglieder einer Partei in die Schublade „Armer von den starken Frauen enttäuschter Nerd mit extremen Komplexen“ zu stecken?

      1. Danke Miyazaki, für den Verweis auf deinen anderen Kommentar. Dennoch kann ich dir leider nicht zustimmen, dass es sich hierbei um einen differenzierten Artikel handelt, denn er fußt schlichtweg komplett auf der polemischen These aus genanntem Zitat. Dabei wird dieses aber, wie du schon gemerkt hast, keinesfalls als These, sondern als nahezu unumstößlich Tatsache hingestellt. Dass dies nur eine unglückliche Formulierung sein könnte, kann ich angesichts von Frau Schramms oft auf Konfrontation ausgelegten Texten, nicht glauben.

        Worin ich allenfalls zustimmen könnte, wäre folgendes: Dass ein Mensch, der psychologisch wie von Frau Schramm beschrieben gestrickt ist, durchaus die beschriebenen Verhaltensweisen aufweisen könnte. Da aber erstens dieses Profil mehr einer schlechten Soap-Show entspringen könnte und wenig mit Realität zu tun hat (natürlich macht jeder mal schlechte Erfahrungen, deswegen wird er aber noch längst kein emotionaler und sozialer Krüppel mit Frauen-Aversion) und zweitens von Verhaltensweise auf angebliche Vergangenheit geschlossen wird, was der Schlussfolgerung „Alle Schweden sind blond – Hans ist blond, also ist Hans Schwede“ gleich kommt, kann man meines Erachtens nicht von einem differenzierten Artikel reden. Es ist und bleibt Provokation, ausgelegt darauf, die entsprechenden Aufreger zu erhaschen und dann mit dem nackten Finger auf entsprechende Beiträge mit einem triumphalen „Siehst’e, hab‘ ich doch gesagt.“ deuten zu können.

      2. Damit, dass Julia Schramm mit Artikeln manchmal provozieren will, hast du sicher Recht. Ich denke da z.B. an diesen hier: http://juliaschramm.de/blog/moderne/linke-und-vorurteile/

        Ich bin mit ihr auch garantiert nicht immer einer Meinung. Ich denke aber, dass ihr das Thema Feminismus/Piraten wirklich am Herzen liegt, und ihr ernsthaft an Weiterentwicklung durch Diskurs gelegen ist. Ein Artikel, der wirklich nur auf Provokation ausgelegt ist, hätte nicht nur keine Lösungsansätze präsentiert, sondern das Thema ganz anders aufgezogen – Piraten-Männer werden ja nicht mal als Feindbild präsentiert. Stattdessen gehts darum, dass zwei Gruppen aufeinander zugehen, sich besser verstehen und gemeinsam etwas verändern. Ein rein auf Krawall gebürsteter Artikel hätte Piraten als Frauen unterdrückende Patriarchen dargestellt. Feministinnen, die Männer per se als stereotype Unterdrücker im Rahmen einer gemeinsamen Verschwörung namens Patriarchat sehen, gibts kaum noch. Unter Antifeministen erfreut sich das Klischee aber starker Verbreitung. Wenn Frau Schramm nur provozieren hätte wollen, hätte sie dieses Klischee bedient, um maximal negative Reaktionen zu erreichen. Man kann ihr allerdings den Vorwurf der unnötig polemischen Sprache und der Generalisierung machen. Ihr Bild vom „Durchschnittspiraten“ fußt wohl auf den eigenen Erfahrungen, die sie u.a. hier gemacht hat: http://www.heise.de/tp/artikel/35/35749/1.html
        Und, wie gesagt, ich finde die „Diagnose“ in eingeschränkter Form nicht unplausibel. Wer kennt nicht z.B. aus dem TP-Forum die Reaktionen auf Artikel zum Thema Geschlecht, in denen Leute aus dem angeblichen Verhalten „der Frau(en)“, sehr leicht als Erfahrung mit der eigenen Ex-Frau/-Freundin oder ablehnender Angebeteter dechifrierbar (á la „nehmen dir das Sorgerecht weg“, „kassieren Unterhalt und lassen es sich gut gehen“, „machen auf Emanze und verlassen dich, wenn du zu nett bist“, „wollen nur Arschlöcher als Mann“) die Legitimation hasserfüllter Ablehnung „des Feminismus“ ableiten. Nun sollte man nicht den Fehler begehen, Netztrolle mit Piraten gleichzusetzen – Schramm spricht diesen Fehler ja auch kurz an. Wenn aber in Piratenforen oder auf Piratenveranstaltungen ähnliche Wortmeldungen dominieren, lässt sich davon schon auf Piratenmitglieder schließen. Natürlich ist das immer noch keine repräsentative Untersuchung. Ich kann mangels eigener Anwesenheit Schramms Aussagen über die Vielzahl solcher Wortmeldungen auf der Open Mind schlicht nicht verifizieren. Außerdem kommt ja als alternative Erklärung in Frage, dass das Thema Feminismus gerade jene anzieht, die besonders emotional auf den Topic reagieren, und sich mal ihren Hass von der Seele reden/schreiben wollen. Das würde natürlich die „Stichprobe“ total verzerren.

  33. Wir sollten das Thema beenden, es führt zu nichts. Aber einen Satz möchte ich doch noch schreiben: Ich bin eine NerdIN. Soviel Zeit muß sein. :-D

    Dani

  34. Ich will die Zeit die ich damit verbracht habe diesen Mist zu lesen zurück haben. Ich schätze die Piraten werden Frau Schramm unglaublich dankbar sein als pickelige, sozial inkompetente Nerds dargestellt zu werden. Und er sich mal etwas mit Feminismus beschäftigt merkt schnell, dass das Ziel davon nicht die Gleichberechtigung ist, sondern dass Frauen da landen wo die Männer vor 200 Jahren waren.
    Lesenswert? Sowas kann nur jemand schreiben der den Piraten schaden will. Es war zumindest erfolgreich, ich werde nochmal gut drüber nachdenken ob ich die Piraten bei der nächsten Bundestagswahl wähle wenn sie jetzt schon solche FDP-Level Schwachmaten haben.

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